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Sport1-“Doppelpass” – Klubboss sorgt für Unmut: “Der hat keine Ahnung”


Die Attraktivität der Bundesliga ist immer wieder Thema in Fußball-Talkshows. So auch beim “Doppelpass” am Sonntag. Die Aussagen eines Frankfurter Managers lösten dabei eine kritische Diskussion aus.

Nur einen Punkt hat Aufsteiger Greuther Fürth nach acht Spieltagen auf dem Konto. Der Abstieg aus der Bundesliga wird immer wahrscheinlicher. Das “Kleeblatt” kann mit der Konkurrenz kaum mithalten, sodass beim “Doppelpass” darüber debattiert wurde, ob kleine Klubs wie Fürth der Attraktivität der Liga schaden oder helfen. Mit dabei: Fußballlegende und t-online-Kolumnist Stefan Effenberg und Fürth-Supervisor Rachid Azzouzi.

Zu Beginn der Diskussion über dieses Thema wurde ein kurzes Interview mit Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt, abgespielt. Hellmann sagte darin: “Was für mich die drei Punkte sind, die die Gefahr einer Verzwergung der Bundesliga ausmachen: Wenn wir nach neun Jahren und wahrscheinlich im zehnten denselben deutschen Meister haben, dann wird das im Ausland dazu führen, dass die Bundesliga nicht mehr als spannender, internationaler Wettbewerb wahrgenommen wird. Wenn wir dann, und das ist der zweite Punkt, auch in der Attraktivität über fehlende Topstars nicht mehr als absolutes internationales Premiumprodukt wahrgenommen werden, dann ist das etwas, was die Liga in ihrem wirtschaftlichen Wert nach außen beeinträchtigt.”

Dazu erwähnte er noch das Fehlen von Zugpferden wie Bremen, Schalke und Hamburg. “In der Zusammensetzung der drei Faktoren sollte sich keiner wundern, wenn wir bei der wirtschaftlichen Verwertung der Liga am Ende nicht auf dem Niveau unterwegs sind, das wir die letzten Jahre hatten.” Anschließend betonte Hellmann noch, dass er damit nicht kleineren Klubs den Respekt absprechen wolle.

Axel Hellmann: Der Vorstandssprecher ist seit über 20 Jahren im Klub. (Quelle: imago images/Jan Huebner)Axel Hellmann: Der Vorstandssprecher ist seit über 20 Jahren im Klub. (Quelle: Jan Huebner/imago photographs)

“Der hat nur Zahlen im Kopf”

Rachid Azzouzi gefiel die Aussage trotzdem überhaupt nicht: “Dieser Hellmann ist ganz weit weg vom Fußball. Was Wirtschaftlichkeit angeht, ist er intestine. Aber alles, was den Sport und den Fußball ausmacht, das fehlt diesem Menschen komplett.” Weiter sagte er: “Der hat nur Zahlen im Kopf und sieht für seinen Verein, für die Eintracht, dass es besser ist, wenn die Liga attraktiver ist und es mehr Geld gibt. Aber es ist schon so viel Geld im Spiel, wir brauchen nicht noch mehr Geld.”

Unterstützung bekam er dabei von Stefan Effenberg: “Bayern München wird wahrscheinlich das zehnte Mal in Folge deutscher Meister. Dann sollten vielleicht mal RB Leipzig oder Borussia Dortmund (…) alles daran setzen, das zu verhindern. Das sind die Topklubs. Zum zweiten Punkt von Herrn Hellmann: Wir haben den besten Torwart auf der Welt in der Bundesliga (Manuel Neuer). Wir haben den besten Spieler der Welt in der Bundesliga (Robert Lewandowski). Wir haben mit Haaland den besten jungen Spieler in meinen Augen. Von diesen Spielern lebt die Bundesliga. Dazu kommen ja noch Kimmich und Goretzka, die auch in der Weltspitze sind.” Und weiter: “Wenn Herr Hellmann sagt, dass die Bundesliga unattraktiv ist und wir keine Weltspieler haben, dann gebe ich dir (Rachid Azzouzi) recht, der hat keine Ahnung vom Fußball.”

Das unterstützte Effenberg auch noch einmal durch seine t-online-These: “Ich gucke lieber Fürth in der ersten als Schalke in der zweiten Liga. Die Kleinen schreiben die größten Geschichten.”

Baslers diplomatischer Versuch

Als Positivbeispiel für die kleineren Klubs nannte Effenberg daraufhin Union Berlin. Die Köpenicker sind erst vor wenigen Jahren aufgestiegen, spielen aber nun bereits worldwide und sind von den Abstiegsrängen weit entfernt. 

Ex-Profi Mario Basler versuchte, etwas Verständnis für Teile der Aussagen Hellmanns zu gewinnen. “Viele Äußerungen von Herrn Hellmann, die hätte man gar nicht zeigen brauchen, weil das völliger Schwachsinn ist. Aber jeder sucht doch in seinem Verein seinen größten Vorteil.” Baslers “diplomatischer” Ansatz löste zwar Stirnrunzeln bei Effenberg und Azzouzi aus, konnte die Debatte aber zumindest etwas beruhigen.



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Written by Newsplaneta

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