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Sehen Sie hier, wo der Sturm gerade wütet


Der erste kräftige Herbststurm hat Deutschland erreicht: In weiten Teilen Deutschlands toben starke Winde. Zahlreiche Einsatzkräfte sind im Einsatz. Alle Informationen im Newsblog.

Das Sturmtief “Hendrik” fegt seit Donnerstagmorgen mit kräftigen Böen, Gewittern und Regen über Deutschland. Der deutsche Wetterdienst (DWD) rief für die gesamte Bundesrepublik die Warnstufe 2 aus, quer durch Deutschland vom Saarland bis nach Sachsen wurde die Unwetterwarnstufe 3 ausgerufen. Der DWD ging von schweren Sturmböen und teilweise orkanartigen Böen von bis zu 105 Kilometern professional Stunde aus. Im Bergland könne es sogar Orkanböen mit bis zu 120 Kilometern professional Stunde geben.

​Sehen Sie, wo der Sturm wütet

Erstes kleines Fazit von Sturmtief “Hendrik” zeigt: Viele schwere Sturmböen und einige orkanartige Böen, vor allem in einem breiten Streifen vom Saarland über die Mitte in den Osten. Die Grafik zeigt eine kleine Auswahl der stärksten Böen.

Sturmtief “Hendrik” oder “Ignatz”?

Welches Sturmtief fegt überhaupt gerade über Deutschland? Nachdem den gesamten Tag zahlreiche Medien – auch t-online – über das Tief “Ignatz” berichteten, gab es nun eine Berichtigung des Deutschen Wetterdienstes: Ein Sprecher teilte t-online mit, es handele sich aktuell um das Sturmtief “Hendrik”, das über Deutschland wüte. Zuvor hatte das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” darüber berichtet.

Genau genommen handelt es sich sogar um “Hendrik II”, wie ein Sprecher des Wetterdienstes der dpa erklärte. Nachdem “Ignatz” bis Mittwoch wetterbestimmend warfare, habe sich über Nacht das neue Teiltief hervorgetan und sei für die Stürme am Donnerstag verantwortlich. Der genaue Hergang müsse noch geklärt werden. Laut dem Sprecher sei das Tief “Ignatz” bereits über Deutschland hinweggezogen und befinde sich mittlerweile im Norden Finnlands.

Die Namensgebung bei wetterbestimmenden Tief- und Hochdruckgebieten erfolgt nach einer alphabetischen Liste durch das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin. Dazu werden für einen dreistelligen Betrag Patenschaften vergeben. Als nächstes folgt demnach “Jascha”.

Schäden möglichst früh der Versicherung melden

Nach einem Sturmschaden muss der Betroffene der Versicherung belegen, dass der Sturm für den Schaden verantwortlich ist und mindestens Windstärke acht hatte. Mehr zum Thema lesen Sie hier. Welche Arten von Unwetterschäden die Versicherung übernimmt, erfahren Sie hier.

Bahnverkehr im Südosten wieder aufgenommen 

Der Sturm hat am Donnerstag im Südosten Deutschlands zwischenzeitlich zur Einstellung des Regionalbahnverkehrs geführt. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sei der Zugverkehr der DB Regio bis auf Weiteres eingestellt, teilte die Deutsche Bahn gegen Mittag mit.

Dagegen laufe der Fernverkehr unter erschwerten Bedingungen weiter. Am Nachmittag rollten die Züge langsam wieder an. “Bis sich der Verkehr normalisiert hat, dauert es noch. Aber wir fahren wieder”, sagte ein Bahn-Sprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen. Deutschlandweit warnte die Bahn vor Verspätungen und Zugausfällen.

Rotorblatt von Windrad gerissen

Bei Cochem an der Mosel hat der Sturm ein Rotorblatt einer Windkraftanlage abgerissen. Die Trümmer verteilten sich laut Polizei in einem Umkreis von 150 Metern um die in einem Wald erbaute Anlage. Verletzt wurde niemand.

Flusskreuzfahrtschiff kracht gegen Brücke 

Auf der Mosel bei Koblenz in Rheinland-Pfalz hat eine Böe am Donnerstagmorgen ein Flusskreuzfahrtschiff gegen den Pfeiler einer Eisenbahnbrücke gedrückt. Schiff und Brücke wurden nach Angaben der Polizei beschädigt, die 180 Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Das Schiff konnte seine Fahrt fortsetzen.

Baum verletzt Mann lebensgefährlich

Wie die Polizei berichtet, fiel in Völkersbach in Baden-Württemberg ein Baum an einem Waldrand auf einen 64-Jährigen. Er wurde lebensgefährlich verletzt.

Kleintransporter gegen Lkw gedrückt

Bei Wilnsdorf in Nordrhein-Westfalen wurde ein Kleintransporter gegen einen Lkw gedrückt.  Auf Grund einer Panne hatte der Fahrer eines Lastwagens das Fahrzeug zwischen den Anschlussstellen Wilnsdorf und Haiger-Burbach auf dem Seitenstreifen der Sauerlandlinie abgestellt. Ein Fahrer eines Kleintransporters wurde beim Passieren des Lastwagens von einer Windböe erfasst und gegen den Pannenlastwagen gedrückt. Der Fahrer des Lieferwagens wurde durch die Wucht der Kollision verletzt und nach notärztlicher Versorgung vor Ort in ein Siegener Krankenhaus eingeliefert.

Ein Kleintransporter klemmt unter einem Lastwagen: Eine Windböe drückte den Kleintransporter bei einem Überholmanöver gegen den Lkw.  (Quelle: dpa/Kay Helge Hercher)Ein Kleintransporter klemmt unter einem Lastwagen: Eine Windböe drückte den Kleintransporter bei einem Überholmanöver gegen den Lkw. (Quelle: Kay Helge Hercher/dpa)

Baum fällt auf Auto – Fahrer schwer verletzt

Ein im Sturm umstürzender Baum hat im Harz einen 59-jährigen Autofahrer schwer verletzt. Der Baum habe am Donnerstagmorgen den Wagen des Mannes bei Elend (Sachsen-Anhalt) unter sich begraben, sagte ein Sprecher der Polizei. Der eingeklemmte Fahrer wurde anschließend von der Feuerwehr aus dem Auto befreit und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Stromausfall bei 50.000 Menschen

Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste haben am Donnerstag Stromleitungen beschädigt und so für einen Stromausfall gesorgt. Etwa 50.000 Kunden seien ohne Strom, teilte ein Sprecher der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom am Nachmittag mit. Der Ausfall betreffe Teile Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringen. “Alle Mitarbeiter sind im Einsatz, um die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen”, teilte der Sprecher mit.

Mehrere Fichten liegen auf einer Stromleitung: Vor allem in Mitteldeutschland kam es zu vielen Stromausfällen durch "Ignatz". (Quelle: dpa/Kay-Helge Hercher)Mehrere Fichten liegen auf einer Stromleitung: Vor allem in Mitteldeutschland kam es zu vielen Stromausfällen durch “Ignatz”. (Quelle: Kay-Helge Hercher/dpa)

Schleswig-Holstein: Schwere Schäden durch Wirbelsturm

Ein Wirbelsturm hat am Donnerstagmorgen schwere Schäden in Schwentinental bei Kiel angerichtet. Feuerwehr-Einsatzleiter Kai Lässig berichtete, er habe den Rüssel des Wirbelsturms selbst gesehen. Der Sturm habe im Ort eine “Schneise der Verwüstung” auf etwa 100 Metern Breite hinterlassen. Ob der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Sturm als Twister einstuft, werde geprüft, wenn Meldungen dazu eingegangen seien, sagte ein Sprecher.

Mehrere Häuser seien schwer beschädigt worden, berichtete Lässig weiter. Bäume seien umgestürzt und hätten Autos unter sich begraben. Verletzte gab es nach seinen Angaben nicht. Der Sturm sei gegen 7.30 Uhr aus Richtung Kiel durch den Ort gezogen. Er habe unter anderem Gartenhäuser, Wintergärten und Gewächshäuser zerstört.

Auch an anderen Orten in Schleswig-Holstein stürzte der Sturm Bäume um. Nach Angaben des DWD gehörte Schleswig-Holstein am Morgen allerdings zu den Bundesländern mit den geringsten Windgeschwindigkeiten in Deutschland. Die stärkste Böe wurde in Travemünde mit 89 Kilometern professional Stunde gemessen.

Ein entwurzelter Baum in Schwentinental: In dem Kieler Stadtteil hat ein Wirbelsturm gewütet. (Quelle: dpa/Frank Molter)Ein entwurzelter Baum in Schwentinental: In dem Kieler Stadtteil hat ein Wirbelsturm gewütet. (Quelle: Frank Molter/dpa)

Erste Fernzüge rollen wieder durch NRW

Nachdem der Fernverkehr wegen Sturmschäden in Nordrhein-Westfalen am Donnerstagmorgen komplett eingestellt worden warfare, rollen seit dem Mittag auf einigen Strecken wieder erste Fernzüge. Wie die Deutsche Bahn am Mittag mitteilte, werde der Zugverkehr auf ersten Strecken nach und nach wieder aufgenommen. Es komme jedoch weiter zu Ausfällen und Verspätungen in weiten Teilen Deutschlands. Wie lange die Behinderungen andauerten, sei noch nicht abzusehen.

Reisende am Kölner Hauptbahnhof: In dem Bundesland wurde zwischenzeitlich der Fernverkehr komplett eingestellt. (Quelle: dpa/Henning Kaiser)Reisende am Kölner Hauptbahnhof: In dem Bundesland wurde zwischenzeitlich der Fernverkehr komplett eingestellt. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

So dauern die Aufräumarbeiten auf der Strecke Düsseldorf und Köln weiter an, auch sei die ICE-Strecke nach Wuppertal noch nicht befahrbar, sagte ein Sprecher. Der Sturm hatte seit der Nacht Äste und Bäume auf Gleise oder in Oberleitungen geweht. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurde der Regionalverkehr nach Bahn-Angaben bis auf Weiteres eingestellt.

Die Bahn riet, sich vor Fahrtantritt zu informieren. Wer seine für diesen Donnerstag geplante Reise verschieben wolle, könne bereits gebuchte Fernverkehrstickets eine Woche bis nach Störungsende flexibel nutzen.

Hunderte Feuerwehreinsätze in Tschechien

Ein heftiger Sturm hat in Tschechien für Sachschäden und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Feuerwehren rückten am Donnerstag zu Hunderten Einsätzen aus, um umgestürzte Bäume von Straßen und Autos zu räumen. Mindestens zwei Autoinsassen wurden eingeklemmt und schwer verletzt. Dächer wurden von Häusern gerissen. Mehr als 60.000 Haushalte waren aufgrund beschädigter Freileitungen vorübergehend ohne Strom.

Im westböhmischen Bäderort Karlsbad (Karlovy Fluctuate) fiel ein Baum auf das Gebäude eines Kindergartens. Kinder und Betreuer blieben unverletzt. Im Bahnverkehr kam es landesweit zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen. Mehrere Züge fuhren in entwurzelte Bäume, darunter ein Expresszug aus Prag in Richtung München. Bei diesen Unfällen wurden keine Verletzten gemeldet.

Bahnverkehr auch in Thüringen eingestellt

Der Sturm hat am Donnerstag in Thüringen zur Einstellung des gesamten Zugverkehrs geführt. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Zunächst warfare die Höchstgeschwindigkeit auf allen Strecken auf 80 Kilometer professional Stunde gesenkt worden. Wie es hieß, komme es wegen des Unwetters bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen.

Windböe erfasst Auto: 22-Jährige schwer verletzt

Eine 22 Jahre alte Autofahrerin ist mit ihrem Wagen bei stürmischem Wetter auf der Autobahn 31 nahe Wietmarschen (Niedersachsen) verunglückt. Eine Polizeisprecherin sagte am Donnerstag, die Frau habe angegeben, ihr Wagen sei am Donnerstagmorgen von einer Windböe erfasst worden. Daraufhin verlor die Fahrerin die Kontrolle und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Wagen überschlug sich und blieb auf der Fahrerseite liegen. Feuerwehrkräfte mussten die Frau aus dem Wrack befreien. Sie kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Umgekipptes Auto in Wietmarschen: Offenbar wurde das Fahrzeug von einer Windböe erfasst. (Quelle: dpa/Ulf Zurlutter/Nord-West-Media TV)Umgekipptes Auto in Wietmarschen: Offenbar wurde das Fahrzeug von einer Windböe erfasst. (Quelle: Ulf Zurlutter/Nord-West-Media TV/dpa)

Radfahrer von Baum getroffen

Ein Fahrradfahrer ist in Wittenberg von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Der Mann sei am Donnerstag anschließend mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Wie schwer die Verletzungen seien, warfare zunächst unklar. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Donnerstagmorgen vor orkanartigen Böen und schweren Gewittern in Sachsen-Anhalt gewarnt. Laut DWD wurden am Donnerstag im ganzen Land Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern professional Stunde erreicht.

Bremen schließt vorerst Freimarkt

Wegen des Sturms wird in Bremen der Freimarkt nicht wie geplant am Nachmittag öffnen können. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bahn stellt Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen ein

Sturmtief “Ignatz” führt bundesweit zu Einschränkungen im Zugverkehr. In Nordrhein-Westfalen ist seit dem späten Vormittag der komplette Fernverkehr eingestellt. Das teilte die Deutsche Bahn mit.

Besonders betroffen seien demnach auch das Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Teile Sachsens. Dort komme es vermehrt zu Zugausfällen und Verspätungen. Aktuell seien hunderte Mitarbeiter bundesweit damit beschäftigt, die Gleise von Sturmschäden zu befreien und Schäden an den Oberleitungen zu beheben. Fahrgäste, die aufgrund des Unwetters ihre Reise verschieben wollen, könnten ihr gebuchtes Ticket ab sofort bis einschließlich sieben Tage nach dem Ende der Störungen einlösen.

Auch Schäden und Verletzte in den Niederlanden

Starke Sturmböen haben auch in den Niederlanden Schäden verursacht. Mindestens vier Menschen wurden etwa durch herabfallende Dachziegel und entwurzelte Bäume leicht verletzt, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Der Amsterdamer Flughafen Schiphol meldete, dass Flüge gestrichen werden mussten. Passagiere müssten mit großen Verspätungen rechnen. Auch der Zugverkehr wurde durch das Sturmtief beeinträchtigt.

Auf einem Campingplatz in Zelhem im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze waren Bäume auf Wohnwagen und Ferienhäuser gefallen. Menschen wurden nicht verletzt, wie ein Mitarbeiter des Campingplatzes im Radio sagte.

In der Nacht hatte es auch Schäden in einem Wohnviertel in Barendrecht bei Rotterdam gegeben. Schuppen waren eingestürzt und Dachziegel herabgefallen. Drei Personen waren leicht verletzt worden.

Bundesamt warnt vor Sturmflut an der Nordsee

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat vor einer Sturmflut an der Nordsee sowie im Weser- und Elbegebiet gewarnt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Tierparks in Franken und Thüringen schließen

In Franken und Teilen Thüringens wurden vorsorglich die Tiergärten gesperrt, da die Sicherheit der Besucher gewährleistet werden soll. Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern professional Stunde könnten Äste abbrechen und Bäume umstürzen lassen, hieß es etwa aus Nürnberg. Im Zoo in Hof hatte ein heruntergefallener Ast das Luchsgehege beschädigt. Die Tiere wurden umgesetzt. Auch in Thüringen wurden der Zoopark Erfurt und der Tierpark Suhl geschlossen. 

Zoo in Hof: Aufgrund des Sturms bleibt der Tierpark heute geschlossen. (Quelle: News5/Fricke)Zoo in Hof: Aufgrund des Sturms bleibt der Tierpark heute geschlossen. (Quelle: News5/Fricke)

Parks in Berlin und Brandenburg schließen

Wegen der Warnung vor Sturm sind alle Parkanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg am Donnerstag geschlossen. Über Öffnungen könne man erst reden, wenn amtliche Entwarnungen vorliegen, sagte ein Sprecher der Stiftung in Potsdam. Außerdem müsse dann auch geprüft werden, wie hoch mögliche Schäden seien. “Unter Umständen gibt es noch Aufräumarbeiten. Wenn alles intestine geht, können wir frühestens am Freitagvormittag wieder öffnen”, sagte der Sprecher.

Auch der Tierpark in Cottbus bleibt aufgrund der Sturmwarnung am Donnerstag geschlossen. Die Tiere würden, soweit das möglich sei, in den Ställen versorgt, teilte die Stadt Cottbus mit. Ebenso lässt der Zoo in Eberswalde nach einer Mitteilung auf der Webseite seine Türen am Donnerstag geschlossen.

Lastwagen ohne Ladung von Sturm mitgerissen

In Hanau kam es am Donnerstagsmorgen auf der Überleitung von der B45 in Richtung B448 Obertshausen zu einem Unfall mit einem LKW. Feuerwehr und Polizei vermuten, dass der LKW, der ohne Ladung unterwegs warfare, von einer Sturmböe erfasst wurde und der Fahrer dadurch die Kontrolle verlor. Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab, krachte in eine Leitplanke und kam in einer Böschung zum Stehen. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt. Die Überleitung warfare für mehrere Stunden gesperrt.

A61 wegen querstehender Lkw gesperrt

Auf der Rheinbrücke in Speyer haben Sturmböen am Morgen mehrere Lkw erfasst. Die Lastwagen standen daraufhin quer, zum Teil stürzten Anhänger um. Die Autobahn 61, die über die Brücke führt, wurde in beiden Richtungen gesperrt. Berichte über Verletzte gibt es bislang nicht.

Unfall in Speyer: Auf der Rheinbrücke steht ein Lastwagen quer. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass die anhaltenden Sturmböen den Anhänger des Fahrzeugs erfassten und dieser so umstürzte. (Quelle: dpa/ Rene Priebe/Pr-Video)Unfall in Speyer: Auf der Rheinbrücke steht ein Lastwagen quer. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass die anhaltenden Sturmböen den Anhänger des Fahrzeugs erfassten und dieser so umstürzte. (Quelle: Rene Priebe/Pr-Video/dpa)

Zahlreiche Einrichtungen wegen Sturmgefahr geschlossen

Wegen der durch den Sturm drohenden Gefahren sind am Donnerstag in Thüringen zahlreiche Einrichtungen vorsichtshalber geschlossen worden. So teilten unter anderem die Stadtverwaltungen in Erfurt und Suhl mit, dass der Zoopark Erfurt und der Tierpark Suhl nicht öffnen. In Erfurt wurden auch alle städtischen Friedhöfe geschlossen, so dass geplante Bestattungen und Trauerfeiern ausfielen.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten warnte vor dem Betreten ihrer Garten- und Parkanlagen. Es bestehe trotz regelmäßiger Kontrollen Gefahr durch herunterfallende Äste, auch ganze Bäume könnten entwurzelt werden. Zu meiden sei auch die Nähe von Gebäuden, da sich unter der Windlast Dachziegel oder Schieferplatten lösen könnten.

Baum fällt auf Mehrfamilienhaus in Hamburg

In Hamburg ist ein Baum in einem Mehrfamilienhaus eingeschlagen. Mehr dazu lesen Sie hier.

“Ignatz” über Berlin: Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus

Die Berliner Feuerwehr hat am Donnerstagmorgen den Ausnahmezustand Wetter ausgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Köln: Stadtbahnen massiv durch Sturm betroffen

Sturmtief “Ignatz” hat beim Nahverkehr in Köln zu deutlichen Einschränkungen geführt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Autobahn 44 nahe Tagebau Garzweiler gesperrt

Die Autobahn A44 ist wegen des Sturms zum Teil gesperrt worden. In beiden Richtungen zwischen Dreieck Jackerath und dem Kreuz Holz ist die A44 gesperrt, berichten die “Aachener Nachrichten”. Die Strecke werde erst wieder frei gegeben, wenn die Unfallgefahr nicht mehr so hoch sei. Die Polizei habe immer wieder kleinere Vorfälle registriert, zu größeren Unfällen warfare es aber nicht gekommen.

Stromausfälle in Frankreich

Heftige Sturmböen haben am frühen Donnerstagmorgen in Nordfrankreich Störungen im Verkehr und bei der Stromversorgung verursacht. Etwa 250.000 Haushalte seien ohne Strom, schrieb Netzbetreiber Enedis auf Twitter. Allein in der Normandie waren demnach 80.000 Haushalte betroffen.

Im Norden und Nordwesten des Landes kam es teils zu massiven Zugausfällen. Auch in der Area um Paris herum warfare der Verkehr eingeschränkt. Die Sturmböen waren laut Météo France mit bis zu 175 Kilometern professional Stunde über das Land gezogen. Am Morgen galt noch für drei Départements im Nordosten die Warnstufe Orange.

Unwetterwarnung für Baden-Württemberg

Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Donnerstag orkanartige Böen im Bergland sowie Sturmböen in den nördlichen Landesteilen. Vereinzelt könne es zu Gewittern kommen. Im Bergland werden orkanartige Böen bis 110 Kilometern professional Stunde erwartet. Auf dem Feldberg können es bis zu 140 Kilometern professional Stunde werden. Laut dem Deutschen Wetterdienst könne es im Norden von Baden-Württemberg auch einzelne Gewitter mit Böen bis zu 115 Kilometern professional Stunde und Hagel geben. Grund dafür ist ein umfangreiches Tiefdruckgebiet über Nordeuropa. Gegen Abend soll der Wind abschwächen.

Zahlreiche Sturmeinsätze in NRW: Polizei mahnt zur Vorsicht

Sturmböen haben in Düsseldorf mehrere Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Seit der Nacht zu Donnerstag seien die Kräfte zu 47 Gefahrenstellen ausgerückt, meistens wegen loser Äste, umgekippter Bäume oder Absperrungen an Baustellen, teilte die Feuerwehr mit.

Zwei Zelte, die unter anderem als Corona-Testzentrum genutzt wurden, mussten gesichert werden. “Bislang gibt es keine Meldungen über Verletzte im Zusammenhang mit dem Sturmtief.” Einige geparkte Autos seien beschädigt worden.

Die Polizei im Märkischen Kreis mahnte wegen herabstürzender Äste und umgekippter Bäume zu besonderer Wachsamkeit. Die Einsatzkräfte hätten aufgrund des Sturmgeschehens bisher rund 30 Einsätze bewältigt. “In quick allen Fällen waren umgestürzte Bäume Auslöser von Gefahrstellen”, teilte die Polizei mit. Es habe keine Verletzten gegeben.

Hamburg: Feuerwehrmänner stehen vor zwei umgestürzten Bäumen im Stadtteil Ohlsdorf.  (Quelle: dpa/Steven Hutchings/TNN)Hamburg: Feuerwehrmänner stehen vor zwei umgestürzten Bäumen im Stadtteil Ohlsdorf. (Quelle: Steven Hutchings/TNN/dpa)

Baum stürzt auf Oberleitung: Bahnverkehr beeinträchtigt

Ein auf eine Oberleitung gestürzter Baum hat am Donnerstagmorgen für Beeinträchtigungen im Zugverkehr zwischen Hamburg und Kiel sowie Flensburg gesorgt. Die Meldung sei gegen 7.30 Uhr eingegangen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die Oberleitung auf der Strecke zwischen Neumünster und Rendsburg musste repariert werden. Es kam zu Verspätungen.

Viele Einsätze in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Entwurzelte Bäume, abgebrochene Äste, umgekippte Mülltonnen und Verkehrsschilder – in Rheinland-Pfalz und im Saarland hat der Sturm am Morgen und in der Nacht viele Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. “Feuerwehr und Straßenmeisterei hatten alle Hände voll zu tun”, sagte ein Sprecher der Polizei in Trier am Donnerstagmorgen. Allein in seinem Präsidium habe es aufgrund des Sturms in den vergangenen Stunden 65 Einsätze gegeben. Meist sei nur ein kleiner Sachschaden entstanden.

Schwere Böen an der Ostseeküste erwartet

Das Tief “Ignatz” bringt starke Sturmböen nach Mecklenburg-Vorpommern. Der DWD rechnet mit Windstärken von 85 bis 110 Kilometern die Stunde – an der Ostseeküste wird es besonders stürmisch. Dazu gibt es immer wieder Schauer und vereinzelt Gewitter. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von 12 bis 16 Grad.

Parkplatz vor dem Südstrand in Wilhelmshaven: Wegen "Ignatz" besteht an der Nordseeküste Hochwassergefahr. (Quelle: dpa/Mohssen Assanimoghaddam)Parkplatz vor dem Südstrand in Wilhelmshaven: Wegen “Ignatz” besteht an der Nordseeküste Hochwassergefahr. (Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

Entwurzelte Bäume, weggewehte Trampoline

In Rheinland-Pfalz kam es wegen Ästen, Bäumen oder Mülltonnen auf der Straße zu mehreren Verkehrsunfällen. Menschen wurden nach Angaben verschiedener Polizeistellen dabei nicht verletzt. Auch im Norden des Bundeslandes wurden laut SWR viele Bäume entwurzelt. In der Westpfalz wurde bei Kirchheimbolanden ein Trampolin auf die Fahrbahn geweht. Im Ort Kindsbach kam es in der Nacht zu einem längeren Stromausfall.

Umgestürzte Bäume in Hessen

In Hessen gingen vor allem im Kreis Fulda am frühen Donnerstagmorgen zahlreiche Meldungen bei der Polizei ein. Verschiedene Sprecher berichteten von umgestürzten Bäumen, herumfliegenden Sonnenschirmen oder einem weggeflogenen Trampolin. Vereinzelt kam es zu kleinen Sachschäden. Menschen wurden nach Angaben der Polizei zunächst nicht verletzt. Es bleibe nun abzuwarten, wie sich der Sturm in Hessen im Laufe des Vormittages entwickele.

Lage in NRW noch übersichtlich

In Nordrhein-Westfalen sind am Donnerstagmorgen zunächst nur vereinzelte kleine Einsätze wegen umgestürzter Bäume gemeldet worden. In Köln hieß es bei der Polizei: “Bei uns nichts Größeres.” Vor allem im Oberbergischen seien ein paar Bäume umgekippt. Für den Rhein-Sieg-Kreis meldete die Polizei einen leichten Verkehrsunfall und weitere “zwei, drei Einsätze” – ebenfalls wegen Bäumen oder Ästen, die herabgestürzt seien.

Einschränkungen im Regionalverkehr

Im Regionalverkehr kam es am Morgen zu vereinzelten Einschränkungen. Die Bahn informierte Pendler by way of Twitter mit den Worten “Baum auf der Strecke” über eine gesperrte S-Bahn-Strecke zwischen Dortmund-Kley und dem Bochumer Hauptbahnhof. In beiden Richtungen werde ohne Zwischenhalt umgeleitet, es gebe Verspätungen und Teilausfälle. Für die Eurobahn RE13 zwischen Hamm Hauptbahnhof und Venlo wurden im Bereich Düsseldorf bis Venlo Verspätungen wegen der “aktuellen Wetterlage” gemeldet.

Schäden in Thüringen und Baden-Württemberg gemeldet

Auch andere Bundesländer meldeten erste Schäden aus der Nacht: Vereinzelt habe der Wind Bäume ausgerissen, Schlimmeres sei jedoch nicht passiert, hieß es etwa aus Thüringen und Baden-Württemberg. In Sachsen-Anhalt sprach die Polizei am Morgen lediglich von einzelnen abgeknickten Bäumen, vor allem in der Harzregion. Auch der Magdeburger Zoo soll heute offenbar geschlossen bleiben. Im niedersächsischen Delmenhorst warfare am Mittwochabend ein Mann von einem herabstürzenden Ast getroffen, aber nur leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Die Deutsche Bahn warnte vor möglichen Zugausfällen oder Verspätungen wegen des Sturms.

“Kurzlebige Tornados” möglich

In der Nordhälfte Deutschlands warnte der Wetterdienst vor ostwärts ziehenden Gewittern, bei denen orkanartige Böen mit bis zu 105 Kilometern professional Stunde wehen könnten. “Kurzlebige Tornados” seien dabei nicht ausgeschlossen, hieß es.

Im Laufe des Nachmittags lässt der Wind den DWD-Angaben zufolge von Westen her wieder nach. Es wird insgesamt kühler. Am Donnerstag liegen die Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad, im Westen und Norden zwischen 12 und 15 Grad.



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Written by Newsplaneta

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