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Corona-Information I Stadt Düsseldorf bestätigt ersten Omikron-Fall


Eine Particular person, die nach Deutschland aus Südafrika eingereist battle, ist positiv auf die neue Virusvariante getestet worden. Es ist der erste Fall in der Landeshauptstadt von NRW. Alle Infos im Newsblog.

Eine schwere Corona-Welle erschüttert Deutschland: Im ganzen Land steigen die Infektions- und Todeszahlen, Krankenhäuser sind erneut überlastet. Nun bereitet eine neu aufgetretene Variante den Experten zusätzlich Sorgen: Omikron wurde auch in Deutschland bereits nachgewiesen. Die Impfquote im Land (vollständig geimpft) liegt bei rund 68 Prozent. 
 

Stadt Düsseldorf: erster Omikron-Fall bestätigt

In Düsseldorf ist nach Angaben der Stadt ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt worden. Es deal with sich um eine Particular person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitteilte.

Wegen auftretender Symptome habe sich die eingereiste Particular person am 25. November testen lassen – das Ergebnis battle positiv. Die Untersuchung auf Virusvarianten habe Auffälligkeiten gezeigt, die gegen eine Delta-Variante sprachen. “Eine Nachtestung wurde am 27. November durchgeführt und direkt in die Universitätsklinik zur Sequenzierung gebracht”, hieß es. Die Sequenzierung sei aber wegen der zu geringen Viruslast nicht erfolgreich gewesen.

Daher sei am 29. November ein weiterer Take a look at durchgeführt worden. “In diesem Abstrich battle die Viruslast groß genug, um die Omikron-Variante mit einer Sequenzierung zweifelsfrei nachzuweisen”, sagte eine Stadtsprecherin auf Nachfrage der dpa. Die Virologen der Universitätsklinik hätten übermittelt: “Ja, es ist Omikron”.

Verschärfung der US-Einreisebestimmungen wegen Omikron-Variante

Reisende in die USA müssen einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Omikron-Variante mit verschärften Corona-Assessments bei der Einreise rechnen. Die US-Regierung erwäge weitere Maßnahmen, darunter eine siebentägige Quarantäne und zusätzliche verpflichtende Assessments einige Tage nach der Ankunft, berichtet die “Washington Submit”.

Kretschmann: Bund-Länder-Schalte ein “bisschen unsortiert”

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich irritiert gezeigt von der Bund-Länder-Schalte zur Corona-Pandemie. “Das battle heute schon ein bisschen unsortiert”, sagte er am Dienstag nach der Videokonferenz dem SWR. Es habe sich nicht um ein Beschlussgremium gehandelt, sondern um ein sogenanntes Kamingespräch, wo nur Vorschläge gesammelt würden. Diese sollen am Mittwoch zusammengetragen und erst auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag beschlossen werden.

“Das ist schon sehr ungewöhnlich”, meinte Kretschmann. Die Cooks der Staatskanzleien würden eigentlich Vorlagen erarbeiten, die dann beschlossen würden. “Das ist jetzt umgedreht. Das Verfahren wünsche ich mir für die Zukunft allerdings nicht.”

Das meiste, was Bund und Ländern beschließen würden, werde in Baden-Württemberg bereits gemacht, sagte Kretschmann dem Sender. Was noch besprochen werden müsse, sei eine 2G-Regel für den Einzelhandel – additionally Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. Großveranstaltungen werde man einschränken. Der Regierungschef kündigte an, man wolle die neue Verordnung nach den Beschlüssen von Bund und Ländern vom Donnerstag am Freitag in Kraft setzen.

Scholz verteidigt Abstimmung über Impfpflicht ohne Fraktionszwang

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Auffassung verteidigt, dass es bei der Abstimmung über eine allgemeine Corona-Impfpflicht im Bundestag keinen Fraktionszwang geben soll. “Das ist eine gute Praxis bei so grundlegenden Fragen”, sagte Scholz am Dienstagabend in den ARD-“Tagesthemen”. 

“Quick jeder Deutsche hat dazu eine Meinung. Ich glaube, das sind genau die Fälle, die so entschieden werden müssen.” Üblicherweise stimmen Fraktionen im Parlament geschlossen ab. Allerdings gab es auch in der Vergangenheit Abweichungen von diesem Prinzip, zum Beispiel bei Themen wie Sterbehilfe oder Organspenden. Scholz selbst will einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen und rechnet mit einer Einführung im Februar oder März.

Nicht genau festlegen wollte sich Scholz, ob auch die Auffrischungsimpfungen künftig verpflichtend sein sollen. “Wir diskutieren über die Frage, wann es so ist, dass die alte Impfung nicht mehr den vollständigen Impfschutz gewährleistet”, sagte er im ZDF-“heute journal”. Wissenschaftler würden derzeit die Auffassung vertreten, dass es nach sechs Monaten “dringend erforderlich” sei, eine neue Impfung zu bekommen. In der Europäischen Union würde darüber diskutiert, dass nach neun Monaten kein vollständiger Impfschutz mehr gegeben sei. “Ich glaube, das ist etwas, wo wir uns einklinken sollten.” Allerdings gebe es dann auch die Verpflichtung von Kommunen, Landkreisen, Bundesländern und dem Bund, diese Booster-Impfungen auch zu ermöglichen.

FDA-Berater empfehlen Zulassung für Corona-Mittel von Merck in USA

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für ein Corona-Medikament des US-Pharmakonzerns Merck empfohlen. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Gremiums am Dienstag nach stundenlanger Diskussion per Abstimmung aus. Das Abstimmungsergebnis ist für die FDA nicht bindend, meist folgt die Behörde aber der Einschätzung der Berater. Eine Notfallzulassung der FDA könnte nun innerhalb weniger Tage folgen.

Merck hatte vor einigen Wochen mitgeteilt, dass das als Tablette verabreichte Medikament nach einer klinischen Studie bei Risiko-Patienten die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verläufe deutlich reduziere. In der Studie hätten Corona-Patienten mit milden bis moderaten Symptomen, die mit einem Placebo behandelt wurden, in 14,1 Prozent der Fälle innerhalb von 29 Tagen ins Krankenhaus gemusst oder seien gestorben. In der Patienten-Gruppe, die mit dem Molnupiravir benannten Medikament behandelt wurde, seien es mit 7,3 Prozent nur etwa halb so viele gewesen.

Die Zahlen basieren auf einer Auswertung der Daten von 775 Corona-Patienten. Alle Probanden wiesen mindestens einen Risikofaktor auf, der einen schweren Verlauf wahrscheinlich macht. In der Testgruppe, die das Merck-Medikament erhielt, habe es im Studienzeitraum keine Todesfälle gegeben, teilte das Unternehmen mit. Dagegen seien acht Menschen gestorben, die das Placebo erhielten.

FDP: Vorschläge von Scholz finden “uneingeschränkte Unterstützung”

Die FDP steht hinter Vorschlägen des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) für den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie. “Die Vorschläge von Olaf Scholz in der heutigen Runde waren natürlich mit der FDP abgestimmt. Sie finden unsere uneingeschränkte Unterstützung”, hieß es am Dienstagabend aus der Partei. Und: “Wir plädieren gemeinsam dafür, dass die Länder ihre bestehenden Möglichkeiten zur Kontaktbeschränkung nutzen. Zugleich wollen wir pauschale und flächendeckende Lockdowns vermeiden.” Scholz hatte in den Stunden zuvor mit Kanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Biontech-Chef: Impfstoffe werden auch vor Varianten schützen

Biontech-Chef Ugur Sahin ist zuversichtlich, dass Corona-Impfstoffe auch im Fall von Omikron und folgenden weiteren Virus-Varianten vor schweren Krankheitsverläufen schützen werden. Omikron sei nicht die erste Corona-Variante, die aufgetaucht sei, sagte Sahin am Dienstagabend in Mainz vor der Verleihung eines Preises an ihn und seine Frau.

Der Mainzer Impfstoffhersteller arbeitet neben den laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. Erste Zwischenergebnisse dazu lägen noch nicht vor, sagte der Firmenchef.

Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci erklärte, Pandemien werde es in Zukunft immer wieder geben – wegen der weltweit gestiegenen Mobilität vielleicht sogar noch häufiger. “Das Beste, um sich darauf vorzubereiten, ist Übung”, betonte sie. Die Welt habe im Umgang mit der Corona-Pandemie viel lernen können – auf wissenschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Das Ehepaar wurde am Dienstagabend für die Entwicklung des Corona-Impfstoffs mit dem Preis der türkischen Aydin-Dogan-Stiftung ausgezeichnet.

UN-Generalsekretär fordert “globalen Impfplan” gegen Covid-19

Nach dem Auftreten der neuen Omikron-Variante des Corona-Virus hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem “globalen Impfplan” aufgerufen. Nur ein solcher Impfplan könne die Pandemie beenden, sagte Guterres am Dienstag zum Auftakt eines virtuellen Außenministertreffens der Gruppe der 77 Entwicklungstaaten und Chinas. Dass bei der Impfstoffversorgung immer noch eine breite Lücke zwischen armen und reichen Ländern klafft, nannte er “ungerecht und unmoralisch”.

Obwohl in Rekordzeit Vakzine gegen das Coronavirus entwickelt worden seien, seien dieses Jahr mehr Menschen an Covid-19 gestorben als 2020, sagte Guterres weiter. Nach wie vor habe Covid-19 “verheerende Auswirkungen” in allen Staaten. Deshalb müsse “jeder überall auf der Welt Zugang zu Impfstoffen, Assessments und Therapien” bekommen. Guterres erinnerte an das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), “bis Ende des Jahres 40 Prozent der Weltbevölkerung und 70 Prozent bis Mitte des kommenden Jahres zu impfen”.

Nach UN-Angaben haben bisher zwölf Länder mit mittlerem Einkommen, 27 Länder mit höherem Einkommen und 71 Länder mit sehr hohem Einkommen die 40-Prozent-Marke bei ihrer Bevölkerung überschritten – aber keines der einkommensschwachen Länder. Bis zum 25. November hatten demnach weltweit 4,15 Milliarden Menschen mindestens eine Dosis erhalten, 3,2 Milliarden waren doppelt geimpft.

Bund-Länder-Gespräche zu Corona

Am Dienstag trafen sich ab 13 Uhr Bund und Länder in einer On-line-Schalte zu gemeinsamen Gesprächen zur Corona-Lage. Was dort besprochen wurde, können Sie hier nachlesen. Für Donnerstag ist eine Ministerpräsidentenkonferenzen geplant, bei der neue Corona-Maßnahmen beschlossen werden sollen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Habeck: “Jetzt Vorbereitungen für Impfpflicht treffen”

Grünen-Chef Robert Habeck fordert, sofort mit den Vorbereitungen für eine allgemeine Impfpflicht zu beginnen. “Natürlich wäre eine Impfpflicht ein weitgehender Eingriff in die Freiheit des Einzelnen. Aber sie schützt eben Leben und letztlich auch die Freiheit der Gesellschaft”, sagte Habeck am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. “Um in Zukunft die Oberhand zu behalten und eine fünfte Welle zu verhindern, müssen wir jetzt die Vorbereitungen für eine allgemeine Impfpflicht treffen.”

Eine hohe Impfquote sei die beste Probability, auf lange Sicht einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern, Menschenleben zu retten und langfristig zu einer neuen Normalität zurückkehren zu können, sagte Habeck, der nächste Woche als Vizekanzler und Minister für Wirtschaft und Klimaschutz der neuen Bundesregierung vereidigt werden soll. “Hierfür gilt es jetzt umgehend die Weichen zu stellen.” 

Nach Informationen der “Welt” habe sich auch die Mehrheit der Grünen-Abgeordneten für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Nur vereinzelte Stimmen sollen sich bei diesem Thema noch unsicher gewesen sein.

Vier Fälle der Omikron-Variante in Baden-Württemberg nachgewiesen

Auch in Baden-Württemberg sind nun die ersten Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron aufgetaucht. Das Gesundheitsamt im Alb-Donau-Kreis habe vier Personen gemeldet, die sich nachweislich mit der Mutation infiziert hätten, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Drei der Infizierten seien von einer Geschäftsreise aus Südafrika zurückgekehrt, die vierte Particular person stamme aus dem familiären Umfeld von einem der Reiserückkehrer. Alle vier Personen seien vollständig geimpft.

Eine vom Landesgesundheitsamt durchgeführte Mutationsanalyse habe die neue Variante bestätigt. Die Infizierten lebten im Alb-Donau-Kreis sowie im Stadtkreis Ulm und befänden sich zusammen mit ihren Haushaltsangehörigen in häuslicher Isolation.

WHO-Chef warnt vor Überreaktion auf Omikron-Variante

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor einer Überreaktion auf die neuartige Omikron-Variante. “Ich verstehe die Sorgen aller Länder intestine, die ihre Bürger gegen eine Variante schützen wollen, die wir noch nicht vollständig verstehen”, sagt er. “Aber gleichermaßen bin ich über die stumpfen Pauschalmaßnahmen mancher Staaten besorgt, die nicht auf Beweislagen beruhen oder für sich genommen effektiv sind, und Ungleichheiten nur verschlimmern werden.”

15 weitere Omikron-Verdachtsfälle in Bayern registriert

In Bayern gibt es 15 neue Verdachtsfälle auf die Omikron-Variante des Coronavirus. Diese seien bei am Sonntag mit dem Flugzeug aus dem südafrikanischen Kapstadt eingereisten Flugreisenden festgestellt worden, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Dienstag in München mit. Der Omikron-Verdacht ergab sich demnach durch spezifische PCR-Assessments in Verbindung mit der Reiseanamnese.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, gäbe es 18 Omikron-Nachweise in Bayern. Wie das Landesamt mitteilte, geht es allen 18 Infizierten “den Umständen entsprechend intestine”. Schwere Krankheitsverläufe seien nicht beobachtet worden.

WHO nimmt Omikron “extrem ernst”

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die neue Omikron-Variante des Coronavirus “extrem ernst”. Das betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. Er wandte sich an Minister und Diplomaten der 194 Mitgliedsländer, die an einer WHO-Sondersitzung über einen möglichen weltweiten Pandemievertrag teilnahmen. Die WHO teilte ihre bisherigen Erkenntnisse über Omikron anschließend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Solange die Welt es zulasse, dass die Pandemie sich hinziehe, seien Entwicklungen wie die Herausbildung einer neuen Virusvariante nicht überraschend, sagte Tedros. Dass die Pandemie bislang nicht beendet worden sei, liege unter anderem daran, dass die Impfstoffe unfair verteilt seien und dass Schutzmaßnahmen nicht überall konsequent umgesetzt würden.

Der Großteil der Impfstoffe wurde bislang in reichen Ländern verabreicht, während mehrere Dutzend ärmere Länder mangels Impfstoff nach wie vor erst einen Bruchteil ihrer Bevölkerungen impfen konnten.

Spanien schränkt Flugverkehr ein

Wegen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus schränkt auch Spanien den Flugverkehr mit sieben südafrikanischen Ländern drastisch ein. Vom 2. bis 15. Dezember dürfen keine Flugzeuge aus Südafrika, Botsuana, Simbabwe, Namibia, Lesotho, Eswatini, Mosambik und Malawi in Spanien landen, wie die Regierung am Dienstag nach einer Kabinettssitzung bekanntgab. Das Landeverbot werde gegebenenfalls verlängert, erklärten das Gesundheits- und das Verkehrsministerium.

Ausnahmen sollen den Angaben zufolge lediglich für Flüge mit “ausschließlich spanischen Staatsbürgern mit Wohnsitz in Spanien sowie Einwohnern von Andorra” und Passagieren auf der Durchreise in ein Land außerhalb des Schengen-Raums mit einem Zwischenstopp von weniger als 24 Stunden gelten. Letztere dürfen in Spanien aber nicht die Transitzone des Flughafens verlassen.

Bundeswehr in MV weitet Corona-Hilfe aus

Die Bundeswehr weitet ihren Corona-Hilfseinsatz in Mecklenburg-Vorpommern aus. Von diesem Mittwoch an sind 131 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, wie ein Sprecher des Landeskommandos auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin mitteilte. Am Dienstag waren es demnach 110. Sie seien in der Hansestadt Rostock sowie in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald eingesetzt. Sie helfen den örtlichen Behörden den Angaben zufolge beim Testen, bei der Kontaktnachverfolgung sowie in Impfzentren. 

Weitere Covid-Patienten sollen nach Norddeutschland kommen

Bis zu 45 weitere Covid-Patienten sollen in den kommenden Tagen in den norddeutschen Bundesländern aufgenommen werden. Das sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Hannover. Niedersachsen koordiniert dies für die norddeutschen Bundesländer.

Diese Aufnahmen sind notwendig, da die Gesundheitssysteme mehrerer Bundesländer wegen der Corona-Lage überlastet sind und Menschen dort nicht mehr oder begrenzt aufgenommen werden können. Aus welchen Bundesländern diese Menschen kommen, battle zunächst nicht bekannt. Laut Pistorius sind bislang 36 Menschen in norddeutschen Krankenhäusern aufgenommen worden, beziehungsweise einige Verlegungen dauerten am Montagnachmittag noch an.

Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland für Lockdown

Quick zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten einer Umfrage zufolge angesichts der Pandemie-Lage einen Lockdown. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten “Trendbarometer” von RTL und ntv hervor. Die coronabedingte Schließung etwa von Geschäften und Freizeiteinrichtungen sowie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen halten demnach 65 Prozent der Befragten für richtig.

31 Prozent sind gegen einen Lockdown auch bei weiter steigenden Fallzahlen. Auch die Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus wächst demnach: 71 Prozent der Befragten waren für die Maßnahme, 26 Prozent dagegen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die Umfrage Ende vergangener Woche rund 1.000 Menschen, allerdings noch vor dem breiten Bekanntwerden der neuen Corona-Variante Omikron.

Landkreis in Sachsen erreicht höchste Inzidenz

Die Corona-Zahlen in Sachsen sind weierhin sehr hoch. Das Bundesland bleibt mit einer Inzidenz von 1.268,9 der Corona-Hotspot in Deutschland. 

Im bundesweiten Vergleich erreicht der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge laut RKI am Dienstagmittag die höchste Inizidenz. Sie liegt bei 2.133,6. Danach folgen der Erzgebirgskreis (1.950,5) und Bautzen (1.791,2).

Kontrollen in der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge: Der Landkreis verzeichnet derzeit die höchste Inzidenz. (Quelle: Daniel Schäfer)Kontrollen in der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge: Der Landkreis verzeichnet derzeit die höchste Inzidenz. (Quelle: Daniel Schäfer)

Bericht: NRW will Einschränkungen im Freizeitbereich einführen

Zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens sollen Klubs und Bars in Nordrhein-Westfalen einem Bericht zufolge wieder geschlossen werden. Das sieht nach Informationen des “Kölner Stadt-Anzeigers” eine geplante Verschärfung der Coronaschutzverordnung des Landes vor, wie aus einer Vorabmeldung vom Dienstag hervorging. Demnach soll auch die maximale Auslastung der Fußballstadien erneut begrenzt werden.

In Klubs und Bars sei über die Luca-Warn-App ein signifikantes Infektionsgeschehen messbar gewesen, habe es zur Begründung aus CDU-Kreisen geheißen. Geisterspiele in Fußballstadien soll es nach Informationen der Zeitung jedoch nicht geben. Stattdessen sollen die Stadien bis zu einem Drittel ausgelastet werden können. Das 2G-Konzept des 1. FC Köln habe sich bewährt, hieß es. Weihnachtsmärkte sollen demnach weiterhin für Geimpfte und Genesene geöffnet bleiben.

Berliner Senat plant Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Der Berliner Senat strebt eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen an. Geplant seien unter anderem Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, strengere Obergrenzen für Veranstaltungen und eine 2G-Regelung für Weihnachtsmärkte, kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung an. Dort hätten dann nur noch geimpfte und genesene Menschen Zutritt.

Einen Beschluss zu den angedachten Maßnahmen fasste der Senat zunächst jedoch noch nicht. Man wolle die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen vom Dienstag und mögliche Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene abwarten, so Kalayci. Sie stellte allerdings einen Senatsbeschluss noch im Verlauf dieser Woche in Aussicht.

Buschmann spricht sich gegen bundesweiten Lockdown aus

Der designierte Bundesjustizminister, Marco Buschmann (FDP), hat sich nach den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts weiter gegen einen flächendeckenden Lockdown ausgesprochen. “Wir haben einen sehr umfangreichen Maßnahmenkatalog”, betonte Buschmann in Berlin im Bezug auf die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen. Er und seine Partei respektieren die Entscheidungen des Gerichts, obwohl sich die FDP ein anderes Ergebnis gewünscht hätte.

Buschmann begründete seine Haltung gegen einen Lockdown unter anderem damit, dass das Infektionsgeschehen in Deutschland unterschiedlich stark ausgeprägt sei. In Ländern wie Sachsen, Thüringen oder Bayern könne man aktuell nicht die gleichen Regeln anwenden wie etwa in Schleswig-Holstein.

Marco Buschmann auf der Pressekonferenz: "In Sachsen müsste beispielsweise mehr getan werden", so der Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.  (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)Marco Buschmann auf der Pressekonferenz: “In Sachsen müsste beispielsweise mehr getan werden”, so der Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Anstatt die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen zu ändern, sei es deshalb wichtiger, dass die geltenden Maßnahmen auch von allen Bundesländern vollständig genutzt würden: “In Sachsen müsste beispielsweise mehr getan werden”, so Buschmann. Als Beispiele nannte der FDP-Politiker etwa das Schließen von Golf equipment und Diskotheken und die Reduzierung von Großveranstaltungen.

Companion von Astrazeneca: Kein Impfschutz-Mangel bei Omikron

Die Universität Oxford, Companion des Impfstoffherstellers Astrazeneca, sieht keine Hinweise auf einen mangelnden Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bei der Virusvariante Omikron.

Die Wirksamkeit des mit Astrazeneca entwickelten Vakzins werde in dieser Hinsicht genau untersucht, teilt die Uni weiter mit. Es gebe bisher nur begrenzt Daten zu Omikron. Sollte es aber notwendig sein, könnte rasch eine neue Model des Impfstoff entwickelt werden. 

Omikron-Fälle wohl schon früher in Niederlanden 

In den Niederlanden ist die neue Omikron-Variante des Coronavirus schon deutlich früher aufgetreten als bisher vermutet. Wie das niederländische Institut für öffentliche Gesundheit (RIVM) am Dienstag mitteilte, wurde die Variante in zwei Testproben nachgewiesen, die auf den 19. und 23. November datiert sind. Südafrika hatte die Entdeckung der neuen Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 am 24. November offiziell bekanntgegeben.

Die niederländischen Behörden waren bisher davon ausgegangen, dass es sich bei 14 Reisenden aus Südafrika um die ersten Infizierten mit der Omikron-Variante handelte. Diese waren am 26. November in zwei Fliegern aus Südafrika am Flughafen Schiphol angekommen.

Noch sei unklar, ob sich die am 19. und 23. November getesteten Infizierten ebenfalls im Süden Afrikas aufgehalten hatten, erklärte das RIVM. Die Betroffenen seien informiert worden, die Behörden kümmerten sich um eine um eine Nachverfolgung ihrer Kontakte.

Arztpraxen melden über 160.000 Impfungen

In der vergangenen Woche wurden über 162.000 Covid-19-Impfungen in rheinland-pfälzischen Arztpraxen verabreicht. Das sei eine Steigerung gegenüber der Vorwoche um 70 Prozent, teilte die Kassenärztliche Vereinigung am Dienstag mit.

Ein Großteil (132.000) seien Auffrischimpfungen, aber auch die Zahl der Erstgeimpften sei deutlich gestiegen. Mehr als 500 Praxen hätten sich gemeldet, um auch fremde Patientinnen und Patienten zu impfen. 

Medizinlabore stoßen an ihre Grenzen

Der Interessenverband der akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) warnt angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen, dass die Labore in einigen Regionen an ihre Grenzen stoßen. Die bundesweite Auslastung der Labore bei PCR-Assessments habe in der vergangenen Woche bei 85 (Vorwoche: 86) Prozent gelegen, die Positivrate der SARS-CoV-2-PCR-Take a look at sei auf 21,2 Prozent von 19,9 Prozent gestiegen.

“In Ländern wie Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen steht die Ampel nun schon seit längerer Zeit wieder auf Rot”, sagt ALM-Vorstand Evangelos Kotsopoulos. Bei einer hohen Auslastung könnten schon bei kleineren Ausfällen von Private oder Geräten die Befundlaufzeiten auf mehrere Tage steigen. Die in den Laboren eingesetzten PCR-Systeme detektierten die Omikron-Variante zweifelsfrei, fügt ALM-Vorsitzender Michael Müller hinzu.

Kretschmann kündigt Einschränkungen an

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Man werde “ziemlich sicher” regeln, dass Fußballspiele und Sportgroßveranstaltungen nur noch ohne Publikum stattfinden können, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

Winfried Kretschmann: Baden-Württembergs Ministerpräsident hat eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt.  (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)Winfried Kretschmann: Baden-Württembergs Ministerpräsident hat eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago photos)

Freizeitbetriebe wie Golf equipment und Diskotheken werde man schließen. Die Abgabe von Alkohol im öffentlichen Raum soll verboten werden, sofern sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessert. Kretschmann sagte, dass man diese weitergehenden Maßnahmen in dieser Woche beschließen wolle. Die neue Verordnung solle am Donnerstag in Kraft treten.

Quick 55 Millionen Erwachsene haben vollständigen Impfschutz

In Deutschland sind mittlerweile knapp 55 Millionen Erwachsene vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 79,1 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahre, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht.

“Von diesen 55 Mio hat mehr als jeder Sechste (9,66 Mio) den empfohlenen Booster bereits erhalten”, twitterte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag. Bei den 12- bis 17-Jährigen beträgt die Quote der vollständig Geimpften nach RKI-Angaben 46,1 Prozent.

42 Omikronfälle in zehn EU-Ländern

In der EU wurden bislang 42 Omikronfälle entdeckt. Sie seien in zehn EU-Ländern aufgetreten, teilt die Gesundheitsbehörde der Europäischen Union mit. Sechs mögliche weitere Fälle würden noch untersucht, sagt Andrea Ammon, Leiterin des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten. Bei den bestätigten Fällen gebe es entweder keine Symptome oder milde Verläufe.

Frankreich meldet ersten Omikron-Fall

Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist auch im französischen Überseegebiet La Réunion nachgewiesen worden. Paris sei am Montagabend über den Fall informiert worden, sagte Frankreichs Regierungssprecher Gabriel Attal am Dienstag dem Sender Europe 1. Die infizierte Particular person sei Mitte November nach Mosambik gereist und am 21. November nach La Réunion zurückgekehrt. Die Insel liegt östlich von Afrika im Indischen Ozean.

Omikron-Verdachtsfällen auf dem französischen Festland werde derzeit nachgegangen, sagte Attal. Am Sonntag hatte das französische Gesundheitsministerium mitgeteilt, zunächst seien acht Verdachtsfälle identifiziert worden.

Kretschmer drängt auf härtere Kontaktbeschränkungen

Vor den Bund-Länder-Gesprächen hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erneut härtere Kontaktbeschränkungen in Deutschland gefordert. “Von der heutigen Bund-Länder-Schalte muss eine deutliche Warnung an die Bevölkerung ausgehen”, sagte er am Dienstag der “Bild”-Zeitung. “Alle unnötigen Kontakte müssen in den kommenden Wochen unterbleiben.” Die Länder seien bereit zu handeln.

Moderna-Chef: Impfstoffe bei Omikron wahrscheinlich weniger wirksam

Der Chef des US-Pharmakonzerns Moderna, Stephane Bancel, rechnet damit, dass die gegenwärtigen Corona-Impfstoffe wahrscheinlich nicht so wirksam gegen die neue Omikron-Variante sein dürften wie gegen die bislang dominierende Virus-Variante Delta. Von einer Wirksamkeit wie bei der Delta-Variante gehe er derzeit nicht aus, sagt Bancel der “Monetary Instances”. “Ich denke, es wird ein erheblicher Rückgang sein. Ich weiß nur nicht, wie viel, weil wir die Daten abwarten müssen. Aber alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sind der Meinung: ‘Das wird nicht intestine sein’.”

Moderna-Impfstoff: Die Erwartungen werden gedämpft, dass das Vakzin gegen die Omikron-Variante genauso gut schützt. (Quelle: imago images/Bihlmayerfotografie)Moderna-Impfstoff: Die Erwartungen werden gedämpft, dass das Vakzin gegen die Omikron-Variante genauso intestine schützt. (Quelle: Bihlmayerfotografie/imago photos)

Schärfere Corona-Regeln in Baden-Württemberg aufgeschoben

Die baden-württembergische Landesregierung will nun doch nicht wie angekündigt bereits am Dienstag schärfere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschließen. “Mit Blick auf die ja sehr kurzfristig angesetzte Schalte zwischen Bund und Ländern werden wir erst im Nachgang dazu die konkreten Maßnahmen für das Land festzurren”, teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. An den Verschärfungen wolle aber man festhalten, sagte die Sprecherin. Sie sollen vermutlich am Mittwoch per Umlaufverfahren beschlossen werden.

Zwei weitere Omikron-Verdachtsfälle in Hessen

In Hessen gibt es zwei weitere Verdachtsfälle auf die neu entdeckte Corona-Variante Omikron. Wie das Gesundheitsamt Frankfurt am Dienstagmorgen mitteilte, besteht damit bei insgesamt sechs Personen der Verdacht auf der Foundation einer variantenspezifischen PCR-Testung. Die Sequenzierung zur Bestätigung sei noch nicht erfolgt.

In drei Fällen hätten sich die Personen in Südafrika, in einem Fall in Simbabwe aufgehalten. Zwei Verdachtsfälle seien Folgefälle zweier Erkrankter. Sie hätten sich demnach in Deutschland angesteckt. Alle Betroffenen befinden sich laut Gesundheitsamt in häuslicher Isolierung.

Arbeitsagentur drängt auf Gesetz für eine generelle Impfpflicht

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat angesichts der steigenden Corona-Zahlen die Bundesregierung aufgerufen, ein Gesetz für eine generelle Corona-Impfpflicht vorzubereiten. “Meine Bitte ist einfach, dass es fertig in der Schublade liegt”, sagte BA-Chef Detlef Scheele am Dienstag in Nürnberg.

Wenn die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie keine Wirkung zeigten, müsse die Bundesregierung das Gesetz im Januar in den Bundestag einbringen und durchsetzen. “Wir gehen davon aus, dass wir vor einem wirklich schweren Winter stehen”, sagte Scheele. Die Zahl der Kurzarbeitenden werde in den nächsten Monaten eher wieder steigen als sinken. Der Ausblick für 2022 sei getrübt: “Wir gehen inzwischen von erhöhter Arbeitslosigkeit auch im nächsten Jahr aus.”

Braun dämpft Erwartungen an Bund-Länder-Treffen 

Vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage hat der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) die Erwartungen gedämpft. “Beschlüsse sind für heute nicht geplant”, sagte Braun am Dienstag in der Sendung “Frühstart” von RTL und ntv. Als Reaktion auf das Urteil in Karlsruhe fordert er außerdem schärfere Pandemie-Regeln. Mehr dazu lesen Sie hier.

Helge Braun: Nur mit einem bundesweit einheitlichen Vorgehen könne eine Überlastung des Gesundheitssystems abgewendet werden, betonte der Politiker. (Quelle: imago images/Christian Spicker)Helge Braun: Nur mit einem bundesweit einheitlichen Vorgehen könne eine Überlastung des Gesundheitssystems abgewendet werden, betonte der Politiker. (Quelle: Christian Spicker/imago photos)

Verdacht auf Omikron-Variante in Sachsen bestätigt

Auch in Sachsen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Der Fall sei durch eine Genomsequenzierung bestätigt, teilte die Stadt Leipzig am Dienstag mit. Mittlerweile sind in etlichen Ländern – darunter auch Deutschland – Fälle der Variante aufgetaucht.

Brandenburg:  Anteil Corona-Patienten in Intensivbetten über Alarmwert

Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Intensivbetten der Brandenburger Krankenhäuser hat den Alarmwert von 20 Prozent überschritten. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor. Die Quote lag demnach bei 21,2 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz – der Wert neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche – legte auf 727,8 zu. Das ist im Ländervergleich der dritthöchste Wert nach Sachsen und Thüringen. Die Sieben-Tage-Inzidenz von 750 ist in sechs Kreisen sowie Frankfurt (Oder) und Cottbus überschritten – dort gelten schon oder kommen noch nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist die Warnampel auf Rot, bei neuen Corona-Patienten in Krankenhäusern binnen sieben Tagen noch auf Gelb.

Urteil in Karlsruhe: Bundesnotbremse battle verfassungsgemäß

Der Bund durfte in der dritten Pandemie-Welle im Frühjahr über die sogenannte Bundesnotbremse Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängen. Hunderte Klagen waren gegen die Notbremse in Karlsruhe eingegangen. Nun hat das Bundesverfassungsgericht ein Urteil gefällt: Die Corona-Maßnahmen waren rechtlich zulässig. Mehr dazu lesen Sie hier.

Söder will mindestens für Bayern Geisterspiele im Fußball

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will im Fußball Geisterspiele auch dann durchsetzen, wenn sich Bund und Länder nicht auf ein einheitliches Vorgehen verständigen können. “Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn, wieder Zuschauer zuzulassen”, sagte er am Dienstagmorgen dem Bayerischen Rundfunk. Mehr dazu lesen Sie hier.

Booster-Impfungen in mehr als 45 Einkaufszentren

In mehr als 45 Einkaufszentren in ganz Deutschland finden zwischen dem 2. und 4. Dezember Aktionen für Booster-Impfungen statt, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilt. Kundinnen und Kunden könnten sich meist ohne Anmeldung gegen Corona impfen lassen – mit einer Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung.

“Wir brauchen mehr Tempo bei den Impfungen und schnelle Booster-Aktionen, um die Pandemie dauerhaft erfolgreich zu bekämpfen”, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Bisher seien mehr als 250.000 Impfdosen auf Parkplätzen vor Geschäften oder in Einkaufszentren verimpft worden. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lobte die Aktion im Rahmen der Corona-Impfkampagne Leben statt Lockdown als wichtigen Beitrag, “um noch mehr niedrigschwellige Impfangebote zu schaffen”.

Luftwaffe fliegt am Mittwoch Patienten aus Dresden nach Köln

Die Bundeswehr soll erstmals auch sächsische Intensivpatienten zur Behandlungen nach Nordrhein-Westfalen fliegen. Das Spezialflugzeug der Luftwaffe wird die Schwerkranken nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch von Dresden nach Köln bringen. Die Landung des A310 MedEvac mit sechs Patienten in Köln ist am frühen Nachmittag geplant.

Ein Airbus der Luftwaffe: Das bundesweite Kleeblatt-Konzept wurde zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer aktiviert. (Quelle: dpa/Jonas Walzberg)Ein Airbus der Luftwaffe: Das bundesweite Kleeblatt-Konzept wurde zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer aktiviert. (Quelle: Jonas Walzberg/dpa)

In der vergangenen Woche battle das bundesweite Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer aktiviert worden. Das Konzept soll verhindern, dass dringend behandlungsbedürftige Patienten wegen Überlastung der Intensivmedizin in einem Bundesland nur noch unzureichend oder gar nicht mehr versorgt werden können.

Omikron-Variante hat Japan erreicht

Die Omikron-Variante hat nun auch Japan erreicht. Ein aus Namibia eingereister Mann sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilt Kabinettschef Hirokazu Matsuno mit. Der Betroffene befinde sich in einer medizinischen Einrichtung. Man wisse bereits, mit welchen Personen er Kontakt gehabt habe. Particulars würden noch mitgeteilt. Die Nationalität des Betroffenen werde aber nicht offengelegt. Japan lässt als Vorkehrung gegen eine Einschleppung der neuen Coronavirus-Variante seit Dienstag für mindestens einen Monat keine Ausländer mehr ins Land.

Söder dringt auf Entschlossenheit bei Bund-Länder-Runde zu Corona

Wenige Stunden vor der Bund-Länder-Runde zu Corona hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut ein entschlossenes und gemeinsames Handeln aller eingefordert. “Jetzt muss halt der Bund seine Hausaufgaben machen”, sagte er am Dienstagmorgen dem Bayerischen Rundfunk. Dazu gehöre es etwa, den Apotheken die Möglichkeit zum Impfen zu geben und für genügend Impfstoff zu sorgen. “Und die rechtliche Foundation für eine allgemeine Impfpflicht zu legen.” Es brauche einheitliche Maßnahmen in Deutschland und keinen Flickenteppich.

Söder sagte in der “Radiowelt” auf Bayern 2, er erwarte sich Klarheit von den Gesprächen. Es sei aber alles ein wenig schwierig, weil es diesmal keine Vorgespräche gegeben habe. “Ein etwas seltsames Verfahren – wir hätten ja eigentlich mal besprechen müssen, um was es geht.”

Zum Thema vorgezogene Weihnachtsferien sagte Söder, er sei offen für Gespräche mit allen darüber. Derzeit gebe es keinen Anlass, die Schulen in Bayern zu schließen.

Braun fordert Corona-Notbremse

Vor einer Bund-Länder-Schalte zur Corona-Krise pocht der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun auf eine “Notbremse”, um der Infektionslage Herr zu werden. “Wir sind in Deutschland in die Lage gekommen, die wir immer vermeiden wollten: Unser Gesundheitssystem ist regional überlastet”, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. “Wir brauchen jetzt eine Notbremse, dabei zählt nun jeder Tag.” Nur damit könne es gelingen, die Infektionszahlen bis Weihnachten wieder zu senken.

Ziel müsse es sein, in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen die Kontakte schnell um 60 bis 70 Prozent zu reduzieren, forderte Braun, der für den CDU-Vorsitz kandidiert. “Wir müssen jetzt sämtliche Großveranstaltungen mit Tausenden Teilnehmern, zum Beispiel Bundesligaspiele, wieder ohne Besucher durchführen.” In Schulen müsse es wieder eine Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen geben. “Dort, wo das Infektionsgeschehen besonders kritisch ist, muss über Schließungen von Einrichtungen nachgedacht werden, die dem Freizeitbereich zuzuordnen sind.” Das gelte auch für die Gastronomie in den Abendstunden.

Der Kanzleramtsminister forderte, die vergangene Woche ausgelaufene “epidemische Lage von nationaler Tragweite” wieder auszurufen. Diese Lage sei definitiv gegeben, und die Länder bräuchten die weitergehenden Maßnahmen, die damit verbunden seien.

Helge Braun: Der geschäftsführender Kanzleramtschef fordert die Wiederbelebung der Corona-"Notbremse". (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)Helge Braun: Der geschäftsführender Kanzleramtschef fordert die Wiederbelebung der Corona-“Notbremse”. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa)

Habeck: Schärfere Regeln nötig

Vor den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage hält Grünen-Chef Robert Habeck schärfere Maßnahmen für unumgänglich. “Es ist völlig klar, was passieren muss: Die Kontakte müssen reduziert werden, 2G muss bundesweit verbindlich umgesetzt werden für alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens außer des Bedarfs, den man in Supermärkten oder Apotheken hat”, sagte Habeck am Dienstag im ZDF-“Morgenmagazin”. “Wir werden mit weiteren einheitlichen Maßnahmen den Winter bestreiten müssen.”

Bereits jetzt liege für die Länder ein “Bündel von Möglichkeiten auf dem Tisch”, um auf die Notlage zu reagieren, betonte Habeck und führte als Beispiel die Absage von Weihnachtsmärkten, strengere Kontaktbeschränkungen und eine Ausweitung der 2G-Regeln an. “Das ist dann – man muss es so hart sagen – ein Lockdown für Ungeimpfte.”

Esken schließt erneuten Lockdown nicht aus

Vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise hat die SPD-Vorsitzende Saskia Esken weitere Lockdown-Maßnahmen nicht ausgeschlossen. “In diesen Tagen würde ich dringend empfehlen, jedem, der in der Politik auch Verantwortung hat, gar nichts auszuschließen, denn wir wissen nicht, wie die Entwicklung ist”, sagte Esken am Dienstag im ZDF-“Morgenmagazin”. Mit Blick auf die am Vormittag erwarteten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu in der Pandemie verhängten Freiheitsbeschränkungen sagte sie: “Wir müssen uns das Urteil und seine Begründung natürlich sehr genau anschauen, aber wir sind auch in einer anderen Scenario heute.” Esken verwies auf die höhere Impfquote als im Frühjahr, “so dass diejenigen, die sich impfen haben lassen und die sich jetzt boostern lassen, auch erwarten dürfen, dass wir differenzieren bei der Frage der Einschränkungen, der Kontaktbeschränkungen und auch bei den Beschränkungen für große Veranstaltungen und ähnliches”.

Der Ruf nach härteren Gegenmaßnahmen battle angesichts der neuen Omikron-Variante und der Wucht der vierten Corona-Welle zuletzt lauter geworden. Am Mittag wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder telefonisch über die Krise und mögliche weitere Maßnahmen beraten. Konkrete Vorgaben über ihren Handlungsspielraum erhoffen sie sich von den ersten grundsätzlichen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu zuvor verhängten Freiheitsbeschränkungen in der Pandemie, die am Vormittag in Karlsruhe veröffentlicht werden.

Grünen-Experte fordert “Teil-Lockdown in vielen Regionen”

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert zum Eindämmen der bedrohlichen Corona-Ausbreitung ein stärkeres Herunterfahren vieler Bereiche des öffentlichen Lebens. “Wir brauchen einen einheitlichen Teil-Lockdown in vielen Regionen des Landes, um die vierte Welle zu brechen”, sagte der Bundestagsabgeordnete. Dies bedeute keine allgemeinen, sondern gezielte Schließungen dort, wo die Lage außer Kontrolle sei. “Schulen und Kitas sollten mit Masken und täglichen Assessments aber möglichst offen bleiben.” Für Ungeimpfte sollte es Kontaktbeschränkungen im Privaten wie im ersten Lockdown geben.

Neben Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene (2G) und für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Geschäften, Beruf und Verkehr seien Schließungen von Gastronomie, Bars, Diskotheken sowie das Untersagen größerer Veranstaltungen nötig, sagte Dahmen – additionally auch von Publikum bei Bundesligaspielen.

Saar-Regierungschef für “notbremsende Maßnahmen”

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise “bundesweit einheitliche, notbremsende Maßnahmen” gefordert. “Das kann natürlich als Ultima Ratio, als letzter Schritt, auch ein Lockdown sein”, sagte der CDU-Politiker beim TV-Sender Bild Stay. “Aber es geht doch im Second mal darum, dass wir überhaupt die Handlungsspielräume noch mal herstellen.”

Hans kritisierte: “Im Second dürfte ein Bundesland, wenn es in eine Notlage kommt, noch nicht mal in den Lockdown gehen. Das sieht das Bundesgesetz nicht vor, weil die nationale (…) epidemische Notlage nicht anerkannt ist.” Er forderte deshalb die Parteien der angestrebten Ampelkoalition auf, dafür zu sorgen, “dass die entsprechenden Möglichkeiten geschaffen sind”. “Es braucht für Ganz-Hoch-Inzidenzgebiete die Möglichkeit, zuzuschließen.” Hier lesen Sie mehr.

Der "Impfexpress" fährt durch Frankfurt (Archivbild): Der Stadt zufolge mangelt es nicht an Impfwilligen sondern an Impfstoff. (Quelle: Reuters/Kai Pfaffenbach)Der “Impfexpress” fährt durch Frankfurt (Archivbild): Der Stadt zufolge mangelt es nicht an Impfwilligen sondern an Impfstoff. (Quelle: Kai Pfaffenbach/Reuters)

Frankfurt muss Impfaktionen mangels Impfstoff absagen

Die Stadt Frankfurt sieht ihre Impfkampagne durch fehlenden Impfstoff ausgebremst. Obwohl die Impfaktionen des Gesundheitsamtes von den Bürgerinnen und Bürgern sehr intestine angenommen würden und die Nachfrage zuletzt stark angezogen habe, müsse die Stadt nun ihre Impfangebote einschränken – weil die vom Gesundheitsamt bestellten Impfstoffmengen von Seiten des Bundes einseitig reduziert worden seien, teilte das Gesundheitsamt am Montag mit. Hier lesen Sie mehr zu dem Thema.

Bei Infektionszahlen könnte eine Artwork Plateau erreicht sein

Laut Hendrik Streeck, Chef der Virologie der Uniklinik Bonn, gibt es vorsichtige Hoffnung, dass die Infektionszahlen nicht weiter so steigen wie bisher. “Wir sehen steigende Fallzahlen. Aber das Wachstum des Anstiegs wird langsamer über die Zeit. Vor allem, wenn man sich den R-Wert anschaut … additionally, wie viele Menschen ein infizierter Mensch ansteckt, sehen wir schon seit einigen Tagen einen dauerhaften Rückgang. Das ist ein sehr gutes Zeichen,” sagte Streek dem RTL Nachtjournal. Der R-Wert sei jetzt das erste Mal wieder unter eins gerutscht, so dass man hoffen könne, dass die Infektionszahlen nicht mehr weiter anstiegen, sondern vielleicht ein Plateau erreicht werde.

US-Seuchenbehörde empfiehlt Booster für alle über 18-Jährigen

Die US-Seuchenbehörde CDC empfiehlt eine Auffrischungsimpfung für alle Geimpften, die 18 Jahre oder älter sind. Wer ursprünglich das Mittel von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten habe, solle den Booster sechs Monate später verabreicht bekommen, heißt es in einer Mitteilung. Bei dem Vakzin von Johnson & Johnson solle der Zeitabstand dagegen nur zwei Monate betragen. Die Omikron-Variante zeige, wie wichtig Impfungen seien, erklärt CDC-Chefin Rochelle Walensky.

Hunderte bei unerlaubten Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Sachsen 

Mehrere Hundert Menschen haben am Montagabend laut Polizei in sächsischen Städten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Sachsens Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern. Diese Zahl wurde in allen Fällen überschritten. Rund 700 Menschen nahmen nach Angaben einer Polizeisprecherin in Freiberg an einem ungenehmigten “Corona-Spaziergang” teil. Hier lesen Sie mehr. 

Buschmann will Fraktionsdisziplin für Impfpflicht-Debatte aufheben

Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat dafür plädiert, bei einer möglichen Entscheidung des Bundestags über eine allgemeine Impfpflicht die Abgeordneten von der Fraktionsdisziplin zu entbinden. “Die allgemeine Impfpflicht berührt viele schwierige Fragen”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). “Bei solchen medizinethischen Themen hat es sich in der Vergangenheit bewährt, sie zur Gewissensfrage zu erklären.”

Der künftige Justizminister  Marco Buschmann (FDP): "Ist der Grundrechtseingriff in die körperliche Integrität verhältnismäßig?" (Quelle: imago images/Future Image)Der künftige Justizminister Marco Buschmann (FDP): “Ist der Grundrechtseingriff in die körperliche Integrität verhältnismäßig?” (Quelle: Future Picture/imago photos)

Buschmann nannte eine Reihe von Fragen, die beantwortet werden müssten: “Ist der Grundrechtseingriff in die körperliche Integrität verhältnismäßig? Welche Ausnahmen muss es geben? Wie setzt man diese Pflicht durch? Wie organisiert man es als Staat zu wissen, wer einer solchen Pflicht nachkommt und wer nicht?”, sagte er. “All das wird in allen demokratischen Fraktionen strittig diskutiert.”

Bei solchen Gewissensthemen debattiere das Parlament dann normalerweise anhand von Gruppenanträgen. Solche Gruppenanträge sind nach RND-Informationen in Vorbereitung. Mehrere FDP-Vertreter lehnen bisher die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht strikt ab.

Omikron-Fall in Sachsen 

Die neue Variante des Coronavirus ist nun auch in Sachsen angekommen. Ein 39-Jähriger soll sich mit der Mutation Omikron angesteckt haben – und das, obwohl er nicht im Ausland battle. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Biontech zieht Lieferung von 2,9 Millionen Impfdosen vor

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech zieht angesichts der großen Impf-Nachfrage die Lieferung von Millionen Impfdosen an Deutschland vor. In dieser Woche werde der Bund 5,8 Millionen Impfdosen erhalten, weil eine eigentlich erst für kommende Woche vorgesehene Liefercharge von 2,9 Millionen Dosen auf diese Woche vorgezogen werde, teilte eine Unternehmenssprecherin am Montagabend mit. Zuvor hatte der “Spiegel” darüber berichtet.

Ampullen mit dem Impfstoff von Biontech: 2,9 Millionen Dosen des Vakzins möchte der Hersteller eine Woche früher liefern. (Quelle: imago images/Christian Schroedter)Ampullen mit dem Impfstoff von Biontech: 2,9 Millionen Dosen des Vakzins möchte der Hersteller eine Woche früher liefern. (Quelle: Christian Schroedter/imago photos)

Demnach reagiert Biontech mit dem Schritt auf den hochschnellenden Bedarf an Auffrischungsimpfungen. Im Laufe des Dezembers wolle Biontech zwei Chargen liefern: nochmals 2,9 Millionen Dosen in der übernächsten Woche sowie 2,4 Millionen Dosen Kinder-Impfstoff kurz vor Weihnachten, hieß es in dem Bericht. Diese Zahlen gehen auch aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministerium mit Lieferprognosen der Hersteller hervor, die auf den 18. November datiert ist.

Verfassungsschutz: Corona-Leugner haben “rote Linie” überschritten

Sachsens Sicherheitsbehörden sind über die zunehmende Radikalisierung von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen besorgt. “Die Idee eines gewaltsamen Widerstands gegen demokratische Regeln gehört inzwischen zu den typischen Standardforderungen der Bewegung der Corona-Leugner”, erklärte der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz, Dirk-Martin Christian.

Polizisten und Teilnehmerin einer "Querdenken"-Demo: Der Verfassungsschutz in Sachsen zeigt sich besorgt über die zunehmende Radikalisierung der Szene. (Quelle: imago images/Aaron Karasek)Polizisten und Teilnehmerin einer “Querdenken”-Demo: Der Verfassungsschutz in Sachsen zeigt sich besorgt über die zunehmende Radikalisierung der Szene. (Quelle: Aaron Karasek/imago photos)

Auch unter dem Einfluss von Rechtsextremisten, sogenannten Reichsbürgern und Antisemiten seien die Anti-Corona-Proteste im Verlauf der Pandemie immer aggressiver geworden. Spätestens mit den gewaltsamen Attacken auf Polizeibeamte und Journalisten sowie Verbalattacken gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) seien eindeutig “rote Linien” überschritten worden.

G7: Weltweiter Zugang zu Impfstoff von “strategischer Relevanz”

Die Gesundheitsminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) sehen in einem breiten Zugang zu Impfstoffen eine zentrale Voraussetzung für den Kampf gegen die neue Corona-Variante Omikron. Es sei von “strategischer Relevanz”, den Zugang zu Impfstoffen zu ermöglichen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach einer von Großbritannien einberufenen Schaltkonferenz der G7 am Montag. Zu der Gruppe gehören neben Großbritannien und Deutschland auch die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada.

In ihrer Erklärung traten die G7-Gesundheitsminister dafür ein, die Zusagen für Impfstoffspenden voranzubringen. Zugleich betonten sie, dass die Impfkampagnen in Entwicklungsländern beschleunigt werden müssten. Dazu solle es Hilfestellungen geben. Konkrete Zusagen gab es am Montag aber nicht. Auch die WHO sieht die Bekämpfung von Pandemien ohne eine gerechte Verteilung von Impfstoffen extrem erschwert. “Impfstoff-Gerechtigkeit ist kein Akt der Güte, sie ist im besten Interesse jedes einzelnen Landes”, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf zum Auftakt einer Ministerkonferenz über einen künftigen Pandemievertrag.

Diese Bundesländer verschärfen die Corona-Regeln

Angesichts steigender Fallzahlen und der Ankunft der Omikron-Variante wollen einige Bundesländer nun schärfere Corona-Regeln durchsetzen. Baden-Württemberg macht den Anfang, weitere könnten folgen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Auch Niedersachsen meldet ersten Omikron-Verdachtsfall

In Niedersachsen gibt es einen ersten Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestehe bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Derzeit befinde er sich in Isolation.

Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt sollen nun im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob sich der Verdacht bestätigt. Laut Landesgesundheitsamt-Präsident Fabian Feil hatte der Mann nach seiner Rückkehr aus Südafrika nur Kontakt im häuslichen Umfeld. Alle im Haushalt wohnenden Menschen seien ebenfalls in Isolation.

Zweitstärkste Impfwoche gegen Corona

Mit weit mehr als 3,1 Millionen Corona-Impfungen battle die vergangene Woche in Deutschlands Arztpraxen die zweitstärkste Impfwoche aller Zeiten. Das teilte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung am Montag in Berlin mit.

Die Zahl von 3.161.348 Schutzimpfungen wurde demnach lediglich in der 23. Kalenderwoche im Juni dieses Jahres übertroffen, als die niedergelassenen Ärzte rund 3,38 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft hatten. Die Hausarztpraxen übernehmen den Angaben zufolge mit 75 Prozent den Löwenanteil aller Impfungen.

Virologe warnt vor Spekulationen um Omikron-Variante

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat vor Spekulationen rund um die neue Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. “Wir wissen bezüglich der Übertragbarkeit der Virusvariante, der möglichen Schwere bei einer Erkrankung oder Impfdurchbrüchen noch zu wenig”, sagte der Forscher von der Universität Hamburg am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auch sei noch gar nicht klar, ob sich diese Variante durchsetzen werde. Erfreulich sei jedoch, dass sowohl einige Schnell- als auch die PCR-Assessments die in Südafrika entdeckte Omikron-Variante detektieren können. “Auch geht niemand davon aus, dass die vorhandenen Impfstoffe bei der neuen Variante gar nicht mehr helfen.”

Jonas Schmidt-Chanasit: Der Hamburger Virologe warnt vor Spekulation um die neue Omikron-Variante des Coronavirus.  (Quelle: imago images/teutopress)Jonas Schmidt-Chanasit: Der Hamburger Virologe warnt vor Spekulation um die neue Omikron-Variante des Coronavirus. (Quelle: teutopress/imago photos)

Schmidt-Chanasit geht davon aus, dass aufgrund der intensiven Forschungsarbeit bereits in wenigen Wochen und nicht erst in Monaten eine bessere Beurteilung der Omikron-Variante möglich sein wird. Für die Bevölkerung gelte nach wie vor: Eine Impfung, das Maskentragen und Abstandhalten schützten.

Grenzschließungen sind aus seiner Sicht nicht zielführend, da die Ausbreitung einer Variante nur verlangsamt, aber nicht verhindert werden könne. Es bestehe die Gefahr, dass isolierte Länder künftig neue Varianten für sich behalten. Frühzeitige Informationen zu Omikron seien der guten Arbeit der Südafrikaner zu verdanken.

72.000 bekannte Corona-Fälle bei Schülern

An den Schulen in Deutschland steigen die Corona-Zahlen. Nach am Dienstag veröffentlichten Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) waren in der Woche vom 15. bis 19. November 72.000 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. Das waren knapp 30.000 mehr als in der Woche davor. Darüber hinaus waren quick 126.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche rund 87.000).

Die KMK legt im Wochenrhythmus Zahlen vor. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus rund 28.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit knapp 10 Millionen Schülerinnen und Schülern. Die Statistik für die Woche vom 15. bis 19. November weist außerdem 5.670 Corona-Fälle bei Lehrkräften aus (Vorwoche 3.600) und zusätzlich rund 3.400 Quarantäne-Fälle (Vorwoche: 2.100). Zugrunde liegen hier Angaben zu etwa 880.000 Lehrkräften.

Lauterbach: Schließung von Bars und Golf equipment wird kommen

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage drohen schon bald verschärfte Maßnahmen. Dem Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zufolge werden vor allem Bars, Golf equipment und Diskotheken betroffen sein. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

FDP-Expertin schließt bundesweiten Lockdown aus

Die FDP bleibt bei ihrer Linie und will flächendeckende Schließungen vermeiden. “Einen bundesweiten Lockdown schließe ich im Second aus”, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, n-tv. Sie verweist auf die schweren sozialen und wirtschaftlichen Schäden vorheriger Lockdowns.

Christine Aschenberg-Dugnus: Die FDP-Politikerin schließt einen bundesweiten Lockdown zurzeit aus.  (Quelle: imago images/F. Kern)Christine Aschenberg-Dugnus: Die FDP-Politikerin schließt einen bundesweiten Lockdown zurzeit aus. (Quelle: F. Kern/imago photos)

Es müsse jetzt einerseits alles daran gesetzt werden, dass die Impfquote steige. Andererseits müsse es in den Hotspots Kontakteinschränkungen geben. So müssten etwa Golf equipment und Diskotheken geschlossen werden, auch Großveranstaltungen wie Fußballspiele “sollten meiner Meinung nach im Second nicht möglich sein”.

Neuer Omikron-Verdachtsfall in Nordrhein-Westfalen

Im nordrhein-westfälischen Kreis Kleve ist ein weiterer Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten. Betroffen ist nach Angaben des Kreises vom Montag eine “vollständig immunisierte Particular person”, die in der vergangenen Woche gemeinsam mit ihrem Companion aus der südafrikanischen Stadt Johannesburg nach Frankfurt am Major reiste. Einen Tag nach der Ankunft in Deutschland sei ein PCR-Take a look at bei einem der Reiserückkehrer positiv ausgefallen.

Das Ergebnis der sogenannten Sequenzierung, um den Verdacht auf die neue Omikron-Variante zu klären, werde für die kommenden Tage erwartet. Der ebenfalls vollständig immunisierte Companion befindet sich nach Angaben des Kreises in Quarantäne und sei im ersten Schnelltest negativ gewesen. Das Ergebnis seines PCR-Assessments stehe noch aus.

Rumänien holt Staatsbürger und Europäer aus Südafrika zurück

Rumänien hat ein Flugzeug nach Südafrika geschickt, um eigene Staatsbürger und weitere in dem Land festsitzende Europäer auszufliegen. Bukarest werde rund 40 “rumänische Staatsangehörige zurückführen, die durch die Störungen im Luftverkehr im Süden Afrikas an der Rückkehr nach Rumänien gehindert wurden”, erklärte der Leiter der Katastrophenschutzbehörde, Raed Arafat, am Montag.

Im Rahmen des Europäischen Zivilschutzmechanismus biete Rumänien auch etwa 50 Europäern einen Platz in dem Flugzeug an, erklärte Arafat weiter. Das Passagierflugzeug sei bereits in der Nacht in Rumänien gestartet, sagte der Sprecher der Fluggesellschaft Tarom, Marius Popescu, dem Sender Digi24. Es soll nach Angaben von Verkehrsminister Sorin Grindeanu am Mittwoch nach Bukarest zurückkehren.

Biontech arbeitet an Anpassung seines Impfstoffs

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte.

“Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht”, teilte eine Biontech-Sprecherin mit. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

WHO fordert bessere Planung bei Impfstoff-Spenden

Spenden von Corona-Vakzinen an Entwicklungsländer müssen nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besser organisiert werden, um Impfkampagnen zu beschleunigen. Geberländer sollten weniger aus dem Augenblick heraus, sondern vorhersehbar und in großen Mengen spenden, forderten die WHO, die globale Impfinitiative Covax und die Beschaffungskommission der Afrikanischen Union (Avatt) am Montag. Bislang seien laut WHO weltweit mehr als 90 Millionen Covid-19-Impfdosen mit Hilfe von Covax und Avatt gespendet worden. Der Großteil der Spenden sei relativ spontan erfolgt.

Bundesregierung findet volle Stadien “schwer zu verstehen”

Angesichts steigender Infektionszahlen distanziert sich die Bundesregierung von Behördenentscheidungen für voll besetzte Fußballstadien. In der jetzigen Section der Corona-Pandemie sei jeder Kontakt ein Ansteckungsrisiko, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Deshalb sei es “ganz schwer zu verstehen”, wenn 50.000 Menschen in einem Stadion zusammenkommen, während anderenorts Weihnachtsmärkte geschlossen werden. Lesen Sie hier den Kommentar des t-online-Sportredakteurs zu dem vollen Stadion bei einem Bundesligaspiel.

Wüst dringt auf raschen Corona-Gipfel

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst dringt angesichts steigender Corona-Zahlen auf rasche Beratungen von Bund und Ländern. “Einheitliche Requirements für deutliche Kontaktreduzierungen, die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht, das Bereitstellen von Wirtschaftshilfen für mögliche weitere Einschränkungen und die Einrichtung des neuen Krisenstabs beim Bund – all das müssen Bund und Länder dringend gemeinsam besprechen”, forderte Wüst am Montag, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Eine solche Abstimmung müsse es in den kommenden Tagen geben, am besten schon am Dienstag, betonte Wüst.

Hendrik Wüst (CDU): Der NRW-Ministerpräsident will schnelle Bund-Länder-Beratungen. (Quelle: imago images/Jochen Tack)Hendrik Wüst (CDU): Der NRW-Ministerpräsident will schnelle Bund-Länder-Beratungen. (Quelle: Jochen Tack/imago photos)

Grüner Landesminister: “Die Lage verschärft sich täglich”

Der baden-württembergische Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) fordert die Ampelkoalition in der Corona-Krise zu schnellem Handeln auf. “Die Lage ist dramatisch und verschärft sich täglich”, sagte Bayaz dem Nachrichtenportal t-online. “Entscheidend ist, dass wir jetzt keine Zeit mehr verlieren und schnell handeln.” Die Länder benötigten “wieder alle möglichen Instrumente, um die vierte Welle zu brechen”, sagte Bayaz. “Es muss deshalb eine volle Länderöffnungsklausel im Infektionsschutzgesetz geben.”

Die Ampelparteien haben in ihrer Reform des Infektionsschutzgesetzes zwar eine Länderöffnungsklausel vorgesehen, mit der die Bundesländer eigene strenge Regeln beschließen können. Allerdings sind ein paar Instrumente wie etwa Ausgangssperren, die vorsorgliche Schließung der Gastronomie sowie ein flächendeckendes Verbot von Gottesdiensten davon ausgeschlossen.

Krankenhausgesellschaft warnt vor “Katastrophen-Medizin”

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, warnt vor harten Triage-Entscheidungen in Krankenhäusern. Mit Blick auf die zahlreichen Covid-Patienten auf den Intensivstationen sagte er am Montag im Deutschlandfunk: “Das findet jetzt auch aktuell statt, um sich auf noch schwierigere Lagen vorzubereiten. Wir laufen langsam, aber sicher in eine Artwork Katastrophen-Medizin hinein.” Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, welchen Patienten sie zuerst helfen.

Intensivstation eines Duisburger Krankenhauses: Der Chef der Krankenhausgesellschaft erklärte, dass Deutschland langsam aber sicher in die Triage-Entscheidungen komme. (Quelle: imago images/Reichwein)Intensivstation eines Duisburger Krankenhauses: Der Chef der Krankenhausgesellschaft erklärte, dass Deutschland langsam aber sicher in die Triage-Entscheidungen komme. (Quelle: Reichwein/imago photos)

Schon jetzt würden Intensivpatienten früher “als medizinisch vertretbar” auf Normalstationen verlegt werden, erklärte Gaß. “Man weiß: Wir können nicht mehr allen Patienten die bestmögliche Behandlung ermöglichen, (…) die wir im Regelfall zur Verfügung haben.” Das sei schon eine Artwork von Triage.

“Wenn wir von Triage sprechen, ist das ein schleichender Prozess, der nach und nach immer härter Realität wird”, sagte Gaß. So müssten sich Patienten und Kliniken darauf einstellen, dass auch “medizinisch kompliziertere Fälle” beispielsweise mit einer Verschiebung ihrer Operationen rechnen müssten.

Experte: Impfungen verhindern wohl schwere Erkrankungen bei Omikron

Die existierenden Impfstoffe können nach Einschätzung des führenden südafrikanischen Seuchenexperten Salim Abdool Karim mit einiger Wahrscheinlichkeit schwere Krankheitsverläufe nach Infektionen mit der neuen Virusvariante Omikron verhindern. Es sei allerdings noch zu früh, um zu sagen, ob Omikron zu mehr schwereren Krankheitsbildern als ältere Varianten führen könne, sagt Karim auf einer Pressekonferenz. Es scheine aber, dass Omikron sich schneller verbreite und wahrscheinlich mehr bereits Geimpfte von dem neuen Virus betroffen würden als von älteren Varianten.

Erster Omikron-Fall in Österreich

In Österreich wurde bei einem Verdachtsfall aus Tirol die neuartige Coronavirus-Variante Omikron bestätigt. Nach einer Analyse der Experten deute alles darauf hin, dass es sich bei dem Reisenden, der aus Südafrika zurückgekommen battle, um die neuartige Mutation Omikron handelt, teilt das Bundesland Tirol mit.

Saarland verschärft Corona-Maßnahmen

Die Corona-Maßnahmen im Saarland sollen vor allem für Ungeimpfte deutlich verschärft werden. Das kündigte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Montag in einer Sondersitzung des Landtags an. Die neuen Bestimmungen sollen an diesem Dienstag (30.11.) im Ministerrat beschlossen werden und voraussichtlich zwei Tage später in Kraft treten. “Diese werden Nicht-Geimpfte in stärkerem Maße treffen als die Geimpften”, sagte Hans. Dies sei nur folgerichtig, nachdem man allen Saarländerinnen und Saarländern ein Impfangebot unterbreitet habe.

Für Ungeimpfte gilt demnach künftig im öffentlichen und privaten Raum: Nur noch ein Haushalt plus eine nicht diesem Haushalt angehörige Particular person dürfen sich treffen. Für Geimpfte, Genesene, Schüler sowie Kinder unter sechs Jahren gilt diese Regelung nicht.

Auch Geimpfte und Genesene müssen sich künftig für einige Innenbereiche testen lassen. So wird künftig die Regelung 2G plus (auch Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen negativen Take a look at vorweisen) für den Innenbereich der Gastronomie festgeschrieben, ebenso für die Hotellerie, für körpernahe Dienstleistungen, für Freizeiteinrichtungen wie Schwimm- und Spaßbäder, Thermen und Saunen, für jegliche sportliche Betätigung in Innenräumen und für alle kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen.

Die 2G-Regelung (geimpft und genesen) wird eingeführt für Freizeitaktivitäten im Außenbereich wie etwa in Freizeitparks, bei kulturellen Betätigungen in Gruppen, bei der Teilnahme am Freizeit- und Amateursportbetrieb, ebenso in Tanzschulen, in Fitnessstudios und auch der Außengastronomie. Außerdem gilt 2G auch in den Ladenlokalen – ausgenommen in jenen Läden, die der Grundversorgung dienen.
Laut Hans hat sich die Landesregierung in der vergangenen Woche auf diese Eckpunkte geeinigt. Weitere detaillierte Regelungen sollen in dieser Woche in einer neuen Rechtsverordnung festgehalten werden. Nach Angaben eines Regierungssprechers werden die neuen Bestimmungen voraussichtlich ab Donnerstag gelten.

Südafrika kritisiert Einreiseverbote

Südafrika kritisiert die in mehreren europäischen Ländern erlassenen Einreiseverbote für Reisende aus Ländern im Süden Afrikas. Diese Maßnahmen seien keine Hilfe, sagt Gesundheitsminister Joe Phaahla auf einer Pressekonferenz. Er habe der US-Regierung erklärt, damit würden die Dinge schwieriger gemacht. Er kündigt eine Erklärung der Länder im südlichen Afrika auf der Weltgesundheitsversammlung an, in der die Einreiseverbote verurteilt werden. Die Weltgesundheitsversammlung ist das wichtigste Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Leopoldina: “Kakophonie” im Umgang mit der Pandemie beenden

Der Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält bundeseinheitliche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung für “extrem wichtig”. Mit einem Krisenstab, wie ihn die neue Regierung plant, könne die “Kakophonie” im Umgang mit dem Virus beendet werden, sagte Robert Schlögl am Montag im Inforadio vom rbb.

Außerdem müssten die Kontakte schnellstmöglich reduziert werden. Zu einem möglichen Lockdown sagte Schlögl: “Das Wort darf man nicht sagen, aber natürlich ist die erste Maßnahme, wenn man sich überlegt die jetzige Pandemie einzudämmen, einfach Kontaktreduktion, denn Impfen wirkt nicht sofort.”

Wichtig sei auch eine sofortige Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen, betonte Schlögl. Außerdem müssten die Booster-Impfungen effizient organisiert werden. Dabei dürfe es nicht passieren, dass an irgendeiner Stelle der Impfstoff fehle, sagte Schlögl. Probleme in der Verwaltung müssten beseitigt werden.

Sechs Omikron-Fälle in Schottland

In Schottland sind nach Behördenangaben sechs Infektionen mit der neuen Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. In einigen Fällen habe es sich nicht um Reisende gehandelt. Das Gesundheitsministerium will nachverfolgen, zu wem die Betroffenen Kontakt hatten, um herauszufinden, woher das Virus kam. Erstmals battle die neue Variante in Südafrika nachgewiesen worden, über das Wochenende wurden aber nach und nach auch immer mehr Verdachtsfälle in Europa gemeldet.

Söder: “Warum warten, eigentlich haben wir keine zehn Minuten”

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte mehr Tempo im Corona-Krisenmanagement. “Warum zehn Tage warten, eigentlich haben wir keine zehn Minuten”, sagte Söder im ZDF “Morgenmagazin” und sprach sich damit für eine baldige Bund-Länder-Runde aus. Die bislang für den 9. Dezember angesetzte Ministerpräsidentenkonferenz komme aufgrund der dramatischen Lage zu spät. Eine bundesweite Umsetzung von 2G-Plus-Regeln sei notwendig, so der CSU-Chef. Außerdem müsse die SPD schnell sagen, wer neue Gesundheitsministerin oder neuer Gesundheitsminister werde. Mehr dazu lesen Sie hier.

WHO stuft Omikron-Variante als globales Risiko ein

Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das von der neuen Omikron-Variante ausgehende weltweite Risiko als insgesamt “sehr hoch” ein. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren globalen Ausbreitung sei groß. Es sei mit steigenden Covid-19-Fallzahlen zu rechnen. Die WHO ruft ihre 194 Mitgliedstaaten dazu auf, sicherzustellen, dass Pläne zur Eindämmung in Kraft seien, um das Gesundheitssystem aufrecht zu halten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Japan schließt erneut Grenzen für Ausländer

Nur wenige Wochen nach einer Lockerung der strengen Corona-Einreisebestimmungen schließt Japan wegen der Omikron-Variante erneut seine Grenzen für Ausländer. “Wir werden die Einreise von Ausländern aus der ganzen Welt ab dem 30. November untersagen”, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida am Montag vor Reportern.

Die Grenzen Japans waren seit Pandemiebeginn quick vollständig für Besucher aus dem Ausland geschlossen. Selbst ausländische Einwohner konnten zeitweise nicht ins Land einreisen. Anfang November kündigte die Regierung dann an, sie werde einigen kurzfristigen Geschäftsreisenden, ausländischen Studenten und anderen Visuminhabern die Einreise gestatten, Touristen jedoch weiterhin nicht einreisen lassen. Wegen der Omikron-Variante hatte Japan bereits Quarantäne-Maßnahmen für Reisende aus neun Ländern des südlichen Afrikas verhängt. Bislang wurden keine Omikron-Fälle festgestellt. Das Nationale Institut für Infektionskrankheiten untersucht derzeit jedoch den Fall eines Reisenden aus Namibia, der kürzlich positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Flughafen in Tokio: Ab dem 30. November wird Ausländern die Einreise untersagt.  (Quelle: imago images/James Matsumoto/Zuma Wire)Flughafen in Tokio: Ab dem 30. November wird Ausländern die Einreise untersagt. (Quelle: James Matsumoto/Zuma Wire/imago photos)

Japan hat seit Beginn der Pandemie etwas mehr als 18.300 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet, blieb aber durch die Abschottung nach außen von schweren Corona-Wellen verschont. Inzwischen sind 76,5 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Philippinen wollen in drei Tagen neun Millionen Menschen impfen

Auf den Philippinen startet eine Impfkampagne, bei der innerhalb von drei Tagen neun Millionen Menschen eine Spritze mit dem Corona-Vakzin erhalten sollen. Die Armee und Zehntausende Freiwillige sollen den Erfolg sicherstellen, wie die Regierung mitteilt. Auf der Inselgruppe gibt es Widerstände gegen Impfungen. Zudem stellt der Schutz der Bevölkerung auf dem weitläufigen Archipel eine logistische Herausforderung dar.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister: Bundestag muss epidemische Lage beschließen

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha fordert, dass der Bundestag noch in dieser Woche wieder die epidemische Lage von nationaler Tragweite beschließen und den Weg für eine bundesweite Notbremse möglich machen soll. “Wir brauchen Kontaktbeschränkungen im Umfang von 70 bis 90 Prozent, sagt der Grünen-Politiker im Deutschlandfunk. Der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) müsse zudem schnell bekanntgeben, wer neue Gesundheitsministerin oder neuer Gesundheitsminister werden soll. Auch wäre eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz in dieser Woche “sehr wünschenswert”. Lucha sagt zudem, dass die drei Landes-Gesundheitsminister der Grünen mit der Grünen-Spitze in Berlin am Wochenende einen Krisenstab gebildet hätten.

Erster Omikron-Verdachtsfall in der Schweiz

In der Schweiz ist der erste Omikron-Verdachtsfall festgestellt worden. Es deal with sich um eine Particular person, die vor rund einer Woche aus Südafrika zurückgekehrt sei, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte. Eine Analyse der Probe solle in den kommenden Tagen Gewissheit bringen. Als Reaktion auf die neue Corona-Variante, die in Südafrika entdeckt worden battle, verschärfte die Schweiz die Einreisebeschränkungen. So müssen Reisende aus 19 Ländern einen negativen Take a look at vorlegen und bei der Ankunft für zehn Tage in Quarantäne.

Leopoldina: Kein Verständnis für Zögern der Politik

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina kritisiert das Ausbleiben neuer Corona-Schutzmaßnahmen der Regierung. Man habe kein Verständnis für das Zögern der Politik, sagt die Medizinerin Jutta Gärtner im ZDF. Um die vierte Welle der Pandemie zu bremsen, seien Maßnahmen nötig und zwar sofort. Sie warnt vor einem drohenden Kollaps der Krankenhäuser. “Wir brauchen sofort Kontaktbeschränkungen.” Zudem müsse mehr geimpft werden. Für die sogenannte Herdenimmunität müssten weit über 85 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Derzeit seien erst knapp 70 Prozent der Deutschen vor dem Virus geschützt. Die Direktorin für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität Göttingen empfiehlt auch Kinder und Jugendliche zu impfen.

Erster Omikron-Verdachtsfall in der Schweiz

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nun möglicherweise auch in der Schweiz aufgetaucht. Nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit deal with es sich um eine Particular person, die vor einer Woche aus Südafrika zurückgekehrt sei, berichtete die Agentur SDA am Sonntagabend. Genaueres werde in den nächsten Tagen von einer genetischen Untersuchung erwartet.

Zwei Omikron-Fälle auch in Kanada entdeckt

Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörde der Provinz Ontario teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, dass in Ottawa bei zwei Infizierten die Mutante festgestellt worden sei. Beide Personen, die aus Nigeria eingereist waren, seien inzwischen in Quarantäne. Auch Großbritannien, Dänemark, Belgien, Tschechien und Italien meldeten Fälle. In den Niederlanden wurden bei 13 Reisenden Omikron-Infektionen festgestellt.

HIV könnte Omikron-Variante begünstigen

Die überraschend viele Mutationen tragende Corona-Variante Omikron könnte Experten zufolge in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Type der Immunschwäche entstanden sein. Das sei denkbar und wahrscheinlich, ähnliche Befunde seien in anderen Fällen bereits publiziert worden, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), der Nachrichtenagentur dpa.

In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne sich das Virus über viele Wochen vermehren, so Watzl. “Dabei können immer wieder vereinzelt Mutationen auftreten, die dem Virus eventuell keinen Vorteil bringen, die sich aber aufgrund der fehlenden Kontrolle durch das Immunsystem dennoch weiter vermehren können.” Damit könnten zusätzliche Mutationen entstehen, die dann in der Kombination eventuell einen Vorteil brächten.

Özdemir sieht bei Impfpflicht kein Tabu mehr

Der Spitzenpolitiker der Grünen und möglicher neuer Landwirtschaftsminister Cem Özdemir hat im Deutschlandfunk gesagt, dass eine Impfpflicht auf die Tagesordnung gehöre. Bislang seien die beschlossenen Maßnahmen hilfreich. “Trotzdem, sage ich, werden wir wahrscheinlich nicht drum herumkommen, uns nochmal diese Lage anzuschauen und zu gucken, ob wir da nochmal nachsteuern müssen. Er schließt nicht aus, das Infektionsschutzgesetz erneut zu müssen. Enttäuscht zeigte sich Özdemir von der Arbeit der bisherigen Bundesregierung. “Manchmal frage ich mich, wann wir Deutschen das Organisieren verlernt haben.” 

Ältere Nachrichten zur Corona-Pandemie lesen Sie hier in unserem vorherigen Newsblog. 



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Written by Newsplaneta

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