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Lodge-Mitarbeiter nach Antisemitismus-Vorwürfen wieder im Dienst



Kurz nachdem der Sänger Gil Ofarim den Vorwurf des Antisemitismus gegen einen Hotelmitarbeiter erhoben hatte, wurde der Beschuldigte vorerst freigestellt. Nun hat das Lodge in Leipzig eine Entscheidung getroffen.  

Anfang Oktober hatte der Musiker und TV-Star Gil Ofarim öffentlich gemacht, er sei im “Westin”-Lodge in Leipzig antisemitisch beleidigt worden. Ein Hotelmitarbeiter habe ihn aufgefordert, seinen Davidstern, den er als Kette um den Hals trug, einzupacken – erst dann dürfe er einchecken.

Das Lodge beurlaubte den beschuldigten Mitarbeiter und beauftragte eine Anwaltskanzlei, den Vorfall aufzuklären. Mittwoch veröffentlichte nun die Betreibergesellschaft des “Westin” eine Erklärung. Darin heißt es, es lägen “keine objektivierbaren Anhaltspunkte vor, die es rechtfertigen würden, strafrechtliche und/oder arbeitsrechtliche Maßnahmen gegen den Mitarbeiter zu ergreifen”.

Leipziger Hotelmitarbeiter “massiv” angefeindet

Der Mitarbeiter darf additionally wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Um ihn “mit Hinblick auf die massiven Anfeindungen” zu schützen, denen er nach wie vor ausgesetzt sei, werde er “aus Fürsorgegesichtspunkten zunächst seinen Aufgaben noch nicht wieder vollumfänglich nachkommen”.

Zu diesem Entschluss sei das Unternehmen nach Studium eines 118 Seiten umfassenden Gutachtens gekommen, das die Rechtsanwaltskanzlei am Montag vorgelegt habe. Weiter heißt es in der Presseerklärung, das Gutachten stütze sich auf Befragungen von “allen erreichbaren und auskunftsbereiten Gästen und weiteren Zeugen”. Außerdem seien der beschuldigte Mitarbeiter sowie weitere an der Rezeption eingesetzte Kollegen angehört worden.

Außerdem habe die Rechtsanwaltskanzlei von der Staatsanwaltschaft Vernehmungen von Zeugen übermittelt bekommen, die ausschließlich mit Ermittlungsbehörden sprechen wollten. Ein auf Bild- und Videoforensik spezialisierter Sachverständiger habe darüber hinaus Überwachungsvideos ausgewertet.



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Written by Newsplaneta

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