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Information | Spahn: Länder sollen Impfzentren wieder startklar machen


Angesichts der steigenden Corona-Zahlen in Deutschland hat Gesundheitsminister Jens Spahn die Länder aufgefordert, ihre Impfzentren wieder zu öffnen. Alle Infos im Newsblog.

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die Welt seit 2020 fest im Griff. Derzeit steigen die Neuinfektionen besonders in Bayern. Bundesweit bewegt sich die Zahl bei etwa 25.000 täglich. Bei den Impfungen geht es nur noch langsam voran. Vollständig geimpft sind derzeit rund 66 Prozent der Bevölkerung. 
 

Spahn: Länder sollen Impfzentren wieder startklar machen

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen fordert der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder auf, ihre Impfzentren wieder zu öffnen. “Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen”, sagte er der “Rheinischen Put up”.

Zudem riet Spahn dazu, in einem ersten Schritt alle Menschen über 60 schriftlich zur Impfung einzuladen. “Das hat bei den Erstimpfungen auch intestine geklappt.” Hintergrund ist, dass mehr Menschen eine Auffrischungsimpfung – die Booster-Impfung – gegen die nachlassende Wirkung des Impfstoffs wahrnehmen sollen.

Merkel offen für Gespräche mit Ländern über Corona-Gegenmaßnahmen

Angesichts des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen hat sich die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) offen für rasche Gespräche mit den Bundesländern über Gegenmaßnahmen gezeigt. “Der Anstieg ist im Augenblick aus meiner Sicht schon sehr besorgniserregend. Und deshalb kann es sein, dass man noch handeln muss”, sagte sie am Sonntag zum Abschluss des G20-Gipfels in Rom bei einem gemeinsamen Auftritt mit ihrem voraussichtlichen Nachfolger im Kanzleramt, Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Alle eine, “dass wir eine Überlastung unseres Gesundheitssystems verhindern wollen”.

Auf die Frage, ob sie und Scholz in der Übergangszeit zur Bildung einer neuen Regierung im Kampf gegen Corona an einem Strang ziehen würden und ob es womöglich schärfere Maßnahmen gegen Impfgegner geben müsse, antwortete Merkel: “Es kann sein, dass wir uns mit der Frage nochmal jetzt beschäftigen müssen.” Nachdem es sehr unterschiedliche Situationen in den Bundesländern gebe, müsse man nun mit den Ländern sprechen, sagte die Kanzlerin weiter.

Scholz forderte: “Wir müssen alle an einem Strang ziehen” – Gesellschaft, Landkreise, Gemeinden, Länder sowie Bundestag und Bundesregierung. Die amtierende Bundesregierung müsse dafür sorgen, “dass wir das Notwendige tun, damit wir die Corona-Pandemie mit den Möglichkeiten, die wir als Politik haben, im Griff behalten”. Auch während des Winters werde es noch Möglichkeiten brauchen, etwa Masken vorschreiben zu können. Gebraucht würden auch Regeln wie 2G (geimpft oder genesen) und 3G (geimpft, genesen oder getestet) – sowie die Möglichkeit diese durchsetzen zu können.

Klar sei aber auch, dass man in einer Lage, in der so viele Bürger geimpft seien, “natürlich nicht mehr mit den gleichen Maßnahmen – Lockdowns zum Beispiel – reagieren” könne, wie man das im vergangenen Jahr richtigerweise gemacht habe, sagte Scholz. Es müsse eine große Anstrengung unternommen werden, dass die besonders Schutzbedürftigen und jene, die in Bereichen tätig seien, die Schutz bräuchten, von der Booster-Impfung Gebrauch machten.

Dahmen (Grüne) kritisiert Impftempo bei Hausärzten

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen ist unzufrieden mit dem Verlauf der Corona-Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. “Nach der Schließung der meisten Impfzentren erfüllen die Praxen die in sie gesetzten Erwartungen erkennbar nicht, weder bei den Erst- noch bei den Booster-Impfungen”, sagte Dahmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). “Das Tempo bei den Erst- und Zweiimpfungen und beim Boostern reicht nicht aus.”

Der Grünen-Politiker betonte: “Wenn das Impftempo in der Regelversorgung der Praxen nicht ausreicht, werden wir endlich auch an anderen Stellen, beispielsweise Apotheken, impfen müssen.” Er zeigte sich besorgt über die aktuelle Pandemie-Lage. “Schon in den nächsten Wochen könnte die Zahl der Intensivpatienten wieder auf bis 3000 steigen. Wenn dann noch eine heftige Grippewelle dazu kommt, laufen wir in eine Katastrophe hinein”, sagte er.

Das DIVI-Register verzeichnete am Sonntag 1984 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Zum Höhepunkt der Pandemie im Januar 2021 waren es mehr als 5700.

Berlins Regierungschef: Infektionszahlen machen mir große Sorge

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat angesichts der aktuellen Pandemieentwicklung dazu aufgerufen, Impfangebote konsequent zu nutzen. “Die steigenden Infektionszahlen bereiten mir große Sorge, da auch die Auslastung in den Krankenhäusern damit wieder zunimmt”, sagte Müller am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. “Hier sind es vor allem Ungeimpfte, die mit schweren Krankheitsverläufen in den Kliniken behandelt werden müssen”, so der SPD-Politiker. “Ich appelliere daher an alle, die sich noch nicht haben impfen lassen, dieses Angebot anzunehmen. Wir haben eine gute Impfquote, aber sie reicht nicht, um die Pandemie gerade in den kälteren Monaten zu stoppen.”

Müller forderte außerdem vor allem Ältere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem auf, eine Auffrischungsimpfung (Booster-Impfungen) anzunehmen. “Auch Menschen, die in Pflege- oder Altenheimen oder im medizinischen Bereich arbeiten, sollten sich ein drittes Mal impfen lassen”, sagte er. “Damit sich die Lage in den kommenden Monaten nicht weiter zuspitzt, sollten sich alle im Alltag wieder konsequenter an die gelernten und effektiven Regeln halten: Abstand und Maske, dort wo es eng wird.”

Müller zeigte sich am Sonntagabend in der ZDF-Sendung “Berlin direkt” sehr skeptisch zur Forderung des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) nach einem Gipfel von Bund und Ländern zum Thema Booster-Impfungen. “Wenn wir dort nicht zum Plaudern zusammenkommen wollen, dann frage ich, was wollen wir denn verabreden und was bietet uns der Bundesgesundheitsminister an? Wir sind dabei, die Booster-Impfungen durchzusetzen. Wir haben die Ältesten schon wieder eingeladen”, sagte Müller. Die Frage sei, was Spahn konkret besprechen wolle. “Dazu habe ich noch nichts gehört.” Er erwarte, dass der Bundesgesundheitsminister sage, welchen Plan er für die schwierigen nächsten Monate habe, erklärte Müller.

Institut für Virologie in Wuhan: Die chinesische Regierung bestreitet, dass das Coronavirus bei einem Unfall aus dem Institut entwichen ist. (Quelle: imago images/Kyodo News)Institut für Virologie in Wuhan: Die chinesische Regierung bestreitet, dass das Coronavirus bei einem Unfall aus dem Institut entwichen ist. (Quelle: Kyodo Information/imago photos)

China weist Neuveröffentlichung von US-Bericht zu Corona-Ursprung zurück

China hat die Veröffentlichung einer ergänzten Fassung eines Berichts der US-Geheimdienste zum Ursprung des Coronavirus zurückgewiesen. “Egal, wie oft dieser Bericht veröffentlicht wird und wie viele Versionen zusammengebastelt werden, es kann nichts daran ändern, dass es sich um einen rein politischen und falschen Bericht handelt”, erklärte Chinas Außenamtssprecher Wang Wenbin. Alleine die Tatsache, dass Geheimdienste bei der Herkunftssuche eingesetzt würden, sei ein “eindeutiger Beweis” für die politische Natur der Debatte.

Die US-Geheimdienste waren in ihrem Ende August veröffentlichten Bericht ähnlich wie eine vorherige Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation zu keinem klaren Ergebnis gekommen. Sowohl eine Übertragung des Virus von Tier zu Mensch als auch einen Laborunfall in China stuften die Geheimdienste als “believable Hypothesen” ein, beklagten jedoch fehlende Proben und Daten.

Die von US-Präsident Joe Biden beauftragte Nationale Geheimdienstdirektion hatte diese Woche weitere Teile des Berichts publik gemacht. Das Papier unterstreicht demnach noch stärker, dass eine Klärung der Ursprungsfrage ohne neue Informationen nicht möglich sei. Dabei sei die Zusammenarbeit mit China notwendig, Peking behindere jedoch die internationalen Untersuchungen.

Österreichische Bundesländer verschärfen Corona-Regeln

Als sechtes der neun österreichischen Bundesländer hat Niederösterreich am Samstag eine Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte angekündigt. In Eating places und Bars sowie bei größeren Veranstaltungen erhalten ab 8. November nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt, wie die Behörden am Samstag berichteten. Auch ein negativer Take a look at reicht dann bei Ungeimpften nicht mehr aus. Vielerorts wird zudem das Tragen einer FFP2-Maske etwa in Einkaufszentren oder Markthallen vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen verschärft werden.

Zuvor hatten am Freitag Tirol, Oberösterreich und Kärnten, davor Steiermark und Wien ähnliche Maßnahmen verhängt oder angekündigt. Damit soll verhindert werden, dass die Krankenhäuser, in denen die Zahl der Corona-Infizierten deutlich gestiegen ist, an den Anschlag kommen. Die Bundesländer verhängen damit schärfere Maßnahmen, als die Bundesregierung bislang vorgegeben hat. Der Bürgermeister von Wien, Michael Ludwig forderte bundesweit einheitliche Regelungen. Das Burgenland, Salzburg und Vorarlberg haben noch nicht angekündigt, dass sie ihre Corona-Regeln für Ungeimpfte verschärfen wollen..

Am Sonntag wurden innerhalb von 24 Stunden 5.684 Corona-Infektionen gemeldet. Eine Woche vorher waren es 3.624 gewesen. Innerhalb von sieben Tagen wurden auf 100.000 Einwohner berechnet 362,4 neue Infektionen gemeldet.

Karl Lauterbach: Der Gesundheitsexperte mahnt, dass die Impfquote noch zu niedrig ist. (Quelle: imago images/Future Image)Karl Lauterbach: Der Gesundheitsexperte mahnt, dass die Impfquote noch zu niedrig ist. (Quelle: Future Picture/imago photos)

Lauterbach plädiert für Wiedereröffnung der Impfzentren

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach wünscht sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die vielfach geschlossenen Impfzentren wieder einzurichten. Die Impfungen kämen viel zu langsam voran, um die stark steigende vierte Welle der Pandemie zu brechen, schrieb er am Samstag auf Twitter. “Wir brauchen schnelle Impfung für Ältere. Very best wäre Wiederöffnung der Impfzentren.”

Die Zahl der Geimpften steigt nur noch langsam. Eine Auffrischungsimpfung gegen die mit der Zeit nachlassende Wirkung nehmen viel weniger Menschen wahr, als es könnten. Vor allem Risikogruppen wird dies empfohlen. Die Politik sucht händeringend Konzepte, mehr Menschen dazu zu bewegen.

Die regionalen Impfzentren waren im vergangenen Winter zum Begin der Impfungen eingerichtet worden. Hintergrund waren Anforderungen an eine starke Kühlung der zunächst knappen Impfstoffe und ein strikter Vorrang für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Zeitweise gab es mehr als 400 Impfzentren. Bund und Länder hatten vereinbart, sie spätestens zum 30. September zurückzufahren oder zu schließen. Die meisten Länder stellten auf cell Impfteams um. Daneben impfen auch Arztpraxen, inzwischen sind es aber wieder weniger.

Söder für Booster-Impfungen in allen Altersgruppen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert einen stärkeren Einsatz von Antikörper-Checks und Booster-Impfungen für alle Altersgruppen. “Wir müssen viel stärker auf Antikörper-Checks setzen. Die Booster-Impfungen brauchen wir nicht nur für die über 70-Jährigen, sondern für alle,” sagte Söder “Bild am Sonntag”.

Eine Drittimpfung nach sechs Monaten sei für jeden sinnvoll.Die Ampel-Parteien erklärten die Pandemie im Grunde für beendet, während die Infektionszahlen explodierten. Sie dürften nicht nur ihre Lieblingsprojekte angehen, sondern müssten sich mit den Ländern absprechen, die eine klare Rechtsgrundlage für ihre Corona-Maßnahmen brauchten.

China sperrt Viertel in Peking wegen Ausbruch

China hat wegen eines erneuten Corona-Ausbruchs am Samstag neue Beschränkungen eingeführt. Die Behörden ordneten unter anderem für das Pekinger Viertel Xicheng, in dem mehr als eine Million Menschen leben, die Schließung aller Kinos bis Mitte November an. In mehreren betroffenen Regionen und Städten gelten Reisebeschränkungen. Landesweit wurden 59 innerhalb des Landes übertragene Neuinfektionen gemeldet, darunter zwei Fälle in der Hauptstadt.

Das Zentrum des jüngsten Ausbruchs liegt 650 Kilometer von Peking entfernt in der Stadt Erenhot an der Grenze zur Mongolei. Die Lage sei “ernst und komplex”, sagte Mi Feng, Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission am Samstag. Von der jüngsten Welle sind mindestens 14 Provinzen Chinas betroffen.

Ministerium: Alle haben grundsätzlich Anspruch auf Booster-Impfung

Alle Bürger haben grundsätzlich Anspruch auf eine Corona-Auffrischungsimpfung. Darauf hat das Gesundheitsministerium am Samstag noch einmal per Twitter hingewiesen. Es bezog sich dabei auf die Impfverordnung. Für einige Personengruppen seien die Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) aber besonders sinnvoll.

Das Ministerium verwies dabei auf seine Seite im Web, auf der diese Personengruppen aufgelistet sind. Dazu zählen zum Beispiel Menschen mit einer Immunschwäche und Menschen ab 60 Jahren – “nach individueller Abwägung und ärztlicher Beratung”, wie es dort heißt.

Zuvor hatten Ärztevertreter Kritik an Spahn geübt. “Wir sind verärgert, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Erwartungen schürt, Booster-Impfungen seien für alle möglich”, sagte das Vorstandsmitglied des Hausärzteverbands, Armin Beck, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Die Hausärzte folgen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, und diese empfiehlt aktuell Drittimpfungen nur für über 70-Jährige und wenige andere Gruppen.” Durch Spahns Äußerungen werde nun aber der Aufklärungs- und Diskussionsbedarf in den Praxen größer. Wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung ausweite, würden die Hausärzte auch diese Personengruppen impfen, kündigte er an.

Draghi unterstreicht Impfziel: 70 Prozent weltweit bis Mitte 2022

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat als Vorsitzender der G20-Länder das Ziel bekräftigt, bis zur Mitte des nächsten Jahres mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Man sei nah dran, das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erreichen, bis Ende Dezember 40 Prozent der Menschen zumindest eine Impfdosis zu geben, sagte Draghi in seiner Auftaktrede zum G20-Gipfel am Samstag in Rom. “Nun müssen wir alles tun, um bis Mitte 2022 70 Prozent zu erreichen.”

Draghi kritisierte die großen Unterschiede bei den Impffortschritten. Während in reichen Staaten rund 70 Prozent der Einwohner mindestens einmal geimpft seien, falle die Quote bei den ärmsten Ländern auf drei Prozent. Diese Unterschiede seien “moralisch nicht akzeptabel” und “untergraben” den weltweiten Kampf gegen die Pandemie, sagte er.

Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern fordert Impfpflicht für Pflegekräfte

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat nach mehreren Corona-Ausbrüchen in Pflegeeinrichtungen des Landes eine Impfpflicht für Beschäftigte in der Branche gefordert. “Es ist mein Ziel, eine Impfpflicht für Pflegepersonal rechtssicher hinzubekommen”, sagte Drese dem “Spiegel”. So sollten die Menschen geschützt werden, die besonders anfällig für eine Corona-Infektion sind. Dazu zählen Bewohner von Seniorenzentren. Die Impfpflicht muss laut Drese bundesweit im Infektionsschutzgesetz geregelt werden. Wegen juristischer Schwierigkeiten sei das in diesem Winter voraussichtlich noch nicht zu erreichen.

In den kommenden Tagen solle zunächst die Landesverordnung verschärft werden. Danach müssten sich Mitarbeiter oder Bewohner von Pflegeheimen einem PCR-Take a look at unterziehen, wenn Symptome auftreten. Zudem sollen große Versammlungen in den Heimen, die für alle zugänglich sind, verboten werden. “Es ist leider noch nicht die Zeit für große Advents- und Weihnachtsfeiern, wir müssen das untersagen”, betonte Drese.

Seit Ende des Sommers habe es neun Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen im Nordosten gegeben. In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Sozialministeriums 75 Prozent der Pflegekräfte geimpft. In einem Seniorenheim im brandenburgischen Schorfheide sind nach einem Corona-Ausbruch zuletzt acht Bewohner gestorben. Nur die Hälfte des Personals in der Einrichtung soll geimpft sein.

Russland meldet neuen Höchstwert bei Neuinfektionen

In Russland verzeichnet das Gesundheitsministerium 40.251 Neuinfektionen – so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. 1.160 weitere Menschen seien mit oder an dem Coronavirus gestorben. Russland erlebt derzeit rasant steigende Zahlen bei Neuinfektionen und Todesfällen.

Die Regierung hat dafür die nur langsam steigende Impfquote verantwortlich gemacht und für die erste Novemberwoche die Schließung der Betriebe im ganzen Land angeordnet. Bereits seit Donnerstag dürfen in Moskau nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Apotheken und Supermärkte öffnen.

Merkel äußert sich besorgt über Infektions- und Totenzahlen

Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft die Deutschen zu mehr Entschlossenheit im Kampf gegen das Coronavirus auf. Die aktuelle Entwicklung der Hospitalisierungswerte und der Todeszahlen “bereitet mir große Sorgen”, sagte die CDU-Politikerin der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. “Sie sollte uns allen Sorgen bereiten.”

Derzeit mache sich “schon wieder eine gewisse Leichtfertigkeit breit”. Es stimme sie sehr traurig, dass noch zwei bis drei Millionen Deutsche im Alter von über 60 Jahren nicht geimpft seien.

US-Studie: Impfung schützt fünfmal besser als Genesenenstatus

Eine Impfung schützt deutlich besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus als eine frühere Infektion. Das hat ein Forscherteam unter der Leitung der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC in einem Bericht veröffentlicht. Die Forscher erklärten, ihre Ergebnisse sollten dazu beitragen, die Debatte darüber zu beenden, ob Menschen, die bereits infiziert waren, sich impfen lassen sollten – denn das sollten sie, sagten die Wissenschaftler. Menschen, die nicht geimpft waren und im Krankenhaus landeten, hatten demnach ein fünfmal höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken, als Menschen, die innerhalb der letzten drei bis sechs Monate geimpft worden waren. 

“Alle in Frage kommenden Personen sollten so bald wie möglich gegen Covid-19 geimpft werden, auch ungeimpfte Personen, die zuvor mit Sars-CoV-2 infiziert waren”, schreiben die Forscher im wöchentlichen Bericht der CDC. “Wir haben jetzt zusätzliche Beweise, die die Bedeutung der Covid-19-Impfung bestätigen, selbst wenn Sie bereits eine Infektion hatten”, sagte CDC-Direktorin Dr. Rochelle Walensky einem CNN-Bericht zufolge

Walensky fügte hinzu: “Diese Studie ergänzt den Wissensstand, der den Schutz von Impfstoffen vor schweren Erkrankungen durch Covid-19 belegt. Der beste Weg, Covid-19, einschließlich der Entstehung von Varianten, zu stoppen, ist eine flächendeckende Covid-19-Impfung und Maßnahmen zur Krankheitsvorbeugung wie das Tragen von Masken, häufiges Händewaschen, räumliche Distanz und das Verlassen des Hauses, wenn man krank ist.”

Forscher aus dem ganzen Land sammelten Daten von 7.000 Personen, die zwischen Januar und September in 187 Krankenhäusern in neun Bundesstaaten wegen Covid-ähnlicher Erkrankungen behandelt wurden. Alle wurden auf das Coronavirus getestet. Diejenigen, die nicht geimpft waren, hatten ein 5,49-mal höheres Risiko, positiv auf Coronaviren getestet zu werden, als diejenigen, die innerhalb der letzten drei bis sechs Monate geimpft worden waren – selbst wenn sie erst kürzlich eine Covid-19-Infektion hatten, heißt es in dem Bericht.

Lehrer warnen vor “Augen-zu-und’-durch”-Politik

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen haben Lehrerverband und Ethikrat davor gewarnt, mit einer Politik des Augen-zu-und-durch die Gesundheit vieler Schüler zu gefährden. Die Politik setze Lockerungen durch zu einem Zeitpunkt, an dem Gesundheitsschutzmaßnahmen eher zu intensivieren seien, kritisierte der Chef des Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, mit Blick auf die Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht in einigen Bundesländern.

Die Vize-Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, sagte ebenfalls in der Düsseldorfer “Rheinischen Put up” (Samstag): “Auch, wenn schwere Verläufe bei Kindern seltener auftreten, werden bei starkem Infektionsgeschehen Hunderte von Kindern von Komplikationen betroffen sein.” Und: “Eine Augen-zu-und-durch-Mentalität reicht hier nicht aus.”

US-Geheimdienste: Corona nicht als Waffe entwickelt

Das Corona-Virus ist nach Einschätzung von US-Geheimdiensten entweder natürlichen Ursprungs oder ist aus einem Labor entwichen. Beide Hypothesen seien plausibel, heißt es in einem für die Öffentlichkeit freigegebenen Bericht des U.S. Director of Nationwide Intelligence. Genauer würden die US-Dienste es wohl nicht klären können. Als unwahrscheinlich verwarfen die Geheimdienste die Annahme, das Virus könne als biologische Waffe entwickelt worden sein.

Österreichische Bundesländer verschärfen Corona-Regeln

In Österreich führen rasant steigende Infektionszahlen zu Verschärfungen bei den Corona-Regeln für Ungeimpfte. Nach den Bundesländern Steiermark und Tirol lassen auch Oberösterreich und Kärnten Ungeimpfte unter bestimmten Bedingungen bald nicht mehr in Eating places und Bars. Das gilt auch, wenn sie einen negativen Take a look at vorweisen können, wie sie Bundesländer am Freitag beschlossen. Die Maßnahmen treten in Oberösterreich am 8. November, in Kärnten bereits am 4. November in Kraft.

Die Regeln gelten in der Nachtgastronomie und bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze ab 500 Personen. Zutritt haben dann nur noch Geimpfte und Genesene. Vielerorts wird das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Die Kontrollen sollen verschärft werden.

Wegen der rasant steigenden Zahlen hatten mehrere Bezirke bereits eine Testpflicht bei der Ausreise für alle diejenigen beschlossen, die weder geimpft noch genesen sind.

Impfung mit Pfizer: Die USA haben Biontech für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zugelassen. (Quelle: imago images/Zuma Wire)Impfung mit Pfizer: Die USA haben Biontech für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zugelassen. (Quelle: Zuma Wire/imago photos)

Biontech-Impfung für Kinder bekommt in den USA Notfallzulassung

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat in den USA nun auch für den Einsatz bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Notfallzulassung bekommen. Nachdem ein Beratergremium der FDA sich am Dienstag dafür ausgesprochen hatte, gewährte die US-Arzneimittelbehörde die Notfallzulassung am Freitag. Im Anschluss muss sich nun formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen.

Damit kann die Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA nun – wie vom Weißen Haus bereits geplant – noch im November starten. Innerhalb der kommenden Tage sollen 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausgeliefert werden. Auch in Europa haben das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Accomplice Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt.

Eine Pflegerin zieht in Kolumbien eine Impfspritze auf: Auch das Land erhält Spenden über die Initiative Covax. (Quelle: Getty Images/Guillermo Legaria)Eine Pflegerin zieht in Kolumbien eine Impfspritze auf: Auch das Land erhält Spenden über die Initiative Covax. (Quelle: Guillermo Legaria/Getty Photos)

Bericht: Millionen Impfdosen könnten vernichtet werden

Impfstoffhersteller verhindern offenbar, dass Deutschland nicht benötigten Impfstoff ins Ausland abgeben darf. Das berichtet das ARD-Magazin “Kontraste” mit Bezug auf einen Temporary des Staatssekretärs Thomas Steffen an die EU-Kommission. Die Bundesregierung befürchtet demnach, dass schon bald Millionen Impfdosen vernichtet werden müssen.

Die deutsche Regierung hatte versprochen, bis Jahresende 100 Millionen Dosen über die Covax-Initiative an ärmere Staaten zu spenden. Das wird dem Bericht zufolge von einigen Herstellern jedoch blockiert. Eine Klausel in den Verträgen räume den Herstellern eine Artwork Veto-Recht ein. In seinem Temporary kritisiert Steffen, dass einige Firmen “Mindestpreise diktieren” oder von den Empfängern “überzogene Ausgleichszahlungen” verlangen würden. Zudem werde versucht zu verbieten, dass internationale Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen Impfstoff verteilen.

Nach Informationen von Kontraste handelt es sich dabei vor allem um das US-Unternehmen Moderna. Verträge zwischen Covax und Biontech/Pfizer sowie Johnson&Johnson seien hingegen mittlerweile unterzeichnet worden, wie das Magazin vom Bundesgesundheitsministerium erfuhr. Bisher spendete Deutschland 19 Millionen Dosen, allesamt vom Hersteller Astrazeneca.

Ärztepräsident: Wenn Lockdown, dann nur für Ungeimpfte

Klaus Reinhardt: "Möglicherweise müssen wir bei weiter zunehmenden Fallzahlen eine gesellschaftliche Diskussion führen, ob Lockdownmaßnahmen nur für Ungeimpfte gelten" (Quelle: imago images/Lopata/axentis.de)Klaus Reinhardt: “Möglicherweise müssen wir bei weiter zunehmenden Fallzahlen eine gesellschaftliche Diskussion führen, ob Lockdownmaßnahmen nur für Ungeimpfte gelten” (Quelle: Lopata/axentis.de/imago photos)

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen fordert Ärztepräsident Klaus Reinhardt, dass falls wieder Lockdownmaßnahmen eingeführt werden, diese nur für Ungeimpfte gelten sollen. “Ich fände das gerechtfertigt, wenn es darum gehen sollte, die stationäre Versorgung zu sichern”, sagte Reinhardt in einem Interview mit dem “Spiegel” und fügte hinzu: “Schließlich sind es derzeit vor allem die Ungeimpften, die mit schweren Covid-Verläufen in den Kliniken behandelt werden müssen.”

Auf die Frage, ob er härtere Maßnahmen befürwortet, antwortete der Präsident der Bundesärztekammer zurückhaltend. “Möglicherweise müssen wir bei weiter zunehmenden Fallzahlen eine gesellschaftliche Diskussion führen, ob Lockdownmaßnahmen nur für Ungeimpfte gelten”, sagte Reinhardt. Entscheidend sei, wie stark die Krankenhäuser belastet sind, nicht nur auf der Intensivstation, sondern auch auf normalen Situationen.

“Nach 18 Monaten Pandemie ist das Private ausgebrannt, viele Pflegekräfte sind aus dem Dienst geschieden, deshalb können die Kliniken nicht mehr alle Betten belegen”, sagte Reinhardt. “Wir müssen genau beobachten, wie sich die Hospitalisierungsrate entwickelt und wie alt die Erkrankten sind. Niemand kann vorhersagen, wie das ausgeht.”

New York: Zehntausende Ungeimpfte vor Suspendierung

Kommt in New York bald niemand mehr, wenn es brennt? Etlichen Feuerwehrkräften in der Metropole droht, in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt zu werden – wenn sie sich nicht umgehend gegen Corona impfen lassen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Corona-Booster-Impfung in Sachsen für alle ab 18 Jahre möglich

In Sachsen können ab 1. November alle Menschen im Alter ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen. Das folgt aus einer Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO), wie das Landessozialministerium am Freitag mitteilte.

Den Angaben nach ist die sogenannte Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung möglich. Neueste Daten würden eine Risikoreduktion für alle Altersgruppen eindrucksvoll belegen. Für bestimmte Personengruppen, wie zum Beispiel Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen, gibt es schon seit Längerem eine Empfehlung für die Booster-Impfung. 

Panne bei Auffrischimpfungen in Osnabrück – Kochsalzlösung gespritzt

Bei Corona-Auffrischungsimpfungen in Osnabrücker Senioreneinrichtungen hat es eine Panne gegeben. Versehentlich sei sechs Personen statt dem Biontech-Impfstoff eine Kochsalzlösung gespritzt worden, teilte die Stadt am Freitag mit. Eine Gesundheitsgefahr bestehe nicht.

Insgesamt waren in zwei Einrichtungen – einem Haus für betreutes Wohnen und einer Tagespflegeeinrichtung – 42 Menschen geimpft worden. Bei der routinemäßigen Kontrolle fiel im Nachgang auf, dass mehr Impfstoff übrig battle, als eigentlich da sein sollte. Nun soll bei allen Geimpften nach 14 Tagen ein Antikörpertest vorgenommen werden. Diejenigen, bei denen kein Impfschutz festgestellt wird, sollen dann sofort eine Auffrischungsimpfung bekommen.

Das Versehen erklärte die Stadt damit, dass die Fläschchen, die den Biontech-Impfstoff enthalten, vor den Impfungen mit einer Kochsalzlösung aufgefüllt werden müssen. Danach werden die Spritzen aufgezogen. Nach den Impfungen battle jedoch ein noch nicht angebrochenes Fläschchen aufgefallen. Daher müsse beim Abfüllen der Kochsalzlösung versehentlich ein Fläschchen aufgefüllt worden sein, das bereits benutzt battle und keinen Impfstoff mehr enthielt.

Stark betroffene Landkreise verschärfen Corona-Maßnahmen

Die derzeit vom Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens besonders betroffenen Gegenden in Südbayern haben sich zusammengetan und ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie deutlich verschärft. Das teilte die Stadt Rosenheim am Freitag mit. In den Landkreisen Mühldorf am Inn, Altötting, Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach gelte ab sofort überall dort, wo bisher Maskenpflicht besteht, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Das gelte unter anderem für Supermärkte, Freizeiteinrichtungen sowie für Busse und Bahnen. Wer nicht geimpft oder genesen ist (2G), erhält keinen Zutritt mehr zu Diskotheken und Golf equipment. Ein negativer PCR-Take a look at ersetzt den Nachweis der Impfung oder der überstandenen Erkrankung ausdrücklich nicht mehr.

RKI meldet mehr als hunderttausend Impfdurchbrüche

Seit Februar hat das Robert Koch-Institut zahlreiche Impfdurchbrüchen registriert. Wegen der steigenden Impfquote sei diese Zunahme aber “erwartbar”, teilte das RKI mit. Lesen Sie hier mehr.

Corona-Impfung: Seit Februar wurden circa 55 Millionen Menschen vollständig geimpft, zeigt der RKI-Wochenbericht. (Quelle: imago images/Itar-Tass)Corona-Impfung: Seit Februar wurden circa 55 Millionen Menschen vollständig geimpft, zeigt der RKI-Wochenbericht. (Quelle: Itar-Tass/imago photos)

Slowakei neu als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft

Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) haben die Slowakei neu als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft. Das teilte das RKI am Freitag in Berlin mit. Dagegen wurden Israel und die Palästinensischen Gebiete von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen.

Die neuen Einstufungen werden Sonntagfrüh wirksam. Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen für zehn Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene können die Quarantäne aber abwenden, wenn sie bereits vor ihrer Einreise einen Genesenen- oder Impfnachweis an die deutschen Behörden übermitteln. Bei nachträglicher Einreichung eines Genesenen- oder Impfnachweises oder eines Negativtests kann die Quarantäne verkürzt werden.

Als Hochrisikogebiete werden Länder oder Regionen eingestuft, in denen wegen hoher Infektionsraten ein besonders hohes Infektionsrisiko angenommen wird. Auf der Risikoliste des RKI stehen derzeit rund 70 Länder ganz oder zu Teilen. Darunter sind auch mehrere EU-Staaten. Unmittelbare Nachbarstaaten Deutschlands sind mit Ausnahme französischer und niederländischer Überseegebiete derzeit nicht betroffen.

Daneben gibt es auch noch die Kategorie des Virusvariantengebiets für Gegenden, in denen bestimmte Coronavirus-Mutanten besonders weit verbreitet sind. Hier sind derzeit keine Staaten oder Regionen eingestuft.

In Sachsen droht Ungeimpften jetzt ein Quasi-Lockdown

Die sächsische Landesregierung prüft offenbar eine deutliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen für ungeimpfte Personen. Wie die “Leipziger Volkszeitung” berichtet, könnte die 2G-Regel bald auf den Einzelhandel ausgeweitet werden – das Weihnachtsshopping wäre dann Geimpften und Genesenen vorbehalten. Ungeimpfte dürften nur noch in den Supermarkt, zum Friseur oder körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik und Fußpflege in Anspruch nehmen. “Das wäre nur konsequent”, zitiert die Zeitung eine ungenannte Quelle aus der Landesregierung.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): "2G ist jetzt zwingendes Muss". (Quelle: imago images/Political Moments)Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): “2G ist jetzt zwingendes Muss”. (Quelle: Political Moments/imago photos)

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte sich schon am Mittwoch für eine konsequente Anwendung des 2G-Modells ausgesprochen: “2G ist jetzt zwingendes Muss.” Die verschärften Regeln könnten am 9. November in Kraft treten, wenn die Landesregierung die neue Corona-Verordnung verabschiedet. Städte und Landkreise im Freistaat haben sich dem Bericht zufolge gegen die umfassende 2G-Regel ausgesprochen, weil diese nicht zu kontrollieren sei.  

Die Corona-Lage in Sachsen hat sich zuletzt wieder verschärft. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei quick 240, die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen stieg in den vergangenen sieben Tagen von 117 auf 172. Die Quote vollständig Geimpfter liegt in Sachsen mit 56,5 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 66,5 Prozent (Stand: 28. Oktober).

Experte: Wegen Corona werden wieder OPs abgesagt werden müssen

Der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung, Gernot Marx, erwartet im Winter eine ähnlich starke Belastung der Intensivstationen wie im vergangenen Jahr. “Wir erwarten keinen Winter, der sich groß von den letzten zwei erlebten unterscheidet”, sagte Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er gehe jedoch davon aus, dass alle Patientinnen und Patienten vollumfänglich versorgt werden könnten. “Aber es werden hierzu wieder Operationen abgesagt wie auch Pflegepersonal aus anderen Bereichen abgezogen werden müssen”, bekräftigte er frühere Aussagen.

Das Divi-Präsidiumsmitglied Uwe Janssens kritisierte das geplante Auslaufen des Rechtsstatus der epidemischen Notlage. Die Politik habe ein “unkluges Sign” gesetzt, sagte er dem Fernsehsender Phoenix. “Das hat das Gefühl erzeugt, es ist vorbei.” Neben vielen erkrankten Ungeimpften erwartet er aber mehr Infektionen auch bei Geimpften, weil die Wirkung der Impfungen nachlasse. “Es sind so viele Punkte, die dagegen sprechen, dass wir in eine beruhigte Zone einbrechen.”

Ärztegewerkschaft warnt vor erneuten Engpässen in Kliniken

Angesichts der steigenden Infektionszahlen warnt die Ärztegewerkschaft Marburger Bund vor erneuten Engpässen in den Krankenhäusern. “Ich möchte nicht wieder erleben, dass wegen Covid-19 Operationen abgesagt werden müssen, weil sonst die Versorgung personell nicht bewältigt werden kann”, sagt die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Intensivstation in Duisburg: Mediziner warnen vor einer bevorstehenden Überlastung der Kliniken. (Quelle: imago images)Intensivstation in Duisburg: Mediziner warnen vor einer bevorstehenden Überlastung der Kliniken. (Quelle: imago photos)

Auch Patienten mit anderen schweren Erkrankungen hätten Anspruch darauf, ohne Zeitverzug im Krankenhaus behandelt zu werden. Man müsse jetzt handeln, um erneute Versorgungseinschränkung in den Krankenhäusern zu verhindern, so Johna. Dem Klinikpersonal stecke noch der letzte Winter in den Knochen. Alles, was zum ohnehin belastenden Regelbetrieb hinzukomme, erschwere die Arbeit auf den Stationen zusätzlich.

DB-Regio-Chef: Maskenpflicht im Nahverkehr noch bis Ostern 

DB-Regio-Chef Jörg Sandvoß hofft in der Wintersaison auf weiter bestehende Maskenregelungen im öffentlichen Nahverkehr. “Die Masken werden konsequent getragen”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur auf einem ÖPNV-Branchentreffen in Frankfurt am Important. Im Sommer 2020 habe es in Großstädten noch ein größeres Drawback mit Maskenverweigerern gegeben. “Das ist weg. Die Akzeptanz der Masken ist extrem hoch. Deswegen ist für uns wichtig, wenn die pandemische Lage jetzt ausläuft, dass es zumindest Regelungen gibt, dass wir im ÖPNV in der Wintersaison, bis Ostern, die Maskenpflicht aufrechterhalten.” Momentan trage die Maske “definitiv zum Sicherheitsgefühl bei”.

Das Vertrauen, den öffentlichen Nahverkehr trotz andauernder Pandemie nutzen zu können, sieht Sandvoß zurückgekehrt. “Wir sind jetzt auf einem Niveau von 70, teilweise 80 Prozent der Vor-Corona-Zeit.” Im ländlichen Bereich sei es noch etwas weniger, in den Städten hingegen gebe es teilweise wieder über 80 Prozent des Fahrgastaufkommens. “Wir haben viel in zusätzliche Hygiene und Sicherheit investiert”, betonte er.

RKI: Auswertungen belegen “ausgeprägten Effekt” der Corona-Impfungen

Impfbus in Berlin: Die Corona-Impfungen haben einen großen Einfluss auf eine Covid-Erkrankung. (Quelle: imago images/Jochen Eckel)Impfbus in Berlin: Die Corona-Impfungen haben einen großen Einfluss auf eine Covid-Erkrankung. (Quelle: Jochen Eckel/imago photos)

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht einen “ausgeprägten Effekt” der Corona-Impfung zum Verhindern von Covid-19-Erkrankungen und -Krankenhausaufnahmen in Deutschland. Dies sei durch eigene Berechnungen zu den jeweiligen Inzidenzen in der ungeimpften und der vollständig geimpften Bevölkerung belegt, geht aus dem RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend hervor. Hier lesen Sie mehr. 

Klitschko schränkt öffentliches Leben in Kiew wegen Corona ein

Wegen der sich drastisch verschlechternden Corona-Scenario führt nun auch die ukrainische Hauptstadt Kiew large Einschränkungen ein. Ohne negativen PCR-Take a look at oder einen Impfnachweis dürfen vom kommenden Montag an Eating places, Bars, Fitnessstudios und Lodges nicht mehr aufgesucht werden, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Donnerstag sagte. Das gelte auch für Angestellte. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs werde ebenso nur mit Impfzertifikat oder negativem Take a look at erlaubt. Kontrollen solle es stichprobenartig geben.

Derzeit sind nach dem in der Ukraine geltenden Ampelsystem bereits acht der 25 Regionen als rot eingestuft, das heißt, dass auch hier die massiven Einschränkungen gelten. Am Freitag sollen sieben weitere Regionen folgen.

In der Dreimillionenstadt Kiew sind etwa ein Drittel der Einwohner komplett geimpft. Anlass für die verschärften Maßnahmen ist, dass mittlerweile 65 Prozent der Klinikbetten, die mit Sauerstoffmasken ausgestattet sind, ausgelastet seien. Am Donnerstag wurde dem Gesundheitsministerium zufolge mit 26.071 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert verzeichnet. 576 Tote wurden registriert. Landesweit sind nur etwas über 17 Prozent der Bewohner geimpft.

Vitali Klitschko: Der Bürgermeister von Kiew will die Corona-Zahlen eindämmen. (Quelle: imago images/Future Image)Vitali Klitschko: Der Bürgermeister von Kiew will die Corona-Zahlen eindämmen. (Quelle: Future Picture/imago photos)

Virologe Kekulé fordert neue Impfstoffe

Bisher gibt es kein Impfstoff-Replace, kritisiert der Virologe Alexander Kekulé. Er fordert mehr politischen Druck auf die Hersteller, denn dort stünden die neuen Mittel bereits in den Regalen. Lesen Sie hier mehr.

Voller Bus in Budapest: Auch eine Maskenpflicht wird im öffentlichen Nahverkehr in Ungarn wieder eingeführt. (Quelle: imago images/Schöning)Voller Bus in Budapest: Auch eine Maskenpflicht wird im öffentlichen Nahverkehr in Ungarn wieder eingeführt. (Quelle: Schöning/imago photos)

England streicht Länder von Roter Liste

England hat die Pflicht zur Lodge-Quarantäne nach der Einreise für alle Länder aufgehoben. Ab Montag, dem 1. November, sollen für Einreisende aus allen sieben derzeit noch auf der sogenannten Roten Liste stehenden Ländern wie Peru oder Venezuela die gleichen Regeln gelten wie für Reisende aus andere Staaten. Das teilte Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag auf Twitter mit.

De facto bedeutet das, dass vorerst niemand mehr eine verpflichtende, teure Quarantäne im Lodge verbringen muss, wie es bisher der Fall battle. Die Kategorie bleibe aber vorsorglich bestehen, hieß es.

Cooks in Ungarn können Mitarbeiter zur Impfung zwingen

Angesichts steigender Infektionszahlen ermöglicht es die Regierung in Ungarn den Arbeitgebern, von ihren Mitarbeitern eine Corona-Schutzimpfung zu verlangen. Dies gab Kanzleramtsminister Gergely Gulyas am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Budapest bekannt. Für die Beschäftigten in staatlichen Institutionen werde der Staat eine derartige Impfpflicht vorschreiben können, fügte er hinzu.

Darüber hinaus werde ab kommendem Montag in allen öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht gelten, sagte Gulyas. Ungarn hatte vor dem Sommer die Corona-Maßnahmen weitgehend aufgehoben. Für die Teilnahme am öffentlichen Leben bedarf es derzeit keiner Nachweise über Impfschutz oder aktuelle Checks. Ausgenommen sind lediglich Großveranstaltungen. Eine Maskenpflicht gilt bislang nur in Krankenhäusern und Altenheimen.

Die Sommermonate hindurch hatte Ungarn nur wenige Corona-Fälle. Doch in den vergangenen Monaten stieg die Zahl wieder steil an. Die Sieben-Tage-Inzidenz an Neuansteckungen professional 100.000 Einwohner lag zuletzt bei 170. Nur knapp 60 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Söder stellt Maskenpflicht im Unterricht nach den Ferien in Aussicht

Angesichts explodierender Corona-Zahlen müssen Schülerinnen und Schüler in Bayern nach den Herbstferien – additionally ab 8. November – voraussichtlich auch im Unterricht wieder Masken tragen. Endgültig soll dies in einer Sondersitzung des Kabinetts in der kommenden Woche beschlossen werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München an. Auch wie lange die Maskenpflicht gelten solle, solle nächste Woche beraten werden.

Die Maske sei die schnellste und einfachste Type des Schutzes, sagte Söder. Schon nach den Sommerferien hatten Schülerinnen und Schüler auch am Platz Masken tragen müssen – diese umfassende Maskenpflicht battle dann aber nach einigen Wochen wieder wie geplant ausgelaufen.

Spahn wirbt für Booster-Impfung

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat zu Corona-Auffrischungsimpfungen aufgerufen – und sich am Donnerstag selbst eine zusätzliche Spritze geben lassen. “Ich werbe dafür, dass viele andere das auch tun”, erklärte der CDU-Politiker in einer Twitter-Mitteilung des Ministeriums. “Boostern (verstärken) Sie Ihren Impfschutz für den Winter.” Am Mittwoch wurde mit erstmals mehr als 100.000 Auffrischungsimpfungen ein Tagesrekord erzielt, wie Spahn erläuterte. Laut Robert Koch-Institut (RKI) waren es 102.400, so dass nun 1,8 Millionen Menschen eine Impf-Verstärkung erhalten haben.

Eine Auffrischung mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung wird seit September unter anderem Älteren, Risikogruppen, aber auch Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson angeboten. Spahn bekam seine Auffrischungsimpfung nach Ministeriumsangaben mit dem Präparat von Biontech im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin. Im Mai hatte er sich nach einer vorherigen durchgemachten Corona-Infektion zunächst mit dem Mittel von Astrazeneca impfen lassen.

Die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern (GMK) hatte im August beschlossen, dass auch Menschen, die nach einer Genesung einen Impfstoff von Astrazeneca oder Johnson & Johnson erhalten haben, eine Auffrischung mit Biontech oder Moderna angeboten werden kann. Dies gilt nach weiteren GMK-Beschlüssen unter anderem ebenfalls für Menschen ab 60 Jahre nach ärztlicher Beratung.

Nach Corona-Ausbruch bricht Kreuzfahrtschiff seine Donau-Reise ab

Für rund 170 Passagiere eines Fluss-Kreuzfahrtschiffs aus Deutschland ist die Reise auf der Donau wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord abrupt zu Ende gegangen. Bei einem Stopp in Wien waren 80 Gäste nach Angaben des medizinischen Krisenstabs der Stadt positiv auf das Virus getestet worden.

Das an einer Schleuse liegende Schiff wurde unter Quarantäne gestellt. Am Donnerstag waren alle Passagiere – getrennt in Erkrankte und Gesunde – laut Krisenstab in vier Bussen wieder auf dem Weg nach Deutschland. Auf dem Weg von Passau nach Wien hatte niemand das Schiff verlassen. Auch in der österreichischen Hauptstadt battle niemand von Bord gegangen. Keiner der Betroffenen musste laut ORF ins Krankenhaus.

Zahl der Corona-Fälle in Afrika sinkt – nur 5,5 Prozent geimpft

In Afrika beginnt die Zahl der Corona-Fälle spürbar zu sinken, obwohl erst 5,5 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind. Im Wochenvergleich sanken die Neuinfektionen laut John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) um 26 Prozent auf 31.000 Fälle. Er sprach von einem guten Sign und meinte: “Als Kontinent haben wir eine Menge Fortschritte gemacht.” Als Spitzenreiter beim Impfen gilt auf Europas Nachbarkontinent Marokko, das 57 Prozent seiner Bevölkerung bisher entsprechende Injektionen verabreicht hat.

England: Patienten wegen langer Wartezeiten vor Notaufnahme gestorben

Corona-Patienten füllen in England wieder die Notaufnahmen, die Scenario ist alarmierend. Für zwei Patienten hatten die langen Wartezeiten im Krankenwagen bereits tödliche Folgen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Notaufnahme (Symbolbild): Eigentlich soll die Übergabe vom Rettungswagen an die Notaufnahme nicht mehr als 15 Minuten dauern. (Quelle: Getty Images/simonkr)Notaufnahme (Symbolbild): Eigentlich soll die Übergabe vom Rettungswagen an die Notaufnahme nicht mehr als 15 Minuten dauern. (Quelle: simonkr/Getty Photos)

Nordrhein-Westfalen hebt Maskenpflicht in Schulen teils auf

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Maskenpflicht am Sitzplatz in den Schulen aufgehoben. Ab Dienstag können Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge sich wieder ohne Mund-Nasen-Schutz im Klassenzimmer aufhalten, wenn sie auf festen Plätzen sitzen, wie das Bildungsministerium am Donnerstag bekanntgab. Wer keinen festen Sitzplatz hat, ihn gerade verlässt oder auf dem Weg dahin ist, muss die Maske wieder aufsetzen.

Für Lehrkräfte und Betreuungspersonal entfällt die Maskenpflicht im Unterrichtsraum, solange ein Mindestabstand von anderthalb Metern eingehalten wird. Regelmäßige Checks auf das Coronavirus bleiben weiterhin Bestandteil der Schutzmaßnahmen. Auch am Lüften und dem Einhalten der Hygieneregeln wird laut Bildungsministerium weiter festgehalten.

RKI registriert 28.037 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an. 126 Menschen starben binnen eines Tages an oder mit dem Coronavirus. Mehr als 28.000 Neuinfektionen wurden gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bezirksbürgermeister will Impfpflicht für Klinikpersonal

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel, befürwortet eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Krankenhäusern, Schulen und Kitas. Eine generelle Impfpflicht werde nur sehr schwer umzusetzen sein, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio. Deshalb sei noch mehr Aufklärung nötig. “Auf der anderen Seite müssen wir in einzelnen Berufsgruppen darüber sprechen, ob man nicht den Druck ein Stück weit erhöht”, sagte Hikel. “Natürlich ist es fahrlässig, wenn Menschen, die in Krankenhäusern arbeiten, nicht eine Verpflichtung haben, sich impfen zu lassen.”

Das gelte von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt. “Quasi sämtliche Menschen, die in den Krankenhäusern arbeiten, sollten aus meiner Sicht geimpft sein, um den Virus nicht weiterzutragen”, so der Bezirksbürgermeister. “Ähnliches gilt natürlich auch für Menschen, die im pädagogischen Bereich arbeiten, in Schulen, in Kitas, Erzieherinnen, Lehrkräfte”, betonte Hikel.

In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt deutlich gestiegen. Am Donnerstag lag sie nach den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts bei 129,4. In Neukölln ist der Wert, der angibt, wie viele Menschen professional 100.000 Einwohner sich in sieben Tagen mit dem Virus angesteckt haben, mit 154,2 sogar noch deutlich höher.

Lauterbach ist für Ende der epidemischen Lage

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat das Vorhaben der Ampel-Parteien zur Beendigung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite und der Schaffung von Nachfolgeregelungen begrüßt. “Das Eckpunktepapier wird der Bekämpfung der Corona-Pandemie gerecht”, sagte er der “Rheinischen Put up (Donnerstagsausgabe). “Es ist ein guter Kompromiss aus weiterhin möglichen Maßnahmen für die Länder und einer Absage an harte Einschnitte wie Lockdowns oder Ausgangssperren.”

Niemand brauche mehr einen Lockdown oder Schulschließungen, sagte Lauterbach. Zurückhaltend äußerte er sich aber zu dem von den Ampel-Parteien geplanten Enddatum der Maßnahmen. Im Frühjahr werde sich aber erst noch zeigen müssen, ob ab 21. März wirklich alle Corona-Maßnahmen fallen könnten. “Das ist auch davon abhängig, ob noch Virus-Varianten auftreten werden.”

Karl Lauterbach : Der SPD-Gesundheitsexperte ist für ein Ende der geltenden epidemischen Lage in Deutschland. (Quelle: imago images/ Future Image)Karl Lauterbach : Der SPD-Gesundheitsexperte ist für ein Ende der geltenden epidemischen Lage in Deutschland. (Quelle: Future Picture/imago photos)

Er betonte erneut die Bedeutung von Impfungen. “Klar ist aber, dass die meisten Ungeimpften von heute bis dahin entweder geimpft, genesen oder leider verstorben sind, denn das Infektionsgeschehen mit schweren Verläufen betrifft vor allem Impfverweigerer”, sagte der SPD-Politiker.

Corona-Inzidenz in Brandenburg wieder über 100

Mit dem Coronavirus infizieren sich in Brandenburg wieder mehr Menschen. Erstmals seit Monaten ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wieder dreistellig. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich rechnerisch 104,1 von 100.000 Menschen mit dem Virus an, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 70,9 gelegen, eine weitere Woche zuvor bei 51. Brandenburg liegt aber noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 130.

Weltärztepräsident warnt vor Kliniküberlastung

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat vor einer Überlastung deutscher Krankenhäuser durch ungeimpfte Corona-Kranke gewarnt. “Das Pflegepersonal der Intensivstationen und die Ärzte arbeiten längst am Anschlag”, sagte er der “Augsburger Allgemeinen” vom Donnerstag. “Viele haben die Arbeit im Intensivbereich aufgegeben – auch, weil sie es Leid sind, sich für die Unvernunft von Impfgegnern abzurackern”, sagte er der Zeitung.

Die gegenwärtige Entwicklung bereite ihm große Sorge. Vor diesem Hintergrund forderte Montgomery größere Impfanstrengungen. Es müsse “alles in unserer Macht Stehende” versucht werden, um die Impfraten zu erhöhen. “Wer sich jetzt nicht impfen lässt, obwohl er es machen könnte, riskiert sein Leben und das seiner Mitmenschen”, warnte der Weltärztepräsident.

Die Corona-Erkrankung tobe sich nun bei den Ungeimpften aus, während die Geimpften recht zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen geschützt seien, sagte er der Zeitung. Inzidenzwerte und die Zahl der Krankenhausaufnahmen seien weiterhin eng miteinander verknüpft – nur der Faktor habe sich geändert. “Bei hoher Durchimpfung der Bevölkerung gibt es sehr viel mehr milde Verläufe –  die müssen nicht ins Krankenhaus, aber viele Ungeimpfte erkranken nach wie vor schwer”, sagte er.

Hohe Infektionszahlen in den USA

In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um mehr als 117.000 auf rund 45,84 Millionen. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Foundation offizieller Daten der Gesundheitsbehörden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 2018 auf 743.903. Die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Virus hat Ökonomen zufolge das Wirtschaftswachstum in den USA im dritten Quartal wahrscheinlich deutlich gebremst. Vermutlich wird der auf Donnerstag vorgezogene Bericht des Handelsministeriums auch eine hohe Inflation zeigen.



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Written by Newsplaneta

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