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Union lehnt Impfpflicht ab: “Dürfte verfassungswidrig sein”


Die Debatte über eine mögliche Impfpflicht geht weiter. Die Union sieht eine allgemeine Pflicht zwar skeptisch, kann sich für bestimmte Gruppen aber einen anderen Ansatz vorstellen. Alle Infos im Newsblog.

Noch nie battle die Lage so dramatisch: Deutschland wird von der vierten Welle in der Corona-Krise überrollt, bundesweit steigen die gemeldeten Neuinfektionen und die Todesfallzahlen. Besonderes Augenmerk legt die Politik jetzt auf die Hospitalisierungswerte. Eine Übersicht, wie die Lage in Ihrem Bundesland ist, finden Sie hier. Die Impfquote (vollständig Geimpfte) gegen das Coronavirus liegt bei rund 68 Prozent.

Union lehnt Impfpflicht ab: “Dürfte verfassungswidrig sein”

Die Unionsfraktion im Bundestag stellt sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht. “Einer allgemeinen Impfpflicht im Sinne einer Zwangsimpfung stehe ich sehr skeptisch gegenüber”, sagt der stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) der Zeitung “Welt”. Sie dürfte “wegen des schwerwiegenden Eingriffs in das Recht auf körperliche Unversehrtheit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen auch unverhältnismäßig und damit verfassungswidrig sein”. 

Thorsten Frei (CDU):  "Einer allgemeinen Impfpflicht im Sinne einer Zwangsimpfung stehe ich sehr skeptisch gegenüber" (Quelle: dpa/Soeren Stache)Thorsten Frei (CDU): “Einer allgemeinen Impfpflicht im Sinne einer Zwangsimpfung stehe ich sehr skeptisch gegenüber” (Quelle: Soeren Stache/dpa)

Mit Verweis auf besonders gefährdete Gruppen könne er sich aber bereichsspezifische Impfnachweispflichten unter strenger Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes durchaus vorstellen, analog zur verpflichtenden Masern-Impfung für Betreuungspersonal. Die SPD hält nach den Worten von Vizefraktionschef Dirk Wiese eine einrichtungsbezogene Impfpflicht für möglich, die AfD lehnt jede Kind von Impfpflicht ab. Über die Debatte zu einer möglichen Impflicht können Sie hier mehr lesen.

Bayerns Gesundheitsminister dringt auf Impfpflicht

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek plädiert für eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Er sei eigentlich immer ein Gegner einer Impfpflicht gewesen, aber inzwischen glaube er auch nach Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina und des Ethikrates, dass man relativ schnell über dieses Thema sprechen müsse, sagt der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. Er persönlich sei inzwischen für diese allgemeine Impfpflicht. Die Diskussion darüber sollte nicht verzögert, sondern unmittelbar aufgenommen werden. “Wir sind mitten in dieser Pandemie. Ich glaube, dass wir aus diese Endlosschleife tatsächlich nur rauskommen, wenn diese Impfpflicht auch kommt.”

Putin hat Booster-Impfung bekommen

Inmitten der dramatischen Corona-Lage in Russland hat sich Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben eine Auffrischungsimpfung verabreichen lassen. Er habe sich am Sonntag mit dem russischen Impfstoff Sputnik Gentle impfen lassen, sagte der 69-Jährige am Abend in Moskau dem Kreml zufolge. Zwei Stunden nach dem sogenannten Boostern gehe es ihm intestine. Wie bereits bei seiner ersten Impfung im Frühjahr waren auch diesmal keine Kameras zugelassen. Veröffentlicht wurde lediglich ein Video, das Putin im Gespräch mit Denis Logunow vom Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie zeigt. Dessen Wissenschaftler haben das Vakzin Sputnik V entwickelt.

Logunow zufolge haben sich mittlerweile mehr als 50 Millionen Menschen in Russland mit Sputnik impfen lassen. Die Impfkampagne in dem Land mit rund 146 Millionen Menschen läuft aber wegen einer weit verbreiteten Skepsis nur schleppend. Erst 40 Prozent der Bevölkerung sind laut Statistik vollständig geschützt. Am Sonntag meldeten die Behörden 1.252 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden – der zweithöchste Tageshöchstwert seit Beginn der Pandemie. Zudem gab es quick 37.000 Neuinfektionen binnen eines Tages.

RKI-Chef Wieler: Niemand möchte gerne eine Impfpflicht

Der Präsident des Robert Koch-Instituts hat angesichts der dramatischen Corona-Lage erneut zur Impfung aufgerufen. “Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir so viele Menschen wie möglich zum Impfen bewegen und diejenigen, die eine vollständige Grundimmunisierung haben, boostern”, sagte Wieler am Sonntagabend im “Heute-Journal” des ZDF. In der Debatte über eine Impfpflicht äußerte er sich zurückhaltend, verwies aber auf Überlegungen, darüber als letztes Mittel nachzudenken.

Lauterbach hält Maskenpflicht an Schulen im gesamten Winter für nötig

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält eine Maskenpflicht in den Schulen voraussichtlich über den gesamten Winter hinweg für notwendig. Seiner Einschätzung nach sei die Wahrscheinlichkeit “sehr gering”, dass durch den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an den Schulen in den Wintermonaten nicht mehr gebraucht werde, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland in einem am Montag veröffentlichten Podcast-Interview.

Der SPD-Politiker und Mediziner übte harte Kritik am nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) dafür, dass dieser die Maskenpflicht an den Schulen aufgehoben hatte. Diese Entscheidung sei “verantwortungslos” gewesen: “Da haben sich viele Kinder infiziert. Das battle vollkommen unnötig.”

Lauterbach warnte vor Langzeitwirkungen von Covid-Erkrankungen bei Kindern: Es sei damit zu rechnen, dass etwa vier bis sieben Prozent der infizierten Kinder mit Covid-19-Symptomen das sogenannte Lengthy Covid entwickeln.

Lengthy Covid sei bei Kindern zwar zum Glück nicht so gravierend wie bei Erwachsenen, aber auch keine Kleinigkeit. Es führe etwa dazu, dass Kinder “durchweg Schwierigkeiten haben können, sich zu konzentrieren”, sagte der SPD-Politiker. Es werde Kinder geben, die nach einer Covid-Erkrankung “nicht mehr so schwungvoll und auch nicht mehr so intestine in der Schule” seien wie vorher.

Pflegerat für Kündigung von ungeimpften Mitarbeitern in Heimen

Der Deutsche Pflegerat hat sich dafür ausgesprochen, dass ungeimpfte Mitarbeiter im Falle der Einführung einer Corona-Impfpflicht in Pflegeheimen gekündigt werden. Sollte der Gesetzgeber vorgeben, dass nur Geimpfte und Genesene in Pflegeheimen arbeiten dürfen, “haben die Einrichtungen gar keine andere Wahl, als sich von diesen Mitarbeitenden zu trennen”, sagte Pflegeratspräsidentin Christine Vogler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

“Wer zum Einfallstor für Corona im Pflegeheim wird, kann dort einfach nicht arbeiten”, betonte Vogler. Der Gesetzgeber müsse daher klar vorgeben, dass Pflegeeinrichtungen ungeimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigen dürfen. Der Pflegerat ist die Dachorganisation von Verbänden der Pflegebranche.

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag hatten die Spitzenvertreter der Bundesländer den Bund dazu aufgefordert, “schnellstmöglich” eine Impfpflicht für das Private in Pflegeheimen einzuführen.

Spahn: “Hätten das klarer kommunizieren müssen”

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat betont, dass eine Rücknahme der viel kritisierten Bestellobergrenzen für Biontech-Impfstoff nicht möglich sei. “Ich kann’s deswegen nicht zurückziehen, weil es einfach ‘ne Frage der verfügbaren Menge ist”, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung “Berlin direkt”. “Wir halten da nichts zurück. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist.” Hier lesen Sie mehr. 

Frankreich meldet “blitzschnellen” Anstieg bei Corona-Neuinfektionen

Auch in Frankreich schnellen die Corona-Infektionszahlen derzeit wieder in die Höhe. “Die fünfte Welle ist blitzschnell gestartet”, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal bei einer Pressekonferenz. Im Sieben-Tages-Schnitt lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen am Samstag bei 17.153. Eine Woche zuvor battle dieser Wert nur intestine halb so hoch gewesen. 

Beratung vor einem Pariser Testzentrum:  Am Samstag lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Frankreich bei 17.153. (Quelle: imago images/Gao Jing)Beratung vor einem Pariser Testzentrum: Am Samstag lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Frankreich bei 17.153. (Quelle: Gao Jing/imago photos)

Im Vergleich zu den vorangegangen Wochen ist der Anstieg bei der Zahl der Neuinfektionen dramatisch. Bislang hatte es drei Wochen gedauert, bis sich der Sieben-Tages-Schnitt der täglichen Neuinfektionen verdoppelte. Trotz der hohen Infektionszahlen ist die Lage in den französischen Krankenhäusern nach Behördenangaben vergleichsweise ruhig. Am Samstag wurden nach Angaben der französischen Krankenhäuser 7.974 Corona-Patienten in Kliniken behandelt. 1.333 von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen. 

“Wir beobachten einen sehr starken Anstieg bei den Infektionen, aber wir wissen auch, dass wir in Frankreich eine hohe Impfrate haben und unseren Nachbarn bei den Auffrischungsimpfungen voraus zu sein scheinen”, betonte Attal. Auch die Einführung des sogenannten Gesundheitspasses im Juli, der der 3G-Regel entspricht, habe dazu geführt, dass die Corona-Lage unter Kontrolle sei. Die Regierung in Paris halte an ihrer Entscheidung fest, “den Ungeimpften anstatt den Geimpften Beschränkungen” zur Eindämmung der Pandemie aufzuerlegen, betonte Attal weiter.

Unbekannte legen Feuer in zwei Corona-Testzentren

Zwei Corona-Schnelltestzentren sind am Sonntag im Münsterland in Model gesetzt worden. Am frühen Morgen hatte ein Zeuge zunächst ein Feuer bei der Teststation in Ahaus gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Ein Pavillon und ein Container wurden beschädigt. Wenige Stunden später brannte nach Angaben der Polizei ein Testzelt in Gronau.

An den Schnelltestzentren entstand insgesamt ein Schaden von rund 20.000 Euro. Die Polizei ermittelt, ob es zwischen den Bränden eine Verbindung gibt. An beiden Testzentren sei es in der Vergangenheit bereits zu Brandstiftung gekommen. Ein politisches Motiv für die Tat werde nicht ausgeschlossen.

Virologe Kekulé fordert vollständigen Lockdown

“Wir schlittern in die heftigste Welle jemals”, schreibt Virologe Alexander Kekulé in einer “Focus”-Kolumne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Alexander Kekulé (Archiv): "Diese Chance zu nutzen, muss oberste Priorität haben." (Quelle: imago images/Stauffenberg/Eventpress)Alexander Kekulé (Archiv): “Diese Likelihood zu nutzen, muss oberste Priorität haben.” (Quelle: Stauffenberg/Eventpress/imago photos)

Ministerpräsident Günther zeigt sich offen für Impfpflicht

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther zeigt sich offen für eine Corona-Impfpflicht. Er hoffe zwar noch, “dass es am Ende ohne allgemeine Impfpflicht geht. Wenn nicht, bin ich allerdings auch bereit, diesen Schritt zu gehen”, sagt der CDU-Politiker der “Welt”. Er sei für weitere Maßnahmen für Ungeimpfte, etwa Impfpflichten oder zusätzliche Einschränkungen, offen.

Einen generellen Lockdown lehnt Günther ab, da dieser nicht angemessen sei. “Jeder kann sich schützen lassen – durch eine Impfung. Das ist der Unterschied zur Lage vor einem Jahr.”

Baden-Württemberg: Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in drei Hotspots

Ungeimpfte in drei Corona-Hotspots von Baden-Württemberg dürfen von Montag an nachts nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnungen verlassen. Das Verlassen der eigenen vier Wände in den Hotspots Schwarzwald-Baar-Kreis, Ostalbkreis und Biberach sei diesen Menschen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch beispielsweise für medizinische Notfälle und aus Arbeitsgründen erlaubt, sagte der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl. Es sei davon auszugehen, dass es bis zur Wochenmitte und damit bis zur neuen Corona-Verordnung nicht bei diesen drei Kreisen bleibe.

Der für das Ministerium ausschlaggebende Inzidenz-Schwellenwert sei “600 und eine dynamische Lage”, sagte Lahl. Mehrere Kreise waren da am Wochenende nah dran. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag im Schwarzwald-Baar-Kreis am Samstag bei 606, im Ostalbkreis bei 702,2 und im Kreis Biberach bei 631,9. Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus professional 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Mit den Allgemeinverfügungen für die drei Landkreise sei Zutritt zu beispielsweise Gastronomie, Lodges (mit Ausnahme von Geschäftsreisenden) und Einzelhandel von Montag an ausschließlich immunisierten – additionally Geimpften und Genesenen – Besuchern und Kunden gestattet. Ausgenommen von dieser Zutrittsbeschränkung sind Geschäfte und Märkte, die der Grundversorgung dienen wie Lebensmittelmärkte, Apotheken, Tank- und Poststellen, Paketdienste und Banken sowie Betriebe von körpernahen Dienstleistungen.

Minister: Thüringen sollte 2G im Einzelhandel in Erwägung ziehen

Im Kampf gegen die sich zuspitzende Corona-Pandemie hat sich Thüringens Vize-Ministerpräsident Georg Maier (SPD) dafür ausgesprochen, auch über eine 2G-Regelung im Einzelhandel wie in Sachsen nachzudenken. “Das muss man in Erwägung ziehen”, sagte Maier.

Die sächsische Landesregierung hatte am Freitag schärfere Corona-Maßnahmen angekündigt, die einem Teil-Lockdown gleichkommen. Dazu gehört auch eine 2G-Regelung für den Einzelhandel. 2G bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben. Ausnahmen sind unter anderem für Supermärkte, Drogerien und andere Läden geplant.

“Wir müssen damit rechnen, dass nicht Geimpfte vermehrt nach Thüringen kommen zum Einkaufen”, sagte Maier. Das sei ein Riesenproblem. Maier betonte zugleich, dass es Ausnahmen für Geschäfte des täglichen Bedarfs geben müsse. Bisher battle 2G in Thüringen nicht für den Einzelhandel geplant. In Thüringen wurden mit Stand vom Sonntag 628 Neuinfektionen professional 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorging. Im Nachbarbundesland Sachsen lag die Inzidenz am Sonntag bei 862.

Biontech-Gründer: Impfschutz nach neun Monaten noch sehr hoch

Der Schutz vor einer schweren Corona-Erkrankung ist beim Biontech-Impfstoff nach Angaben von Unternehmensgründer Uğur Şahin bis zum neunten Monat sehr hoch. Dies zeigten kürzlich veröffentlichte Studien, sagte Şahin “Bild am Sonntag”. Der Impfschutz beginne aber “ab dem vierten Monat” abzunehmen.

Die beiden Biontech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin (Archiv): Der Booster könne uns über den anstehenden schwierigen Winter helfen.  (Quelle: imago images/Political-Moments)Die beiden Biontech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin (Archiv): Der Booster könne uns über den anstehenden schwierigen Winter helfen. (Quelle: Political-Moments/imago photos)

Şahin sprach sich für Auffrischungsimpfungen aus. “Ein Booster schützt zum einen den Geimpften sehr intestine vor Erkrankung, er hilft aber auch, weitere Ansteckungsketten zu unterbrechen.” Das könne uns über den anstehenden schwierigen Winter helfen. Şahin sagte dem Bericht zufolge: “Wichtig ist die Tatsache, dass die dritte Impfung den Schutz wieder anhebt. Entsprechend erwarten wir, dass er länger anhält als der Schutz nach der Doppelimpfung und nachfolgende Auffrischimpfungen vielleicht nur jedes Jahr – ähnlich wie bei Influenza – gebraucht werden.”

Kinderärzte fordern sofort generelle Impfpflicht

Die Forderungen nach einer Impfpflicht für alle werden lauter. Kinder- und Jugendärzte schließen sich dem Appell an. Sie sehen die Rechte der Jüngsten wegen einer Minderheit massiv bedroht. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Umfrage: Intestine 50 Prozent in Deutschland für allgemeine Corona-Impfpflicht

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus befürwortet laut einer Umfrage die Mehrheit der Menschen in Deutschland eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Wie “Bild am Sonntag” berichtet, sprachen sich in einer von der Zeitung in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa 52 Prozent für die Impfpflicht aus. 41 Prozent der Befragten lehnten diese Maßnahme ab. Die übrigen sieben Prozent waren unentschieden oder machten keine Angaben.

Belgien und Großteil der Niederlande nun Corona-Hochrisikogebiete

Wegen stark steigender Infektionszahlen gelten Belgien und ein Großteil der Niederlande seit Sonntag als Corona-Hochrisikogebiete. Auch das bei Urlaubern beliebte Griechenland sowie Irland fallen nach einer Einstufung durch die Bundesregierung in diese Kategorie. Im Fall der Niederlande sind die Überseegebiete Aruba, Curacao und Sint Maarten ausgenommen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte die Regelung am Freitag bekanntgegeben.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Take a look at davon befreien. Von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen wurden am Sonntag: Französisch Guayana, Neukaledonien, Costa Rica, Guatemala, Guayana und Suriname.

Grünen-Gesundheitsexperte fordert Vorbereitung für Patientenverlegung

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert wegen der anhaltend starken Zunahme von Corona-Infektionen umfassende Vorbereitungen für Patientenverlegungen in andere Kliniken. Dies sei “ein koordinativer Kraftakt”, der frühzeitig und zentral gesteuert werden sollte, sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. “Es ist durchaus realistisch, dass Hunderte Patienten in Kürze verlegt werden müssen.” Für diese Herausforderung brauche es endlich einen operativen Bund-Länder-Krisenstab, den es bereits seit Beginn der Pandemie hätte geben müssen.

“Schon nächste Woche werden zahlreiche Intensivstationen keine neuen Patienten mehr aufnehmen können”, warnte Dahmen. Im Süden und Osten des Landes reichten die Versorgungskapazitäten absehbar nicht aus. “Da wir wissen, dass etwa 0,7 Prozent aller Neuinfizierten auf der Intensivstation landen werden, können wir den Bedarf an Intensivbetten heute bereits zuverlässig für die nächsten zehn Tage vorhersagen.” Daher müsse jetzt mit länderübergreifender Koordination und der logistischen Organisation der Patientenverteilung begonnen werden. “Das gelingt nur zentral und nicht, indem wir es auf ohnehin überlasteten Schulter abladen.”

Tourismusbeauftragter rechnet mit Corona-Impfplicht

Der Tourismusbeauftragte der geschäftsführenden Bundesregierung, Thomas Bareiß, rechnet mit einer Corona-Impfpflicht auch in Deutschland. Die sich immer mehr zuspitzende Lage mache deutlich, dass eine Impfpflicht früher oder später nicht vermeidbar sei, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. “Es battle in der Rückschau betrachtet falsch, das nicht gleich von Anfang an zu sehen. Die damalige Hoffnung ist nachvollziehbar, aber battle nicht realistisch.”

Bareiß sagte: “Für mich ist es politisch nicht mehr verantwortbar, dass ganze Branchen, Einzelhändler, Restaurantbetriebe, Golf equipment, Bars und die ganze Kino-, Kultur- und Veranstaltungsszene 20 Monate im staatlich verordneten Krisenzustand leben und vor großen Existenzängsten stehen, während sich andere die Freiheit nehmen, sich nicht zu impfen.” Man habe bisher mit historischen Maßnahmen und Summen viele Unternehmen retten können. Auf Dauer gehe das nicht.

Scholz ruft zu “Ruck” für Booster-Impfungen auf

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Bürger dazu aufgerufen, für Corona-Impfungen zu werben und Skeptiker zu überzeugen. “Wir sollten aktiv diejenigen ansprechen, die Zweifel haben”, sagte Scholz am Samstag beim Landesparteitag der SPD Brandenburg in Schönefeld. “Wir sollten versuchen, sie zu überzeugen.” Es gehe darum, Nachbarn, den Freundeskreis, Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit anzusprechen. “Es sind so viele, die man noch überzeugen kann, und deshalb ist es, glaube ich, eine große gemeinsame Anstrengung, die wir unternehmen müssen.”

Scholz beim Landesparteitag der SPD Brandenburg: "Wir sollten aktiv diejenigen ansprechen, die Zweifel haben." (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)Scholz beim Landesparteitag der SPD Brandenburg: “Wir sollten aktiv diejenigen ansprechen, die Zweifel haben.” (Quelle: Monika Skolimowska/dpa)

Scholz rief auch zu einem “Ruck” für Booster-Impfungen auf. Millionen Bürger müssten davon überzeugt werden, sich die Auffrischungsimpfung geben zu lassen, sagte der SPD-Kanzlerkandidat. “Das ist der beste Schutz für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger – und darum geht es jetzt zuallererst.” Scholz warb für die neuen Corona-Regeln aus dem Infektionsschutzgesetz der Ampel-Parteien, denen Bundestag und Bundesrat mehrheitlich zugestimmt haben. “Es sind viele neue Möglichkeiten, die viel schärfer sind als das, was wir im letzten Jahr verfügbar hatten.”

Kinderärzte warnen vor Schulschließungen

Angesichts der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der vierten Corona-Welle haben Kinder- und Jugendmediziner vor erneuten Schulschließungen gewarnt. “Ich plädiere dringend dafür, den Schulbetrieb während der gesamten vierten Welle aufrechtzuerhalten”, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, der “Rheinischen Submit”. Er verwies auf Untersuchungen, wonach die Ansteckung bei Kindern und Jugendlichen eher nicht in den Schulen, sondern hauptsächlich im familiären Umfeld erfolge. Die Schulen trügen im Gegenteil dazu bei, Infektionen bei Kindern zu kontrollieren – vor allem das regelmäßige Testen, Masketragen und die Hygienemaßnahmen seien dabei ausschlaggebend.

Auch Schleswig-Holstein verschärft Corona-Maßnahmen

In der Corona-Pandemie verschärfen immer mehr Bundesländer die Beschränkungen im öffentlichen Leben. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein beschloss am Samstag eine Verordnung, nach der ab Montag die 2G-Regel in Innenbereichen von Freizeiteinrichtungen und Gaststätten gilt. Damit können diese nur noch von Geimpften oder Genesenen besucht werden.

Am Samstag waren auch im Saarland und Hamburg schärfere Corona-Regeln in Kraft getreten. In Innenbereichen etwa von Eating places gilt ebenso wie beim Sport in geschlossenen Räumen grundsätzlich die 2G-Regel. Im Saarland müssen sich beim Besuch von Golf equipment und Diskotheken auch Geimpfte und Genesene nach der 2G-Plus-Regel zusätzlich testen lassen.

Am Freitag hatten die besonders betroffenen Bundesländer Bayern und Sachsen weitreichende Corona-Maßnahmen beschlossen. In Bayern gilt in Kreisen mit einer Corona-Inzidenz von über 1.000 Neuinfektionen professional 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen ein Lockdown. Ausnahmen gibt es nur für Kitas, Schulen und den Handel. In Sachsen wird ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 1.000 Neuinfektionen für Ungeimpfte eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens verhängt. Die Wohnung darf dort nur aus triftigem Grund wie etwa für die Arbeit verlassen werden. Beide Länder sagten zudem sämtliche Weihnachtsmärkte ab.

Stiko-Vorsitzender: Impfungen werden vierte Welle nicht mehr brechen

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, glaubt nicht, dass sich die vierte Corona-Welle durch verstärktes Impfen noch aufhalten lässt. “Man muss sagen, dass Impfungen im Augenblick für die Überwindung der akuten Scenario eigentlich keine Rolle mehr spielen können”, sagte er im Fernsehsender Phoenix am Freitagabend. “Es wird uns nicht gelingen, mit Impfungen die vierte Welle zu brechen.”

Thomas Mertens: "Die Impfungen sind sehr wichtig dafür, wie es im nächsten Jahr aussehen wird" (Quelle: imago images/Jürgen Heinrich)Thomas Mertens: “Die Impfungen sind sehr wichtig dafür, wie es im nächsten Jahr aussehen wird” (Quelle: Jürgen Heinrich/imago photos)

Dennoch sei es notwendig, weiter zu impfen, denn “die Impfungen sind sehr wichtig dafür, wie es im nächsten Jahr aussehen wird”, sagte Mertens weiter. Der Stiko-Chef stimmte im Grundsatz auch einer von der Politik verabschiedeten Teil-Impfpflicht zu. “Eine Berufs- oder institutionsspezifische Impfpflicht könnte Sinn machen in der derzeitigen Scenario”, sagte Mertens. Über eine generelle Impfpflicht müsse die Politik befinden.

Ausgangssperre auf Guadeloupe gegen Corona-Proteste

Wegen anhaltender Proteste gegen Corona-Vorschriften auf Guadeloupe hat der Präfekt des französischen Überseedépartements eine Ausgangssperre zwischen 18 Uhr und 5 Uhr morgens verhängt. Die seit Freitag geltende Maßnahme soll bis Dienstag dauern.

Fernsehbilder zeigten Straßenbarrikaden aus brennenden Reifen und versperrte Zugänge zum Universitätskrankenhaus in Pointe-à-Pitre, der Hauptstadt der Inselregion. Laut Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sollen zur Verstärkung 200 Polizisten und Gendarmen in den nächsten Tagen in die Karibik gebracht werden.

Der Gewerkschaftsbund LKP hatte gegen die Impfpflicht für Gesundheitspersonal und andere Maßnahmen ab Montag zum unbefristeten Streik aufgerufen. Wie auch auf dem französischen Festland gilt in dem Überseegebiet eine Impfpflicht für Menschen im Gesundheitswesen und im Kontakt mit besonders gefährdeten Personen.

Lauterbach hält noch härtere Einschränkungen für denkbar

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt davor, dass in der Corona-Krise noch härtere Einschränkungen nötig werden könnten. “Ich hoffe wirklich, dass wir ähnlich drastische Maßnahmen wie in Österreich noch verhindern können”, sagte Lauterbach t-online. “Aber das heißt eben auch: Wir müssen jetzt wirklich richtig Ernst machen. Anders wird es uns nicht gelingen.” Das ganze Interview lesen Sie hier. 

RKI-Chef Wieler sieht bereits die fünfte Welle kommen

Bei unzureichender Impfquote könnte die wellenartige Corona-Ausbreitung laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI) nach der vierten Welle weitergehen. “Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen”, sagte Lothar Wieler. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Schärfere 2G-Regeln in Hamburg in Kraft getreten

Seit Samstag werden in Hamburg Ungeimpfte in weiten Teilen aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Es gilt nun eine 2G-Pflicht – additionally Zugang nur für Geimpfte und Genesene – für Gastronomie, Bars, Golf equipment, Discos, körpernahe Dienstleister, Sport in geschlossenen Räumen sowie Freizeitchöre und Orchester. Für Ungeimpfte sind diese Bereiche demnach nicht mehr zugänglich.

Wesentliche körpernahe Dienstleistungen wie Haareschneiden, Fußpflege und medizinische Behandlungen sind weiterhin unter 3G-Bedingungen möglich. Beim 3G-Modell dürfen auch Ungeimpfte eingelassen werden, wenn sie einen negativen Corona-Take a look at vorlegen. Keine Verschärfungen gibt es vorerst im Einzelhandel.

Der rot-grüne Senat der Hansestadt hatte schärfere Verbote für Ungeimpfte beschlossen, um eine ähnliche Eskalation der Corona-Pandemie wie im Süden und Osten der Republik zu vermeiden. Die Stadt hatte am Freitag die neue Corona-Verordnung veröffentlicht, mit der die am Dienstag beschlossenen neuen Regeln in Kraft gesetzt werden.

Corona-Ausbruch in Bremer Flüchtlingsunterkunft 

Nach einem Corona-Ausbruch steht eine Einrichtung der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Bremen unter Quarantäne. In der Einrichtung im Stadtteil Obervieland wurde nach einer Corona-Infektion Anfang der Woche eine Reihentestung bei den insgesamt 197 Bewohnerinnen und Bewohnern veranlasst, wie die Sozialbehörde am Freitag mitteilte. Demnach sind bislang 55 Menschen positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden, bei 117 Personen fiel der Take a look at negativ aus. Die übrigen Ergebnisse lagen noch nicht vor. Bislang verliefen die Infektionen symptomarm oder symptomfrei.

Nach einer bestätigten Corona-Infektion in einer weiteren Erstaufnahmestelle im Stadtteil Vegesack stehen auch dort laut der Behörde nun mehr als 100 Testungen an.

Beide Einrichtungen hatten nach Angaben des Sozialressorts zuletzt mehr Menschen aufgenommen als angesichts der Corona-Pandemie eigentlich vorgesehen battle. Grund dafür seien seit Juni angestiegene Zahlen für Asyl- und Duldungsersuchen. Innerhalb eines Vierteljahres habe sich deren Zahl von rund 200 professional Monat auf mehr als 800 vervierfacht, teilte ein Sprecher der Senatorin für Soziales mit. Der bisherige Ausbau der Platz-Kapazitäten habe mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten können, hieß es.

Israel impft ab Dienstag Kinder ab fünf Jahren

Israel beginnt am Dienstag mit der Impfung von Kindern ab fünf Jahren. Das gab Regierungschef Naftali Bennett am Freitag auf seiner Fb-Seite bekannt. Auf Empfehlung eines Expertengremiums hatten die Behörden am vergangenen Sonntag den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren freigegeben, doch verzögerte sich der Impfbeginn wegen einer verspäteten Lieferung der Vakzine.

Das Biontech-Vakzin wird an Fünf- bis Elfjährige in zwei Impfungen mit einer Dosierung von jeweils zehn Mikrogramm verabreicht. Das ist ein Drittel der bei Erwachsenen üblichen Dosierung. Laut Pfizer beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung durch die Impfung in dieser Altersgruppe 90,7 Prozent.

In den USA ist der Impfstoff von Biontech und Pfizer seit Anfang des Monats ab fünf Jahren zugelassen. Kanada gab am Freitag grünes Licht für die Impfung von Kindern dieser Altersgruppe mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin. China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kambodscha und Kolumbien haben ebenfalls damit begonnen, Kinder unter zwölf Jahren zu impfen, allerdings mit chinesischen Vakzinen.

EU-Arzneimittelbehörde lässt erstes Corona-Medikament in Tablettenform zu

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat dem Corona-Medikament Molnupiravir des US-Pharmariesen MSD eine Notfallzulassung erteilt. Die Tabletten könnten zur Behandlung nicht beatmungspflichtiger Covid-19-Patienten eingesetzt werden, bei denen ein erhöhtes Risiko bestehe schwer zu erkranken, erklärte die EMA am Freitag.

Anfang des Monats battle Molnupiravir in Großbritannien als erstem Land weltweit zugelassen worden. Das Mittel verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung von Covid-19 ab. Einer klinischen Studie des Herstellers Merck Sharp & Dohme zufolge halbiert Molnupiravir bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung und eines tödlichen Krankheitsverlaufs.

Ebenfalls am Freitag gab die EMA den Beginn der Notfall-Zulassungsprüfung des ebenfalls tablettenförmigen Corona-Medikaments Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer bekannt. Laut dem Hersteller senkt das Mittel bei Risikopatienten nach einer Coronavirus-Infektion die Wahrscheinlichkeit einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 89 Prozent.

Eine Reihe von Pharmakonzernen arbeitet derzeit an antiviralen Medikamenten gegen Covid-19. Die tablettenförmigen Mittel Molnupiravir und Paxlovid haben den Vorteil, dass sie einfach zu Hause eingenommen werden können. Andere Mittel wie das bereits in der EU zugelassene antivirale Medikament Remdesivir müssen dagegen intravenös verabreicht werden.

Corona-Tablette von Molnupiravir: Das Mittel soll bei Infizierten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung halbieren.  (Quelle: imago images/NurPhoto)Corona-Tablette von Molnupiravir: Das Mittel soll bei Infizierten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung halbieren. (Quelle: NurPhoto/imago photos)

Spahn begrenzt Auslieferung von Biontech-Impfstoff 

Das Bundesgesundheitsministerium begrenzt die Auslieferung des Biontech-Impfstoffs. Niedergelassene Ärzte sollen ab kommender Woche nur noch 30 Dosen Biontech-Impfstoff bekommen, Impfzentren 1.020 Dosen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Sächsische Städte sagen Weihnachtsmärkte ab

Angesichts der dramatischen Corona-Infektionslage ziehen weitere sächsische Städte bei den Weihnachtsmärkten die Reißleine. So hat die Stadt Annaberg-Buchholz ihren Markt samt Bergparade abgesagt. Oberbürgermeister Rolf Schmidt (Freie Wähler) verwies in einer Mitteilung am Freitag auf die pandemische Lage, die sich in Sachsen und im Erzgebirgskreis “dramatisch verschlechtert” habe.

“Im Second ist für uns das oberste Ziel das Infektionsrisiko in unserer Stadt für Bürgerinnen und Bürger, Gäste, Unternehmer, Accomplice und Dienstleister zu minimieren”, betonte Schmidt. Die Absage sei für viele Menschen enttäuschend, die aktuelle Lage lasse aber keinen anderen Schluss zu.

Die Stadt Zwickau hält dagegen vorerst an ihrem Weihnachtsmarkt fest, hat jedoch die für Dienstag geplante Eröffnung abgesagt. Zwar sei der Markt quick vollständig aufgebaut und die Händler stünden in den Startlöchern, teilte der städtische Veranstaltungsbetrieb Kultour Z mit. Doch die künftigen Corona-Regelungen der Landesregierung für Weihnachtsmärkte seien unklar. Dabei wurde auf jüngste Ankündigungen zu stärkeren Einschränkungen verwiesen. Sobald genaue Informationen vorlägen, werde das Hygienekonzept angepasst, hieß es. Dann soll auch ein neuer Eröffnungstermin genannt werden.

Weihnachtsmarktaufbau in Sachsen: Die Buden müssen geschlossen bleiben.  (Quelle: imago images/HärtelPRESS)Weihnachtsmarktaufbau in Sachsen: Die Buden müssen geschlossen bleiben. (Quelle: HärtelPRESS/imago photos)

Arbeitgeber: 3G-Regelung nicht bis Mittwoch umzusetzen

Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern sieht die meisten Unternehmen nicht in der Lage, die vom kommenden Mittwoch an geltende 3G-Regel am Arbeitsplatz so kurzfristig umzusetzen. “Es herrscht große Verunsicherung und auch Verärgerung bei den Arbeitgebern im Land”, erklärte der Geschäftsführer des Verbandes der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV), Sven Müller, am Freitag. Hinzu kämen fehlende Testkapazitäten für die Beschäftigten.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) habe angeboten, zeitnah eine Job-Power Wirtschaft einzuberufen, um zu besprechen, wie das Land den Betrieben bei diesem Kraftakt zur Seite stehen könne. Das begrüßten die Arbeitgeber, so Müller.

So verfälscht sind die Zahlen der Hospitalisierungsinzidenz

Auf die Hospitalisierungsinzidenz blickt ganz Deutschland. Der Wert soll bei der Einschätzung der Pandemie helfen und eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern. Lesen Sie hier, warum die Zahlen nicht exakt sein können. 

Wird bald in Friseursalons geimpft?

Die frisch gewählte Präsidentin des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks Manuela Härtelt-Dören hat vorgeschlagen, künftig auch in Friseursalons zu impfen. “Friseure erreichen alle sozialen Schichten, eine sehr breite Masse. Das sollten wir in der Impfkampagne nutzen”, sagt sie t-online. Mehr dazu lesen Sie hier.

Brandenburg plant bis zu 160.000 Impfungen professional Woche

Im Kampf gegen Corona soll die Zahl der Impfungen in Brandenburg auf bis zu 160.000 professional Woche ausgebaut werden. “Wir reden hier von bis zu 100 zusätzlichen Stellen, die eingerichtet werden sollen”, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einem sogenannten Impfgipfel mit Vertretern von Kommunen, Kliniken und Ärzten. Das wäre quick eine Vervierfachung im Vergleich zur vergangenen Woche.

Die Impfungen sollten schnell möglich sein, teils ohne Termin. Ärzte sollen demnach wöchentlich bis zu 100.000 Impfungen verabreichen. Die neuen Impfstellen sollen unter Koordinierung der Kommunen und bei Einbeziehung von Kliniken bis zu 50.000 Impfungen beisteuern. In Potsdam, Cottbus sowie in den Landkreisen Barnim und Dahme-Spreewald werden nach den Plänen vier überregionale Impfstellen für bis zu 10.000 weitere Impfungen wöchentlich eingerichtet.

Lombardei bietet Deutschland Intensivplätze an

Die norditalienische Area Lombardei hat Deutschland die Aufnahme von Corona-Intensivpatienten angeboten. Das teilte Letizia Moratti, die Vizepräsidentin der Regionalregierung und Assessorin für Gesundheit, am Freitag mit. Die deutschen Kliniken seien in einer dramatischen Notlage, die Intensivstationen stünden kurz vor dem Kollaps, schrieb sie bei Fb. Rückblickend auf die deutsche Hilfe für Italien im Frühjahr 2020 “halte ich es für angemessen und unsere Pflicht, Deutschland heute anzubieten, Patienten in unseren Krankenhäusern aufzunehmen, Einrichtungen und Intensivbehandlungen zur Verfügung zu stellen”, meinte Moratti.

Sie habe die Generaldirektion im Gesundheitssektor der Area bereits angewiesen, diesbezüglich aktiv zu werden. In der Lombardei waren am Freitag nur vier Prozent der Intensivbetten belegt, wie die nationale Agentur für das Sanitätswesen der Regionen mitteilte. Landesweit lag die Auslastung der Intensivstationen demnach bei sechs Prozent. In der vorigen Woche hatte die Provinz Südtirol zwei Intensivpatienten aus dem bayerischen Freising in Bozen und Meran aufgenommen.

In der ersten Corona-Section waren in Norditalien – und vor allem in der Stadt Bergamo in der Lombardei – die Intensivstationen extrem überlastet gewesen. Bilder von Covid-Toten, die mit Militärwagen aus der Stadt gebracht wurden, gingen um die Welt. Damals waren 44 italienische Patienten auf deutsche Intensivstationen gekommen.

Trotz Söders Ansage: Einige Weihnachtsmärkte sollen öffnen

Die Staatsregierung will Weihnachtsmärkte absagen – die Veranstalter des Marktes im Schlosshof von Gloria Fürstin von Thurn und Taxis in Regensburg wollen am Freitagabend aber dennoch erstmal eröffnen. “Solange mir keine rechtsverbindliche schriftliche Untersagung vorliegt, werden wir den Markt weiter betreiben”, teilte Veranstalter Peter Kittel mit. Er lasse juristische Schritte prüfen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte nach Beratungen der CSU-Freie-Wähler-Koalition in München angekündigt, man werde alle Weihnachtsmärkte absagen. “Wir hatten eigentlich darauf gehofft, dass die Veranstalter selber dieses Einsehen haben.” Endgültig soll das neue Paket allerdings erst am Dienstag im Kabinett beschlossen und anschließend im Landtag beraten werden – dies sei bei derartigen Einschnitten nötig, sagte Söder. Alle Maßnahmen sollen dann in der Nacht auf Mittwoch in Kraft treten. Bis dahin steht einer Veranstaltung von Märkten additionally rechtlich nichts im Wege.

Lauterbach: “Gefährdung der Mitarbeiter ist ein Skandal”

Die Bundesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kräftig hochgeschraubt. Nun gilt in der Arbeitswelt eine 3G-Regelung. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach findet den Aspekt, dass Ungeimpfte ihre Assessments künftig auch selber zahlen sollen, einen “Skandal”. Der Arbeitsplatz sei kein Pandemievakuum. Zudem erklärte er auf Twitter, seiner Einschätzung nach komme die Ansage, dass man nur getestet oder geimpft arbeiten könne, viel zu spät.

Österreichs harte Maßnahmen und was das für Deutschland bedeutet

Das deutsche Nachbarland Österreich verschärft seine Regeln zur Eindämmung der Pandemie. Die Bevölkerung muss sich auf einen Lockdown und eine Impfplicht einstellen. Warum das auch ein Weckruf für Deutschland sein muss, lesen Sie hier.

Söder für allgemeine Impfpflicht

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder plädiert für eine allgemeine Impfpflicht. “Ich glaube, dass wir am Ende um eine allgemeine Impfpflicht nicht herumkommen werden”, sagte der CSU-Chef am Freitag in München: “Sonst wird das eine Endlosschleife mit diesem Mist-Corona.”

Die Corona-Regeln in Bayern sollen am kommenden Dienstag massiv verschärft werden, um die aktuelle Corona-Welle zu brechen. Aber “das ist keine langfristige Lösung”, sagte Söder und äußerte Zweifel, ob eine partielle Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen wirklich ausreiche und “die einzige Lösung sein kann für nächstes Jahr”.

Patienten aus Bayern werden nach Italien verlegt

Die bayerischen Krankenhäuser warnen angesichts der ungebremst steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer unmittelbar drohenden Überlastung der Intensivstationen und fordern deutlich härtere Kontaktbeschränkungen im Freistaat.

Menschen können bereits nicht mehr behandelt werden. Deshalb werden aus Bayern Patienten nach Italien verlegt, erklärte der Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, Michael Weber. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bundesregierung plant Hilfseinsatz der Luftwaffe wegen Corona

Die Bundesregierung plant einen Hilfseinsatz der Luftwaffe zur Verlegung von schwerkranken Corona-Patienten aus besonders betroffenen Gebieten in Süddeutschland. Schnelle Transportkapazitäten sollen bereitgehalten werden, um Erkrankte bei einer Überlastung von Intensivstationen in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. “Es gibt noch keine offiziellen Amtshilfeanträge dazu, aber wir bereiten uns darauf vor”, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, nachdem “Bild” zuerst berichtet hatte.

Ein Airbus A310 "Med Evac" der Luftwaffe: Damit sollen künftig auch Covid-19-Patienten verlegt werden. (Quelle: imago images)Ein Airbus A310 “Med Evac” der Luftwaffe: Damit sollen künftig auch Covid-19-Patienten verlegt werden. (Quelle: imago photos)

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur laufen seit einigen Tagen Planungen, die vom Bundeskanzleramt angestoßen wurden und an denen neben dem Militär auch das Berliner Universitätsklinikum Charité beteiligt ist. Möglich ist, dass wie bereits im vergangenen Jahr ein Flugzeug der weißen Flotte der Luftwaffe mit sogenannten Patiententransport-Einrichtungen für die Aufgabe umgebaut wird.

Die Luftwaffe verfügt zudem über zwei Spezialflugzeuge für den Transport von Intensivpatienten – einen A310 “MedEvac” in Köln und einen A400M “MedEvac” im niedersächsischen Wunstorf. Diese werden im Second noch für mögliche militärische Aufgaben bereitgehalten. Zudem gibt es Rettungshubschrauber des Militärs.

Thüringen denkt über Kontaktbeschränkungen nach

Thüringens Vize-Ministerpräsident und Innenminister Georg Maier (SPD) will einem Medienbericht zufolge rasch im Kabinett über Schließungen und Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sprechen. “Wir brauchen am Wochenende eine Sondersitzung der Landesregierung, damit der Landtag Anfang der Woche Klarheit über die geplanten Maßnahmen hat und am Mittwoch einen Beschluss fassen kann”, sagte Maier am Freitag der “Thüringer Allgemeinen” (on-line). Zuvor hatte ein Regierungssprecher die nächste Kabinettssitzung für Dienstag angekündigt. Aus Maiers Sicht wäre dies aber zu spät.

Der SPD-Politiker sprach sich für strengere Corona-Regeln aus. “Wir werden deshalb zumindest in einigen Bereichen Kontaktbegrenzungen, Ausgangsbeschränkungen und Schließungen in Betracht ziehen müssen”, sagte er der Zeitung.

Dänemark will Corona-Move-Pflicht für Staatsangestellte einführen

Nach den Wünschen der dänischen Regierung sollen staatliche Arbeitgeber von ihren Angestellten künftig einen Corona-Move einfordern können. Über ein entsprechendes Gesetz solle das Parlament nächste Woche abstimmen, sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die Maßnahme sei mit den Gewerkschaften und der Arbeitgeberorganisation abgesprochen. Mit dem Move lässt sich nachweisen, dass man gegen Corona geimpft, genesen oder negativ getestet ist.

In Dänemark sind die Corona-Zahlen in den letzten Wochen trotz guter Impfraten rasant angestiegen. Am Freitag waren mehr als 4.000 neue Fälle registriert worden. Das ist die höchste Anzahl seit Dezember 2020. Rund 380 Personen wurden wegen einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus behandelt. Die Inzidenz lag bei 388. “Wenn wir nicht reagieren, werden sowohl die Infektionszahlen als auch der Druck auf die Krankenhäuser zunehmen”, sagt Heunicke. Geplant sei auch, Kinder ab der ersten Klasse zu testen. Im ganzen Land gebe es Ausbrüche an 221 Schulen.

Bayern verhängt drastische Maßnahmen

Wegen der stark steigenden Corona-Fallzahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Freitag härtere Maßnahmen beschlossen. Weihnachtsmärkte soll es in diesem Jahr nicht geben, auch eine Sperrstunde und Einschränkungen für Veranstaltungen, Bars und Golf equipment gehören dazu. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Markus Söder: In diesem Jahr wird es in Bayern keine Weihnachtsmärkte geben.  (Quelle: dpa/Sven Hoppe)Markus Söder: In diesem Jahr wird es in Bayern keine Weihnachtsmärkte geben. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Arbeitsministerium: 3G am Arbeitsplatz gilt ab kommendem Mittwoch

Nach der Zustimmung des Bundesrates zum neuen Infektionsschutzgesetz treten nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums Mitte kommender Woche schärfere Regeln am Arbeitsplatz in Kraft. “Um Beschäftigte besser zu schützen, gilt ab 24. November #3GamArbeitsplatz”, erklärte das Ministerium auf Twitter. Ab Mittwoch müssen Beschäftigte additionally vor Betreten ihrer Arbeitsstätte nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Ausnahmen gibt es lediglich, wenn Beschäftigte sich am Arbeitsplatz testen oder impfen lassen.

Corona-Selbsttest: Geimpfte sowie Ungeimpfte sollten sich vor Treffen mit Personen mit einem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf testen lassen. (Quelle: imago images/Eibner)Corona-Selbsttest: Geimpfte sowie Ungeimpfte sollten sich vor Treffen mit Personen mit einem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf testen lassen. (Quelle: Eibner/imago photos)

Die Regeln sollen dabei helfen, das zuletzt massiv angestiegene Infektionsgeschehen einzudämmen. Beschäftigte haben nach Ministeriumsangaben “eigenverantwortlich Sorge dafür zu tragen, dass sie gültige 3G-Nachweise vorlegen können”. In Anspruch genommen werden können demnach “die kostenfreien Bürgertests oder Testangebote des Arbeitgebers”.

Macron hält Lockdown für Ungeimpfte in Frankreich für unnötig

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen Lockdown für Ungeimpfte in seinem Land für unnötig. “Die Länder, die einen Lockdown für die Ungeimpften verhängen, sind die Länder, die keinen Gesundheitspass eingeführt haben”, sagte er der Zeitung “La Voix du Nord” (Freitag). “Diese Maßnahme ist daher in Frankreich nicht notwendig.”

Der französische Gesundheitspass (“passe sanitaire”) wurde im Sommer eingeführt und entspricht grob einer 3G-Regelung für die Teilnahme am öffentlichen Leben. Er liefert den Nachweis über eine Impfung, eine überstandene Covid-19-Erkrankung oder ein aktuelles negatives Testergebnis. Wer in Frankreich etwa im Restaurant essen, im Fernzug reisen oder ins Museum gehen will, muss den Move vorzeigen, meist in Kind einer App.

Ärzteverbände sehen dramatische Corona-Lage in Deutschland  

Ärzteverbände warnen vor einer prekären Corona-Lage in Deutschland. “Es ist fünf nach zwölf”, sagte der Präsident des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands, Josef Düllings, am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern der Ärzteschaft. “Man fühlt sich an das letzte Jahr erinnert.” Im St. Vincenz Krankenhaus in Paderborn, dessen Hauptgeschäftsführer Düllings ist, würden bereits Patienten aus überfüllten Kliniken aufgenommen, sagte er. Michael Weber, Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, bestätigte die zunehmenden Engpässe: Mittlerweile würden Patienten von Bayern nach Italien verlegt. In 21 bis 23 Tagen könnte es mit dem exponentiellen Wachstum zu einer Verdopplung der Zahl der Intensivpatienten kommen, warnte er.

“Verlegungen sind zunehmend schwierig”, sagte Weber. Die Scenario sei quick ähnlich wie die in Bergamo im vergangenen Jahr, als explodierende Corona-Zahlen die Kliniken in der norditalienischen Stadt überlastet hatten und es viele Tote gab. Gerald Gaß, Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, sagte, die Daten zur Auslastung der Krankenhäuser seien mit Vorsicht zu genießen. “Die Hospitalisierungsraten, die wir haben, sind zum Teil deutlich verzögert. Wir haben bis heute kein digitales Meldeverfahren. Das ist ein Versäumnis.” Die Daten müssten händisch eingegeben werden.

Rheinland-Pfalz: Lockdown für Ungeimpfte ab Mittwoch

Das gesellschaftliche Leben in Rheinland-Pfalz wird angesichts der steigenden Infektionszahlen von kommendem Mittwoch an eingeschränkt. In Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und körpernahen Dienstleistungen gilt dann nach den bundeseinheitlichen Beschlüssen Warnstufe 2 und damit 2G. Additionally Zutritt nur für Genesene und Geimpfte. Die dafür notwendige Verordnung soll nach dem Ministerrat am nächsten Dienstag stehen und zeitgleich mit dem Infektionsschutzgesetz des Bundes am Tag darauf in Kraft treten, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte.

Ausnahmen gelten generell für Kinder unter zwölf Jahren. Für ältere Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist 3G möglich, additionally ein Take a look at.

“Wir halten einen Lockdown für Ungeimpfte für eine Schutzmaßnahme, um die vierte Welle zu brechen, ohne dass wir wieder Schulen, Kitas, Einzelhandel, Kultureinrichtungen, Betriebe oder Resort und Gastronomie schließen müssen”, hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstagabend nach der Schalte der Länderchefs mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem geschäftsführenden Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) mitgeteilt.

Helge Braun im "Spiegel"-Interview: Die Ampelkoalition hat uns zur Zurückhaltung als geschäftsführende Regierung aufgefordert. (Quelle: imago images/Thomas Trutschel/photothek.de)Helge Braun im “Spiegel”-Interview: Die Ampelkoalition hat uns zur Zurückhaltung als geschäftsführende Regierung aufgefordert. (Quelle: Thomas Trutschel/photothek.de/imago photos)

Kanzleramtschef Braun macht Ampel für späte Corona-Maßnahmen verantwortlich

Helge Braun hat SPD, FDP und Grüne stark kritisiert. Im Interview mit dem “Spiegel” sagte der Chef des Bundeskanzleramts, die Ampelkoalition habe die CDU zu Zurückhaltung in der Corona-Politik aufgefordert. “Sie hat nur zögerlich den Ernst der Lage und die Notwendigkeit von deutlichen Einschränkungen anerkannt. Die Symbolik battle schlecht”, sagte Braun.

Auch an Olaf Scholz übte er Kritik. Der Kanzleramtschef wirft ihm sowie den SPD-Ministerpräsidenten vor, bis zu dieser Woche gezögert zu haben, einer Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage zuzustimmen.

Verbände: Zahnärzte und Pflegefachkräfte sollen auch impfen können

Damit möglichst schnell möglichst viele Corona-Impfungen angeboten werden können, sollten Zahnärzte und Pflegekräfte ebenfalls impfen können. Das fordern die entsprechenden Berufsverbände. “Jede Pflegefachperson ist durch ihre Ausbildung in der Lage, die Impfung durchzuführen”, sagte die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Christel Bienstein, am Freitag in Berlin und plädierte für “pragmatische Lösungen”. Es müssten alle Ressourcen genutzt werden, damit vor allem Menschen aus Risikogruppen jetzt schnell Auffrischungsimpfungen erhalten.

Auch die Zahnärztinnen und Zahnärzte bieten ihre Hilfe an. “Wenn es gewünscht ist, unterstützen wir gerne die ärztliche Kollegenschaft, um Tempo in die Booster-Impfungen zu bringen und diese flächendeckend anzubieten”, sagte Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer, am Freitag in Berlin. “Wir müssen alle verfügbaren Kräfte bündeln, um die vierte Corona-Welle zu brechen.” Die Zahnärzteschaft habe aktuell keine Befugnis, selbst Impfungen vorzunehmen. Ausnahmeregelungen seien rechtlich zwar möglich, aber bisher noch nicht vorgesehen.

Schwesig schließt Einschränkungen über 2G-Plus hinaus nicht aus

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, schließt Maßnahmen über 2G-Plus hinaus nicht aus. In ihrem Bundesland sei bereits 2G vorgesehen, sagt die SPD-Politikerin im ZDF. Wenn das nicht reiche, gehe man auf 2G-Plus. Dann müssten sich auch Geimpfte und Genesene testen lassen. “Und wenn auch das nicht reicht, wie es bereits leider in Bundesländern ist wie Sachsen, dann muss es zusätzliche Einschränkungen geben.”

Mit Blick auf die Auslastung von Krankenhäusern sagt sie: “Ich mache mir große Sorgen.” Sie erklärt: “Ungeimpfte haben die moralische Verantwortung, sich impfen zu lassen.”

Intensivmediziner: Maßnahmen reichen womöglich nicht aus

DIVI-Präsident Gernot Marx zweifelt, ob die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der massiv steigenden Corona-Zahlen ausreichen werden. “Im Second mache ich mir wirklich große Sorgen”, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) im Deutschlandfunk.

“Wir haben ein ungebremstes Infektionsgeschehen, wir haben exponentiell ansteigende Intensivbelastung”, sagt Marx. “Und ich bin mir nicht sicher, ob die beschlossenen Maßnahmen auch wirklich ausreichen, dass sie die Pandemie wieder erfolgreich bekämpfen.”

Landsberg: Umsetzung der Beschlüsse wird “Herkulesaufgabe”

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, hält die neuen Beschlüsse zur Corona-Bekämpfung für umsetzbar, fordert aber Hilfe für die Kommunen. “Das wird eine Herkulesaufgabe”, sagte Landsberg am Freitag im ZDF-“Morgenmagazin”. Die Kommunen stünden zur Umsetzung bereit, erwarteten aber eine Unterstützung der Länder, etwa durch die Polizei bei den nötigen Kontrollen. Gleichwohl habe man Erfahrung in der Pandemie gesammelt. “Ich sage mal, wir schaffen das”, fügte Landsberg hinzu.

Der Kommunalvertreter rief die Menschen zugleich auf, sich impfen zu lassen und auch Auffrischungsimpfungen abzuholen. Bis Weihnachten müssten rund 20 Millionen Menschen “geboostert” sein. Es gebe hier seit einigen Tagen einen großen Zulauf. Diese Stimmung müsse aufrechterhalten werden. Impfungen seien der einzige Ausweg aus der Pandemie.

RKI: Dann sollten sich auch Geimpfte vor Treffen testen

Das Robert Koch-Institut (RKI) ruft geimpfte wie ungeimpfte Menschen dazu auf, alle nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren. Insbesondere vor nötigen Treffen mit besonders von Corona gefährdeten Menschen rät das RKI unabhängig vom Impfstatus zum Take a look at. Das geht aus dem Wochenbericht des Instituts vom Donnerstag hervor. Ein Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben etwa ältere Personen und chronisch Kranke.

Das RKI stuft die aktuelle Corona-Entwicklung weiter als “sehr besorgniserregend” ein. Es sei “zu befürchten, dass es zu einer weiteren Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle kommen wird und die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten überschritten werden”, heißt es in dem Bericht.

Hessen: Mehrere hundert Corona-Fälle in Altenheimen

In den hessischen Altenheimen sind derzeit etwa 330 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seien zuletzt rund 220 positiv auf das Virus getestet worden, teilte das Regierungspräsidium Gießen (RP) mit. In den 831 Altenpflegeeinrichtungen in Hessen leben demnach insgesamt rund 56.800 Menschen. Seit Beginn der Pandemie starben in den Heimen nach den Zahlen des RP quick 3.490 Personen an oder mit Sars-CoV-2. Ältere und kranke Menschen gehören zur Corona-Risikogruppe.

Dem Regierungspräsidium zufolge ist die Versorgung in den von größeren Ausbrüchen betroffenen Einrichtungen gewährleistet, “insbesondere auch durch überdurchschnittliches Engagement der nicht erkrankten Mitarbeitenden”. Aktuell haben 68 Heime positiv getestete Bewohner. Insgesamt sind 120 Einrichtungen von Infektionen betroffen.

Land weist an: Intensivbetten für Covid-Patienten freihalten

Das Land Baden-Württemberg greift angesichts der dramatischen Corona-Lage durch, um die Zahl der Intensivbetten für Covid-19-Patienten kurzfristig zu erhöhen. Die Regierung wies die Kliniken am Donnerstag an, mindestens 40 Prozent ihrer Plätze auf Intensivstationen für Covid-19-Fälle freizuhalten. “Die Scenario auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser spitzt sich in hohem Tempo weiter zu”, heißt es dem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt.

Nach Prognosen der Unikliniken Ulm und Freiburg könnten bis nächsten Donnerstag landesweit zwischen 750 und über 1.000 Intensivbetten für Covid-19-Fälle gebraucht werden. Derzeit sind 439 mit solchen Fällen belegt. Die Landesregierung hält die Belastungsgrenze schon bei 390 Intensivbetten für überschritten und hat deswegen die Alarmstufe ausgerufen, die vor allem Einschränkungen für Ungeimpfte vorsieht.

Trotz wiederholter Appelle hätten sich bisher manche Krankenhäuser nicht an die Bitte des Landes gehalten, 40 Prozent der Intensivplätze für Covid-19-Patienten vorzuhalten – auch aus wirtschaftlichen Gründen, hieß es nun. Deshalb müsse es nun die Anweisung geben. Diese ist mit der Zusage verbunden, dass die Kosten erstattet werden. Das Land geht von Kosten in Höhe von 20 bis 30 Millionen Euro in der Woche aus, setzt aber auf eine Übernahme durch den Bund.

Österreich – Corona-Meldesystem steht kurz vor dem Zusammenbruch

Das zentrale Meldesystem für Corona-Infektionen in Österreich steht kurz vor dem Zusammenbruch. Das berichtet die österreichische Tageszeitung “der Normal”. Die Zahl der Infektionen sei in den vergangenen Tagen so stark gestiegen, dass die Bundesländer vom Gesundheitsministerium angewiesen wurden, ab Freitag nur noch optimistic Testergebnisse in das Epidemiologische Melderegister (EMS) einzutragen. Die Maßnahme müsse getroffen werden, da der Betrieb des Techniques aufgrund von Überlastung akut gefährdet sei, geht aus einem Schreiben des Ministeriums hervor, das dem “Normal” vorliegt.

In dem Meldesystem in Österreich werden adverse und optimistic Testergebnisse eingetragen – teilweise auch Verdachtsfälle. Das ändert sich nun: “Ab sofort sind keinerlei adverse und keinerlei Verdachtsfälle in das EMS zu melden”, schreibt das Ministerium. Das System sei überlastet.  “Aufgrund anderer technischer Voraussetzungen sind die Steiermark, Kärnten und das Burgenland davon ausgenommen.”

Bayerischen Kliniken droht Corona-Überlastung

Angesichts ungebremst steigender Infektionszahlen warnen Krankenhäuser in Bayern vor einer unmittelbar drohenden Überlastung der Intensivstationen und fordern deutlich härtere Kontaktbeschränkungen. “Die aktuelle Lage ist so dramatisch, wie sie noch nie in der gesamten Pandemie-Zeit in Bayern battle”, sagt der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft Roland Engehausen der “Augsburger Allgemeinen” einem Vorabbericht zufolge. Aufgrund mangelnder Kapazitäten in bayerischen Kliniken müssten sogar Krebsoperationen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Auch die Verlegung von Patienten in angrenzende Bundesländer werde schwieriger. Derzeit steigt die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Bayern jede Woche um etwa 30 Prozent.

Virologe Streeck setzt auf mehr Aufklärung

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat angesichts der niedrigen Corona-Impfquote politische Versäumnisse beklagt und für eine erneute Intensivierung der Impfkampagne plädiert. “Was mir am meisten fehlte über die Sommermonate, battle eigentlich nicht nur eine Impfwerbung – das battle einfach zu wenig – aber auch eine richtige Impfaufklärung”, sagte Streeck am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung “Maybrit Illner”. Viele Bürger seien noch verunsichert und ängstlich, ob sie sich impfen lassen sollen. “Ich glaube schon, dass man da ein ganzes Stück noch erreichen kann, auch durch gute Aufklärung.”

RKI: Auch Geimpfte sollen sich vor Besuch bei Älteren testen

Das Robert Koch-Institut (RKI) ruft geimpfte wie ungeimpfte Menschen dazu auf, alle nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren. Insbesondere vor nötigen Treffen mit besonders von Corona gefährdeten Menschen rät das RKI unabhängig vom Impfstatus zum Take a look at. Das geht aus dem Wochenbericht des Instituts vom Donnerstag hervor.

Zudem rät es “dringend dazu, größere Veranstaltungen und enge Kontaktsituationen wie zum Beispiel Tanzveranstaltungen und Golf equipment abzusagen beziehungsweise zu meiden”.

Das RKI stuft die aktuelle Entwicklung weiterhin als “sehr besorgniserregend” ein. Es sei zu befürchten, dass die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten überschritten werden. “Dies betrifft auch die intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten für schwere Erkrankungen anderer Ursache.”

GEW will Schulen und Kitas weiter offenhalten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) plädiert weiter dafür, Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie offenzuhalten, beklagt aber fehlende Voraussetzungen dafür. Die GEW halte das Ziel für richtig, Schulen und Kitas so lange wie möglich geöffnet zu halten, sagte GEW-Chefin Maike Finnern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). “Dafür müssen Länder und Kommunen aber endlich die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Das ist bisher nur unzureichend geschehen.”

“In manchen Hotspots droht die Scenario an den Schulen bereits jetzt aus dem Ruder zu laufen”, sagte Finnern. “Deshalb muss die Politik sofort mit absoluter Priorität folgende Maßnahmen in Angriff nehmen: Luftfilteranlagen, eingebettet in Raum-, Lüftungs- und Hygienekonzepte, müssen umgehend eingebaut werden”, sagte die Gewerkschaftschefin. “Das Tragen von Masken in den Innenräumen der Schulen ist – trotz aller richtigen pädagogischen Bedenken – eine sinnvolle und wirksame Maßnahme, um Infektionen zu verhindern.”

2G-Regel gilt in Tschechien landesweit

Tschechien verschärft angesichts stark steigender Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen. Ab Montag soll in Eating places, Bars, Lodges und vielen anderen Einrichtungen die 2G-Regel gelten, wie der geschäftsführende Regierungschef Andrej Babis am Donnerstag ankündigte. “Wir haben uns vom bayerischen Modell inspirieren lassen, dessen Grundlage ist, dass nur Geimpfte oder Genesene Zugang zu Dienstleistungen, Lodges und Versammlungen haben”, erklärte Babis im Onlinedienst Twitter.

Kinder mit Masken in der Schule (Symbolbild): Zehntausende Schülerinnen und Schüler haben sich mit Corona infiziert. (Quelle: imago images/Political-Moments)Kinder mit Masken in der Schule (Symbolbild): Zehntausende Schülerinnen und Schüler haben sich mit Corona infiziert. (Quelle: Political-Moments/imago photos)

45.500 bekannte Corona-Fälle bei Schülern in Deutschland

An den Schulen in Deutschland gab es nach aktuellen Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) zuletzt rund 45.500 bekannte Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern. Darüber hinaus waren in der vergangenen Woche knapp 87.000 von zehn Millionen Schülern in Quarantäne. Das geht aus der regelmäßigen Statistik der KMK zur Corona-Scenario an den Schulen hervor.

In der Vorwoche waren 23.000 Corona- und 54.000 Quarantäne-Fälle gemeldet worden. Ferienbedingt lagen da allerdings keine Zahlen zu rund 1,5 Millionen Schülern und 138.000 Lehrkräften aus Baden-Württemberg vor, die in der aktuellen Statistik enthalten sind.

Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus knapp 28.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit knapp zehn Millionen Schülerinnen und Schülern. Insgesamt gibt es in Deutschland rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler an rund 40.000 Schulen und Berufsschulen.

Die Statistik weist außerdem 3.600 Corona-Fälle bei Lehrkräften aus und zusätzlich rund 2.100 Quarantäne-Fälle. Zugrunde liegen hier Angaben zu 878.000 Lehrkräften. In der Vorwoche waren 1.800 Corona- und rund 1.100 Quarantänefälle bei Lehrkräften gemeldet worden.

Kinder mit Masken in der Schule (Symbolbild): Zehntausende Schülerinnen und Schüler haben sich mit Corona infiziert. (Quelle: imago images/Political-Moments)Kinder mit Masken in der Schule (Symbolbild): Zehntausende Schülerinnen und Schüler haben sich mit Corona infiziert. (Quelle: Political-Moments/imago photos)

Entscheidung zu Pfizer-Impfstoff für Kinder nächste Woche erwartet

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will voraussichtlich bereits Ende nächster Woche über die Zulassung des Corona-Impfstoffes von Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren entscheiden. Die Prüfung der Daten gehe sehr intestine voran, erklärte die EMA am Donnerstag in Amsterdam. Der Impfstoff ist in der EU bisher nur für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen. Zunächst hatte die EMA eine Entscheidung bis zum Jahresende angekündigt.

Bisher ist in der EU noch kein Corona-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen. In Israel und den USA dürfen Kinder hingegen ab fünf Jahren bereits mit dem Pfizer/Biontech-Präparat geimpft werden. 

Wegen Scheinimpfungen – Berufsverbot gegen Arzt verhängt

Er soll falsche Impfnachweise ausgestellt und unwirksame Mittel gespritzt haben: Nun verbietet ein Amtsgericht einem Arzt in Bayern vorerst, weiter Patienten zu betreuen. Lesen Sie hier mehr.

Größte Klinik der Seenplatte verhängt auch Besuchsstopp

Das größte Krankenhaus an der Mecklenburgischen Seenplatte – das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg – hat wegen der Corona-Scenario einen Besuchsstopp verhängt. Dies gelte ab 22. November für alle Standorte des Klinikums, wie eine Sprecherin am Donnerstag erläuterte. Nur nach Rücksprache mit dem ärztlichen Dienst könne in Ausnahmefällen – wie der Begleitung minderjähriger Kinder oder Schwangerer – davon abgewichen werden. In allen Fällen sei jedoch ein negativer Corona-Take a look at nötig, der maximal 24 Stunden alt sein darf.

Die Maßnahme sei zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter nötig, damit die Klinik arbeitsfähig bleibe. Zudem seien die Bereiche für Covid-19-Patienten und -Verdachtsfälle erweitert worden. Derzeit würden 29 Corona-Patienten in Neubrandenburg behandelt, davon vier Patienten auf einer Intensivstation. Besondere Sorge bereite der schnelle Anstieg der Corona-Fälle. Im Januar 2021 hatte die Klinik mehr als 80 Corona-Patienten, davon 17 auf der Intensivstation.

Das Krankenhaus ist mit rund 1.000 Betten in Häusern in Neubrandenburg, Malchin und Altentreptow sowie 2.600 Mitarbeitern eine der größten Kliniken im Nordosten.

Zwei Regionen in Österreich müssen in Komplettlockdown

Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Regionen Österreichs wollen einen Lockdown für die Gesamtbevölkerung verhängen. Das gaben die Ministerpräsidenten von Salzburg und Oberösterreich am Donnerstag bekannt. Particulars sollten im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.

Ob zusätzlich zum bestehenden Lockdown für Ungeimpfte in ganz Österreich noch weitere bundesweite Maßnahmen umgesetzt werden, soll in Gesprächen zwischen Bund und Ländern am Freitag entschieden werden.

Fußgängerzone in Salzburg: In zwei Regionen wird wohl ein Lockdown verhängt. (Quelle: imago images/photosteinmaurer.com)Fußgängerzone in Salzburg: In zwei Regionen wird wohl ein Lockdown verhängt. (Quelle: photosteinmaurer.com/imago photos)

Am Donnerstag erreichte die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Österreich mit 15.145 wieder einen Rekord. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 989.

Halbe Million Impfungen an einem Tag verabreicht 

Erstmals seit dem 11. August wurden am Mittwoch wieder mehr als 500.000 Corona-Impfdosen verabreicht. Das Robert-Koch-Institut nennt 503.946 Impfungen. Davon sind 60.786 Erstimpfungen, 61.603 Zweitimpfungen und 381.560 Auffrischungsimpfungen. “Wir brauchen zu unserem Schutz noch mehr Tempo”, twittert Gesundheitsminister Jens Spahn.

Sachsen denkt über flächendeckenden Lockdown nach

Aufgrund der dramatischen Corona-Lage denkt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer offenbar über einen flächendeckenden Lockdown in dem Bundesland nach. Das berichten die “Leipziger Volkszeitung” und “Bild”.

Kretschmer befürwortet demnach eine Schließung von Diskotheken und Bars sowie ein komplettes Verbot von Großveranstaltungen. Unklar ist noch, ob Eating places offen bleiben können. Der Lockdown könnte offenbar drei Wochen dauern. Ähnliche Forderungen hatte auch der sächsische Krankenhauskoordinator gestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Michael Kretschmer: Sachsens Ministerpräsident denkt offenbar über einen Lockdown für alle nach. (Quelle: dpa/Sebastian Kahnert)Michael Kretschmer: Sachsens Ministerpräsident denkt offenbar über einen Lockdown für alle nach. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa)

Ramelow fordert bundesweite Testpflicht

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) fordert eine bundesweite Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene. “Jetzt wird es Zeit, dass wir auch die Erwachsenen testen, auch die, die geimpft und genesen sind”, sagte Ramelow am Donnerstag “MDR Aktuell”. Es helfe nicht, eine 2G-Regelung zu machen, die formal ausweise, dass man geimpft oder genesen sei. Stattdessen müsse man schauen, ob das Virus von Menschen weitergegeben werde. “Und Geimpfte tragen das Virus auch weiter.”

Über die angespannte Lage in den Krankenhäusern sagte Ramelow, dass Thüringen wahrscheinlich erste Patienten in andere Krankenhäuser abgeben müsse. “Wir koordinieren gerade mit den anderen Bundesländern, wer wo welche Kapazitäten frei hat.”

Drosten: Corona in erster Linie “Krankheit der Ungeimpften” 

Angesichts der angespannten Corona-Lage in Deutschland hält der Virologe Christian Drosten einen Maßnahmenmix aus 2G-Regel, mehr Auffrischungsimpfungen sowie Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte für sinnvoll.

“Allein, um unser Gesundheitssystem weiter funktionsfähig zu halten und die medizinische Allgemeinversorgung gewährleisten zu können, muss es unser oberstes Ziel sein, die Ungeimpften gegen eine Infektion zu schützen”, erklärte der Leiter der Charité-Virologie in Berlin auf dpa-Anfrage. Die Infektionszahlen der Ungeimpften müssten schnell gesenkt werden, da diese Menschen bei einer Infektion ein vielfach höheres Risiko als Geimpfte hätten, ins Krankenhaus zu kommen. Covid-19 sei in erster Linie eine “Krankheit der Ungeimpften”, betonte er.

Christian Drosten: Auf die Einschätzung des Virologen vertraut Deutschland. (Quelle: imago images/xim.gs)Christian Drosten: Auf die Einschätzung des Virologen vertraut Deutschland. (Quelle: xim.gs/imago photos)

Mit 2G könne es gelingen, das Infektionsrisiko für die Ungeimpften im öffentlichen Bereich zu senken, führte Drosten aus. “Insofern ist das schon ein erster Fortschritt.” Das Virus könne aber immer noch in Haushalte eingeschleppt werden: Nötig für einen effizienten Schutz seien daher leider zusätzliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, “die auch ihr häusliches und privates Umfeld betreffen”. Schon vor einigen Tagen hatte Drosten deutlich gemacht, dass er in der 3G-Regel keinen ausreichenden Schutz für negativ Getestete sieht.

Kretschmann möchte alle Maßnahmen zur Verfügung haben

Neben der Union fordert auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Ampelparteien auf, den Ländern nicht ihren Entscheidungsspielraum zu nehmen. Einige Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie müssten weiter möglich sein.” “Mit Ausgangsbeschränkungen können wir da gar nichts machen mit dem, was jetzt vorgesehen ist”, sagt der Grünen-Politiker in der ARD mit Blick auf die geplanten Einschränkungen im Infektionsschutzgesetz.

Winfried Kretschmann bei der Vorstellung einer PR-Kampagne (Archivbild): Der baden-württembergische Ministerpräsident fordert mehr Instrumente für die Länder in der Corona-Pandemie. (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)Winfried Kretschmann bei der Vorstellung einer PR-Kampagne (Archivbild): Der baden-württembergische Ministerpräsident fordert mehr Instrumente für die Länder in der Corona-Pandemie. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago photos)

“Das brauchen wir aber unter Umständen, wenn die Infektionszahlen noch weiter steigen”, fügt er hinzu. “Deshalb werden wir noch mal plädieren, dass wir alle Möglichkeit haben, die wir bisher auch hatten.”

Landkreise schlagen Impfpflicht für Pflegeheime vor

Wegen der stark steigenden Corona-Zahlen fordern die Landkreise die rasche Einführung einer Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeheimen. Es sei “höchste Zeit für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen”, sagte der Präsident des Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Sollte diese eingeführt werden, müssten auch die übrigen Angestellten beispielsweise von Pflegeheimen wie Köche oder Reinigungskräfte einbezogen werden. Auch sie spielten eine Rolle im Infektionsgeschehen.

RKI-Chef Wieler: Apotheken sollen impfen

Lothar Wieler hält eine Grafik in der Hand, die die Infektionsdichte in den Bundesländern zeigt (Archivbild): Er fordert eine schnelle Impfkampagne, auch in Apotheken.  (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)Lothar Wieler hält eine Grafik in der Hand, die die Infektionsdichte in den Bundesländern zeigt (Archivbild): Er fordert eine schnelle Impfkampagne, auch in Apotheken. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa)

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, will das Impf-Tempo durch Corona-Impfungen in Apotheken erhöhen. “Wir sind in einer Notlage, und in einer Notlage muss man bestimmte Dinge großzügig gestalten”, sagte Wieler bei einer On-line-Diskussionsveranstaltung mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU). Deshalb sei er ganz klar dafür, dass Apotheker impfen sollten. “Jeder Mann und Maus, der impfen kann, soll jetzt gefälligst impfen” sagte der Experte. Lesen Sie hier mehr.

Laborärzte fürchten Überlastung mit PCR-Assessments

Die Zahl der PCR-Assessments ist nach Angaben der Deutschen Laborärzte in den letzten zwei Wochen um 50 Prozent gestiegen. “Sollte die Inzidenz jedoch weiter in dem bisherigen Maße ansteigen, kann es trotz der im Vergleich zum Anfang der Pandemie massiv ausgebauten Testmöglichkeiten in den Laboratorien zu einer verlängerten Untersuchungsdauer kommen”, sagt der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte, Andreas Bobrowski, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Um dies möglichst zu vermeiden, bereiteten sich die Laboratorien durch Neueinstellungen von Private, aber auch durch einen Ausbau der Gerätekapazitäten derzeit auf diese Scenario vor. “Eine Überlastung des Techniques wird aber nur dann nicht stattfinden, wenn die Anforderung von PCR-Testungen weiterhin strikt nach den Vorgaben der nationalen Teststrategie erfolgt.”

2G-Regelung kann vierte Welle in Österreich nicht stoppen

Trotz der Einführung der 2G-Regelung in Österreich vor zehn Tagen zeigt sich Experten zufolge keine ausreichende Abschwächung des Infektionsgeschehens. “Das Bremspotenzial dieser Maßnahmen ist aktuell unzureichend, um kurzfristig eine nachhaltige Senkung der Inzidenzen herbeizuführen”, hieß es in einer Aktualisierung der Covid-Prognose. Die täglichen Corona-Neuinfektionen erreichten derweil mit mehr als 14.000 Neuansteckungen einen neuen Höchststand in Österreich, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf über 950.

Die Regierung in Wien hatte angesichts der dramatischen Corona-Lage vergangene Woche landesweit 2G-Regeln eingeführt. Seitdem haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zur Gastronomie, zu Konzerten, Sportveranstaltungen oder zum Friseur. Zwar sei eine “Reduktion der Wachstumsrate der täglichen Neuinfektionen auf hohem Niveau” beobachtet worden, die möglicherweise auf Boosterimpfungen und die 2G-Regelungen zurückzuführen sein könnten. Diese Effekte reichten aber nicht aus, vor allem nicht in den besonders stark betroffenen Regionen.

Laut Experten muss befürchtet werden, dass die intensivmedizinischen Kapazitäten für Covid-Patienten in naher Zukunft an ihre Grenzen stoßen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die systemkritische Auslastungsgrenze von 33 Prozent im Intensiv-Bereich in zwei Wochen überschritten wird, liegt bei 65 Prozent. Sie ist damit im Vergleich zur Vorwoche gleich geblieben – den Experten zufolge kein Indiz, das für die Wirksamkeit der 2G-Regel spricht. 

Habeck rechnet mit baldiger Überlastung der Krankenhäuser

Laut Grünen-Chef Robert Habeck lässt es sich nicht mehr vermeiden, dass die Kliniken in Deutschland in etwa zwei Wochen überlastet sein werden. “Die Infektionen sind so hoch, dass es unvermeidbar sein wird, dass in ungefähr 14 Tagen das Krankenhaussystem in Deutschland überlastet ist”, sagt er dem Sender RTL/ntv.

Ministerium: Kinder-Impfstoff wohl kurz vor Weihnachten verfügbar

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass ein Corona-Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wohl bis kurz vor Weihnachten verfügbar sein könnte. Eine mögliche Zulassung für diese Altersgruppe könne für den Impfstoff von Biontech noch im November erwartet werden, heißt es in einem Bericht des Ressorts zu den Bund-Länder-Beratungen an diesem Donnerstag.

Ein Kind wird geimpft: Bald sollen auch unter 12-Jährige eine Impfung erhalten. (Symbolbild) (Quelle: imago images/Xinhua)Ein Variety wird geimpft: Bald sollen auch unter 12-Jährige eine Impfung erhalten. (Symbolbild) (Quelle: Xinhua/imago photos)

“Erstmalig verfügbar in Deutschland wird dieser Kinderimpfstoff vorbehaltlich der Zulassung voraussichtlich ab dem 20. Dezember 2021 sein.” Zuerst berichtete das Nachrichtenportal “ThePioneer” darüber.

Über die Verteilung der ersten angekündigten Lieferung von rund 2,4 Millionen Dosen will das Ministerium demnach in den kommenden Tagen mit den Ländern, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pharma-Großhandel beraten. Impfungen bei Kindern sind bisher erst ab zwölf Jahren möglich. Insgesamt gibt es 9,2 Millionen Kinder unter zwölf Jahren, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Söder: Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte wären “sinnvoll”

Zum Brechen der vierten Corona-Welle braucht es aus der Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder strengere Regeln für Ungeimpfte. Angesichts der Lage seien Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte absolut sinnvoll, sagte der CSU-Chef in der ARD-Sendung “Maischberger. Die Woche”. Bayern werde die rechtlichen Möglichkeiten, die das neue Bundesgesetz gebe, voll ausschöpfen.

Am Donnerstag soll der Bundestag Gesetzespläne von SPD, FDP und Grünen zur Bekämpfung der Pandemie beschließen. Söder beklagte erneut, dass die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstagnachmittag erst nach dem Gesetzesbeschluss im Bundestag zusammenkommen werde. Die Länder könnten somit anders als bei früheren Konferenzen von Bund und Ländern nicht mehr auf das Gesetzesverfahren einwirken.

Angesichts der hohen Infektionszahlen und extremen Dynamik bei den Neuansteckungen sieht Söder Weihnachtsmärkte kritisch: “Ich würde empfehlen, sie abzusagen.” Sollten sie doch stattfinden, ginge das nur mit Maskenpflicht und ohne Alkohol. Für Großveranstaltungen brauche es ferner “dringend Obergrenzen”, betonte Söder.

Novavax beantragt EU-Zulassung für seinen Corona-Impfstoff

In der Europäischen Union könnte womöglich bald ein fünfter Impfstoff gegen Covid-19 zugelassen werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA kündigte am Mittwoch an, den Zulassungsantrag für das Vakzin des US-Biotechunternehmens Novavax beschleunigt prüfen zu wollen. Eine Entscheidung könnte innerhalb weniger Wochen fallen, “wenn die vorgelegten Daten ausreichend belastbar und vollständig sind, um die Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität des Impfstoffs zu belegen.”

Es wäre der erste proteinbasierte Impfstoff gegen Covid-19, der zugelassen wird. In der entscheidenden Section-3-Studie mit 30.000 Patienten zeigte das Vakzin eine Gesamtwirksamkeit von rund 90 Prozent. Doch die angestrebte Zulassung zog sich in die Länge, da Novavax mit Produktionsproblemen zu kämpfen hatte. In den Philippinen und Indonesien hat der Impfstoff in diesem Monat eine Notfallzulassung erhalten. Bis Ende des Jahres ist der Zulassungsantrag für die USA geplant. Die EU hat sich bei dem Unternehmen bis zu 200 Millionen Dosen gesichert.
 

 
In der Europäischen Union sind bisher vier Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen, von denen zwei mRNA-Impfstoffe (Biontech und Moderna) und zwei Vektor-Impfstoffe (AstraZeneca und Johnson & Johnson) sind.

Corona-Überlastungsstufe in Sachsen erreicht

Sachsen hat die Corona-Überlastungsstufe bei seinen Krankenhausbetten offiziell erreicht. Damit gelten ab Freitag verschärfte Regeln und Kontaktbeschränkungen. Sachsen hat mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 742,2 den mit Abstand höchsten Wert aller Bundesländer.

Sachsen: Viele Krankenhäuser sind an ihren Belastungsgrenzen. (Archivbild) (Quelle: imago images/xcitepress)Sachsen: Viele Krankenhäuser sind an ihren Belastungsgrenzen. (Archivbild) (Quelle: xcitepress/imago photos)

Als Überlastungsstufe sind im Freistaat 1.300 mit Corona-Patienten belegte Betten auf den Normalstationen der Krankenhäuser festgelegt. Wird der Wert an drei Tagen hintereinander erreicht, treten ab dem übernächsten Tag verschärfte Vorschriften in Kraft. Am Mittwoch wurden 1.520 belegte Betten ausgewiesen, am Dienstag waren es 1.524 und am Montag 1.391.

Von Freitag an dürfen sich somit Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Individual treffen; Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre zählen nicht mit. Außerdem wird das 2G-Modell ausgeweitet: Ab Freitag haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Schwimmbädern, Saunen, Sport in Innenräumen, Friseuren, Bordellen, Spielhallen, Innengastronomie, Discos, Kosmetik- oder Tattoo-Studios sowie zu Veranstaltungen in Innenräumen.

Ab Montag sollen dann noch einmal verschärfte Regeln gelten. Die Staatsregierung will Freitag eine neue Schutzverordnung in Kraft setzen, die unter anderem 2G auf Purchasing ausdehnt. Davon ausgenommen sollen etwa Supermärkte oder Drogerien bleiben.

Rotes Kreuz in Bayern: Corona-Lage “so dramatisch wie nie”

Im Süden des Bundeslandes spitzt sich die Lage weiter zu. Offenbar müssen immer mehr Patienten nach Norden verlegt werden. Doch das Rote Kreuz fürchtet, dass auch dort die Plätze bald knapp werden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Lauterbach: Brauchen Priorisierung für Booster-Impfung

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, ihre Empfehlung für Booster-Impfungen mit einer Priorisierung zu koppeln. “Wenn wir ohne Einschränkungen den Booster für alle öffnen, legen wir die Priorisierung in die Hände der Praxen. Bei 30.000 Arztpraxen bedeutet das 30.000 unterschiedliche Priorisierungen”, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Seine Forderung für Auffrischungsimpfungen ab 18 Jahren: “Die Stiko sollte klar festlegen, welche Gruppe als nächstes dran ist.”

Karl Lauterbach: Der SPD-Politiker fordert eine Impfpriorisierung auch bei Drittimpfungen. (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)Karl Lauterbach: Der SPD-Politiker fordert eine Impfpriorisierung auch bei Drittimpfungen. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens hatte eine baldige Ausweitung der Empfehlung für Corona-Auffrischungsimpfungen in Aussicht gestellt. Bislang empfiehlt das Gremium eine Auffrischungsimpfung unter anderem Menschen ab 70 Jahren. Auf Nachfrage in der ZDF-Sendung “Markus Lanz” am Dienstagabend machte Mertens klar, dass die Empfehlung “bis 18” gesenkt werden könnte.

Der Vorschlag von Lauterbach lautete: “Aus meiner Sicht müssen die über 70- und 60-Jährigen priorisiert werden, dann auch die über 50-Jährigen.” Da sich der vollständige Schutz der Booster-Impfung erst nach zwei Wochen entfalte, sollten man “schnell die über 50-Jährigen impfen, um sie für die nächsten Wochen zu schützen”.

“Nicht mehr aufzuhalten”: Bremer Epidemiologe fordert kurzen Lockdown für Alle

Angesichts der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen hat sich der Bremer Wissenschaftler Hajo Zeeb für harte Maßnahmen ausgesprochen, die sowohl für Ungeimpfte als auch Geimpfte gelten müssten. Mehr dazu lesen Sie hier.

NRW: Wüst kündigt verschärfte Maßnahmen am Arbeitsplatz an

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärfte Kontrollen am Arbeitsplatz angekündigt. “Auch am Arbeitsplatz müssen wir das Schutzniveau erhöhen. Dort wird es eine 2G-Regelung geben”, sagte Wüst am Mittwoch im NRW-Landtag. Nähere Einzelheiten nannte er nicht. Wüst bekräftigte, sich bei den Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag zur Corona-Lage für eine flächendeckende 2G-Regelung im Freizeitbereich aussprechen zu wollen und in Bereichen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko für eine 2G-Plus-Regelung mit zusätzlichen Assessments.

Schleswig-Holstein beschränkt non-public Zusammenkünfte mit Ungeimpften

Schleswig-Holstein verschärft vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Dabei werden auch Kontakte eingeschränkt: Personal Zusammenkünfte innerhalb geschlossener Räume sind in dem Bundesland von Montag an nur noch mit bis zu zehn ungeimpften Personen zulässig, wie die Landesregierung am Mittwoch in Kiel ankündigte.

Zudem sollen Ungeimpfte von Montag an keinen Zutritt mehr zu Gaststätten, zum Sport in Innenräumen und zu Dienstleistungen mit Körperkontakt erhalten. Ausnahmen gelten für Friseure und medizinische und pflegerische Dienstleistungen. Schüler müssen in dem Bundesland von Montag an im Unterricht wieder eine Maske tragen.

Auch in Baden-Württemberg gibt es verschärfte Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Mit dem Inkrafttreten der Corona-Alarmstufe sind dort seit Mittwoch Treffen nur noch für einen Haushalt und eine weitere Individual erlaubt. Ausgenommen sind davon Geimpfte, Genesene und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sowie Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre.

Einreise für Deutsche nach Österreich eingeschränkt

Ungeimpfte Reisende müssen an der österreichischen Grenze künftig einen PCR-Take a look at vorweisen. Antigen-Schnelltests werden bei der Einreise ab Montag nicht mehr akzeptiert. Nur noch für Grenzpendler sind diese ungenaueren Assessments gültig, wie aus einer Verordnung hervorging, die am Dienstagabend öffentlich gemacht wurde.

Grundsätzlich gilt jedoch für Deutsche eine Reisewarnung, da die Bundesregierung seit Sonntag quick ganz Österreich als Corona-Hochrisikogebiete einstuft. Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Take a look at davon befreien.

Wer dennoch nach Österreich will, muss strengere Kriterien laut der neuen 2,5G-Regel (Geimpft, Genesen oder PCR-Getestet) erfüllen. Impfzertifikate sind nicht mehr ein Jahr lang, sondern nur noch neun Monate gültig. Ungeimpfte Pendler müssen adverse PCR-Testergebnisse vorweisen, die nur noch für 72 Stunden gelten (bisher eine Woche). Schnelltests sind für Pendler nur noch 24 statt 48 Stunden lang gültig.

Wüst: 2G-Regel gilt für Kinder nicht

Kinder sollen in Nordrhein-Westfalen trotz der zugespitzten Corona-Lage weiterhin Zugang zu Aktivitäten im Freizeitbereich haben. Für Kinder entfalle die geplante 2G-Regel, die nicht geimpften oder genesenen Personen den Zugang verwehrt. Das sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch in einer Sondersitzung des Landtags zu den geplanten verschärften Corona-Maßnahmen. Ziel seien so wenige Einschränkungen für Kinder wie möglich, sagte er.

Wegen stark steigender Corona-Zahlen sollen in NRW im Freizeitbereich Zugangsbeschränkungen für Erwachsene eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind, hatte Wüst am Dienstag gesagt. Geplant ist die Umsetzung in der nächsten Woche.

Intensivmediziner fordern Ausgangssperre in Österreich

Aufgrund der weiter steigenden Corona-Zahlen in Österreich fordert der Verband der Intensivmediziner sowie Krankenhausärzte härtere Einschnitte wie abendliche Ausgangsbeschränkungen für alle. “Ich glaube, dass wir das brauchen”, sagte auch die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, Katharina Reich, dem ORF.

Auch der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hatte die Verschärfung bereits ins Gespräch gebracht. Mit seinem jüngsten Vorstoß sorgte er für einen Krach mit Kanzler Alexander Schallenberg und seiner konservativen ÖVP, die sich gegen einen allgemeinen Lockdown stemmt.

Schlange an einem Impfzentrum in Wien: Obwohl sich mehr Menschen impfen lassen, steigt die Inzidenz. (Quelle: imago images/ Xinhua)Schlange an einem Impfzentrum in Wien: Obwohl sich mehr Menschen impfen lassen, steigt die Inzidenz. (Quelle: Xinhua/imago photos)

Der starke Anstieg der Impfzahlen in den vergangenen Tagen hat die rasante Ausbreitung des Virus in Österreich noch nicht verlangsamt. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte zuletzt erstmals über 900. In Salzburg erreichte sie mit knapp 1.600 einen österreichweiten Spitzenwert. Salzburger Kliniken bereiten Triage-Verfahren vor, um zu entscheiden, welche Patienten die knappen Krankenhausbetten belegen dürfen, und welche abgewiesen werden müssen. Auch in anderen Bundesländern werden bereits manche Operationen verschoben.

Spahn: 2G-Plus effektives Mittel

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht in einer “2G plus”-Regelung eine Möglichkeit, die Corona-Pandemie einzudämmen. Es gebe Modelle, dass ein Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen Take a look at den sogenannten R-Wert um 0,5 senken könne, sagt Spahn bei einer Veranstaltung der “Süddeutschen Zeitung”. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter oder eine Infizierte im Schnitt ansteckt.

Jens Spahn: Der geschäftsführende Gesundheitsminister wirbt für die 2G-Plus-Regel. (Quelle: Reuters/Annegret Hilse)Jens Spahn: Der geschäftsführende Gesundheitsminister wirbt für die 2G-Plus-Regel. (Quelle: Annegret Hilse/Reuters)

Liegt er wie derzeit über eins, steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter an. Spahn kritisiert, dass die im Sommer beschlossenen 3G-Maßnahmen nicht entschlossen genug kontrolliert würden. Er lobt, dass die Ampel-Parteien den Maßnahmenkatalog im Infektionsschutzgesetz nach Kritik nachgebessert hätten. “Maßnahmen, die erst in drei oder vier Wochen wirken, helfen uns derzeit nicht”, mahnt der CDU-Politiker.

Bericht: Seehofer will Ländern mit THW helfen

Die Bundesländer müssen einem Medienbericht zufolge aus Sicht von Innenminister Horst Seehofer Technisches Hilfswerk (THW) und Katastrophenschutz anfordern. Die Länder könnten es sich nicht leisten, die Reserven und die Unterstützung des Bundes ungenutzt zu lassen, habe der CSU-Politiker vor Fachleuten seines Ministeriums erklärt, berichtet die “Bild”-Zeitung.

Horst Seehofer spricht vor der Bundespressekonferenz (Archivbild): Der Innenminister will nach einem Medienbericht das THW im Corona-Kampf einsetzen. (Quelle: imago images/Jürgen Heinrich)Horst Seehofer spricht vor der Bundespressekonferenz (Archivbild): Der Innenminister will nach einem Medienbericht das THW im Corona-Kampf einsetzen. (Quelle: Jürgen Heinrich/imago photos)

Der Katastrophenschutz solle bei der Verlegung von Intensivpatienten helfen und Zelte für cell Impfzentren stellen. Das THW solle außerdem beim Aufbau von Impfzentren, Corona-Teststationen und Hygienestationen unterstützen. Seehofer wolle an diesem Mittwoch die Länder offiziell auffordern, die Hilfen beider Organisationen in Anspruch zu nehmen. Der Bund kann formal keine Kräfte aus Eigeninitiative schicken, die Länder müssen diese anfordern.

Krankenhausgesellschaft: Ampelpläne gehen nicht weit genug

Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dringt angesichts steigender Fallzahlen auf weitergehende Corona-Maßnahmen, darunter auch die Möglichkeit für Einschränkungen für Geimpfte. “Die Ampelpläne gehen meiner Meinung nach noch nicht weit genug”, sagt Gaß dem “Handelsblatt”. Er halte es für einen Fehler, weitergehende Maßnahmen grundsätzlich auszuschließen. Dafür sei die Pandemieentwicklung zu unvorhersehbar. “Von Kontaktbeschränkungen für alle bis zu Schließungen muss der gesamte Instrumentenkasten in der vierten Welle denkbar sein, wenn eine veränderte Lage dies erfordert.”

Hausärzte wollen erst Auffrischung für susceptible Gruppen

Der Deutsche Hausärzteverband lehnt Auffrischungsimpfungen für alle Interessierten zum jetzigen Zeitpunkt ab. Zuerst müssten die vulnerablen Gruppen wie Menschen über 70 Jahre und chronisch Kranke die sogenannte Booster-Impfung erhalten, sagte der Verbandschef Ulrich Weigeldt der “Rheinischen Submit” (Mittwoch). “Diskussionen darüber, die ganze Bevölkerung quasi gleichzeitig ein drittes Mal zu impfen, helfen in der Impfkampagne nicht weiter.” Denn jüngere und gesündere Menschen seien in der Regel auch sechs Monate nach der zweiten Impfung intestine geschützt und könnten gegebenenfalls auch ohne Probleme etwas später die Booster-Impfung bekommen.

“Die Hektik durch eine desolate Krisenkommunikation, die auch durch die geschäftsführende Bundesregierung fortgesetzt wurde, führt nur zu unnötigem Stress in den hausärztlichen Praxen und trägt zumindest nicht zu Beschleunigung der Impfkampagne bei”, sagte Weigeldt.

Söder – Ampel wiederholt Corona-Fehler von 2020

Die Ampelparteien wiederholen nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder die Fehler der Corona-Politik aus dem Jahr 2020. “Ich bin hundertprozentig sicher, dass das nicht reicht”, sagt Söder bei der “Süddeutschen Zeitung” mit Blick auf die Reform des Infektionsschutzgesetzes. Diese werde noch 2021 nachgebessert werden müssen.

Der CSU-Chef wirft SPD, Grünen und FDP zudem vor, den Wert der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag zu schmälern. Nach den Beschlüssen im Bundestag am Donnerstag könnten die Länderchefs höchstens noch über Themen wie Obergrenzen bei Zuschauern von Fußballspielen oder das System der Krankenhausverlegungen reden.

Ampelpläne: Bis zu fünf Jahre Haft für Impfnachweis-Fälschung

Die Corona-Lage in Deutschland verschlimmert sich, jetzt wollen die künftigen Ampelkoalitionäre mit drastischen Maßnahmen gegensteuern. Ein Bereich des öffentlichen Lebens soll aber verschont bleiben. Lesen Sie den ganzen Artikel hier

Regierung rechnet mit deutlich mehr Intensivpatienten

Die Bundesregierung rechnet für die kommenden Wochen laut einem Medienbericht bundesweit mit einer deutlich höheren Zahl von Corona-Patienten auf den Intensivstationen. Das berichtet das “Handelsblatt” und beruft sich auf einen vertraulichen Lagebericht des Corona-Krisenstabs von Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium. Engpässe werden demnach besonders in Thüringen befürchtet. Dort könnte sich die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten bis Anfang Dezember mehr als verdreifachen, heißt es laut “Handelsblatt” in dem Bericht. Die Prognose geht demnach von einem gleichbleibenden regionalen Pandemiegeschehen aus.

Nach Stand vom 9. November sei etwa jedes fünfte Intensivbett in Thüringen mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt gewesen, hieß es. Bis zum 7. Dezember werde die Auslastung der Intensivbetten auf voraussichtlich 70 Prozent steigen. Für Bayern sagt die Prognose demnach für Anfang Dezember eine Auslastung der Intensivbetten von 56 Prozent voraus. Dahinter folgen dem Bericht zufolge Sachsen (41 Prozent), Baden-Württemberg (32 Prozent) und Brandenburg (30 Prozent).

Insgesamt werde in allen Bundesländern von einer steigenden Tendenz ausgegangen. Ausgenommen sei nur Bremen. “Bereits eine Covid-19-bedingte Auslastung über 25 Prozent kann sich in kritische Bereiche bewegen, da Intensivbetten auch für die Behandlung anderer Erkrankungen benötigt werden”, zitiert das “Handelsblatt” weiter aus dem Bericht.

Lesen Sie hier ältere Nachrichten zur Corona-Pandemie in Deutschland und weltweit.



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Written by Newsplaneta

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