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Information | Bericht: Karl Lauterbach besorgt über Omikron-Dynamik


Die Zahl der Omikron-Fälle ist in Deutschland um 45 Prozent im Vergleich zum Vortag gestiegen. Doch die Lage könnte noch viel gravierender sein, befürchtet Gesundheitsminister Lauterbach. Alle Infos im Newsblog.

Eine schwere Corona-Welle erschüttert Deutschland: In vielen Regionen sind die Infektions- und Todeszahlen hoch, Krankenhäuser sind erneut überlastet. Nun bereitet eine neu aufgetretene Variante den Experten zusätzliche Sorgen: Omikron. Mehr als 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind vollständig geimpft. 
  

Bericht: Lauterbach besorgt über Omikron-Dynamik

In Deutschland ist die Zahl der Omikron-Fälle um 45 Prozent im Vergleich zum Vortag gestiegen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach bereitet das große Sorge. Er befürchtet, dass die Corona-Infektionslage tatsächlich noch viel gravierender ist. “Eine Omikron-Dynamik, die mir große Sorgen macht – und die in den offiziellen Zahlen nicht zutreffend abgebildet ist”, sagte der Minister der “Bild”. Grund hierfür seien Testausfälle und Meldeverzögerungen über die Feiertage.

Intensivmediziner: Keine Diskriminierung von Behinderten bei Triage 

Im Fall einer sogenannten Triage auf Intensivstationen hat ein Intensivmediziner die derzeitigen ärztlichen Empfehlungen verteidigt. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts sehe er “noch keinen Anlass, an unseren Empfehlungen eine Änderung vorzunehmen”, sagte Uwe Janssens, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Dienstagabend im ZDF-“heute journal”.

Er hoffe, dass eine Triage – eine ärztliche Entscheidung, wer bei ausgeschöpften Kapazitäten eine intensivmedizinische Behandlung erhält und wer nicht – nie notwendig sein werde, betonte Janssen. Die Divi-Richtlinien zu diesem hypothetischen Fall seien vor kurzem aktualisiert worden und würden eine Diskriminierung aufgrund einer Behinderung oder chronischen Krankheit ebenso ausschließen wie etwa aufgrund des Alters oder des Impfstatus’. “Das können wir versichern, und dazu stehen wir auch”, sagte Janssens.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte auch mit Verweis auf die Behindertenrechtskonvention entschieden, der Bundestag müsse “unverzüglich” Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen im Fall einer Triage treffen. Bisher gibt es dazu keinen gesetzlichen Rahmen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Neuer Höchstwert an Corona-Infektionen in Italien und Großbritannien

Italien verzeichnet einen sprunghaften Anstieg der täglichen Corona-Fallzahlen. Am Dienstagabend meldete das Gesundheitsministerium mehr als 78.300 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und damit weit mehr als doppelt so viele wie am Vortag.

In dieser Zeit starben rund 200 Menschen mit dem Virus. Das Mittelmeerland registrierte damit einen neuen Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Auch in Italien breitet sich laut Experten die Omikron-Variante derzeit schnell aus.

Auch Großbritannien hat am Dienstag mit mehr als 129.000 Fällen einen neuen Höchstwert bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die Behörden meldeten 129.471 Neuansteckungen in England und Wales binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle stieg um 18 auf insgesamt 148.021. Die Zahlen aus Nordirland und Schottland lagen wegen Verzögerungen bei der Datenübermittlung über die Feiertage noch nicht vor. Die schottischen Behörden meldeten lediglich eine vorläufige Bilanz von 9.360 Neuansteckungen.

Mehrere Corona-Fälle auf “Europa”-Kreuzfahrtschiffen

An Bord der Luxus-Kreuzfahrtschiffe “Europa” und “Europa 2” hat es mehrere Corona-Fälle gegeben. Die Schiffe müssen deshalb ihre geplanten Fahrten abbrechen beziehungsweise ändern. “Den betroffenen Personen geht es intestine, sie haben keine beziehungsweise nur milde Symptome”, teilte Hapag-Lloyd Cruises am Dienstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg mit. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Kreuzfahrtschiff "Europa": Bei einer Fahrt infizierten sich mehrere Passagiere mit dem Corona-Virus. (Archivfoto) (Quelle: imago images/Frank Hormann)Kreuzfahrtschiff “Europa”: Bei einer Fahrt infizierten sich mehrere Passagiere mit dem Corona-Virus. (Archivfoto) (Quelle: Frank Hormann/imago photographs)

Die positiv Getesteten sowie Kontaktpersonen seien umgehend an Bord getrennt voneinander isoliert worden. “Geplant ist, dass die positiv getesteten Personen in Dubai ausgeschifft werden und hier in Quarantäne gehen, wo sie durch einen medizinischen Dienstleister betreut werden.”

Am Dienstagnachmittag waren beide Schiffe bereits im Arabischen Meer vor Dubai angekommen. Alle Mitarbeiter und Passagiere an Bord der Schiffe sind den Angaben zufolge mindestens zweimal geimpft. Die Crew-Mitglieder und Gäste würden zudem an Bord regelmäßig getestet.

Omikron dominant in den Niederlanden

Angesichts einer raschen Ausbreitung der Omikron-Variante in den Niederlanden stellen sich die Gesundheitsbehörden darauf ein, dass die Zahl der Krankenhausaufnahmen in den nächsten Wochen wieder steigen wird. Omikron werde mittlerweile bei mehr als der Hälfte aller Infektionen festgestellt und sei damit zur dominanten Variante geworden, teilte das staatliche Gesundheitsinstitut RIVM am Dienstag mit. 

Es gebe allerdings die Hoffnung, dass der am 19. Dezember in den Niederlanden verhängte harte Lockdown hilft, “den erwarteten zusätzlichen Druck auf das Gesundheitswesen soweit wie irgend möglich zu begrenzen”. Die strengeren Maßnahmen hätten zunächst einen Rückgang der Krankenhausaufnahmen bewirkt.

Derweil hat vor dem Gerichtshof in Den Haag die Verhandlung über eine Klage gegen die Corona-Maßnahmen begonnen. Mit dem Lockdown verstoße die Regierung gegen Grund- und Menschenrechte der Bevölkerung, erklärte Rechtsanwalt Bart Maes im Namen mehrerer Kläger. Die Regierung machte hingegen geltend, dass eine Beendigung des Lockdowns vorerst nicht in Frage komme.

Zahl der Omikron-Fälle steigt um 45 Prozent – Drei weitere Tote

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland stark gestiegen. 10.443 Fälle würden nun der neuen Corona-Variante zugeordnet, 45 Prozent mehr als am Vortag, hieß es am Dienstag auf einer RKI-Übersichtsseite. Die Zahl bezieht sich auf Fälle im November und Dezember, die meisten Nachweise stammen mit 6.257 aus der vergangenen Woche (Vorwoche: 2.904).

Passanten mit Schutzmasken: Laut einer Studie könnte die Omikronvariante Delta verdrängen. (Quelle: imago images/Geisser)Passanten mit Schutzmasken: Laut einer Studie könnte die Omikronvariante Delta verdrängen. (Quelle: Geisser/imago photographs)

Für drei Menschen aus der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre und einen aus der Gruppe 35 bis 59 Jahre battle angegeben, dass sie gestorben sind. Von 124 Fällen gab es die Data, dass sie ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Bei 148 lagen Angaben vor, dass es sich um eine Reinfektion handelt, additionally eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion.

Eine Grafik zur zeitlichen Entwicklung zeigt einen steilen Anstieg der wöchentlich gemeldeten Zahlen in Verbindung mit Omikron. Für die laufende Woche rechnet das RKI mit einer “hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen”. In absoluten Zahlen entfallen laut RKI die meisten bisherigen Meldungen, die Omikron zugeordnet werden, auf Nordrhein-Westfalen mit 3.476. Es folgen Bayern mit knapp 1.896 und Hamburg mit 1.487. Angaben zur Häufigkeit von Checks auf Varianten je nach Land wurden dabei nicht gemacht.

“Die Daten wurden nicht validiert und unterliegen damit noch möglichen Korrekturen und nachträglichen Änderungen”, schreibt das RKI einschränkend. Eine Einschätzung der epidemiologischen State of affairs werde im Wochenbericht vorgenommen. Dieser erscheint donnerstagabends.

Studie: Omikron-Infektion schützt vor Delta-Ansteckung

Kann man sich mit mehreren Coronavirus-Mutationen anstecken? Oder bietet die Infektion einen gewissen Schutz? Dieser Frage sind Forscher nun nachgegangen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Frankreich zahlt Intensivpflegekräften monatlichen Bonus

Frankreich will seinen Intensivpflegekräften ab Januar einen monatlichen Bonus von 100 Euro zahlen. Dies sei ein Beitrag zur Anerkennung der harten Arbeitsbedingungen in den Zeiten von Corona, sagt Premierminister Jean Castex.

In der kommenden Woche will Gesundheitsminister Olivier Veran ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Pflegebranche vorstellen. Ziel ist es unter anderem, dem Personalmangel entgegenzuwirken. Die rasante Verbreitung der Omikron-Virusvariante hat in Frankreich zu einem Anstieg der Infektionszahlen auf Rekordniveau geführt, was die Intensivstationen in öffentlichen Krankenhäusern zusätzlich unter Druck setzt.

China verhängt Lockdown über weitere Stadt

Im Norden Chinas haben die Behörden die Corona-Maßnahmen erneut verschärft. Eine Woche nach der Verhängung eines strikten Lockdowns in der 13-Millionenmetropole Xi’an verkündeten die Behörden im 300 Kilometer entfernten Yan’an am Dienstag die vorläufige Schließung von Geschäften. Hunderttausende Menschen in einem Stadtbezirk wurden unter Quarantäne gestellt.

In Xi’an battle diesen Monat der schwerste Corona-Ausbruch in China seit 21 Monaten festgestellt worden. Am Dienstag stieg die Zahl der Corona-Infektionen in der Millionenmetropole nach Behördenangaben erneut um 209 Fälle – landesweit waren in China zuletzt im März 2020 so viele tägliche Neuinfektionen festgestellt worden.

Mitte vergangener Woche battle in Xi’an – Heimat der weltberühmten Terrakotta-Armee – ein Lockdown in Kraft getreten. Alle nicht wesentlichen Geschäfte und Betriebe wurden geschlossen, professional Haushalt darf nur ein Mensch alle drei Tage das Haus verlassen, um das Lebensnotwendige einzukaufen. Die Bewegung innerhalb der Stadt und aus Xi’an hinaus wurde massiv eingeschränkt.

US-Gesundheitsbehörde CDC verkürzt Isolationsdauer

Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC verkürzt die Zeit für eine Isolation nach einer Coronainfektion auf fünf Tage, wenn die Betroffenen keine Symptome haben. Sie müssen dann aber fünf weitere Tage eine Maske tragen, wenn sie unter Menschen sind. Grund für die Änderungen sind nach Angaben der Behörde neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Demnach sind Infizierte in den ersten ein bis zwei Tagen vor dem Symptombeginn und zwei bis drei Tage später besonders ansteckend. Entsprechend reiche bei Asymptomatischen eine fünftägige Isolation aus.

In einer U-Bahn in New York sitzen Fahrgäste mit Masken (Symbolbild): Wer keine Symptome hat, kann nach Meinung der CDC seine Isolationszeit verkürzen. (Quelle: imago images/Debra L. Rothenberg)In einer U-Bahn in New York sitzen Fahrgäste mit Masken (Symbolbild): Wer keine Symptome hat, kann nach Meinung der CDC seine Isolationszeit verkürzen. (Quelle: Debra L. Rothenberg/imago photographs)

Für Kontaktpersonen, die ungeimpft sind oder mehr als sechs Monate nach ihrer zweiten mRNA-Dosis (oder mehr als zwei Monate nach dem J&J-Impfstoff) und noch nicht aufgefrischt sind, empfiehlt CDC jetzt eine Quarantäne für fünf Tage, gefolgt von einer strikten Maskenverwendung für weitere fünf Tage. Alternativ sind 10 Tage Maskentragen möglich. Wer eine Auffrischungsimpfung hatte, muss sich nicht isolieren, aber ebenfalls zehn Tage lang eine Maske tragen.

Bei den CDC-Leitlinien handelt es sich nicht um Vorschriften, sondern Empfehlungen für Arbeitgeber sowie staatliche und örtliche Behörden.

Thailand rechnet mit bis zu 30.000 Omikron-Fällen professional Tag

Nach einem Bericht der Bangkok Submit geht die thailändische Regierung von bis zu 30.000 Infektionen durch die Omikron-Variante zu Beginn des kommenden Jahres aus. Im günstigsten Fall könnten es immer noch 10.000 Fälle sein. Im August lag der bisherige Höchstwert bei 23.418 Infektionen professional Tag. Thailand hatte sich erst vor kurzem dem Tourismus geöffnet, musste aber vor wenigen Tagen ein Programm zu vereinfachten Einreise wieder stoppen.  

Lehrer: Schulen jetzt auf fünfte Welle vorbereiten

Angesichts einer Zunahme schwerer Corona-Erkrankungen unter Kindern in den USA fordert der Deutsche Lehrerverband Vorbereitungen für mögliche Schulschließungen. “Sobald die fünfte Welle Deutschland erreicht, müssen wir schnell reagieren können”, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem “Tagesspiegel”.

Sollten im Januar Distanz- und Wechselunterricht sowie Notbetreuung nötig werden, müssten die Pläne dafür jetzt in Gang gesetzt werden. Bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar könne man damit nicht warten.

England will keine neuen Verschärfungen

Trotz täglicher Neuinfektionen in Rekordhöhe über die Weihnachtstage will die britische Regierung vorerst keine strengeren Corona-Regeln im größten Landesteil England einführen. Gesundheitsminister Sajid Javid rief die Bevölkerung am Montag dazu auf, wachsam zu sein, Silvester möglichst im Freien zu feiern und vor der Teilnahme an Veranstaltungen einen Schnelltest zu machen. “Wenn wir ins neue Jahr starten, werden wir natürlich prüfen, ob wir weitere Maßnahmen ergreifen müssen. Aber bis dahin bleibt es erst einmal dabei”, sagte Javid, wie die BBC berichtete.

Frankreich verhängt neue Corona-Maßnahmen

Frankreich macht angesichts einer Rekordzahl von Corona-Infektionen eine vollständige Impfung zur Voraussetzung für den Besuch von Veranstaltungen, Eating places oder für Fernreisen. Vom 15. Januar an soll ein negativer Take a look at für den landesweiten Corona-Move nicht mehr anerkannt werden, wie Premierminister Jean Castex am Montagabend in Paris sagte. 

Zu den neuen Maßnahmen in Frankreich gehören ein Ess- und Trinkverbot in Kinos sowie auf Langstreckenreisen. In Eating places und Bars müssen Gäste beim Verzehr sitzen. “Ich weiß, es wirkt wie ein Movie, der nicht enden will”, sagte Castex. 

Neun von zehn Menschen, die für eine Impfung in Frage kommen, sind in Frankreich geimpft. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl der registrierten Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche, bei 712. Die Zahl der Erkrankten stieg, wenn auch moderat, weiter an.

Boris Palmer für höhere Kassenbeiträge für Ungeimpfte

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat sich dafür ausgesprochen, dass Ungeimpfte höhere Krankenkassenbeiträge zahlen sollen. “Ich bin ausdrücklich dafür, die Kassenbeiträge anzuheben, wenn jemand, der sich impfen lassen könnte, die Injektion bewusst verweigert“, sagte Palmer der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ).

Boris Palmer: Wer so unsolidarisch ist, (…) kann nicht die Solidarität der gesetzlichen Krankenversicherung verlangen“. (Quelle: imago images/ULMER Pressebildagentur)Boris Palmer: Wer so unsolidarisch ist, (…) kann nicht die Solidarität der gesetzlichen Krankenversicherung verlangen“. (Quelle: ULMER Pressebildagentur/imago photographs)

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Sonntag angeregt, über ein solches Malus-System nachzudenken. Holetschek battle für seinen Vorstoß stark kritisiert worden, etwa vom Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.

“Wer so unsolidarisch ist, dass er sich und andere gefährdet, unnötige Kosten verursacht und im Krankenhaus möglicherweise in Bettenkonkurrenz zu anderen Patienten tritt, kann nicht die Solidarität der gesetzlichen Krankenversicherung verlangen“, sagte Palmer der FAZ. Wichtiger aber sei es nun, dass möglichst schnell die Impfpflicht beschlossen werde.

Höchststand an Corona-Neuinfektionen in Griechenland

In Griechenland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen Höchststand erreicht. Von Sonntag auf Montag wurden 9.284 Neuinfektionen registriert, so viele wie noch nie zuvor binnen 24 Stunden. Gesundheitsminister Thanos Plevris kündigte schärfere Corona-Maßnahmen an, die allerdings erst vom 3. Januar an gelten sollen.

Geschlossenes Restaurant in Athen: Ab dem 3. Januar 2022 sollen noch schärfere Corona-Maßnahmen in Griechenland gelten. (Quelle: imago images/Xinhua)Geschlossenes Restaurant in Athen: Ab dem 3. Januar 2022 sollen noch schärfere Corona-Maßnahmen in Griechenland gelten. (Quelle: Xinhua/imago photographs)

Dann soll im öffentlichen Raum die Pflicht zu FFP-2-Maske gelten, Bars, Tavernen und Kneipen müssen wieder um Mitternacht schließen. Die Gäste dürfen nur sitzen. Darüber hinaus werden Sportveranstaltungen wie Fußballspiele auf maximal 1.000 Zuschauer begrenzt. 

Krankenkassen gegen Malus-System für Impfverweigerer

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) hält nichts von der Idee, dass Impfverweigerer im Falle einer Impfpflicht finanzielle Nachteile bei der Krankenkasse haben sollten. Damit sehen die Krankenkassen den Vorstoß von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) skeptisch, der unlängst entsprechende Sanktionen, auch “Malus-Regel” genannt, zusätzlich zu Bußgeldern gefordert hatte.

“Das Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung bedeutet auch, dass sich die Höhe des Krankenkassenbeitrags nach der individuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, additionally in der Regeln nach dem Einkommen, richtet”, sagte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes t-online. “Wer an diesem Grundprinzip rüttelt, rüttelt an dem Solidarprinzip insgesamt.”

Landesminister: Durch radikale Corona-Proteste wächst Anschlagsgefahr

Mit der zunehmenden Radikalisierung bei Protesten von Corona-Leugnern und Impfgegnern wächst laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auch die Gefahr von extremistischen Straftaten. “Man muss das ernst nehmen, das ist ein Gefahr für unsere Demokratie. Und das hängt nicht nur davon ab, wie viele tausend Menschen unterwegs sind”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.

Joachim Herrmann: Der bayrische Innenminister warnt vor einer wachsenden Gefahr von  extremistischen Straftaten. (Quelle: imago images/Sven Simon)Joachim Herrmann: Der bayrische Innenminister warnt vor einer wachsenden Gefahr von extremistischen Straftaten. (Quelle: Sven Simon/imago photographs)

Es bestehe immer die Gefahr, dass ein Einzelner, angestachelt von Hass und Hetze anderer, ohne Auftrag zur Tat schreite. “Das Phänomen der spontanen Selbstradikalisierung kennen wir genauso aus dem Islamismus.”

Omikron: 100 britische Urlauber bei Ankunft in Tirol abgewiesen

Wegen der neuen Corona-Regeln für Einreisen aus Virusvariantengebieten ist rund 100 britischen Urlaubern die Einreise in die österreichische Skiregion Tirol verweigert worden. Wie die Polizei in Innsbruck am Montag mitteilte, konnten die Reisenden bei ihrer Ankunft am Flughafen der Stadt am Sonntag keine negativen PCR-Checks oder Auffrischungsimpfungen vorweisen. Die meisten der Urlauber flogen laut Polizei sofort wieder zurück.

Passagiere warten am Flughafen (Symbolbild): Touristen aus mehreren von der Omikron-Variante betroffenen Ländern dürfen nur mit Test und Drittimpfung einreisen. (Quelle: imago images/UPI Photo)Passagiere warten am Flughafen (Symbolbild): Touristen aus mehreren von der Omikron-Variante betroffenen Ländern dürfen nur mit Take a look at und Drittimpfung einreisen. (Quelle: UPI Photograph/imago photographs)

Seit Samstag gelten Einreiseregel-Verschärfungen für Gäste aus den wichtigen Herkunftsmärkten Großbritannien und Niederlande sowie aus Dänemark und Norwegen. Touristen aus diesen vier von der Omikron-Variante betroffenen Ländern dürfen nur mit Take a look at und Drittimpfung ins Land – sonst müssen sie in Quarantäne.

Zahl der Omikron-Fälle in Deutschland wächst um 17 Prozent

Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählt bislang 7.225 Covid-19-Fälle in Deutschland, die der Omikron-Variante des Coronavirus zugeordnet werden. Das entspreche einem Zuwachs von 17 Prozent oder 1.031 Fällen gegenüber dem Vortag, teilt das RKI auf Foundation des Datenstands vom 26. Dezember mit.

Weihnachtlicher Corona-Test in Korntal-Münchingen: Das RKI rechnet mit einer hohen Zahl an Neu- und Nachmeldungen. (Quelle: dpa/Marijan Murat)Weihnachtlicher Corona-Take a look at in Korntal-Münchingen: Das RKI rechnet mit einer hohen Zahl an Neu- und Nachmeldungen. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Es werde allerdings mit einer hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen gerechnet. Das RKI zählt nur Omikron-Fälle, bei denen ein Nachweis mittels Gesamtgenomsequenzierung oder ein labordiagnostischer Verdacht mittels variantenspezifischer PCR eine Infektion mit Omikron zeigte.

Viele Kinder in New York müssen wegen Omikron ins Krankenhaus

Angesichts des Anstiegs der Omikron-Fälle haben die New Yorker Gesundheitsbehörden eine Zunahme der Krankenhauseinweisungen von Kindern gemeldet. In der Stadt New York wurde seit Anfang des Monats “ein vierfacher Anstieg der Covid-19-Krankenhauseinweisungen bei Kindern unter 18 Jahren festgestellt”, wie die Behörden in einer Erklärung mitteilten. Ungefähr die Hälfte der Patienten sei jünger als fünf Jahre.

In Washington warten Kinder mit ihrem Vater vor einer Corona-Teststation: Kinder unter fünf Jahren werden in den USA nicht geimpft. (Quelle: dpa/Jacquelyn Martin)In Washington warten Kinder mit ihrem Vater vor einer Corona-Teststation: Kinder unter fünf Jahren werden in den USA nicht geimpft. (Quelle: Jacquelyn Martin/dpa)

Unter Fünfjährige dürfen im Gegensatz zu allen anderen Altersgruppen in den USA nicht geimpft werden. Zuletzt stiegen die Corona-Zahlen in den USA rasant: Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gab es in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich quick 190.000 Neuinfektionen professional Tag. Derweil sind die Behörden mit einem Ansturm auf die Testinfrastruktur konfrontiert, die im Vergleich mit Deutschland kaum ausgebaut ist.

Der oberste Pandemie-Berater der US-Regierung, Anthony Fauci, räumte am Sonntag ein “Testproblem” ein und versprach, den Bürgern im nächsten Monat mehr Checks zur Verfügung zu stellen. Es seien nicht für alle Checks verfügbar, sagte Fauci. Das Downside solle aber bald behoben sein. Die Regierung konzentriert sich in den USA vor allem auf die Impfkampagne. Trotzdem sind erst etwas mehr als 60 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Regierung versucht deswegen, Impfgegner und Impfskeptiker von einer Impfung zu überzeugen – und setzt dabei auch zunehmend auf Druckmittel.

Israel testet vierte Impfung

Israel testet eine vierte Corona-Impfung an Krankenhaus-Mitarbeitern. In einer großen Klinik sollen 150 Angestellte eine zweite Auffrischungsimpfung erhalten. Damit solle abgeschätzt werden, ob eine zweite Booster-Impfung für die gesamte Bevölkerung notwendig sei, teilt das Sheba Medical Heart in der Nähe von Tel Aviv mit. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit der Immunisierung sollen Abgeordneten helfen, ihre gesundheitspolitischen Entscheidungen zu treffen.

Ein Mann in Israel erhält eine Impfung (Archivbild): Schon jetzt können sich Über-60-Jährige zum vierten Mal impfen lassen. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)Ein Mann in Israel erhält eine Impfung (Archivbild): Schon jetzt können sich Über-60-Jährige zum vierten Mal impfen lassen. (Quelle: ZUMA Wire/imago photographs)

In der vergangenen Woche wurde eine vierte Impfung bereits für Menschen über 60 Jahre von der Regierung freigegeben. Experten raten darüber hinaus, dass Private im Gesundheitswesen in Israel vier Mal geimpft werden soll.

Union befürchtet Massenquarantäne

Angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus wird der Ruf nach einer Anpassung der Quarantänerichtlinien für Kontaktpersonen lauter. Ein Vorgehen, das angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante angepasst werden sollte, forderte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Sepp Müller.

Sepp Müller bei einem Pressestatement (Archivbild): Der CDU-Vize fordert Änderungen für Getestete und Geimpfte. (Quelle: imago images/C. Hardt)Sepp Müller bei einem Pressestatement (Archivbild): Der CDU-Vize fordert Änderungen für Getestete und Geimpfte. (Quelle: C. Hardt/imago photographs)

“Die Hochrechnungen gehen bei der Omikron-Variante von schlimmstenfalls 700.000 neuen Infektionen professional Tag aus. In diesem Fall käme es tatsächlich zur Massenquarantäne”, sagte Müller der “Welt”.

Merz für Stufenplan bei Impfpflicht

In der Debatte über eine allgemeine Corona-Impfpflicht regt der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz einen Stufenplan an. Eine allgemeine Impfpflicht werfe eine Reihe von ethischen, verfassungsrechtlichen und organisatorischen Fragen auf, die vor einer Beschlussfassung geklärt sein müssten, sagte Merz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). “Vielleicht könnte eine Artwork Stufenplan für gruppenbezogene Impflichten auch zum Ziel führen”, fügte er hinzu.

Eine erste begrenzte Corona-Impfpflicht wurde Mitte Dezember schon beschlossen: Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Kliniken und Pflegeheime müssen bis 15. März 2022 nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Daneben liegen Merz “eigentlich die Bediensteten in den Kitas, Schulen und Universitäten, aber auch die der sogenannten kritische Infrastruktur auf der Hand”. Er nannte hier Polizei und Feuerwehr, die Hilfsorganisationen vom Roten Kreuz bis zum THW sowie “andere wichtige Institutionen, die wir für das Land auch außerhalb von Corona brauchen”.

Weltärztepräsident kritisiert Urteil gegen 2G-Regel

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat Richter wegen Urteilen zu Corona-Maßnahmen scharf kritisiert. “Ich stoße mich daran, dass kleine Richterlein sich hinstellen und wie gerade in Niedersachsen 2G im Einzelhandel kippen, weil sie es nicht für verhältnismäßig halten”, sagte Montgomery der “Welt” laut Vorabmeldung vom Sonntag. So maße sich ein Gericht an, etwas, das sich wissenschaftliche und politische Gremien mühsam abgerungen hätten, mit Verweis auf die Verhältnismäßigkeit zu verwerfen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Bildungsexperte: Schulen offen lassen

Der Chef der Pisa-Studie, Andreas Schleicher, hat vor neuen Schulschließungen in der Coronakrise gewarnt. “Wir haben gerade im internationalen Vergleich gesehen, dass sich auch bei schwieriger Infektionslage die Schulen offenhalten lassen – wenn das Priorität hat und wenn man entsprechende Vorbereitungen trifft”, sagte der OECD-Bildungsdirektor im Podcast “Die Schulstunde” des Redaktionsnetzwerks Deutschland laut Mitteilung vom Montag. “Und daran muss man wirklich alles setzen”, fügte er hinzu.

Schleicher kritisierte, beim Thema Schule sei in Deutschland in den beiden Jahren seit dem Beginn der Pandemie einiges schiefgelaufen. “Man hat die Einkaufszentren offengehalten und die Schulen geschlossen – ich glaube, das muss man jetzt umdrehen”, verlangte er.

60 Kreuzfahrtschiffe in USA mit Corona-Infektionen

Die US-Behörden überwachen die Lage auf dutzenden von Kreuzfahrtschiffen mit Corona-Infizierten an Bord. Mehr als 60 Schiffe stünden unter Beobachtung, nachdem die Zahl der von dort gemeldeten Corona-Infektionen die dafür gesetzte Schwelle überschritten habe, erklärte die Gesundheitsbehörde CDC am Sonntag. Der “Washington Submit” zufolge wurde mehreren der betroffenen Kreuzfahrtschiffe das Einlaufen in Häfen in der Karibik verweigert.

So wurde dem Zeitungsbericht zufolge der “Carnival Freedom” das Anlegen im Hafen der Insel Bonaire verwehrt. “Ich fühle mich, als hätte ich die vergangene Woche auf einem Superspreader-Occasion verbracht”, sagte die 34-jährige Passagierin Ashley Peterson der Zeitung.

US-Fluggesellschaften streichen wegen Omikron weitere hunderte Flüge

US-Fluggesellschaften haben weitere hunderte Flüge den dritten Tag in Folge gestrichen. Grund ist die steigende Zahl von Omikron-Neuinfektionen. Laut der Internetseite FlightAware.com wurden am Sonntag mehr als 720 Flüge in die oder aus den USA abgesagt. Weitere Stornierungen sind wahrscheinlich. Mehr als 1.400 Flüge wurden verschoben.

Israels Regierungschef Bennett in Selbstisolation

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett gibt Entwarnung. Sein Büro teilt mit, dass Bennetts PCR-Take a look at negativ ausgefallen sei. Bennett werde aber sicherheitshalber in Selbstisolation bleiben. Der Regierungschef hat sich dem Take a look at unterzogen, nachdem seine 14-jährige Tochter postiv auf das Coronavirus getestet worden battle.

Regierung erreicht Ziel von 30 Millionen Impfungen

Die Regierung hat ihr Impfziel zum Jahresende erreicht. (Quelle: imago images/avanti)Die Regierung hat ihr Impfziel zum Jahresende erreicht. (Quelle: avanti/imago photographs)

Die Bundesregierung hat ihr Mitte November gesetztes Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht. Die Marke wurde am Sonntag überschritten, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur sagte. “Die Booster-Kampagne in Deutschland läuft auf Hochtouren. Wir haben jetzt ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Darauf können wir alle stolz sein.” Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung berichtet, dass das Ziel erreicht worden sei.

Der SPD-Politiker dankte allen, die dazu beigetragen haben – insbesondere den Ärztinnen und Ärzten, aber auch denjenigen, die sich haben impfen lassen. “Sie haben damit sich selbst und der Gesellschaft einen großen Dienst erwiesen.”

Tschentscher äußert Verständnis für Impfgegner-Demos

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat Verständnis für Corona-Impfgegner geäußert, die seit Wochen zu Tausenden durch die Stadt ziehen. “Wenn wir in einer Stadt mit quick zwei Millionen Menschen über solche Fragen diskutieren, können wir nicht erwarten, dass 100 Prozent der Menschen überzeugt sind”, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Wichtig sei, dass der Protest friedlich erfolge. “Was wir in Hamburg zuletzt gesehen haben, battle ein geordneter Demonstrationszug. So soll es in einer Demokratie sein.”

Hamburg sei “vor allem eine Hochburg der Geimpften”, sagte Tschentscher. “Über 90 Prozent der Erwachsenen in Hamburg haben bereits mindestens eine Impfung erhalten. Was es bei uns vielleicht stärker gibt, sind die Diskussionen über Einschränkungen für Ungeimpfte, weil wir die ersten waren, die das 2G-Konzept eingeführt haben.”

Hamburgs Bürgermeister: Tschentscher äußert Verständnis für Impfgegner-Demos. (Quelle: imago images/Political-Moments)Hamburgs Bürgermeister: Tschentscher äußert Verständnis für Impfgegner-Demos. (Quelle: Political-Moments/imago photographs)

Er sei aber froh, “dass die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg mit unseren Maßnahmen sehr einverstanden ist”, sagte der Bürgermeister. Einen Einfluss von Rechtsextremisten auf die Proteste sehe er nicht. “Ich denke nicht, dass es sich bei den Demonstranten um von Extremisten instrumentalisierte Personen handelt. Sie gehen für eine Haltung auf die Straße, die ich nicht teile, aber die in einer Demokratie und freien Gesellschaft zu erwarten ist.”

Ein Jahr Impfen: Wie oft sind schwere Nebenwirkungen aufgetreten?

Kurz nach Weihnachten 2020 wurden in Deutschland die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Seither sorgten immer wieder Berichte über Nebenwirkungen für Irritationen. Was wissen wir heute darüber? Lesen Sie hier die Antworten.

Knapp 147 Millionen verabreichte Impfdosen gegen Covid-19

Ein Jahr nach Beginn der Impfkampagne gegen das Coronavirus sind in Deutschland insgesamt knapp 147 Millionen Dosen verabreicht worden. Dies ging am Sonntag aus dem Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Auch über die Weihnachtsfeiertage holten sich tausende Menschen den schützenden Piks ab. Am Freitag wurden rund 67.000 Spritzen gesetzt, darunter 51.000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurden 35.000 Impfungen verabreicht, darunter 30.000 Booster. Das Ziel der Regierung, ausgehend vom 18. November 30 Millionen Impfungen bis Jahresende zu erreichen, stand kurz vor dem Erreichen.

Offizieller Begin der Impfkampagne battle der 27. Dezember 2020, vereinzelt wurde in den Bundesländern aber schon früher damit begonnen. Bundesweit für Schlagzeilen sorgte mit einem vorzeitigen Impfstart am zweiten Weihnachtsfeiertag unter anderem Halberstadt. Dort battle am 26. Dezember 2020 öffentlichkeitswirksam als erste die Pflegeheimbewohnerin Edith Kwoizalla geimpft worden. Der “Bild am Sonntag” sagte die inzwischen 102-Jährige: “Ich habe die Entscheidung nie bereuen müssen, habe alles intestine vertragen.” Geboostert ist sie dem Bericht zufolge allerdings noch nicht: “Als es bei mir eigentlich so weit battle, ging es mir nicht so blendend, da habe ich es verschoben.”

Der Auftakt der Impfkampagne battle schleppend verlaufen. Grund battle eine Impfstoffknappheit. Im Laufe des Frühjahrs stand vermehrt Vakzin zur Verfügung, das Impftempo zog merklich an. Ende des Sommers und im Herbst ließ das Interesse wieder merklich nach. Viele Menschen waren da bereits zweifach geimpft, etliche lehnten eine Impfung weiter ab. Mit dem Auftürmen der vierten Corona-Welle, damit einhergehenden schärferen Regeln und den empfohlenen Booster-Impfungen zog die Kampagne zum Jahresende wieder stark an.

Rund 221.000 Neuinfektionen und mindestens 101 weitere Tote in USA

In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 220.943 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Foundation offizieller Daten. Mindestens 101 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 52,37 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, mindestens 819.350 Menschen starben. Die USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf. Die Omikron-Mutante hat in dem Land die Delta-Mutante als häufigste Virusvariante bereits verdrängt.

Bundesregierung verschiebt Impfziel

Eigentlich sollen bis 7. Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal geimpft sein. Doch dieses Ziel ist nicht realistisch. Nun hat die Bundesregierung einen neuen Termin genannt. Lesen Sie hier mehr.

Impfaktion in einem alten Airbus-Flugzeug (Archivbild): In Deutschland sind weniger als 80 Prozent mindestens einmal geimpft. (Quelle: imago images/Future Image)Impfaktion in einem alten Airbus-Flugzeug (Archivbild): In Deutschland sind weniger als 80 Prozent mindestens einmal geimpft. (Quelle: Future Picture/imago photographs)

Omikron überschreitet Delta-Höchstwert in den USA 

Die Omikron-Variante ist in den USA weiter auf dem Vormarsch: Die Zahl der im Schnitt der vergangenen Woche gemeldeten Neuinfektionen professional Tag überschreitet mittlerweile den Höchstwert der heftigen Delta-Welle im Sommer. Lag dieser Wert Anfang September um die 160.000, wurden zuletzt im Durchschnitt intestine 175.000 Neuinfektionen professional Tag gemeldet. In den USA ist die Omikron-Variante dominant. Vielerorts werden mit Blick auf die täglich gemeldeten Neuinfektionen Rekorde gebrochen. 

Die Zahl der Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist aber noch deutlich niedriger als im Sommer. Die State of affairs könnte sich jedoch noch verschlechtern – Millionen Menschen in den USA sind nicht geimpft.

Mehr als 6.000 Flüge an Weihnachten ausgefallen

Über Weihnachten sind weltweit mehr als 6.000 Flüge ausgefallen oder abgesagt worden. Wie Daten der Web site Flightaware.com vom Samstagabend zeigten, wurden am Samstag weltweit quick 2.800 Flüge gestrichen, davon knapp 1.000 mit Ziel oder Begin in den USA. Zudem gab es mehr als 8.000 Verspätungen. Am Freitag gab es bereits 2.400 Annullierungen und 11.000 Verspätungen. Für Sonntag sind bislang rund 1.100 Flugabsagen verzeichnet.

Die vielen Flugausfälle in einer der Hauptreisezeiten des Jahres sind nach Angaben der Fluggesellschaften darauf zurückzuführen, dass viele Piloten, Flugbegleiter und andere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sind oder unter Quarantäne stehen.

Die meisten Annullierungen entfielen auf chinesische Fluggesellschaften: China Jap strich am Freitag und Samstag 1.000 Flüge, was mehr als einem Fünftel des Flugplans entsprach. Air China legte ebenfalls rund 20 Prozent seiner geplanten Abflüge in diesem Zeitraum auf Eis.

Erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als 100.000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert verzeichnet. Nach offiziellen Angaben vom Samstagabend wurden 104.611 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet – so viele wie noch nie seit Pandemiebeginn. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit zuletzt bei knapp 647 Neuinfektionen professional 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Deutschland stuft Frankreich aktuell als Hochrisikogebiet ein.

Frankreichs Regierung will angesichts der drastisch steigenden Zahlen die Zugangsregeln etwa für die Gastronomie und Kulturbetriebe ändern. Zurzeit gilt dort sowie an zahlreichen weiteren Orten 3G. Künftig soll ein negativer Take a look at alleine nicht mehr ausreichen. Ein entsprechendes Gesetz will die Regierung in einer Sondersitzung am Montag auf den Weg bringen, es soll Mitte Januar verabschiedet werden.

Ein anderes Land vermeldete diesen Rekord ebenfalls in dieser Woche: Großbritannien hatte die Schwelle von 100.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden am Mittwoch überschritten. Hauptgrund für die regelrechte Explosion der Infektionszahlen im Königreich ist die Omikron-Variante des Coronavirus.

Söder: “Impfpflicht wird die Spaltung der Gesellschaft überwinden”

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verspricht sich von einer Impfpflicht eine optimistic Wirkung auf die Gesellschaft. “Eine Impfpflicht wird die Spaltung der Gesellschaft eher überwinden als vertiefen – davon bin ich überzeugt”, sagte der CSU-Chef der “Welt am Sonntag”. Einerseits würden “Vorurteile überwunden”. Andererseits würden viele Menschen “feststellen, dass es nicht so schlimm ist, sich impfen zu lassen – sondern im Gegenteil sogar schützt und Freiheit gibt”.

Besorgt äußerte sich Söder über den derzeitigen Zustand der Gesellschaft. “Das Land ist in vielerlei Hinsicht gespalten”, sagte er. “In der ersten Welle gab es kein politisches Hickhack, sondern ein Bewusstsein aller Parteien für das Gemeinwohl – es gab auch eine einheitlichere mediale Beurteilung, die die Bevölkerung zum Mitmachen animierte.”

Heute gebe es eine excessive politische Instrumentalisierung des Themas, sagte Söder in dem Interview. “Das haben wir alle in der Dimension so nicht gesehen”, räumte der bayerische Ministerpräsident ein. Er selbst habe “die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, überschätzt und den Glauben an Verschwörungstheorien unterschätzt”.

Verstoß gegen Impfpflicht: Minister schlägt Nachteile in der Krankenversicherung vor

Bisher sind bei einem Verstoß gegen die geplante Impfpflicht Bußgelder im Gespräch. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek möchte aber noch einen Schritt weiter gehen. Mehr dazu lesen Sie hier. 

1.176 weitere Tote und quick 300.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 297.099 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Foundation offizieller Daten. Mindestens 1.176 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 52,15 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, mindestens 819.249 Menschen starben. Die USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, weisen weltweit die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf. Die Omikron-Mutante hat in dem Land die Delta-Mutante als häufigste Virusvariante bereits verdrängt.

China verzeichnet Höchststand bei Infektionen seit vier Monaten

China hat am Samstag 140 neue Corona-Fälle verzeichnet – so viele wie seit vier Monaten nicht mehr. Von den 140 Neuinfektionen wurden nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 87 im Inland übertragen. Die meisten neuen Fälle wurden in der Stadt Xi’an in der nordwestlichen Provinz Shaanxi registriert, wo für die 13 Millionen Einwohner seit Donnerstag ein strenger Lockdown gilt.

In Xi’an meldete das Gesundheitsamt am Samstag 75 lokal übertragene Fälle – die höchste Zahl seit einem Jahr. Aufnahmen des staatlichen Fernsehsenders CCTV zeigten lange Warteschlangen vor Testzentren in Xi’an. Der Infektionsherd in der ehemaligen Kaiserstadt hat sich laut staatlichen Medienberichten bisher auf fünf andere Städte ausgebreitet, darunter auch die Hauptstadt Peking.

Obwohl die Zahl der Infektionsfälle in China im Vergleich zu anderen Ländern immer noch verschwindend gering ist, gehen die Behörden rigoros gegen neue Ausbrüche vor. Üblich sind regionale Lockdowns, Massentests und Reisebeschränkungen. Die Behörden wollen das Virus unbedingt eindämmen, bevor im Februar die Olympischen Winterspiele in Peking beginnen.

Keine Weihnachtsruhe: 67.000 Impfdosen an Heiligabend verabreicht

Kein Verschnaufen, auch nicht am Heiligen Abend: Am 24. Dezember haben sich erneut in Deutschland zahlreiche Menschen den schützenden Piks gegen das Coronavirus abgeholt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden am Freitag rund 67 000 Impfungen verabreicht, davon waren 51 000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes (Stand: Samstag, 10.31 Uhr). Der bisherige Impf-Rekord battle am 15. Dezember mit insgesamt 1,6 Millionen Dosen erzielt worden.

Mindestens 58,9 Millionen Menschen sind demnach bisher zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 29,9 Millionen Menschen haben zusätzlich einen “Booster” erhalten.

Wegen Omikron: Geflügelwirtschaft warnt vor Tierschutzproblemen in Ställen

Die Geflügelwirtschaft hat die Bundesregierung vor möglichen Tierschutzproblemen als Auswirkung der befürchteten Omikron-Welle gewarnt. In einem Schreiben des Zentralverbandes der Geflügelwirtschaft (ZDG) an das Bundeslandwirtschaftsministerium weist der Verband auf mehrere Probleme hin, die durch die Ausbreitung der besonders ansteckenden Corona-Variante entstehen könnten, wie die “Neue Osnabrücker Zeitung” am Freitag berichtete.

Bei einem coronabedingten Ausfall von Schlachthof-Mitarbeitern könnte nicht nur das Fleisch im Supermarkt knapp werden. Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke warnte in dem Schreiben auch vor “erheblichen Tierschutzproblemen”, sollte es zu einem “Rückstau” von schlachtreifen Tieren in den Ställen kommen. Eine vergleichbare State of affairs hatte es bei vorangegangenen Corona-Wellen im Bereich der Schweinehaltung gegeben.

Ripke ruft in dem Schreiben die Bundesregierung dazu auf, Vorkehrungen zu treffen, damit solche Entwicklungen verhindert werden können. Er regte unter anderem an, die Quarantäne-Zeit für Mitarbeiter der sogenannten kritischen Infrastruktur zu verkürzen – die Fleischwirtschaft ist Teil davon. Eine Freitestung könnte im Zuge der ohnehin üblichen Checks in den Betrieben erfolgen, heißt es dem Bericht zufolge in dem Schreiben. “Im Bedarfsfall” sei auch ein “Einsatz von symptomlosen infizierten Mitarbeitern” zu ermöglichen, zitierte die “NOZ”.

Städtebund: Bundestag soll pandemische Lage feststellen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert die Politik in Bund und Ländern auf, die Pandemiebekämpfung langfristiger zu planen. “Die Akzeptanz in der Bevölkerung würde steigen, wenn nicht immer nur von einer Bund-Länder-Konferenz zur nächsten entschieden würde”, sagt der Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Alle wüssten, dass die Omikron-Welle komme, daher seien langfristige Planungen unverzichtbar. Er fordert den Bundestag auf, erneut die epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen. 

Bundesamt: Haben noch Reserven bei Infrastruktur

Eine fünfte Corona-Welle wird nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nicht zu einem Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen in Deutschland führen. “Eine fünfte Welle könnte zwar zu Einschränkungen führen, aber nicht zu einem Zusammenbruch”, sagte ein Sprecher des Amtes dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Es gibt keinen Grund, das anzunehmen. Es gibt Reserven. Wir sind mit unserem Latein nicht am Ende.”

Ohnehin werde es wohl noch bis Jahresbeginn dauern, bis sich Omikron in Deutschland voll auswirke, sagte der Sprecher. Er lobte zugleich die Vorbereitung auf die bisherigen Wellen. “Wir haben vier Wellen, die schon wuchtig waren, ohne Einschränkungen gemeistert – mit Ausnahme der Intensivstationen.”

Chile kündigt vierte Impfung an

Die chilenische Regierung will im Februar mit Viertimpfungen gegen das Coronavirus starten. Vorrang hätten zunächst gesundheitlich besonders gefährdete Menschen, Senioren sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, sagte Präsident Sebastián Piñera am Donnerstag (Ortszeit). Die erforderlichen Impfstoffdosen seien bereits bestellt worden.

In Chile sind bereits mehr als 86 Prozent der Menschen zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Seit diesem Monat werden in dem Land auch Kinder ab drei Jahren gegen Covid-19 geimpft. Vor Chile hatten auch Israel und Brasilien Impfkampagnen für eine Viertimpfung angekündigt.

USA: Biden will Einreisebeschränkungen wegen Omikron aufheben

Die von der US-Regierung wegen Omikron verhängten Einreisebeschränkungen gegen Länder im südlichen Afrika sollen Medien zufolge aufgehoben werden. Einerseits gebe es mittlerweile mehr Erkenntnisse zu Omikron, andererseits sei die neue Variante des Coronavirus nun auch in den USA dominant, zitierte der Sender CNN einen Beamten des Weißen Hauses.

Die Beschränkungen sollen zum 31. Dezember fallen. Der Schritt kommt wenig überraschend. US-Präsident Joe Biden hatte vor einigen Tagen bereits gesagt, dass er sich zu dem Thema beraten wolle. Die Beschränkungen seien ursprünglich eingeführt worden, um Zeit zu gewinnen, bevor sich Omikron in den USA ausbreite. Das sei aber längst geschehen, so Biden.

Omikron wurde Ende November erstmals im südlichen Afrika nachgewiesen. Um die Ausbreitung zu verlangsamen, verhängte die US-Regierung daraufhin strikte Beschränkungen für Einreisen aus mehreren Ländern des südlichen Afrikas, darunter Südafrika und Simbabwe. Ausnahmen gab es nur für US-Staatsbürger und wenige andere Gruppen, zum Beispiel für Diplomaten. Die betroffenen afrikanischen Staaten kritisierten die Beschränkungen teils heftig. Der Wert solcher länderspezifischen Reisebeschränkungen sei zu Beginn eines Ausbruchs am größten, sagte der hohe Beamte des Weißen Hauses.

Einer von zehn Menschen in London infiziert

In London hat sich wohl einer von zehn Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die jüngste tägliche Schätzung des nationalen Statistikamtes ONS zeigt, dass am Sonntag rund 9,5 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Londons mit dem Virus infiziert waren.

Schätzungen für England ergeben, dass sich die Ausbreitung des Virus beschleunigt hat. Danach battle in den sieben Tagen von 13. bis 19. Dezember einer von 35 Menschen infiziert. In den sieben Tagen bis 16. Dezember battle es noch einer von 45 Menschen. In Großbritannien verbreitet sich die hochansteckende Omikron-Mutante rasch. Viele Branchen wie die Verkehrsbetriebe kämpfen mit Personalmangel, Krankenhäuser sind enorm belastet. Am Donnerstag wurden in Großbritannien quick 120.000 Neuinfektionen registriert – so viele wie nie zuvor.

Laumann: Krankenhäuser müssen ihre Lager auffüllen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Kliniken des Landes angewiesen, ihre Lager aufzufüllen. “Ich will nicht wieder erleben, dass Masken oder Schutzkittel fehlen”, sage Laumann der Essener “WAZ” (Freitag). Laumann befürchtet bei einer explosionsartigen Ausbreitung der Omikron-Variante, dass wie in England die Transportlogistik massiv beeinträchtigt wird, weil viele Lkw-Fahrer betroffen sind.

Wenn 15 oder 20 Prozent der Menschen krank seien, “würde das ein Land schwer belasten. Wir werden in den Krankenhäusern mehr Menschen sehen, die neben ihrer eigentlichen Erkrankung auch das Virus haben”, sagte Laumann. Diese Patienten müssten isoliert werden, das Pflegepersonal müsste jedes Mal Schutzkleidung anziehen – das sei ein Riesenaufwand im Ablauf eines Krankenhauses.

Frankreich empfiehlt Booster nach drei Monaten

Auch Frankreich empfiehlt eine Auffrischung der Corona-Impfung nun bereits nach drei Monaten. Durch die Verkürzung des Abstands bei Erwachsenen solle der Schutz vor symptomatischen Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus verbessert werden, erklärte die Gesundheitsbehörde HAS am Freitag in einer neuen Empfehlung. Die Behörde empfiehlt nun auch, die Booster-Impfungen auf Teenager mit Vorerkrankungen auszuweiten.

In Frankreich können sich seit Ende November alle Erwachsenen ab 18 Jahren boostern lassen. Bisher sollte der Abstand zur Zweitimpfung mindestens fünf Monate betragen.

Schwesig: “Es liegen schwere Wochen vor uns”

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Menschen im Land zu besonderer Vorsicht über die Feiertage aufgerufen und auf weiterhin schwierige Zeiten eingestimmt. “Darauf müssen wir uns alle einstellen. Es liegen noch einmal schwere Wochen vor uns”, sagte Schwesig am Donnerstagabend in ihrer Weihnachtsansprache im NDR-Fernsehen. Es sei wichtig, Kontakte einzuschränken, damit sich das Virus nicht so schnell ausbreiten könne.

Schwesig erneuerte ihren Appell, die Impfangebote zu nutzen, auch zwischen den Feiertagen. “Lassen Sie sich impfen oder frischen Sie Ihre Impfung auf. Es gibt noch freie Termine”, sagte sie. Eine vollständige Impfung samt Auffrischung biete den besten Schutz davor, schwer zu erkranken, auch bei der neuen Omikron-Variante.

In Mecklenburg-Vorpommern gelten ab heute verschärfte Kontaktbeschränkungen für Genesene und Geimpfte und damit deutlich früher als in den meisten anderen Bundesländern. Für personal Zusammenkünfte sind somit von Heiligabend an nur noch maximal zehn Personen erlaubt.

Hohe Infektinszahlen in den USA

In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 230.456 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Foundation offizieller Daten. Mindestens 3.288 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 51,85 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, mindestens 818.073 Menschen starben. Die USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf. Die Omikron-Mutante hat in dem Land die Delta-Mutante als häufigste Virusvariante bereits verdrängt.

Katastrophenschutz gibt Entwarnung für kritische Infrastruktur

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn rechnet angesichts der erwarteten Infektions-Welle durch die deutlich ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus nicht mit einer Gefährdung kritischer Infrastrukturen wie Strom-, Wasser oder Lebensmittelversorgung. “Wir haben vier Wellen, die schon wuchtig waren, ohne Einschränkungen gemeistert – mit Ausnahme der Intensivstationen”, sagte ein Sprecher den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Das liege daran, “dass die Verantwortlichen auf so etwas vorbereitet sind, weil entsprechende Pläne existieren”. Die Unternehmen waren demnach vorbereitet. Der BBK-Sprecher fügte hinzu: “Eine fünfte Welle könnte zwar zu Einschränkungen führen, aber nicht zu einem Zusammenbruch.” Es gebe “keinen Grund, das anzunehmen”. Es gebe Reserven. “Wir sind mit unserem Latein nicht am Ende.” Ohnehin werde es wohl noch bis Jahresbeginn dauern, bis sich die Omikron-Variante in Deutschland voll auswirke, betonte der Sprecher.

Zwei Drittel für Kontaktbeschränkungen

Zwei Drittel der Deutschen bewerten die geplanten Kontaktbeschränkungen, die nach Weihnachten auch für Geimpfte und Genesene gelten, als positiv. Knapp die Hälfte der Befragten sehen sie sogar als sehr positiv an, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die “Augsburger Allgemeine” ergibt. Dagegen kritisieren 27 Prozent der Befragten die Corona-Beschlüsse, die Übrigen sind unentschieden. Besonders groß (80 Prozent) ist die Zustimmung bei den über 65-jährigen. Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass auch für Geimpfte spätestens ab 28. Dezember nur noch Treffen mit bis zu zehn Personen erlaubt sind. Ist eine ungeimpfte Individual darunter, darf sich ein Haushalt nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Modellrechnung zu Omikron: Im Frühjahr könnten bis zu 8.000 Menschen zugleich mit Covid-19 auf Intensiv liegen

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen professional Tag könnte durch die Ausbreitung der Omikron-Variante im März einen Höchststand von 160.000 bis 240.000 erreichen – im schlechtesten Fall. Das berichtet der “Spiegel”. Dann müssten theoretisch 8.000 Menschen intensiv betreut werden, etwa doppelt so viele wie heute. Das ist das Ergebnis von Modellrechnungen eines Groups um die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, die auch dem Corona-Expertenrat der Bundesregierung als Grundlage dienten.

Im besten, aber leider unwahrscheinlichen Fall – wenn Omikron sich als relativ gentle entpuppt, würden die Krankenhäuser gerade so klarkommen. Die Realität wird wahrscheinlich irgendwo zwischen dem besten und dem schlechtesten Szenario liegen und hängt auch davon ab, welche politischen Maßnahmen getroffen werden, um die Ausbreitung zu drosseln.

In ihren Berechnungen haben die Fachleute berücksichtigt, dass sich die Bevölkerung bei steigenden Infektions- und Krankheitszahlen üblicherweise von sich aus vorsichtiger verhält. “Auch das optimistische Szenario ist kein Weiter-so”, sagte Priesemann dem “Spiegel”, “sondern geht davon aus, dass die Menschen sich abhängig von der Krankenhausbelastung deutlich vorsichtiger verhalten und dass weiter viel geimpft und geboostert wird.”

Kretschmer fordert mehr Handlungsspielraum für die Länder

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert mehr Handlungsspielraum für die Bundesländer. “Wir brauchen die Möglichkeit zu handeln für alle Bundesländer und zu jedem Zeitpunkt. Uns fehlt die Zeit, erst warten zu müssen, bis der Bundestag wieder neu zusammentritt und das Infektionsschutzgesetz ändert”, sagt er der Düsseldorfer Zeitung “Rheinischen Submit”.

Der CDU-Politiker bezog sich dabei auch auf drohende Personalausfälle: “Wir reden von Szenarien, in denen 30 bis 50 Prozent der Beschäftigten auch in der kritischen Infrastruktur krank werden könnten oder in Quarantäne müssten.” Wenn so etwas passiere, müsse man in gleicher Weise vorbereitet sein.

Australien reduziert Intervalle zwischen Impfungen

In Australien werden ab Jahresbeginn die Intervalle zwischen der Covid-Zweitimpfung und dem Booster verkürzt. Gesundheitsminister Greg Hunt sagte am Freitag, dass die Bürger ihre Booster-Impfung gegen das Coronavirus ab 4. Januar schon vier Monate nach der Zweitimpfung erhalten dürften. Und ab Ende Januar soll dieser Intervall auf drei Monate gesenkt werden, wie die Immunisierungs-Beraterkommission mitteilte. Aktuell kann der Booster erst nach fünf Monaten verabreicht werden.

Mit diesen Änderungen erhöht sich die Zahl der Australier, die eine Booster-Impfung beanspruchen können, von aktuell 3,2 Millionen auf 7,5 Millionen zu Jahresbeginn. Mit der erneuten Intervall-Verkürzung stiege diese Zahl nach Hunts Angaben Ende Januar auf 16 Millionen.

Boris Johnson ruft in Weihnachtsansprache zum Testen und Boostern auf

Der britische Premierminister Boris Johnson hat seine Landsleute in seiner Weihnachtsansprache aufgerufen, sich vor Familientreffen auf das Coronavirus zu testen und sich impfen zu lassen. “Obwohl die Zeit, um Geschenke zu kaufen, theoretisch ausläuft, gibt es noch immer eine wundervolle Sache, die ihr eurer Familie und dem ganzen Land schenken könnt – und das ist, sich impfen zu lassen”, sagte Johnson einem Redetext zufolge in seiner Ansprache an die Nation am Heiligabend.

Johnson rief dazu auf, sich insbesondere vor Treffen mit gefährdeten Angehörigen auf das Virus zu testen. Er glaube jedoch, dass dieses Weihnachten “signifikant besser” sein werde als das letzte, sagte der konservative Politiker. 2020 hatte die Regierung wegen der aufkommenden Alpha-Variante kurz vor dem Fest alle Feierlichkeiten verboten. “Wenn ihr dieses Jahr einen größeren Truthahn braucht und mehr Rosenkohl pellen und waschen müsst, dann ist das alles intestine, denn diese Rituale bedeuten so viel”, sagte Johnson. Die Impfung, die Johnson als “unsichtbares Geschenk von unschätzbarem Wert” bezeichnete, mache es möglich, dass in diesem Jahr wieder mehr Feierlichkeiten möglich seien.

RKI-Chef: Andere Dimension bei Ausbrüchen mit Omikron

Corona-Ausbrüche mit der neuen Omikron-Variante bewegen sich laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts auf einem anderen Stage als bisher. “Die Ausbrüche bei Omikron sind beeindruckend. Sehr viele Menschen, die sich mit einem Infizierten in einem Raum befinden, können sich anstecken. Sehr viele werden auch krank”, sagte Lothar Wieler im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Das ist eine andere Dimension, als wir sie von Delta kennen.” Delta ist die seit Monaten vorherrschende Coronavirus-Variante in Deutschland. Hier lesen sie mehr zum aktuellen Lagebericht des RKI.

Gesundheitsämter stellen Kontaktverfolgungen wegen Personalmangel ein

Ein großer Teil der Gesundheitsämter in Deutschland kann die Kontaktverfolgung bei Corona-Infizierten wegen Personalmangels nicht mehr gewährleisten. “Eine flächendeckende Nachverfolgung findet im Second quick gar nicht mehr statt”, sagte die Bundesvorsitzende der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Hier lesen Sie mehr.

Mittelstand fordert Rückzahlungsmoratorium für Corona-Soforthilfen

Der deutsche Mittelstand kritisiert Bundesländer, die mitten in der vierten Corona-Welle von insgesamt 30.000 Kleingewerbetreibenden und Selbstständigen die Corona-Soforthilfen zurückfordern. “Das ist eine geschmack- und gefühllose Weihnachtsbotschaft an Unternehmerinnen und Unternehmer, die in diesen Tagen um ihr wirtschaftliches Überleben und die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeitenden kämpfen”, sagt Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge.

Der Mittelstand unterstütze ausdrücklich die Forderung von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) an die Länder nach einem Rückzahlungsmoratorium. Der jetzige Kanzler habe als Finanzminister noch versichert, dass nichts zurückgezahlt werden müsse, so Jerger.

Tausende Impfzertifikate in Schweizer Kanton gefälscht

Im Schweizer Kanton St. Gallen sind mehr als 8.000 gefälschte Covid-Impfzertifikate ausgestellt worden. Gegen eine Gruppe von Mitarbeitern in privaten Corona-Testzentren wird wegen Urkundenfälschung ermittelt, wie der an den Bodensee grenzende Kanton am Donnerstag mitteilte. Durch ihre Tätigkeit hatten die Verdächtigen Zugang zum nationalen System für die Ausstellung von Corona-Zertifikaten.

Den mutmaßlichen Tätern drohen bis zu fünf Jahre Haft oder Geldstrafen. Auch die Personen, die hohe Beträge für die falschen Impfnachweise bezahlten, müssen laut der Kantonsverwaltung mit Verurteilungen zu Freiheits- oder Geldstrafen rechnen. Die illegalen Zertifikate wurden annulliert.

Mit einer Impfquote von rund 61 Prozent der Bevölkerung gehört St. Gallen zu den Schlusslichtern unter den Schweizer Kantonen. Insgesamt liegt die Impfquote im Alpenland bei quick 67 Prozent.

RKI: Omikron-Variante in allen Bundesländern

Die Omikron-Variante ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen. Auch wenn der überwiegende Anteil der Infektionen nach wie vor von der Delta-Variante des Coronavirus verursacht wird, ist die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle in den letzten Wochen deutlich angestiegen, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagabend in seinem Wochenbericht. Bis zum 21. Dezember seien 441 über eine Genomsequenzierung bestätigte Omikron-Infektionen übermittelt worden. Bei 1.438 Fällen bestehe nach einem spezifischen PCR-Checks der Verdacht darauf. In Deutschland wird jedoch nur ein kleiner Teil der positiven Proben auf Omikron hin getestet. Hier lesen Sie mehr.

Quick 120.000 Neuinfektionen in Großbritannien – neuer Höchststand

Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante hat in Großbritannien die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einen neuen Höchststand ansteigen lassen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 119.789 neue Fälle gemeldet, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Das sind nochmals deutlich mehr als am Vortag, als erstmals die Schwelle von 100.000 Fällen binnen eines Tages überschritten wurde.

In England und Schottland ist die hochansteckende Omikron-Variante bereits dominant. Insgesamt sind im Vereinigten Königreich aktuell knapp 91.000 Omikron-Fälle bestätigt, allerdings geht man von einer hohen Dunkelziffer aus.

Auch im Gesundheitssystem macht sich Omikron bereits deutlich bemerkbar: Die Krankheitstage von medizinischen Beschäftigten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg im Wochenvergleich zuletzt um 38 Prozent an, wie der “Guardian” unter Berufung auf Zahlen des Gesundheitsdienstes berichtete. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich dieser Pattern weiter verstärkt.

Frankreich meldet Rekord bei Neuinfektionen – “Zahlen sind nicht intestine”

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich ist noch höher als von Gesundheitsminister Olivier Veran zunächst angekündigt. Die Behörden verzeichneten 91.608 neue Fälle und damit die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie.

Eine Statue mit Maske vor dem Eiffelturm: Laut dem französischen Gesundheitsminister wird es auch hier bald Änderungen an den Corona-Vorschriften geben.  (Quelle: imago images/Andia)Eine Statue mit Maske vor dem Eiffelturm: Laut dem französischen Gesundheitsminister wird es auch hier bald Änderungen an den Corona-Vorschriften geben. (Quelle: Andia/imago photographs)

Veran sprach kurz zuvor vor Reportern von etwa 88.000 bestätigten Fällen, was ebenfalls ein Rekord gewesen wäre. Dabei sagte er auch: “Die heutigen Zahlen sind nicht intestine.” Vermutlich werde es bald Änderungen an den Corona-Vorschriften geben.

Bundesregierung will neue Medikamente aus den USA beschaffen 

Die Bundesregierung bemüht sich um die rasche Beschaffung des Corona-Medikaments Paxlovid, das in den USA am Mittwoch bereits im Schnellverfahren zur Behandlung von Erkrankten zugelassen wurde. Das Bundesgesundheitsministerium steht nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag mit Herstellern “in Verhandlung, um Kontingente für Deutschland zu sichern und zeitnah für die Versorgung zur Verfügung zu stellen”.

Dies gelte neben dem Präparat Paxlovid des US-Konzerns Pfizer auch für das Mittel Lagevrio, das vom US-Unternehmen MSD hergestellt wird. Beides sind antivirale Mittel, die das Virus dabei hindern, sich zu reproduzieren. Die Präparate sind in der EU noch nicht zugelassen.

Bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) seien aber bereits “Bewertungsverfahren mit dem Ziel der Zulassung begonnen worden”, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium der Nachrichtenagentur AFP. Die Mittel sollten in Deutschland nach der Zulassung vor allem für Risikopatienten eingesetzt werden – etwa Patienten über 60 Jahre und Menschen mit Leiden wie Adipositas und Diabetes. Paxlovid senkt laut Pfizer die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. 

RKI meldet ersten Omikron-Todesfall in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat den ersten Todesfall nach einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet. Aus der täglichen Übersicht des RKI zu Omikron-Fällen geht hervor, dass der oder die Verstorbene mindestens 60 Jahre alt battle. 

Weitere Einzelheiten gingen aus der Übersicht, die den Datenstand bis einschließlich Mittwoch wiedergibt, nicht hervor. Die Zahl der bekannten Omikron-Fälle lag demnach bei 3.198, was ein Plus von 25 Prozent oder 810 gegenüber dem Vortag bedeutete. Von diesen wurden laut Übersicht 48 in Krankenhäusern behandelt. Der erste Omikron-Fall in Deutschland wurde vor knapp einem Monat am 26. November bei einem Südafrika-Rückreisenden in Hessen nachgewiesen.

Wie das RKI in Berlin weiter mitteilte, basiert der Tagesbericht auf den an die Behörde übermittelten Meldefällen. Dabei handelt es sich um Omikron-Infektionen, die durch Genomsequenzierung sicher bestätigt wurden, oder Verdachtsfälle, bei denen eine optimistic Laboranalyse mit einem variantenspezifischen PCR-Take a look at vorlag.

Zweite Corona-Pille erhält Notfallzulassung in den USA

In den USA ist nach dem Corona-Medikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer auch der Wirkstoff Molnupiravir des Konkurrenten MSD zugelassen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Donnerstag eine Notfallzulassung für das antivirale Medikament in Pillenform für Risikopatienten ab 18 Jahren. Das in Europa unter dem Namen Lagevrio bekannte Medikament ist zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen mit leichten bis mittelschweren Symptomen gedacht und soll einen schweren Krankheitsverlauf verhindern.

Gericht: 2G im Berliner Einzelhandel ist verhältnismäßig 

Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ist in Berlin mit ihrem Eilantrag gegen die 2G-Regeln vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Die Regelungen, mit denen auf die weiterhin hohen Infektionszahlen vorrangig ungeimpfter Personen und das zunehmende Aufkommen der hochansteckenden Virusvariante Omikron reagiert werde, seien verhältnismäßig, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Sie dienten mit dem Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus einem legitimen Ziel. Diese Zugangsregeln bleiben nach der Eilentscheidung vorerst bestehen.

Laut der Berliner Corona-Verordnung dürfen unter anderem Kaufhäuser derzeit nur unter der 2G-Bedingung öffnen. Das heißt, Besucher müssen entweder geimpft oder genesen sein, das Ganze muss von den Läden kontrolliert werden. Laut Gericht sah die Kette die Regelungen im Kern als “unverhältnismäßigen Eingriff in die Berufsfreiheit”. Ferner habe sie eine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes gerügt.

In Hamburg battle ein entsprechender Eilantrag ebenfalls gescheitert. In Niedersachsen hob ein Gericht dagegen nach einer Klage der Kaufhauskette Woolworth 2G im Einzelhandel vorläufig auf. Die Anträge beziehen sich auf die jeweiligen Landesverordnungen.

Thüringen hat Inzidenz von 726,7

Thüringen bleibt das Bundesland mit der höchsten Corona-Infektionsrate. Allerdings sinkt die Sieben-Tages-Inzidenz auch im Freistaat weiter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) betrug sie am Donnerstag 726,7. Am Vortag hatte sie noch bei 750,2 gelegen. Der Wert gibt die Charge der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche an. Bundesweit sank die Inzidenz auf 280,3.

Die höchste Inzidenz aller Regionen in Deutschland meldete am Donnerstag der Ilm-Kreis mit 1.242,4. Auch der Landkreis Hildburghausen (1.043,8) bewegte sich noch jenseits der 1.000er Schwelle. Acht der bundesweit zehn Regionen mit dem stärksten Infektionsgeschehen lagen in Thüringen.

Binnen eines Tages registrierte das RKI im Freistaat 2.811 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus. Zudem wurden 40 weitere Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt 5.697 Menschen in Thüringen an oder mit dem Virus gestorben.

Gericht billigt Ausgangsbeschränkung in Katalonien

Der Oberste Gerichtshof Kataloniens hat die von der Regionalregierung in Barcelona angesichts steigender Corona-Zahlen angeordneten strengen Beschränkungen des öffentlichen Lebens gebilligt. Das teilte der Gerichtshof am Donnerstag mit. Damit gilt ab Freitag eine Ausgehbeschränkung von 01.00 Uhr bis 06.00 Uhr in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern und einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 250. Das ist quick überall der Fall. Von den zunächst auf zwei Wochen angelegten Maßnahmen seien damit 6,3 Millionen Bewohner oder 82 Prozent der Bevölkerung der Area im Nordosten Spaniens betroffen, schrieb die Zeitung “La Vanguardia”.

Golf equipment, Bars und Discos müssen schließen. In den Innenräumen von Gaststätten dürfen nur noch 50 Prozent der eigentlich zulässigen Plätze vergeben werden. In quick allen anderen öffentlichen Einrichtungen und Geschäften dürfen nur noch 70 Prozent der Kapazität genutzt werden. Die Teilnehmerzahl bei Zusammenkünften im öffentlichen wie im privaten Rahmen wird auf zehn beschränkt.

Hendrik Streeck: “Das battle ein fatales Sign”

Irgendwann wird sich jeder mit dem Coronavirus infizieren, meint der Virologe Hendrik Streeck. Es sei unklar, wie sich das Virus entwickelt. Kritik übt er an der vorherigen Regierung. Lesen Sie hier mehr dazu.

Erneut mehr als eine Million Impfungen verabreicht

Trotz Vorweihnachtsstress haben sich noch einmal mehr als eine Million Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus verabreichen lassen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die Zahl für den Mittwoch bei 1.041.000, davon waren 847.000 Impfungen sogenannte Booster zum Auffrischen des Impfschutzes (Stand: Donnerstag/9.01 Uhr). Der bisherige Rekord wurde am 15. Dezember mit 1,6 Millionen Dosen erzielt.

Bei den Impfquoten für bereits Geboosterte liegt das Saarland mit 41,4 Prozent im Ländervergleich vorn vor Nordrhein-Westfalen mit 38,0 Prozent. Das Schlusslicht ist Sachsen, wo erst 27,9 Prozent der Bürger eine Auffrischungsimpfung bekommen haben. Bundesweit liegt die Quote bei 35,0 Prozent. Die Quote der Bürger, die den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze erhalten haben, liegt inzwischen insgesamt bei 70,7 Prozent und bei den Erwachsenen bei 81,4 Prozent. Noch gar nicht geimpft sind 26,3 Prozent.

13-Millionen-Stadt in China geht in strengen Lockdown

China ist für seine strikten Corona-Maßnahmen und weitreichende Lockdowns bekannt. In einer Metropole müssen sich nun 13 Millionen Einwohner isolieren, nachdem Dutzende Infektionen nachgewiesen wurden. Lesen Sie hier mehr.

Woidke warnt vor Corona-Welle: “Lage ist besorgniserregend”

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor möglichen dramatischen Folgen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. “Die Lage ist besorgniserregend”, sagte er am Donnerstag in einer Sondersitzung des Landtages zu den Corona-Beschränkungen in Potsdam. “In der vierten Corona-Welle baut sich leider schon eine fünfte Welle auf.”

Wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch die Omikron-Variante könne die Infrastruktur gefährdet werden, warnte der Regierungschef. Dazu gehörten neben dem Gesundheitswesen etwa Polizei und Feuerwehr sowie die Energieversorgung. Daher werde im Innenministerium ein Krisenstab eingerichtet, um schnell reagieren zu können. Woidke versicherte, dass die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung auch über die Feiertage und den Jahreswechsel bereitstünden, um im Notfall weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu ergreifen.

Ramelow wünscht sich “für uns seelische Erholung”

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hofft, dass die Thüringer an den Weihnachtsfeiertagen nach einem erneut belastenden Corona-Jahr Ruhe finden. “Ich wünsche mir für die Menschen seelische Erholung, ein wenig Balsam für die Seele und Frieden nach dem Stress der vergangenen Monate”, sagte Ramelow in Erfurt.

Er hoffe, dass möglichst alle Regionen in Thüringen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke von 1.500 bleiben beziehungsweise in den kommenden Tagen möglichst auch unter 1.000 rutschen. Bei den hohen Werten gelten nach den Thüringer Corona-Regeln besondere regionale Einschränkungen.

Er selbst werde Weihnachten in Thüringen im kleinsten Familienkreis begehen. “Es gibt weder eine große Feier noch ein Fest”, sagte Ramelow. Wie jedes Jahr habe er vor Weihnachten seine Schwiegereltern in Italien besucht. “Wir hatten uns ein Jahr lang nicht gesehen.”

Bodo Ramelow: Der Ministerpräsident von Thüringen wünscht sich Besinnlichkeit. (Quelle: imago images/Bernd Elmenthaler)Bodo Ramelow: Der Ministerpräsident von Thüringen wünscht sich Besinnlichkeit. (Quelle: Bernd Elmenthaler/imago photographs)

Mehr als 2.200 Corona-Tote innerhalb von vier Wochen

Innerhalb von vier Wochen hat die Corona-Pandemie in Bayern 2.235 Todesopfer gefordert. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 71 neue Corona-Tote in Bayern, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 19 291. Deutschlandweit waren es innerhalb eines Monats knapp 10.000 Tote.

In den Zahlen spiegelt sich der rasante Anstieg der Infektionszahlen im Herbst. Seit einigen Wochen gehen sowohl die Corona-Neuinfektionen als auch die Neuaufnahmen schwer kranker Covid-Patienten auf den Intensivstationen zurück, wo sich die Mehrheit der Todesfälle ereignet.

Wüst hält Impfpflicht für “unerlässlich”

Deutschland wird nach den Worten des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) in der Corona-Pandemie um eine Impfpflicht nicht herumkommen. Eine “Dauerschleife” von Lockerungen und Lockdowns müsse vermieden werden, sagte Wüst am Mittwochabend in einem vorab aufgezeichneten Interview der ARD-“Tagesthemen”. “Da müssen wir raus. Deswegen ist die Impfpflicht unerlässlich.”

Wüst, der derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, sprach von einer sehr erfolgreichen Impfkampagne. Mit Blick auf die Quote der Geimpften fügte er jedoch hinzu: “Wir kämpfen natürlich nicht um 75, 80 Prozent. Wir brauchen 90, 95 Prozent und am besten mehr.”

Ziel sei, nun auch Menschen zu überzeugen, die sich bislang nicht angesprochen fühlten. “Ich glaube schon, dass wir mit guten Argumenten auch in diesen Wochen immer noch Menschen erreichen.” Das Downside seien aber die letzten zehn Prozent. Für die werde man an einer Impfpflicht nicht vorbeikommen, “und wir brauchen sie zügig”. Die Bundesregierung müsse jetzt Tempo machen, forderte der CDU-Politiker.

Stark-Watzinger: Müssen uns auf Schulschließungen vorbereiten

Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ruft dazu auf, sich zum Schutz vor einer möglichen Infektionswelle durch die Omikron-Variante auf neue Schulschließungen vorzubereiten. In dieser State of affairs müsse man “Vorkehrungen auch für den Bildungsbereich treffen, falls Omikron schlimm wird”, sagt die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

“Vorbereiten müssen wir uns auf die Gestaltung von Wechselunterricht, wenn er wieder erforderlich wird. Wir müssen die digitale Ausstattung der Schulen rasch verbessern und dafür sorgen, dass die Gelder des Digitalpakts schneller abfließen. Und wir müssen uns auch darauf vorbereiten, dass Schulschließungen notwendig werden könnten – nicht flächendeckend, aber regional.”

Gesundheitsminister: Impfen allein wird vor Omikron nicht schützen

Die Gesundheitsminister der Länder haben die Bundesregierung gebeten, in der Corona-Pandemie ausreichend Impfstoff für die Booster-Kampagne zu beschaffen. “Auch, wenn noch viele Fragen zu Omikron offen sind, sind sich die Expertinnen und Experten einig, das Booster-Impfungen zum Schutz gegen die Virusvariante besonders wichtig sind”, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach einer Videoschalte der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Mittwochabend.

Die Minister begrüßten die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vom Dienstag, Auffrischungsimpfungen bereits nach drei Monaten anzubieten. “Wir bitten den Bund, zeitnah Impfstoff zu beschaffen”, sagte der GMK-Vorsitzende weiter. “Unsere Impfkapazitäten in den Impfzentren und in den Praxen sind bereit, und die Impfzahlen zeigen: Viele Menschen wollen sich impfen lassen. Jetzt kommt es auf die Lieferungen an.”

Aber klar sei auch: “Impfen allein wird uns vor Omikron nicht schützen.” Die Gesundheitsministerkonferenz werde daher weiter darüber beraten müssen, wie man mit der Virusvariante am besten umgehe. 

Nigeria zerstört mehr als eine Million abgelaufene Impfdosen

Mehr als eine Million Impfdosen vernichtet: Aufnahmen aus Nigeria zeigen, wie ganze Ladungen des Astrazeneca-Vakzins entsorgt wurden. (Quelle: t-online)

Nigeria hat mehr als eine Million Corona-Impfstoffdosen vernichtet, weil das Verfallsdatum überschritten battle. Die vor einigen Monaten von Industrieländern gespendeten Dosen des Astrazeneca-Vakzins seien verbrannt worden, gab die für Impfungen zuständige Gesundheitsbehörde Nigerias am Mittwoch bekannt. In dem mit 220 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Afrikas sind bisher nur vier Millionen Menschen vollständig geimpft – weniger als drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

“Als uns diese Impfstoffe angeboten wurden, wussten wir, dass sie nur eine kurze Haltbarkeitsdauer hatten”, erklärte die Behörde. Der Druck sei jedoch groß gewesen, wegen der Impfstoffknappheit zuzugreifen. Reiche Länder horteten die Impfstoffe und böten sie dann als Spende an, “wenn sie kurz vor dem Verfall stehen”, klagte die Behörde.

Ein Mann in Nigeria wird geimpft: So soll das Vertrauen der Nigerianer in das Impfprogramm gestärkt werden.  (Quelle: imago images/Robert Oba /Xinhua)Ein Mann in Nigeria wird geimpft: So soll das Vertrauen der Nigerianer in das Impfprogramm gestärkt werden. (Quelle: Robert Oba /Xinhua/imago photographs)

Angesichts eines rasanten Anstiegs der Corona-Zahlen haben die Behörden in Nigeria die Bevölkerung zuletzt zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. In dem westafrikanischen Land wurden seit Beginn der Pandemie rund 225.000 Corona-Fälle gezählt. Dabei wurden weniger als 3.000 Todesfälle registriert. Experten führen die vergleichsweise geringen Infektionszahlen aber auf die wenigen Checks zurück.

Klingbeil: Ausschließen einer Impfpflicht battle ein Fehler

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat das Ausschließen einer Impfpflicht zu Beginn der Corona-Impfkampagne als Fehler bezeichnet. “Auch ich persönlich habe das getan”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er habe geglaubt, dass sich sehr viel mehr Menschen impfen lassen würden, als es bis heute tatsächlich der Fall sei. “Ich habe deshalb immer sehr überzeugt gesagt, es wird keine Impfpflicht kommen. Das battle ein Fehler. Aber ich finde es wichtig, dass Politik auch dazulernen darf.” Definitive Aussagen nützten niemandem etwas: “Das schafft nur Enttäuschung, wenn Luftschlösser zerplatzen.”

Klingbeil rief dazu auf, sich impfen und boostern zu lassen. Würde die Impfquote von derzeit 70 Prozent in Deutschland schlagartig auf 95 Prozent steigen, wäre die geplante Einführung einer Impfpflicht nicht nötig, sagte er. “Das sehe ich aktuell aber nicht.” Er wolle nicht noch einmal einen solchen Winter erleben, “dass die Gesellschaft einen solch harten Rückschlag erlebt wie jetzt Weihnachten 2021”.

Klingbeil sagte, er wisse, wie schwer es falle, sich im zweiten Jahr der Pandemie wieder einzuschränken. “Aber die neue Omikron-Variante wird uns jetzt alle noch mal stark fordern.”. Auch Geimpfte müssten ihre Kontakte reduzieren – “das machen viele ja jetzt schon, auch wenn die neuen Regeln erst in ein paar Tagen gelten”.

Corona-Medikament von Pfizer erhält Notfallzulassung in den USA

Das Corona-Medikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer ist in den USA zugelassen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Mittwoch eine Notfallzulassung für das antivirale Medikament in Pillenform für Risikopatienten ab zwölf Jahren. Die Behörde sprach von einem “großen Schritt im Kampf gegen diese weltweite Pandemie”.

Paxlovid wird bei Risikopatienten mit leichten bis mittelschweren Krankheitssymptomen eingesetzt und senkt laut Pfizer die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. Das Medikament verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19.

“Die heutige Zulassung führt die erste Behandlung für Covid-19 in Kind einer Pille ein, die oral eingenommen wird”, erklärte FDA-Vertreterin Patrizia Cavazzoni. “Diese Zulassung bringt zu einem mit dem Auftreten neuer Varianten entscheidenden Zeitpunkt in der Pandemie ein neues Werkzeug, um Covid-19 zu bekämpfen.” Patienten mit einem hohen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes hätten fortan besseren Zugang zu einer Behandlung mit einem antiviralen Medikament.

Erstmals über 100.000 Corona-Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen erstmals die Schwelle von 100.000 überschritten. Es seien innerhalb von 24 Stunden 106.122 Ansteckungen registriert worden, teilte die Regierung am Mittwoch in London mit. Hauptgrund für die regelrechte Explosion der Infektionszahlen im Königreich ist die Omikron-Variante des Coronavirus.

Großbritannien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Bisher wurden mehr als elf Millionen Infektionsfälle registriert, mehr als 147.500 Menschen starben an dem Virus. Inzwischen ist Omikron die dominierende Virusvariante im Land.

Trotz der zuletzt sprunghaften Zunahme der Neu-Ansteckungen wegen Omikron hat der britische Regierungschef Boris Johnson bisher keine Verschärfung der Maßnahmen für England verhängt. Er sagte am Dienstag in einer kurzen Videobotschaft, dass er zwar neue Einschränkungen nach Weihnachten nicht ausschließen könne, dass es aber derzeit “nicht genügend Beweise gebe, um strengere Maßnahmen vorher zu rechtfertigen”. Johnson kann allerdings nur über die Maßnahmen für England bestimmen. Schottland und Wales haben wegen der Omikron-Variante bereits neue Corona-Beschränkungen angekündigt.

Söder: Auch Expertenrat soll Impfpflicht empfehlen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Empfehlung des Deutschen Ethikrates für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland begrüßt. Es bedürfe aber jetzt auch noch einer Empfehlung des Expertenrates der Bundesregierung als medizinisches Gremium, sagte Söder am Mittwoch in München. Daraus solle hervorgehen, wer genau von der Impfpflicht erfasst werden solle.

Die Bundesregierung solle “so bald wie möglich” einen Vorschlag für die Impfpflicht machen, sagte Söder. Dies wäre besser, als dies über Gruppenanträge im Bundestag zu bewerkstelligen. “Die Gruppenanträge können nicht die gesamte Dimension abdecken”, sagte Söder. “Es braucht einen klaren Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums und der Ampel, wie diese Impfpflicht aussehen soll”, verlangte Söder.

“Ich finde jeden Tag quick zu spät, den es länger dauert, ich finde es besser, so schnell wie möglich”, sagte Söder mit Blick auf den anvisierten Termin im Februar 2022. Die Impfpflicht erhöhe die Impfbereitschaft insgesamt.

Scholz schließt harten Lockdown nicht aus

Angesichts der sich abzeichnenden Omikron-Welle schließt auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einen erneuten Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie nicht aus. Der Kanzler sei “grundsätzlich auf einer Linie” mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. Lauterbach hatte sich zuvor zuversichtlich hinsichtlich einer raschen Wirkung der jüngst beschlossenen Corona-Maßnahmen gezeigt. Zugleich forderte er eine Diskussion über einen “harten Lockdown”, sollte sich das Infektionsgeschehen anders entwickeln.

Scholz habe immer wieder deutlich gemacht, “dass es keine roten Linien geben kann in dieser Pandemie”, sagte Hebestreit. Dass man etwas nicht ausschließe, bedeute aber nicht, “dass es zwangsläufig kommen muss”, betonte er. Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gelte es weiterhin, die Lage “immer wieder neu” zu betrachten und zu beurteilen.

Hebestreit bekräftigte das Ziel der Bundesregierung, bis zur geplanten nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar eine Impfquote von 80 Prozent zu erreichen. Dies sei ein ehrgeiziges Vorhaben. Zuversichtlich stimme aber, dass es voraussichtlich bis Heiligabend gelingen werde, das im November ausgerufene Ziel von 30 Millionen Booster-Impfungen bis Jahresende zu erreichen.

Bund verschärft Corona-Einreiseregeln aus Virusvariantengebiet

Wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus hat die Bundesregierung die Einreiseregeln aus Virusvariantengebieten verschärft. Wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist, braucht künftig einen negativen PCR-Take a look at. Das teilte die Regierung am Mittwoch nach einem Beschluss des Kabinetts mit. Nachweis- und Testpflichten gelten mit der Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung demnächst für alle ab einem Alter von sechs Jahren.

Zuvor hatten sich die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder für die Änderungen ausgesprochen, um die Ausbreitung von Omikron so lange wie möglich zu verhindern und zu verlangsamen, damit sich noch mehr Menschen impfen lassen können. Virusvariantengebiete sind derzeit verschiedenen Länder des südlichen Afrikas sowie seit Montag auch Großbritannien.

Verschärfte Schutzvorkehrungen sollen laut Verordnung dazu beitragen, dass Infektionen frühzeitig vor der Einreise entdeckt werden. Die PCR-Testverpflichtung besteht auch für Reisende, die nur auf der Durchreise einen Stopp in Deutschland machen.

Der PCR-Take a look at darf bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein, wenn man eigenständig einreist. Kommt man mit Flugzeug, Fähre, Busunternehmen oder Bahn, darf der Take a look at nicht älter als 48 Stunden ab Beginn der Beförderung sein. Da nun auch für Kinder ab fünf Jahren die Möglichkeit zur Schutzimpfung gegen Covid-19 bestehe, werde die Altersgrenze für die Nachweispflicht von derzeit zwölf Jahren auf sechs Jahre abgesenkt.

Astrazeneca bereitet Omikron-Impfstoff vor

Auch der Hersteller Astrazeneca will mit Forschern der Universität Oxford an einem Corona-Impfstoff arbeiten, der an die neue Omikron-Variante angepasst ist. “Wir haben zusammen mit der Universität Oxford erste Schritte unternommen, um einen Omikron-Impfstoff zu produzieren, für den Fall, dass er benötigt wird”, teilte der Pharmakonzern am Mittwoch mit.

Über weitere Particulars oder einen Zeitplan gab es zunächst keine weiteren Informationen. Auch den ursprünglichen Impfstoff hatten Immunologen der Universität Oxford gemeinsam mit dem britisch-schwedischen Konzern Astrazeneca entwickelt.

Ersten Erkenntnissen zufolge ist die Schutzwirkung der Astrazeneca-Impfungen vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante nach zwei Impfdosen deutlich schwächer als bei den bisherigen Varianten. Das ist auch bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna der Fall. Deren Hersteller arbeiten ebenfalls schon an Omikron-angepassten Impfstoffen. Die mRNA-Vakzine gelten als vergleichsweise leicht an neue Varianten anpassbar. Der Impfstoff von Astrazeneca ist ein sogenannter Vektorimpfstoff.

Er wird wegen vermehrten – wenn auch noch immer sehr seltenen – Nebenwirkungen bei Jüngeren in Deutschland mittlerweile nur noch für Menschen ab 65 Jahren empfohlen.

Zwei Frauen laufen durch eine Fußgängerzone: Kontakte sollen nun wieder reduziert werden, um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern. (Quelle: imago images/Kirchner-Media)Zwei Frauen laufen durch eine Fußgängerzone: Kontakte sollen nun wieder reduziert werden, um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern. (Quelle: Kirchner-Media/imago photographs)

Söder fordert schnellen Vorschlag der Ampel zur Impfpflicht

Bayerns Ministerpräsident fordert die Bundesregierung auf, so bald wie möglich einen Vorschlag für eine Impfpflicht zu machen. In einer solch zentralen Frage, in der die Bevölkerung mitgenommen werden müsse, sei das eine Führungsaufgabe für die Bundesregierung, sagt er nach einem Treffen mit dem Leiter des Krisenstabs im Bundeskanzleramt Generalmajor Carsten Breuer. Es sei positiv, dass eine Empfehlung des Ethikrats vorliege. Nun brauche es noch eine Parallelempfehlung des Expertengremiums, wer von der Impfpflicht erfasst werden solle.

Virologe Streeck äußert sich skeptisch zur Impfpflicht

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich skeptisch zu einer allgemeinen Impfpflicht gegen Corona geäußert. “Der Ansatz, die Pandemie schneller zu beenden mit einer Impfpflicht, ist nachvollziehbar. Jedoch sollte man hier sehr genau das Für und Wider überlegen”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe viele Viren, gegen die geimpft werden sollte. “Wenn diese anderen Impfungen im Vergleich zur Impfung gegen das Coronavirus aber freiwillig bleiben, sendet das aus meiner Sicht ein falsches Sign”, sagte er.

Zudem sei noch nicht bekannt, was neue Varianten des Virus für die vorhandenen Impfstoffe bedeuteten. “Wir kennen weder die Schutzwirkung noch die Schutzdauer ganz genau”, sagte Streeck. “Ich halte unter diesen Umständen eine allgemeine Impfpflicht für ein schwieriges Instrument.”Virologe Streeck äußert sich skeptisch zur Impfpflicht. 

Virologe: Können kein “Sign der Entspannung” aussenden

Die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommen nach Ansicht des Frankfurter Virologen Martin Stürmer zu spät. “Bei der Verdopplungsrate, die Omikron an den Tag legt, ist jeder Tag wichtig”, sagte Stürmer am Mittwoch im Deutschlandfunk. Omikron sei nicht erst seit gestern eine Bedrohung. Man könne der Politik durchaus den Vorwurf machen, mit dem verspäteten Treffen “schon wieder etwas verschlafen” zu haben.

“Natürlich wollen wir alle wieder zur Normalität zurück. Wir wollen diese Feiertage genießen und mal zur Ruhe kommen. Aber ich glaube nicht, dass wir das Sign der Entspannung aussenden können”, sagte Stürmer. Er habe das Gefühl, es werde das Sign vermittelt “über Weihnachten können wir uns noch entspannen, danach ziehen wir die Bremse wieder an”. Es seien Beschlüsse, die wieder nicht vor die Welle kommen, sondern nach der Welle entsprechend reagieren werden. “Da hätte ich mir mehr gewünscht”, sagte Stürmer.

Corona-Variante Omikron erreicht den Bundestag

Die Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron hat auch den Bundestag erreicht. Lesen Sie hier mehr dazu.

Großbritannien meldet 14 Omikron-Todesfälle

Großbritannien zählt nach Regierungsangaben bislang 14 Todesfälle im Zusammenhang mit der neuen Corona-Variante Omikron. Zudem würden derzeit 129 Omikron-Patienten in Krankenhäusern behandelt, sagt Gesundheitsstaatssekretärin Gillian Keegan dem Sender Sky Information. Die Regierung werde nicht zögern, die Corona-Beschränkungen notfalls zu verschärfen, sollte die Datenlage dies nötig machen. Premierminister Boris Johnson hatte am Dienstag erklärt, vor Weihnachten keine neue Beschränkungen auf den Weg zu bringen. Die State of affairs bleibe aber weiter extrem schwierig, und die Regierung müsse womöglich nach den Feiertagen handeln. Die hoch ansteckende Omikron-Mutante ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in Großbritannien die dominierende Corona-Variante. Die Zahl der Neuinfektionen auf der Insel ist zuletzt kräftig gestiegen.

Stiko-Chef für schnelle Kontaktbeschränkungen

 Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat sich mit Blick auf die Corona-Virusvariante Omikron für umfassendere Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. Es müssten angesichts der leichten Übertragbarkeit auf jeden Fall viel, viel mehr Kontaktbeschränkungen erfolgen als derzeit üblich – und zwar “sehr schnell”, sagte Mertens der “Schwäbische Zeitung” (Mittwoch). Ob es ein vollständiger Lockdown sein müsse, sei jetzt schwer zu sagen, erklärte der Stiko-Chef.

Zum kürzlich zugelassenen Impfstoff des US-Herstellers Novavax sagte Mertens, grundsätzlich solle sich jeder – vor allem Risikopersonen – möglichst rasch impfen lassen und nicht warten. Wenn jemand die aktuell verfügbaren Impfstoffe nicht vertrage, dann sei der neue Proteinimpfstoff aber eine Possibility, sagte Mertens der Zeitung. Dabei solle man aber bedenken, dass man über den neuen Impfstoff noch nicht so viel wisse wie über die seit Längerem in breiter Anwendung befindlichen Impfstoffe.

England verkürzt Quarantäne für Infizierte

Corona-Infizierte können in England künftig bereits nach sieben statt nach zehn Tagen ihre Quarantäne verlassen. Voraussetzung dafür ist, dass Schnelltests an Tag sechs und sieben negativ ausfallen, wie die britische Regierung am Mittwoch mitteilte. Damit sollen Ausfälle im Gesundheitssystem und anderen systemrelevanten Branchen reduziert werden. Die neue Regelung solle “die Störungen im Alltag der Menschen reduzieren”, sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid. Es sei wichtig, dass alle sich regelmäßig testeten und sich bei positivem Ergebnis isolierten.

In London, wo die Omikron-Variante besonders rasant um sich greift, sind bereits in etlichen Krankenhäusern und Rettungsdiensten viele Beschäftigte gleichzeitig ausgefallen.

Weil warnt radikale Impfgegner

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil will der Radikalisierung von Impfgegnern und Kritikern der Corona-Politik einen Riegel vorschieben. Die Sicherheitsbehörden verfolgten die Entwicklung sehr aufmerksam, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. “Insbesondere rechtsextreme Kreise müssen wissen, dass sich das Land nicht scheuen wird, konsequent durchzugreifen. Jeder soll die Möglichkeit haben, seine Meinung zu äußern. Aber es gibt Grenzen, und die werden wir in Niedersachsen klar aufzeigen und Verstöße sanktionieren.”

Der Regierungschef betonte, dass mit Blick auf die vermeintliche Spaltung der Gesellschaft nicht Ursache und Wirkung verwechselt werden dürften. “Von den Ungeimpften geht für den Relaxation der Gesellschaft ein großes Gesundheitsrisiko aus. Wir müssen additionally dafür sorgen, dass die Geimpften so sicher sind wie irgend möglich”, sagte Weil. “Es liegt in der Hand der Ungeimpften, ihren Beitrag zur Verbesserung der State of affairs zu leisten.”

Oppositionspolitiker kritisieren Corona-Beschlüsse

Vertreter der Opposition im Bundestag haben die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung des Coronavirus kritisiert. Die AfD warf der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder vor, die Bürger mit willkürlichen und widersprüchlichen Schritten in Panik zu versetzen. “Ob diese Maßnahmen verhältnismäßig, tauglich und sinnvoll sind, steht wieder nicht zur Debatte”, erklärten die Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, warf Bund und Ländern vor, das Vertrauen der Bevölkerung massiv zu beschädigen. So sei es irritierend, dass die Corona-Maßnahmen erst ab dem 28. Dezember und nicht schon vor Weihnachten verschärft würden, sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er wolle es ironisch sagen: “Bis vor Kurzem battle mir nicht bekannt, dass das Virus unsere Weihnachtsfeiertage verinnerlicht hat.” Zudem sei der Appell an dreifach Geimpfte, sich weiter testen zu lassen, ein “Zurück auf Null”.

Auch der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger kritisierte die jüngsten Beschlüsse als unzureichend, um die Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante aufzuhalten. “Wir bräuchten jetzt einen scharfen Lockdown vom 27. Dezember bis zum Neujahrstag, ähnlich wie in den Niederlanden”, sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete der “Augsburger Allgemeinen” (Mittwoch). “Das ist alles nicht genug, schon im vergangenen Winter haben die geringen Kontaktbeschränkungen nicht ausgereicht, um die damalige Corona-Welle zu brechen.”

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): "Es gibt keine rote Linien". (Quelle: dpa/Moritz Frankenberg)Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): “Es gibt keine rote Linien”. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa)

Janosch Dahmen: Beschlüsse reichen nicht

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hält die verschärften Corona-Auflagen von Bund und Ländern für unzureichend und fordert vorsorgliche Lockdown-Vorbereitungen. “Die Beschlüsse sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber sie können die Omikron-Gefahr wahrscheinlich nicht bändigen”, sagt er im Deutschlandfunk. “Wir müssen meines Erachtens sofort in der Lage sein, einen weitergehenden Lockdown zu beschließen und sollten deshalb uns jederzeit bereit halten.” Die dramatische Lage in Großbritannien und den Niederlanden zeige, dass die neue Corona-Variante Omikron eine neue Gefahrenlage darstelle und jederzeit Kurskorrekturen erforderlich mache. Unter anderem müsse ein Lockdown vorbereitet werden. Das bedeute auch, dass der Bundestag jederzeit zu einer Sondersitzung bereit sein müsse auch vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen am 7. Januar, um dazu auch die epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellen.

Lauterbach schließt harten Lockdown nicht aus

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus verteidigt, zugleich aber auch härtere Schritte nicht ausgeschlossen. “Das, was wir heute beschlossen haben, das erzielt Wirkung”, versicherte Lauterbach in den ARD-“Tagesthemen”. “Aber wir schließen nichts aus. Additionally wenn tatsächlich die Fallzahlen sich so entwickeln würden, dass auch ein harter Lockdwon diskutiert werden muss, dann gibt es da keine roten Linien. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir da nicht.” Hier lesen Sie mehr.

Astrazeneca und Oxford beginnen Arbeit an Anti-Omikron-Impfstoff

Der Pharmakonzern Astrazeneca und die Oxford-Universität haben einer Zeitung zufolge die Arbeit an einem Omikron-Impfstoff begonnen. Es seien vorsichtshalber die ersten Schritte dazu unternommen worden, sagt Sandy Douglas, Forschungsgruppenleiter in Oxford, der “Monetary Occasions”. Eine Stellungnahme von Astrazeneca und der Universität liegt nicht vor.

Israel plant vierte Covid-19-Impfung für alle über 60

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sollen in Israel Personen über 60 Jahre eine vierte Impfdosis bekommen. Ministerpräsident Naftali Bennet rief die Bevölkerung dazu auf, das Impfangebot anzunehmen. Ein Expertengremium der israelischen Regierung hatte die Maßnahme zuvor empfohlen. Bislang gibt es mindestens 340 nachgewiesene Omikron-Infektionen in Israel.

Kontaktbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern schon ab 24. Dezember

In Mecklenburg-Vorpommern gelten die Kontaktbeschränkungen, die bundesweit bis spätestens 28. Dezember eingeführt werden sollen, schon ab dem 24. Dezember. Danach dürfen sich maximal zehn geimpfte Personen privat treffen. Ungeimpfte dürfen nur mit zwei weiteren Personen zusammenkommen. Hamburg hatte diese Beschränkungen bereits vor dem Bund-Länder-Treffen beschlossen. 

Manuela Schwesig: Die SPD-Ministerpräsidentin verschärft den Kurs.  (Quelle: imago images/Florian Gaertner/photothek.de)Manuela Schwesig: Die SPD-Ministerpräsidentin verschärft den Kurs. (Quelle: Florian Gaertner/photothek.de/imago photographs)

Hintergrund ist die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus. Experten gehen von einem baldigen und drastischen Wiederanstieg der Infektionszahlen aus. Etwas zeitverzögert wird dann mit vielen Krankenhauseinweisungen gerechnet. In Mecklenburg-Vorpommern sind die 100 für Covid-Patienten vorgesehenen Intensivbetten schon jetzt weitgehend ausgelastet.

Das sind die Beschlüsse des Corona-Gipfels

Angesichts der hohen Infektionszahlen und der Omikron-Variante haben Bund und Länder am Dienstag Einschränkungen in vielen Bereichen beschlossen. Die neuen Maßnahmen im Überblick.

Kretschmer fordert Lockdown schon über Weihnachten

Den Beschlussvorlagen zufolge, die vor der Corona-Schalte von Bund und Ländern kursierten, sollen verschärfte Maßnahmen eigentlich erst nach Weihnachten in Kraft treten. Beim Corona-Gipfel dringen Mitglieder nun aber wohl auf frühere harte Einschnitte.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: An der Konferenz von Bund und Ländern nahm er nur per Video teil.  (Quelle: Twitter/Michael Kretschmer)Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: An der Konferenz von Bund und Ländern nahm er nur per Video teil. (Quelle: Twitter/Michael Kretschmer)

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) drang laut “Bild” in der noch laufenden Sitzung darauf, dass es einen Lockdown bereits über Weihnachten geben soll. Geschlossen werden sollen nach Kretschmers Vorstellung demnach die Gastronomie sowie Sportstätten, Großveranstaltungen sollen abgesagt werden. 

Lauterbach und Scholz kritisieren RKI-Chef Wieler

Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) haben bei der gerade laufenden Bund-Länder-Schalte zur Corona-Lage laut Medienberichten das Robert Koch-Institut (RKI) kritisiert. Das RKI hatte kurz vor der Entscheider-Runde Alarm geschlagen und strenge Kontaktbeschränkungen ab sofort gefordert.

Karl Lauterbach: Der SPD-Politiker sitzt erstmals als Gesundheitsminister in einer Bund-Länder-Runde.  (Quelle: imago images/localpic)Karl Lauterbach: Der SPD-Politiker sitzt erstmals als Gesundheitsminister in einer Bund-Länder-Runde. (Quelle: localpic/imago photographs)

Lauterbach kritisierte den Vorstoß des RKI als “nicht abgestimmt und nicht perfect”, wie RTL- und NTV-Journalist Nikolaus Blome auf Twitter berichtet. Nach t-online-Informationen betonte der Kanzler, Grundlage der Ministerpräsidentenkonferenz sei die Stellungnahme des Expertenrats vom Sonntag, der einstimmig entschieden habe und dem auch der RKI-Chef Lothar Wieler angehöre.

Über 1.100 Omikron-Fälle in Nordrhein-Westfalen

Die Gesamtzahl der bestätigten Omikron-Fälle und engeren Verdachtsfälle auf die neue Virusvariante steigt in Nordrhein-Westfalen weiter. In der Datenbank des Landeszentrums für Gesundheit werden mit Stand Dienstag, 0.00 Uhr, insgesamt 1.122 Fälle mit einem zweifelsfreien Nachweis durch Sequenzierung und Verdachtsfälle durch spezifische PCR-Checks mit Hinweisen auf Omikron geführt, teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Am Vortag hatte im Vergleich dazu die Gesamtzahl bei 924 gelegen.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf teilte mit, dass es mit Stand Montag bislang 107 Omikron-Fälle im Stadtgebiet gebe. Davon seien 34 Fälle über eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt. Für die verbleibenden 73 Fälle liege bislang eine optimistic Typisierungs-PCR vor, eine Sequenzierung sei eingeleitet worden. Sobald ein Fall in der Varianten-Typisierung als Omikron-Fall auffalle, werde eine engmaschige Nachverfolgung der Kontaktpersonen durchgeführt. Alle Infizierten und die engen Kontaktpersonen befänden sich in Quarantäne und würden regelmäßig getestet, erklärte die Stadt das Vorgehen.

Grünen-Experte: Wiedereinführung epidemischer Notlage möglich

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hält eine Wiedereinführung der epidemischen Lage für möglich. “Es kann durchaus sein, wenn sich das mit Omikron weiter verschärft, und es ist zu befürchten, dass man dann auch die epidemische Lage wieder beschließen müsste”, sagt er in der ARD. Bund und Länder müssten notfalls über die Feiertage zusammenkommen, um weitere Maßnahmen zu beschließen, sollten die derzeitigen Schritte nicht ausreichen.

Janosch Dahmen: Der Gesundheitsexperte der Grünen schließt eine Wiedereinführung der epidemischen Notlage nicht aus. (Quelle: imago images/Political-Moments)Janosch Dahmen: Der Gesundheitsexperte der Grünen schließt eine Wiedereinführung der epidemischen Notlage nicht aus. (Quelle: Political-Moments/imago photographs)

“Der kontinuierliche Dialog von Bund und Ländern, der nahezu wöchentlich jetzt zusammentritt, ist intestine und richtig aufgrund der hohen Dynamik. Das sollte fortgeführt werden, damit man Lage-entsprechend frühzeitig reagieren kann.” Dahmen appellierte, jeder sei aufgerufen, Weihnachten nur getestet und im allerkleinsten Familienkreis zu verbringen. Er forderte zudem, dass die Maßnahmen, die bei der Bund-Länder-Spitzenrunde am Nachmittag diskutiert und beschlossen würden, zügig auf den Weg gebracht und umgesetzt werden.

Kliniken fürchten Triage bei Krebspatienten

Die deutschen Krebszentren fürchten large Engpässe bei der Versorgung von Krebspatienten. Bereits jetzt hätten zwei Drittel der Kliniken keine Kapazitäten mehr, um weitere Krebspatienten aufzunehmen.

“Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass überfüllte Intensivstationen wegen Covid-19 zu einer ungewollten Priorisierung der zu behandelnden Patientinnen und Patienten – und damit zu einer stillen Triage – führen”, sagt Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Es sei deshalb immens wichtig, entsprechende Versorgungskapazitäten in den Krankenhäusern, insbesondere den Krebszentren, für Krebspatienten sicherzustellen.

Omikron-Variante im Münchner Abwasser schon länger nachweisbar

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist schon seit zwei Wochen im Münchner Abwasser nachweisbar – und damit wohl verbreiteter als bislang gedacht. Das teilte das Münchner Uni-Klinikum am Dienstag mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Neue EU-Regel: Impfnachweise ohne Booster nur noch neun Monate gültig

Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate in der Europäischen Union künftig neun Monate nach der Grundimmunisierung gegen das Coronavirus ungültig. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Kontaktbeschränkung und Sperrstunde in Hamburg schon zu Weihnachten

Angesichts der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus zieht Hamburg bereits zu Weihnachten die Bremse. Kontakte werden auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt, nur noch maximal zehn Personen dürften privat zusammentreffen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Moderna: Entwicklung von Omikron-Booster binnen Wochen

Der US-Impfstoffhersteller Moderna sieht keine Probleme bei der Entwicklung eines Boosters gegen die Omikron-Variante. Es seien nur geringfügige Veränderungen notwendig, sagt Konzernchef Stephane Bancel der Schweizer Zeitung “TagesAnzeiger”. Derzeit warte Moderna noch auf einige wichtige Informationen zu der Mutation, mit denen in ein oder zwei Wochen zu rechnen sei.

Das Unternehmen hoffe, Anfang kommenden Jahres klinische Checks mit einem auf Omikron spezialisierten Impfstoff beginnen zu können. Bis rund 500 Millionen Dosen produziert werden könnten, dauere es wenige Monate. Die Kapazitäten bei Moderna seien jetzt viel größer als vor einem Jahr, betont Bancel. Anfang 2021 hatte es bei dem Unternehmen Lieferengpässe und –verzögerungen gegeben.

Intensivmediziner Karagiannidis fordert getrennte Erfassung der Virusvarianten

Um die Corona-Infektionen künftig besser nachvollziehen zu können, hat sich der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, für eine Trennung der Omikron-Inzidenz von der Delta-Inzidenz ausgesprochen. “Großbritannien hat gezeigt, dass die Delta-Welle sehr konstant verläuft und Omikron jetzt hinzukommt”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Wir sehen dort einen steilen Anstieg der Omikron-Fälle, aber noch keinen Abfall von Delta.”

Sequenzierung des Coronavirus im Labor: In Großbritannien steigt die Inzidenz der Omikron-Fälle rasend an. (Quelle: Reuters/Gaelen Morse)Sequenzierung des Coronavirus im Labor: In Großbritannien steigt die Inzidenz der Omikron-Fälle rasend an. (Quelle: Gaelen Morse/Reuters)

Ohne eine Trennung der Inzidenzen der beiden Corona-Varianten könne nicht erfasst werden, “wenn die Delta-Welle abfällt und sich dafür die deutlich infektiösere Omikron-Variante verbreitet”, warnte Karagiannidis. Die Gefahr sei, dass sich Omikron viel schneller verbreite und es deshalb plötzlich sehr hohe Omikron-spezifische Inzidenzen gebe. “Derzeit sind wir Großbritannien geschätzt zwei Wochen hinterher”, betonte der Experte.

Bund und Länder bereiten derzeit Notfallpläne für den Fall vor, dass massenhafte Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante weite Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland lahmlegen. Particulars sollen am Dienstag bei Spitzenberatungen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossen werden.

Brasilien lässt nur noch Geimpfte und Genesene ins Land

Brasilien lässt ab sofort nur noch gegen das Coronavirus geimpfte und von einer Infektion genesene Menschen ins Land. Darüber hinaus ist ein negativer Take a look at vorzulegen, wie aus einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Erlass der Regierung hervorgeht. Demnach muss der Impfnachweis etwa vor dem Einsteigen bei der zuständigen Fluggesellschaft vorgezeigt werden. Damit folgt die Regierung, die eine solche Einreisebedingung zunächst abgelehnt hatte, einer Entscheidung des Obersten Gerichts in Brasília. Die Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa hatte die Maßnahme ebenfalls empfohlen.

In Brasilien, das im Januar mit der Impfkampagne begonnen hatte, haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen der 210 Millionen Landesbewohner mit dem Coronavirus infiziert. Rund 618 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – mehr Tote gibt es nur in den USA. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne sank die Zahl der Toten stark, inzwischen sind mehr als 66 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Brasilien ist das größte Land in Lateinamerika und hat die 24-fache Fläche Deutschlands.

Bouffier: Es wird Weihnachtsgottesdienste geben

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) geht davon aus, dass die Weihnachtsgottesdienste auch angesichts der teils angespannten Corona-Lage stattfinden können. “Natürlich mit Maske und mit Abstand, aber ich halte das für möglich”, sagte er in einem dpa-Interview in Wiesbaden. “Wir haben ja die State of affairs, dass die Kirchen eine sehr ausgeklügelte Hygienestruktur aufgebaut haben.”

Hessen habe in der Corona-Pandemie stets die Linie gehabt, “was in einer Kirche stattfindet, regelt die Kirche selbst”, sagte Bouffier, “auch aus Respekt vor dem Staatskirchenrecht.” Das Land gebe lediglich Empfehlungen. Nach seinen Erfahrungen regelten die Gemeinden jeweils vor Ort, wie ein Gottesdienst in der Pandemie gefeiert werden könne.

Es gebe beispielsweise Gottesdienste, die zusätzlich nach draußen übertragen werden. Auch die Frage “Darf gesungen werden?”, beschäftige die Gemeinden sehr, einige hätten es so geregelt, dass nur der Chor singt.

Buschmann: Bußgeld bei Verstoß gegen Impfpflicht denkbar

Justizminister Marco Buschmann will Verstöße gegen eine mögliche allgemeine Impfpflicht mit einkommensgestaffelten Bußgeldern ahnden. “Niemand soll gegen seinen Willen mittels physischen Zwangs geimpft werden”, sagt der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Denkbar wäre es stattdessen, einen Verstoß gegen die Impfnachweispflicht als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu ahnden. Bei der Bemessung könnte die finanzielle Lage im Einzelfall Berücksichtigung finden. 

Auch warnte der Bundesjustizminister vor einem Lockdown. “Wir müssen alles tun, um einen erneuten Lockdown zu verhindern”, sagt der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Schulschließungen können nur Ultima Ratio sein.”

Zugleich räumte Buschmann “ein relevantes Risiko” ein, dass die Omikron-Variante neue Belastungen für die Krankenhäuser bringe und viele Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur gleichzeitig krank würden. In einer dynamischen Lage, so Buschmann, wäre es daher “falsch, bestimmte Maßnahmen ein für alle Mal auszuschließen”. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Anordnung von Kontaktbeschränkungen, die der Expertenrat der Bundesregierung anspreche, seien bereits geschaffen.

Omikron in USA nun vorherrschende Variante

Omikron hat sich in den USA binnen kurzer Zeit zur vorherrschenden Corona-Variante entwickelt. Schätzungen zufolge entfielen rund 73 Prozent der Corona-Fälle in der vergangenen Woche auf Omikron, wie aus Daten auf der Webseite der US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag hervorging. Dabei handelt es sich um einen sprunghaften Anstieg – noch in der Woche zuvor waren es lediglich rund 12,6 Prozent gewesen.

Omikron hat nun Delta, die zuvor vorherrschende Variante, auf den zweiten Platz verdrängt. Delta machte den CDC-Schätzungen zufolge zuletzt noch etwa ein Viertel der Fälle aus. In manchen Bundesstaaten ist Omikron gar schon für mehr als 90 Prozent der Fälle verantwortlich. Hier lesen Sie mehr. 

Weißes Haus: PCR-Take a look at bei Biden negativ

US-Präsident Joe Biden ist nach Angaben des US-Präsidialamts negativ auf Covid-19 getestet. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses, der sich am Freitag an Bord der Air Drive One etwa 30 Minuten in der Nähe des Präsidenten aufgehalten hatte, battle am Montagmorgen positiv getestet worden, teilt die Regierung in Washington mit.

Berichte: Erster US-Todesfall im Zusammenhang mit Omikron

Der US-Bundesstaat Texas meldet einem Medienbericht zufolge den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Omikron-Variante. Das berichtet der Sender ABC unter Berufung auf Gesundheitsbeamte von Harris County. Es wird angenommen, dass es das erste bestätigte Todesopfer der Virusvariante in den USA ist, heißt es in dem Bericht.

Australiens Regierung schließt weitere Lockdowns aus

Trotz der weltweiten Ausbreitung der Omikron-Variante schließt die australische Regierung künftige Lockdowns kategorisch aus. Die Bürger müssten dem Virus “mit gesundem Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein” entgegnen, sagte Premierminister Scott Morrison am Dienstag bei einem Besuch im Bundesstaat Queensland. “Wir werden das Leben der Menschen nicht mehr stilllegen”, versprach er. Das werde er auch den Regionalregierungen ans Herz legen, die letztendlich die Entscheidungsgewalt hätten.

Es werde auch in Zukunft neue Varianten des Coronavirus geben, sagte Morrison. Deshalb müssten Maßnahmen ergriffen werden, mit denen die 25 Millionen Bewohner des Landes im Alltag leben könnten. Für Mittwoch ist eine außerordentliche Kabinettssitzung zu den steigenden Infektionszahlen geplant.

Australien hat nach einem vergleichsweise langsamen Begin der Impfkampagne inzwischen eine extrem hohe Impfrate erreicht: Mehr als 90 Prozent der über 16-Jährigen sind bereits zweifach gegen das Virus geimpft. Seit Beginn der Pandemie wurden in Australien rund 251.000 Corona-Infektionen und mehr als 2100 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 bestätigt.

CDU-Experte plädiert für Einschränkungen über Weihnachten

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Tino Sorge hat sich für Beschränkungen des öffentlichen Lebens über Weihnachten ausgesprochen. “Liest man die Einschätzung des Expertenrates, ist es fragwürdig, warum der Minister einen Lockdown vor Weihnachten kategorisch ausschließt. Karl Lauterbach widerspricht seinen eigenen Beratern, die einstimmig auf schnelle Kontaktbeschränkungen drängen”, sagte Sorge den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die traditionell ruhigen Feiertage seien “eine ideale Part, um das öffentliche Leben für einige Zeit herunterzufahren.”

Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus könnten Einschränkungen an den Feiertagen “uns wertvolle Zeit verschaffen”, betonte Sorge. Eine Entscheidung müsse noch vor Weihnachten fallen, forderte der Politiker: “Der Expertenrat lässt keine Zweifel: Wir können uns vor Omikron nicht in die Weihnachtspause flüchten, sondern brauchen jetzt eine klare Marschroute für die ersten Januarwochen.”

Intensivmediziner für Trennung der Inzidenzen von Delta und Omikron

Um die Corona-Infektionen künftig besser nachvollziehen zu können, hat sich der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, für eine Trennung der Omikron-Inzidenz von der Delta-Inzidenz ausgesprochen. “Großbritannien hat gezeigt, dass die Delta-Welle sehr konstant verläuft und Omikron jetzt hinzukommt”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Wir sehen dort einen steilen Anstieg der Omikron-Fälle, aber noch keinen Abfall von Delta.”

Ohne eine Trennung der Inzidenzen der beiden Corona-Varianten könne nicht erfasst werden, “wenn die Delta-Welle abfällt und sich dafür die deutlich infektiösere Omikron-Variante verbreitet”, warnte Karagiannidis. Die Gefahr sei, dass sich Omikron viel schneller verbreite und es deshalb plötzlich sehr hohe Omikron-spezifische Inzidenzen gebe. “Derzeit sind wir Großbritannien geschätzt zwei Wochen hinterher”, betonte der Experte.

RKI-Chef Lothar Wieler (M.) bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Lauterbach: Sein Institut fürchtet eine "Überlastung des Gesundheitssystems". (Quelle: imago images/Emmanuele Contini)RKI-Chef Lothar Wieler (M.) bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Lauterbach: Sein Institut fürchtet eine “Überlastung des Gesundheitssystems”. (Quelle: Emmanuele Contini/imago photographs)

RKI rechnet mit “schlagartiger Erhöhung der Infektionsfälle”

Angesichts der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus hat das Robert Koch-Institut am Montag seine Risikobewertung verschärft. Insgesamt schätzt das RKI die Gefährdung für die Gesundheit der Bürger als “sehr hoch” ein. Sogar zweifach Geimpfte und Genesene sind demnach einem hohen Risiko ausgesetzt, während die Gefahr einer Erkrankung für dreifach Geimpfte als “moderat” angegeben wird. Für Ungeimpfte ist die Infektionsgefahr “sehr hoch”. Hier lesen Sie mehr.

Klingbeil: Omikron kann uns härter treffen als andere Länder

Deutschland wird nach Einschätzung von SPD-Chef Lars Klingbeil wegen der vergleichsweise niedrigen Corona-Impfquote von Omikron möglicherweise schlimmer betroffen sein als andere Länder. “Wir haben in Deutschland das Downside, dass nur 70 Prozent der Bevölkerung geimpft ist. Deswegen kann es uns härter treffen als andere Länder”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

“Die Zahl der Ungeimpften ist mit Omikron eine riesige Herausforderung”, betonte Klingbeil. Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag verteidigte er geplante Einschränkungen. “Wir werden weitere Kontakteinschränkungen brauchen, auch im privaten Bereich und auch für Geimpfte.”

Intensivmediziner: Omikron wird in wenigen Wochen dominieren

Intensivmediziner stellen sich derzeit darauf ein, dass die Omikron-Variante des Coronavirus bereits in wenigen Wochen in Deutschland dominieren wird. “Wir sind uns relativ sicher, dass Omikron etwa Mitte bis Ende Januar die dominierende Variante in Deutschland sein wird”, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der “Rheinischen Submit”. Da man aktuell noch zu wenig über diese Virusvariante wisse, müsse man Studien aus dem Ausland studieren, die Entwicklung der Inzidenzen “engmaschig beobachten” und die Lage sondieren.

Gleichzeitig warnte Marx vor einer Überlastung der Intensivstationen und des dort arbeitenden Personals. Aktuell sinke die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland zwar wieder leicht, sagte Marx auch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er gab aber auch zu bedenken: “Die Auslastung ist weiterhin sehr hoch, die Arbeitsbelastung noch höher, die psychologische Belastung der Groups geht schon teilweise sehr an das Menschenmögliche. Denn die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sinkt gerade auch, weil sehr viele Patienten versterben.” Das sei für die Groups sehr schwer zu ertragen, sagte Marx.

London sagt Silvesterparty auf Trafalgar Sq. ab

Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hat London seine berühmte Silvesterfeier abgesagt. “Das wird für viele Londoner sehr enttäuschend sein, aber wir müssen die richtigen Schritte unternehmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen”, sagte der Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Sadiq Khan, am Montag. “Das bedeutet, dass wir in der Silvesternacht keine Feier für 6.500 Menschen auf dem Trafalgar Sq. veranstalten werden.”

Die Stadtverwaltung versprach den Bürgern stattdessen eine “spektakuläre Dwell-Übertragung” im Fernsehen, die sie von zu Hause aus verfolgen könnten. Großbritannien registrierte am Montag 91.743 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. In London stieg die Hospitalisierungsrate weiter an

Dreyer fordert strengere Kontaktbeschränkungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, bei der Bund-Länder-Runde am Dienstag neue bundeseinheitliche Kontaktbeschränkungen zu beschließen. “Wir werden Kontakte stärker einschränken müssen als bislang”, sagte Dreyer t-online. “Ich hoffe, dass wir uns im Länderkreis auf eine einheitliche Regelung verständigen können.”

Malu Dreyer: Die Ministerpräsident spricht Malu Dreyer: Die Ministerpräsidentin spricht sich für strengere Corona-Maßnahmen aus.für strengere Corona-Maßnahmen aus. (Quelle: imago images/Future Image)Malu Dreyer: Die Ministerpräsidentin spricht sich für strengere Corona-Maßnahmen aus. (Quelle: Future Picture/imago photographs)

“Es ist überdeutlich, dass die neue Virusvariante Omikron nochmals sehr viel ansteckender ist als die Delta-Variante und dass sie den bestehenden zweifachen Impfschutz unterlaufen kann”, sagte Dreyer. “Wer gerade erst zum zweiten Mal geimpft oder schon geboostert wurde, hat hingegen einen guten Schutz auch gegen die neue Virusvariante.” Das bedeute, “dass wir das Impfen weiter ausbauen und Maßnahmen treffen müssen, die sicherstellen, dass unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht und dass wir die kritische Infrastruktur aufrechterhalten können.”

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht davon aus, dass er sich mit den Landesregierungen auf weitere Kontaktbeschränkungen verständigen wird. Man werde sich am Dienstag mit den privaten Kontakten auch von Geimpften befassen, “und einzelne in dieser Richtung liegende zusätzliche Entscheidungen treffen”, sagte Scholz bei seinem Antrittsbesuch in Rom. Aus einer Beschlussvorlage für den Corona-Gipfel am Dienstag, die am Montag bekannt wurde, geht hervor, dass es vom 28. Dezember an wieder strengere Kontaktbeschränkungen geben könnte. 

EU bestellt zusätzliche 200 Mio. Impfdosen von Biontech/Pfizer

Die Europäische Union hat bei Biontech und Pfizer mehr als 200 Millionen zusätzliche Dosen des Covid-19-Impfstoffs der beiden Unternehmen für 2022 bestellt. Diese Impfdosen kämen zu den bereits bestellten 450 Millionen Dosen hinzu, die im kommenden Jahr ausgeliefert werden. Insgesamt gingen damit 2022 mehr als 650 Millionen Dosen an die Staatengemeinschaft, teilten die Hersteller mit. Sollten an die Omikron-Variante angepasste Impfstoffe nötig werden, würde die Bestellung auch diese umfassen, ohne dass zusätzliche Kosten entstünden.

Moderna-Booster schützt wohl vor Omikron-Variante

Vorläufige Studiendaten weisen darauf hin, dass eine dritte Dosis des Moderna-Vakzins den Schutz gegen die Omikron-Variante deutlich steigert. Zudem arbeitet die Firma an der Anpassung des Impfstoffs. Lesen Sie hier mehr dazu.

Impfdosen des Herstellers Moderna: Laut vorläufigen Studiendaten soll eine dritte Dosis von 100 Mikrogramm den Antikörperspiegel um rund das 83-Fache erhöhen. (Quelle: Reuters/Carlos Osorio)Impfdosen des Herstellers Moderna: Laut vorläufigen Studiendaten soll eine dritte Dosis von 100 Mikrogramm den Antikörperspiegel um rund das 83-Fache erhöhen. (Quelle: Carlos Osorio/Reuters)

Müller warnt vor größeren Weihnachtsfeiern und Silvesterpartys

Berlins scheidender Regierender Bürgermeister Michael Müller hat vor größeren Feiern zu Weihnachten und vor Silvesterpartys gewarnt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind aus Sicht des SPD-Politikers weitere Einschränkungen unverzichtbar. “Wenn wir sagen, wir wollen keinen Lockdown, dann bedeutet das, man kann Weihnachten mit der Familie feiern, man kann Freunde treffen, man kann die ein oder andere kleine Veranstaltung besuchen”, sagte Müller am Montag in der Sendung “Frühstart” von RTL/ntv.

“Aber es gehen eben keine Silvesterpartys, es gehen keine Feiern in großem Kreis. Das muss jetzt auch kommuniziert werden und das wird sicherlich in den nächsten Tagen auch massiv erfolgen”, sagte Müller, der sein Amt als Regierender Bürgermeister am Dienstag an die SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey abgibt.

“Wir haben schon viel gemacht. Aber wir müssen uns offensichtlich doch noch besser vorbereiten auf das, was Omikron mit sich bringen kann”, sagte Müller. “Wir sind noch nicht in einer dramatischen Lage, aber um das zu vermeiden, muss man frühzeitig Maßnahmen ergreifen.”

Dabei gehe es auch um strengere Corona-Maßnahmen für Geimpfte: “Weil es noch zu viele Ungeimpfte gibt, müssen sich auch die Geimpften weiter einschränken”, sagte Müller. “Das ist das, was wir immer wieder deutlich machen: Es geht auch um Solidarität”, so der Politiker, der inzwischen Mitglied des Deutschen Bundestags ist. “Und die, die sich noch nicht haben impfen lassen, müssen einfach sehen, dass ihr Verhalten auch dazu führt, dass es für alle wieder Einschränkungen gibt, auch für die, die geimpft sind.”

Neuseeland: Mann stirbt nach Pfizer-Impfung an Myokarditis

In Neuseeland ist offenbar ein 26 Jahre alter Mann nach einer Erst-Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer an den Folgen einer Herzmuskelentzündung gestorben. “Auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen ist das Gremium zu der Auffassung gelangt, dass die Myokarditis bei dieser Individual wahrscheinlich auf die Impfung zurückzuführen ist”, teilte ein unabhängiges Gremium zur Überwachung der Sicherheit des Impfstoffs mit. Pfizer reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

Die Melderate einer Myokarditis bei Covid-19-Impfungen beträgt nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) bei unter 30-Jährigen für den Biontech-Impfstoff etwa fünf Fälle professional 100.000 Impfungen und für den Moderna-Impfstoff etwa elf Fälle professional 100.000.

Spritze, Impfpass und Ampulle mit Biontech-Impfstoff: In Neuseeland soll ein Mann nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Biontech an einer Herzmuskelentzündung gestorben sein. (Quelle: imago images/Laci Perenyi)Spritze, Impfpass und Ampulle mit Biontech-Impfstoff: In Neuseeland soll ein Mann nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Biontech an einer Herzmuskelentzündung gestorben sein. (Quelle: Laci Perenyi/imago photographs)

Israel verbietet Deutschland-Reisen wegen Omikron-Variante

Israel verbietet seinen Bürgern wegen der Corona-Lage in Deutschland Reisen in die Bundesrepublik. Die Maßnahme zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus soll in der Nacht zum Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, teilte die Regierung am Montag mit. Das Kabinett bestätigte damit eine entsprechende Empfehlung des Gesundheitsministeriums.

Darüber hinaus gelten damit ab Mittwoch auch Italien, die USA, Belgien, Ungarn, Marokko, Portugal, Kanada sowie die Türkei und die Schweiz als “rote Länder”. In Israel gibt es bereits ein Einreiseverbot für Ausländer. Bisher galten zudem schon mehr als 50 Länder – vor allem in Afrika – als “rot”, Israelis dürfen dorthin nur mit Sondergenehmigung reisen.

Lauterbach lässt nationales Impfregister prüfen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach lässt prüfen, ob die Einrichtung eines nationalen Corona-Impfregisters zur zentralen Erfassung von Impfdaten sinnvoll wäre. “Ich lasse das prüfen”, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der “Bild”-Sendung “Die richtigen Fragen”. Komme bei der Prüfung heraus, dass das Register ein “Riesen-Bürokratiemonster” werde, weil es sehr schwer sei, die Impfungen der Bürger rückwirkend zu erfassen, dann werde er “wahrscheinlich dagegen sein”. Stelle sich heraus, dass das Impfregister nicht viel Mühe mache, “dann werde ich dafür sein”.

Beim Schlagwort Impfregister geht es um Überlegungen, den Corona-Impfstatus der Menschen zentral zu erfassen. Dies ist vor dem Hintergrund der Frage, wie eine mögliche allgemeine Corona-Impfpflicht kontrolliert werden könnte, in die Diskussion gekommen. Für ihn habe jetzt Priorität, das Impfen zu beschleunigen, sagte Lauterbach. “Ich will eines verhindern, dass wir mit noch mehr Bürokratie und Dokumentation die Ärztinnen und Ärzte vom Impfen abhalten.”

Die mögliche Einführung eines Impfregisters ist auch innerhalb von Lauterbachs Partei umstritten. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte sich skeptisch gezeigt, Generalsekretär Kevin Kühnert lehnte eine zentrale Erfassung von Impfdaten ab. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (ebenfalls SPD) hatte dagegen ein nationales Impfregister gefordert.

Immunologe zu Omikron: “Ich sehe einen Lockdown auf uns zukommen”

Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, geht davon aus, dass zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus Booster-Impfungen allein nicht ausreichen werden. “Die ersten Berichte weisen darauf hin, dass selbst nach dem Boostern der Schutz vor einer Omikron-Infektion nur bei rund 75 Prozent liegen könnte, während er bei Delta nach der dritten Impfung bei weit über 90 Prozent liegt”, sagte Watzl der “Augsburger Allgemeinen” (Montag).

“Das würde bedeuten, dass sich viel mehr geimpfte Menschen mit Omikron anstecken könnten”, betonte er. “Wir werden die bei Omikron hochschießenden Inzidenzen sehr stark runterbringen müssen und das wird uns nicht jetzt wie in dieser vierten Welle mit Booster-Impfungen gelingen, sondern dann nur wieder mit Abstand und Kontaktbeschränkungen”, sagte Watzl. “Das heißt, ich sehe leider einen Lockdown auf uns zukommen, der uns alle betreffen wird”, sagte Watzl.

Selbst, wenn die Impfung das Erkrankungsrisiko um 80 Prozent oder 90 Prozent reduziere, bleibe immer noch ein hohes Restrisiko, dass auch ein Teil der Geimpften im Krankenhaus lande. Deshalb werde mit einer drohenden schnell anwachsenden Omikron-Welle und einem starken Anstieg der Infizierten-Zahlen zwangsläufig auch die Krankenhausbelastung hochgehen.

“Das gilt selbst dann, wenn die Omikron-Variante zu weniger schweren Verläufen führen sollte, denn wir werden einfach insgesamt viel mehr Fälle bekommen”, sagte er. Er sei allerdings skeptisch, dass Omikron wirklich harmloser sei, “darauf sollte man sich nicht verlassen”.

Omikron-Ausbreitung: Thailand prüft schärfere Einreiseregeln

Reisen nach Thailand könnten wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus bald wieder schwieriger werden: Das quarantänefreie “Take a look at&Go”-Modell, wonach vollständig geimpfte Touristen seit November bei der Einreise nur noch einen PCR-Take a look at machen und dann eine Nacht in ihrem Lodge auf das Ergebnis warten müssen, wird womöglich vorübergehend auf Eis gelegt. Dann würden eventuell wieder strengere Einreiseregeln gelten, wahrscheinlich speziell für Länder mit einer erheblichen Omikron-Ausbreitung, zitierte der Sender “Nation TV” am Montag die Gesundheitsbehörden.

Laut Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul wurden in Thailand bislang 63 Fälle der Omikron-Variante bei Einreisenden verzeichnet. 20 weitere Verdachtsfälle werden derzeit noch überprüft. Die Behörden wollen deshalb noch in dieser Woche prüfen, ob die Einreisebestimmungen wieder verschärft werden. Wie lange Touristen dann in Quarantäne müssten, ist aber noch unklar.

Das Land hatte seine Grenzen Anfang November wieder für Touristen aus Deutschland und Dutzenden anderen Ländern geöffnet. Deshalb ist die Angst vor einer Ausbreitung der neuen Variante groß. Thailand mit seinen beliebten Inseln, weißen Stränden, Tempeln und Dschungeln ist auf den wichtigen Tourismussektor angewiesen und hofft auf eine baldige Erholung der Branche.

Hohe Hürden für Einreise nach Österreich

Zur Eindämmung der Omikron-Variante hat Österreich am Montag seine Einreisebestimmungen verschärft. Seit Mitternacht gilt die Regel 2G plus. Ohne Weiteres darf nur noch ins Land, wer dreifach geimpft ist. Für doppelt Geimpfte sowie für Genesene gilt zusätzlich eine Pflicht zum PCR-Take a look at. Wer bei der Einreise kein negatives Testergebnis hat, muss sich registrieren und unverzüglich in Quarantäne. Die Quarantäne darf beendet werden, sobald ein negativer PCR-Take a look at vorliegt.

Ausgenommen von den Vorschriften sind Schwangere und Menschen, die aus Gesundheitsgründen nicht geimpft werden können. Der Grund für die Ausnahme muss durch ein Attest nachgewiesen werden. Sonderregeln gibt es außerdem für Kinder und Jugendliche. Für Pendlerinnen und Pendler bleibe es bei der gewohnten 3G-Regel. Der Transitverkehr ist von den Regelungen nicht betroffen.

In Österreich mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern ist nach einem dreiwöchigen Lockdown die Zahl der Neuinfektionen deutlich gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt inzwischen bei etwa 230 Fällen professional 100.000 Einwohner – deutlich unter dem deutschen Wert. Als letztes Bundesland öffnet am Montag auch Wien die Gastronomie und Hotellerie wieder. Die SPÖ-geführte Metropole setzt seit geraumer Zeit auf einen besonders vorsichtigen Kurs in der Corona-Welle.

In der Schweiz gilt von Montag an in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. Zu Eating places, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen im Innern haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang.

Großbritannien nun Virusvariantengebiet

Die Bundesregierung stuft Großbritannien wieder als Virusvariantengebiet ein. Die Regelung trat in der Nacht zum Montag in Kraft. Grund ist die large Ausbreitung der Corona-Virusvariante Omikron auf der Insel. Ein Virusvariantengebiet ist die höchste Corona-Risikokategorie. Die Einreise aus solchen Gebieten nach Deutschland ist nur unter starken Einschränkungen möglich.

Fluggesellschaften dürfen nun im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von Großbritannien nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Die Regel gilt auch für den Bahn- oder Schiffsverkehr.

Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch detrimental Checks verkürzt werden. Großbritannien battle schon im Mai von Deutschland als Virusvariantengebiet eingestuft worden, bereits Anfang Juli folgte jedoch die Herabstufung zum Hochinzidenzgebiet.

Krankenhäuser fürchten baldige Überlastung

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante in Europa warnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) vor einer weiteren Eskalation der State of affairs in deutschen Krankenhäusern. “Diese fünfte Welle würde uns nach den Berechnungen der Wissenschaftler treffen, noch bevor die aktuell hohe Belegung auf den Intensivstationen deutlich gesunken ist. Wir sehen in Großbritannien und Dänemark, dass durch die hohen Infektionszahlen auch deutlich mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen coronabedingt ausfallen. Noch mehr schwerkranke Patienten und zeitgleich large Personalausfälle wären eine weitere Eskalation der State of affairs, die über das Bisherige hinausgeht”, sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der Zeitung “Rheinische Submit”. Die Regelversorgung müsste dann noch stärker und auch deutschlandweit eingeschränkt werden, um zumindest die dringlichsten Notfälle auch jenseits von Corona versorgen zu können.

Lauterbach schließt Lockdown vor Weihnachten aus

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich gegen einen Lockdown vor Weihnachten in Deutschland wie in den Niederlanden ausgesprochen. “Nein, einen Lockdown wie in den Niederlanden vor Weihnachten, den werden wir hier nicht haben”, sagte der SPD-Politiker am Sonntag dem “Bericht aus Berlin” der ARD. Im “Bild”-Speak “Die richtigen Fragen” sagte Lauterbach: “Einen harten Lockdown jetzt vor Weihnachten, den würde ich ausschließen. Das ist klar.” Dem “Bild”-Bericht zufolge hält Lauterbach auch mit Blick auf die Omikron-Variante und eine fünfte, heftige Infektionswelle einen harten Lockdown für “unwahrscheinlich”. Hier lesen Sie mehr. 

Der Minister kündigte auch an, Ergebnisse des neuen Expertenrats der Bundesregierung werde es noch am Sonntag geben, es deal with sich um “sehr relevante” Empfehlungen. “Auf der Grundlage wird dann diskutiert”, sagte der Minister. Was genau der Expertenrat empfiehlt, können Sie nun hier nachlesen. 

Gesundheitsminister erwartet Novavax-Zulassung für Montag

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet die Zulassung des proteinbasierten US-Impfstoffs Novavax binnen 24 Stunden. Der Minister sagt im “Bild”-Speak “Die richtigen Fragen”: “Ich rechne morgen mit der Zulassung von Novavax.” Zuständig für die Zulassung ist die EU-Arzneimittelbehörde EMA. Lauterbach warnte vor der Annahme, dass der neue Impfstoff “ein Recreation Changer wird.” Studien zufolge seien Moderna und Biontech “eine ganze Spur sicherer”. Allerdings wartet ein Teil der Impfskeptiker auf Novavax sowie auf Totimpfstoffe, weil sie den mRNA-Impfstoffen nicht vertrauen. In der Folge könnte die Impfquote in Deutschland steigen.

Omikron: Wüst will “gemeinsamen Fahrplan” vor Weihnachten

Wegen der sich rasant ausbreitenden Virusvariante Omikron in Europa müssen nach Auffassung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) Bund und Länder noch vor Weihnachten einen gemeinsamen Fahrplan vereinbaren. “Wir brauchen eine gemeinsame Strategie gegen Omikron”, sagte Wüst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Hendrik Wüst: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident fordert eine Verständigung von Bund und Ländern noch vor Weihnachten. (Quelle: imago images/Political-Moments)Hendrik Wüst: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident fordert eine Verständigung von Bund und Ländern noch vor Weihnachten. (Quelle: Political-Moments/imago photographs)

“Wir nehmen die Corona-Entwicklungen bei unseren europäischen Nachbarn aufmerksam wahr und die aktuellen Hinweise aus der Wissenschaft ausgesprochen ernst”, sagte der CDU-Politiker weiter. In den Niederlanden als Nachbarland zu Nordrhein-Westfalen gilt seit Sonntag ein harter Lockdown. Seit 5.00 Uhr blieben quick alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure geschlossen. Ausgenommen sind etwa Supermärkte und Apotheken.

Die Politik müsse den Bürgern ehrlich sagen, dass Einschränkungen im Alltag auch im neuen Jahr zwingend notwendig sein werden, sagte der NRW-Regierungschef. “Ich bin sicher, viele Menschen rechnen auch damit. Sie erwarten von uns zu Recht eindeutige Ansagen und so viel Planungssicherheit, wie sie in einer Pandemie möglich ist”, so Wüst

Israels Gesundheitsministerium will Reisen nach Deutschland verbieten

Israels Gesundheitsministerium hat sich am Sonntag für ein Reiseverbot in weitere Länder ausgesprochen, darunter auch Deutschland und die USA. Die Maßnahme zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus solle nach einer Billigung durch die Regierung am Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, hieß es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Tel Aviv: Die israelische Regierung will Reisen nach Deutschland verbieten. (Quelle: imago images/Xinhua)Tel Aviv: Die israelische Regierung will Reisen nach Deutschland verbieten. (Quelle: Xinhua/imago photographs)

Weitere als “rot” eingestufte Länder seien Italien, Belgien, Ungarn, Marokko, Portugal, Kanada sowie die Türkei und die Schweiz. In Israel gilt bereits ein Einreiseverbot für Ausländer. Mehr als 50 Länder – vor allem in Afrika – galten außerdem schon als “rot”, Israelis dürfen dorthin nur mit Sondergenehmigung reisen.

Britische Regierung: Härtere Maßnahmen vor Weihnachten nicht ausgeschlossen

Die britische Regierung schließt angesichts der rasanten Ausbreitung der stark ansteckenden Omikron-Variante stärkere Corona-Einschränkungen noch vor Weihnachten nicht aus. “Ich glaube nicht, dass es bei dieser Pandemie irgendwelche Garantien gibt”, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Sonntag in der BBC.

“Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir einfach alles im Auge behalten.” Die Regierung nehme die “ernüchternden” Ratschläge ihrer Wissenschaftler ernst und beobachte die Daten “quick stündlich”. Dies werde gegen die Folgen neuer Einschränkungen für Wirtschaft und Bildung abgewogen. “Wir bewerten die State of affairs, sie ist sehr schnelllebig”, sagte Javid.

Sajid Javid: Der britische Gesundheitsminister schließt härter Corona-Maßnahmen vor Weihnachten nicht aus. (Quelle: imago images/Tayfun Salci)Sajid Javid: Der britische Gesundheitsminister schließt härter Corona-Maßnahmen vor Weihnachten nicht aus. (Quelle: Tayfun Salci/imago photographs)

Noch immer wisse man zu wenig über Omikron. Aber wenn man warte, bis die Datenlage klarer sei, könne es zu spät sein, darauf zu reagieren, warnte der Minister. Londons Bürgermeister Sadiq Khan hatte zuvor den Notstand ausgerufen, um die Krankenhäuser der Stadt bei der Bewältigung der State of affairs zu unterstützen.

Premierminister Boris Johnson steht wegen seiner Corona-Politik auch in der eigenen Partei unter Beschuss. Mehr als 100 konservative Abgeordnete haben Anfang der Woche gegen die jüngsten Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gestimmt. Auf die Frage, ob Johnson mittlerweile zu schwach sei, um weitere Beschränkungen einzuführen, sagte Javid: “Nein, ich glaube nicht, dass das der Fall ist.” Wenn die Regierung der Meinung wäre, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden müssten, würden diese dem Parlament vorgelegt.

Informationen kommen nicht an – Kretschmann kritisiert die Ampel

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann fühlt sich im Kampf gegen das Coronavirus schlecht von der neuen Bundesregierung informiert. Er habe noch keinerlei Informationen über die Omikron-Variante vom neu eingesetzten Expertengremium der Bundesregierung erhalten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. “Die Zeit drängt, deshalb erwarte ich, dass wir zügig einen Stand bekommen. Wenn man so ein Gremium einsetzt, müssen die Infos auch ankommen”, sagte der Grünen-Politiker. Auch die Grünen im Bundestag seien nicht ins Bild gesetzt worden.

Winfried Kretschmann: Baden-Württembergs Ministerpräsident kritisiert die Ampel dafür, noch keine Informationen des Expertenrats zur Omikron-Variante erhalten zu haben. (Quelle: imago images/Thomas Imo)Winfried Kretschmann: Baden-Württembergs Ministerpräsident kritisiert die Ampel dafür, noch keine Informationen des Expertenrats zur Omikron-Variante erhalten zu haben. (Quelle: Thomas Imo/imago photographs)

Die Informationspolitik müsse besser werden, sagte Kretschmann. “Das sind Startschwierigkeiten der neuen Bundesregierung, aber die Pandemie und ihre Dynamik mit der neuen Variante erlaubt jetzt keine Einarbeitungszeit. Das muss jetzt flutschen.”

Kretschmann sagte, er sei sehr alarmiert über das, was er mit Blick auf Omikron höre. “Aber wir sind da auf die Einschätzungen der Experten angewiesen. Was heißt das für den Impfschutz? Wann rechnet die Wissenschaft damit, dass Omikron dominant ist? Das müssen wir wissen, aber das kann ich nicht selber bewerten.” Der Ministerpräsident geht davon aus, dass eine Bund-Länder-Schalte noch vor Weihnachten nötig ist. “Wenn es noch im alten Jahr zu einem Hochlauf der Omikron-Welle kommt, müssen wir uns zügig beraten.”

Italien erwägt allgemeine Impfpflicht für Beschäftigte

Die italienische Regierung erwägt neue Corona-Maßnahmen bis hin zu einer allgemeinen Impfpflicht für Beschäftigte. “Einige Maßnahmen, wie die Einführung einer Maskenpflicht auch im Freien, könnten bald ergriffen werden”, sagte Franco Locatelli, einer der wichtigsten wissenschaftlichen Berater der Regierung, der Zeitung “Corriere della Sera”. Damit solle verhindert werden, dass es über die Feiertage zu einem starken Anstieg der Neuinfektionen kommt. Zudem könnte die Impfpflicht ab Januar auf alle Arbeitnehmer ausgeweitet werden, so die Zeitung. Bislang ist die Impfung nur für Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Schulen, bei der Polizei und beim Militär vorgeschrieben.

Regierungschef Mario Draghi könnte dem Zeitungsbericht zufolge nach einem Treffen mit den Ministern am 23. Dezember die Verpflichtung einführen, dass geimpfte Personen auch einen negativen Take a look at vorweisen müssen, um Zugang zu stark besuchten Orten wie Diskotheken und Stadien zu erhalten. Adverse Checks könnten auch für den Zutritt zu Kinos und Theatern verlangt werden. Bislang haben Personen, die geimpft oder genesen sind, freien Zugang zu Sitzplätzen in Bars und Eating places, Museen, Kinos, Golf equipment und Sportveranstaltungen.

Dem Nationalen Gesundheitsinstitut (ISS) zufolge breitet sich die Omikron-Variante in Italien rasch aus. Erst vor wenigen Tagen hat die Regierung den Corona-Notstand bis zum 31. März verlängert. Zudem müssen alle Besucher aus EU-Ländern vor ihrer Abreise einen Take a look at vorlegen.

60 Prozent der Neuinfektionen in Großbritannien sind Omikron

60 Prozent der Neuinfektionen in Großbritannien sind Gesundheitsminister Sajid Javid zufolge auf die Virus-Variante Omikron zurückzuführen. Das gehe aus einer Analyse der vorliegenden Daten hervor, sagt Javid bei Sky Information. Aufgrund von Impfungen und Checks sei das Land aber in einer besseren Lage als im vergangenen Jahr zu Weihnachten. Die Regierung beobachte die Entwicklung genau und berate quick stündlich mit Experten sowie Beratern und werde tun, was nötig sei, um die Ausbreitung einzudämmen.

Leere Straßen in Amsterdam (Archiv): Bars, Restaurants und andere öffentliche Plätze müssen dicht machen.  (Quelle: imago images/Hollandse Hoogte)Leere Straßen in Amsterdam (Archiv): Bars, Eating places und andere öffentliche Plätze müssen dicht machen. (Quelle: Hollandse Hoogte/imago photographs)

Niederlande gehen über Weihnachten in den Lockdown

Die Omikron-Variante breitet sich auch in den Niederlanden rasch aus. Die Regierung um Ministerpräsident Mark Rutte hat deshalb noch einen harten Lockdown verhängt. Quick alle Geschäfte müssen schließen. Mehr dazu lesen Sie hier

Impfgeneral: 30 Millionen Impfungen zu schaffen

Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, Normal Carsten Breuer, geht davon aus, dass das Regierungsziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht wird. “Wir haben jetzt 24.418.540 Menschen geimpft und jetzt noch knapp zwei Wochen Zeit. Die 30 Millionen sind zu schaffen”, sagte Breuer der “Bild am Sonntag.

Man rechne von der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. November bis zum 31. Dezember. Die aktuelle Zahl (24.418.540) zeigt den Stand der Impfungen bis einschließlich Freitag. Um die 30 Millionen zu erreichen, will Breuer auch in der Weihnachtszeit das hohe Impftempo aufrecht erhalten. “Die Woche vor und die Woche nach Weihnachten sind von enormer Bedeutung”, so Breuer. Viele Menschen hätten frei und damit Zeit, sich ihre Spritze abzuholen. “Darum muss das Impfangebot möglichst flächendeckend aufrechterhalten werden. Die Impfzentren bleiben hochgefahren.”

Australien sieht keinen Grund für Einschränkungen

Der australische Gesundheitsminister Greg Hunt sieht keinen Grund für eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen über Weihnachten. “Hier beginnt nun der Sommer und wir haben eine der höchsten Impfquoten der Welt”, sagte Hunt am Sonntag vor Journalisten. Australien sei auch angesichts der Omikron-Variante intestine vorbereitet.

Trotz steigender Infektionsraten brauche man sich keine Sorgen zu machen, meinte auch der Ministerpräsident des Bundesstaates New South Wales, Dominic Perrottet bei einer Pressekonferenz in Sydney. Die Zahl der Covid-Patienten in den Intensivstationen bleibe weiterhin niedrig. Über 90 Prozent der Australier über 16. Jahre sind vollständig geimpft.

WHO: Omikron bereits in 89 Ländern gefunden

Die Coronavirus-Variante Omikron verbreitet sich der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge weitaus schneller als Delta. Die Infektionen mit Omikron verdoppelten sich alle 1,5 bis drei Tage, teilt die WHO mit. Bislang sei die Variante in 89 Ländern festgestellt worden.

Frankreich und Niederlande seit heute Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Frankreich und Dänemark wegen hoher Corona-Infektionszahlen nun als Hochrisikogebiete ein. Die Regelung trat in der Nacht zum Sonntag um Mitternacht in Kraft. Damit gelten künftig bis auf Luxemburg alle Nachbarländer Deutschlands als Hochrisikogebiet. Wer von dort einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss grundsätzlich für zehn Tage in Quarantäne. Mit einem negativen Take a look at kann man sich nach frühestens fünf Tagen davon befreien.

Neue Hochrisikogebiete sind auch Norwegen, der Libanon und Andorra, wie das Robert Koch-Institut bereits am Freitag bekannt gegeben hatte. Von der Risikoliste gestrichen wurden Bulgarien, Estland, Lettland, Albanien, Nordmazedonien und Moldau.

London ruft wegen Omikron-Variante Katastrophenfall aus

Die britische Hauptstadt London hat wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus am Samstag den Katastrophenfall ausgerufen. “Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend”, teilte Bürgermeister Sadiq Khan am Samstag mit. “Deshalb rufen wir erneut den Katastrophenfall aus.” Khan verwies darauf, dass die Zahl der Covid-Patienten in Londons Krankenhäusern wieder massiv steigt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Stiko-Mitglied: Allgemeine Impfpflicht lohnt sich nicht

Impfen ja – Impfpflicht nein: Das Stiko-Mitglied Christian Bogdan vom Universitätsklinikum Erlangen sieht den Aufwand einer Impfpflicht in keinem Verhältnis zum Nutzen. “Persönlich halte ich von einer gesetzlichen Impfpflicht nicht viel, da diese einen Rattenschwanz an Administration, Impfbefreiungszeugnissen und Klagen nach sich zieht und die gesellschaftliche Entzweiung fördert”, sagte der Experte der Ständigen Impfkommission (Stiko) den “Nürnberger Nachrichten” und der “Nürnberger Zeitung” (Samstag).

“Das Ziel, möglichst viele Menschen zu impfen, erreicht man über andere Wege viel einfacher. Allein die Einführung der 2G-Regel hat ja schon dazu geführt, dass sich sehr viele Unentschlossene impfen haben lassen”, sagte Bogdan. “Die drei oder vier Prozent, die generell jede Impfung ablehnen, sind der Mühe nicht wert, eine Impfpflicht einzuführen.”

Zugleich verteidigte Bogdan die Arbeit der Stiko. “Wenn es zu Verzögerungen gekommen ist, dann aufgrund von Impfstoffmangel oder aufgrund von politischen Entscheidungen, die in der Bevölkerung den Eindruck hinterließen, die Pandemie sei vorbei.” So habe die Politik das Zurückfahren der Impfzentren angekündigt und damit eine Impflethargie in der Bevölkerung ausgelöst. Nur fünf Wochen später seien dann Booster-Impfungen gefordert worden.

Omikron-Fälle in Großbritannien steigen sprunghaft an

In Großbritannien steigt die Zahl der registrierten Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante sprunghaft. Bis Freitagabend wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden 24.968 Omikron-Fälle bestätigt. Das seien über 10.000 Fälle mehr als 24 Stunden zuvor.

Niederlande droht neuer Lockdown vor Weihnachten

Die Niederlande stehen möglicherweise vor einem neuen harten Corona-Lockdown noch vor Weihnachten. Ministerpräsident Mark Rutte will an diesem Samstagabend (19 Uhr) neue Verschärfungen ankündigen, teilte die Regierung in Den Haag mit. Das Beratergremium der Regierung hatte wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Virus zu einem strengen Lockdown geraten. Eine Entscheidung darüber soll nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts am Nachmittag fallen.

Die Experten hatten empfohlen, dass quick alle Geschäfte mit Ausnahme der Supermärkte und Apotheken schließen. Auch Gaststätten, Sport, Kultur, Kinos und Schulen würden geschlossen. Zurzeit gilt ein Abendlockdown – das heißt, dass alles mit Ausnahme von Supermärkten um 17 Uhr schließen muss.

Der Niederländischen Ministerpräsident Mark Rutte: Verhängt seine Regierung noch vor Weihnachten einen neuen Lockdown in den Niederlanden? (Quelle: imago images/Robin van Lonkhuijsen)Der Niederländischen Ministerpräsident Mark Rutte: Verhängt seine Regierung noch vor Weihnachten einen neuen Lockdown in den Niederlanden? (Quelle: Robin van Lonkhuijsen/imago photographs)

Aus Zahlen aus Amsterdam wird deutlich, dass sich die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante alle zwei bis drei Tage verdoppelt. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, erwarten die Experten. Vor allem die Krankenhäuser stehen aber noch unter einem so hohen Druck, dass sie nach Befürchtung der Experten einen weiteren Zustrom von Patienten nicht auffangen könnten.

Omikron-Variante: Gesundheitsminister für schärfere Einreiseregeln

Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante fordern die Gesundheitsminister der Länder schärfere Regeln zur Einreise nach Deutschland. Einreisende aus Virusvariantengebieten sollen demnach einen negativen PCR-Take a look at vorlegen müssen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) begrüßte den Vorstoß. Mehr dazu lesen Sie hier

Pflegeunternehmen stellt Dutzende Mitarbeiter frei

Im Dezember führte die Benevit-Gruppe die Impfpflicht in ihren Pflegeheimen ein. Nun hat Geschäftsführer Kaspar Pfister Dutzende Mitarbeiter suspendiert – weil sie die Spritze verweigerten. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ministerpräsident Weil: Omikron wird Ungeimpfte hart treffen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich besorgt gezeigt über die drohende Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Der SPD-Politiker rief erneut dazu auf, sich impfen zu lassen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. “Der beste Schutz vor der nächsten Welle ist eine hohe Impfquote. Omikron wird vor allem die Ungeimpften hart treffen”, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur.

Voller Weihnachtsmarkt in Berlin: Die Angst vor der fünften Welle wächst. (Quelle: imago images/Müller-Stauffenberg)Voller Weihnachtsmarkt in Berlin: Die Angst vor der fünften Welle wächst. (Quelle: Müller-Stauffenberg/imago photographs)

“Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir im Januar eine harte Infektionswelle haben werden. Das Downside ist, dass sich diese fünfte Welle auf die vierte Welle obendrauf setzt”, erklärte Weil. “Allein durch die schiere Zahl der zu befürchtenden Ansteckungen ist eine steigende Belastung des Gesundheitssystems quick unvermeidlich. Deswegen sind die Maßnahmen, die wir jetzt treffen, auch vorbeugender Brandschutz vor Omikron.”

Niedersachsens Landesregierung hat für die Zeit von Heiligabend bis zum 2. Januar eine sogenannte Weihnachtsruhe angekündigt. Landesweit gilt dann die Warnstufe 3 mit erneut verschärften Corona-Regeln. Unter anderem werden Tanzveranstaltungen untersagt, Testvorgaben verschärft und die Zahl der zulässigen Kontakte reduziert. Die bereits geltende 2G-Regel im Einzelhandel hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg dagegen gekippt. Für die Geschäfte sollen daher kommende Woche neue Regeln verkündet werden.

1,1 Millionen Corona-Impfungen am Freitag – 921.000 Auffrischungen

Am Freitag sind erneut mehr als eine Million Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen auf dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden am Freitag etwa 1,1 Millionen Dosen gespritzt, der Großteil – rund 921.000 davon – waren Auffrischungsimpfungen. In den vergangenen sieben Tagen wurden damit den Angaben zufolge im Schnitt täglich 1,0 Millionen Impfdosen verabreicht.

Insgesamt haben nach der Statistik nun 70,2 Prozent aller Menschen in Deutschland den vollständigem Grundschutz gegen das Virus. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge mindestens 58,4 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nunmehr mindestens 25,2 Millionen Menschen oder 30,3 Prozent der Bevölkerung bekommen.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 85,9 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. In dem Bundesland sind mittlerweile 82,0 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht: Die Quote bei den Erstimpfungen liegt hier bei 62,4 Prozent, vollständig geimpft sind laut RKI 59,5 Prozent.

Habeck will jetzt schon Impfstoffversorgung für kommenden Winter sichern

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat nach Beratungen mit der Industrie angekündigt, die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiter vorantreiben zu wollen. “Staatliche Abnahmegarantien können auf längere Sicht helfen, die Impfstoffproduktion auf Niveau zu verstetigen”, sagte Habeck der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Es gehe nun darum, “die nächste Impfstoffgeneration rechtzeitig für den nächsten Winter einzulagern”.

Kurzfristig helfe das aber nicht, sagte der Vizekanzler. “Das Downside ist: Es wurde nicht genug Impfstoff angefordert in einer Part, als es gegangen wäre”, betonte Habeck. Schuldzuweisungen wollte Habeck aber nicht aussprechen: “Wir sind jetzt die Regierung. Es ist additionally unsere Krise.”

Habecks Wirtschaftsministerium arbeitet in der Job Drive Impfstoffproduktion mit dem Gesundheits- und Finanzressort sowie dem Kanzleramt daran, die Herstellung von Impfstoffen anzukurbeln. Für den Einkauf ist hingegen allein das Gesundheitsministerium zuständig.

Kliniken zu Omikron-Prognosen: “Lage, die über all das hinausgeht, was wir bisher erlebt haben”

Die Sorgen vor Omikron sind groß. Der Bundesgesundheitsminister findet deutliche Worte. Die Kliniken mahnen ein frühzeitiges Gegensteuern an – und warnen vor einer nie dagewesenen State of affairs. Lesen Sie hier mehr dazu.

Jeder Dritte will Treffen mit Ungeimpften über Feiertage vermeiden

Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland geht Ungeimpften über die Feiertage lieber aus dem Weg. Das geht aus einer On-line-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Die Fragestellung lautete: “Über die Feiertage kommen viele Menschen mit Freunden und Verwandten zusammen. Spielt es dabei für Sie eine Rolle, ob die anderen gegen das Coronavirus geimpft sind?” Darauf gaben 35 Prozent der mehr als 2.000 Befragten an, Treffen mit Ungeimpften vermeiden zu wollen. Ein knappes Viertel wollte bei solchen Zusammenkünften weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: 15 Prozent sagten, sie wollten besonders auf Abstands- und Hygieneregeln achten, weitere 9 Prozent wollten um einen Corona-Schnelltest bitten.

Für 9 Prozent der Befragten spielt die mangelnde Impfung zwar eine Rolle, sie wollen diese aber in Kauf nehmen. Für immerhin 29 Prozent battle die fehlende Immunisierung hingegen unerheblich.

Reisewelle auf der Autobahn nach Österreich: Für die Einreise ins Nachbarland gilt 2G.  (Quelle: imago images/Rolf Poss)Reisewelle auf der Autobahn nach Österreich: Für die Einreise ins Nachbarland gilt 2G. (Quelle: Rolf Poss/imago photographs)

Einreise nach Österreich nur noch mit hohen Hürden

Zu Weihnachten ins Nachbarland? Das wird unter Umständen schwierig. Ab Montag gelten in Österreich neue, harte Einreisebestimmungen – die sogar zweifach Geimpfte treffen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Kinderschutzbund gegen Massenimpfungen bei Kindern

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, gibt ungeimpften Erwachsenen die Schuld an der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Verantwortlich für die Debatte seien die “Erwachsenen, die zu stur waren, sich impfen zu lassen”, sagte Hilgers der “Passauer Neuen Presse” (Samstagsausgabe). Eine Impfpflicht für Kinder kann sich Hilgers allerdings “kaum vorstellen”.

“Hätten wir eine deutlich höhere Impfquote bei den Erwachsenen, bei denen, die dafür in Frage kommen, hätte man gar nicht so heftig über das forcierte Impfen von Kindern diskutieren müssen”, sagte Hilgers der Zeitung.

Bezüglich der Kinderimpfung riet Hilgers, “dass sich Eltern und Kinder in dieser Frage eingehend vom Kinderarzt beraten lassen sollten”. Er betonte, eine Impfung sollte “immer einvernehmlich von Eltern mit Kindern und Jugendlichen entschieden werden.” Derzeit würde er “davon abraten, Kinder und Jugendliche ohne eine solche sorgfältige Beratung, additionally in Massen-Aktionen an Schulen oder Kindertagesstätten, impfen zu lassen”.

Experten in Niederlande für strikten Lockdown

Gesundheitsexperten, die die niederländische Regierung in der Corona-Strategie beraten, haben einen strikten Lockdown empfohlen, berichteten niederländische Medien am Freitag. Ein teilweiser Lockdown ist gerade erst bis Januar verlängert worden.

Der Sender RTL Nieuws und die Zeitung NRC Handelsblad zitierten Quellen innerhalb des Expertengremiums, dass sie zur Schließung aller außer wesentlichen Geschäfte geraten haben.

Gesundheitsminister Hugo de Jonge sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters vor Journalisten vor einer Kabinettssitzung am Freitag, er habe „große Sorgen“ über die schnelle Ausbreitung von Omikron. Er wollte zu weiteren Regelverschärfungen keine Aussagen machen, verwies aber auf den Expertenrat. Dessen Vorschläge müssen noch formal der Regierung übermittelt werden. Schon jetzt müssen Bars, Eating places und viele Geschäfte zwischen 17 Uhr und 5 Uhr schließen. Für Grundschulen beginnen die Ferien früher.

Kühnert gegen Impfdaten-Register

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert lehnt eine Erfassung von Impfdaten ab. “Auch wenn es auf die Daten der Corona-Impfung beschränkt ist, sehe ich die grundlegende Gefahr, dass mit einem solchem Schritt die Tür für den Zugriff auf weitere Daten geöffnet ist”, sagte Kühnert den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstag). “Auch sehe ich nicht, wie die vollkommen überlasteten Gesundheitsämter das auch noch administrieren sollen.” Lesen Sie hier mehr dazu.

Handel bittet Kunden wegen 2G um Verständnis

Vor dem letzten großen Verkaufswochenende vor Weihnachten hat der Handel die Kundinnen und Kunden um Respekt im Umgang mit den Beschäftigten gebeten, die die 2G-Regelung überprüfen. “Die Kundinnen und Kunden sollten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Einzelhandels, die die 2G-Prüfungen durchführen, mit dem nötigen Respekt begegnen und Beleidigungen unterlassen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil Schuhe Lederwaren (BTE), Rolf Pangels, der Deutschen Presse-Agentur.

“Wir hoffen, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher mit den 2G-Prüfungen im Einzelhandel zwischenzeitlich vertraut gemacht haben und diese nicht als Hindernis ansehen, in den Innenstädten ihre Modeeinkäufe zu tätigen”, sagte Pangels. Der Branchenkenner geht aber davon aus, das die Umsätze auch an diesem Wochenende auf jeden Fall unter denen im Vorkrisenwinter 2019 liegen werden.

Irland verhängt wegen Omikron-Variante Sperrstunde für Lokale

Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus hat Irland eine Sperrstunde für Bars und Eating places verhängt. Ab Sonntag müssen die Lokale täglich ab 20.00 Uhr (Ortszeit) schließen, wie Regierungschef Micheal Martin am Freitag mitteilte. Er räumte ein, dass die Ankündigung sicherlich “für viele enttäuschend sei”. Es sei jedoch zwingend erforderlich, dass “in ganz Europa die Kontakte zwischen den Menschen sehr stark und sofort reduziert werden”.

Die Einschränkungen sollen demnach bis zum 30. Januar in Kraft bleiben. Martin kündigte außerdem an, dass die Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich um die Hälfte reduziert werden müssen. Bei Hochzeiten seien maximal 100 Gäste erlaubt.

“Das ist alles nicht einfach. Wir sind alle erschöpft von Corona und den Einschränkungen”, betonte der Regierungschef. Die Omikron-Variante breite sich jedoch “so aggressiv in allen Altersgruppen aus, dass wir wahrscheinlich eine Infektionsrate erleben werden, die weit über alles hinausgeht, was wir bisher gesehen haben”, warnte er.

Großbritannien meldet Rekord bei Neuinfektionen

In Großbritannien sind 93.045 Neuinfektionen nachgewiesen worden und damit so viele wie noch nie seit dem Beginn der Pandemie. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle fiel dagegen auf 111 von 146. Britische Experten haben angesichts von Omikron gewarnt, dass in den kommenden Wochen Rekordwerte bei Neuinfektionen zu erwarten seien.

Die Omikron-Variante breitet sich derzeit mit rasender Geschwindigkeit in Großbritannien aus, gleichzeitig gibt es weiterhin auch eine hohe Zahl an Infektionen mit der Delta-Variante. Auch bei den Krankenhauseinweisungen ist inzwischen ein Anstieg zu verzeichnen, wenn auch nicht im gleichen Maß wie bei den Infektionen.

Bundesrat verbietet Silvester-Feuerwerk

In Deutschland darf auch in diesem Jahr kein Silvesterfeuerwerk verkauft werden. Der Bundesrat beschloss am Freitag eine Verordnung, mit der der üblicherweise in den letzten Dezember-Tagen erlaubte Verkauf von Silvesterböllern wie im Vorjahr untersagt wird. Hintergrund ist die aktuelle Belastung der Kliniken mit Covid-19-Fällen.

Um Krankenhauskapazitäten zu schonen, sollen Unfälle durch unsachgemäßen Gebrauch der Feuerwerkskörper vermieden werden. Die Verordnung regelt nur das Verkaufsverbot, das Anzünden von Feuerwerkskörpern ist davon nicht erfasst. Ein solches regeln aber Länder und Kommunen in Eigenregie für bestimmte Gebiete – etwa den Alexanderplatz in Berlin.

Silvester-Feuerwerk: Der Bundesrat hat entschieden, dass es in diesem Jahr erneut kein Geböllere geben darf. (Quelle: imago images/ANP)Silvester-Feuerwerk: Der Bundesrat hat entschieden, dass es in diesem Jahr erneut kein Geböllere geben darf. (Quelle: ANP/imago photographs)

Pfizer und BioNTech wollen dritte Impfdosis bei unter Fünfjährigen testen

Pfizer und BioNTech wollen eine dritte Dosis des Covid-19-Impfstoffs im Rahmen einer bereits laufenden Studie von Kindern im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren testen. Die Immunreaktion nach zwei Dosen des Impfstoffs sei nämlich in der Gruppe der Zwei- bis Fünfjährigen geringer ausgefallen, als in der Vergleichsgruppe im Alter von 16 bis 25 Jahren, teilen die Unternehmen mit.

Klingbeil: “Werden sicherstellen, dass es genügend Impfstoff gibt”

Der neue SPD-Chef Lars Klingbeil hat zugesagt, dass es genügend Impfstoff für alle Deutsche geben wird. “Wir werden sicherstellen, dass es genügend Impfstoff gibt”, sagte Klingbeil bei Bild Dwell. Gesundheitsminister Karl Lauterbach sei “jeden Tag 24 Stunden im Einsatz für mehr Impfstoff”. 

Neue Einzelhandel-Regel in Niedersachsen kommende Woche

Eine überarbeitete Corona-Regelung zum Einzelhandel in Niedersachsen soll es in der ersten Hälfte der kommenden Woche geben. Das teilte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover mit. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte die erst seit kurzem geltende 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen gekippt. Die Maßnahme sei zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar, entschied das Gericht am Donnerstag.

NRW-Minister Laumann: Omikron ist nicht aufzuhalten

Die neue Corona-Variante Omikron tritt auch in Nordrhein-Westfalen verstärkt auf. “Wir haben zurzeit in Nordrhein-Westfalen (..) 370 gemeldete Omikron-Infektionen”, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Die Zahl sei in der vergangenen Woche sprunghaft angestiegen. “Eine neue Variante hält man aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf”, fügt er hinzu. Die Ausbreitung könne nur verzögert werden.

Bayern fordert Reisebeschränkungen für Großbritannien 

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert vom Bund eine schnelle Entscheidung, Großbritannien wegen der sich dort rasant ausbreitenden Corona-Variante Omikron als Virus-Variantegebiet einzustufen. Der CSU-Politiker verwies in enem Interview der Sender RTL und ntv darauf, dass die Zahlen in Großbritannien “vehement” anstiegen. Deshalb sollte bei der Einreise ein PCR-Take a look at verpflichtend vorgelegt werden. Frankreich hat bereits den Reiseverkehr nach Großbritannien wegen Omikron erheblich eingeschränkt.

US-Behörde empfiehlt andere Impfstoffe vor Johnson & Johnson 

Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt künftig, andere Corona-Impfstoffe dem Wirkstoff von Johnson & Johnson vorzuziehen. Damit werde eine Empfehlung von einem Beratergremium übernommen, das kurz zuvor einstimmig entsprechend abgestimmt hatte, teilte die CDC am Donnerstag mit. Das Risiko einer Hirnthrombose in Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Präparat von Johnson & Johnson sei höher als bislang bekannt, hieß es von dem Beratergremium zur Begründung. Dutzende Fälle und mindestens neun Todesfälle seien in den vergangenen Monaten erkannt worden.

Ampullen mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Die Impfungen mit dem Präparat waren im Frühjahr in den USA schon einmal vorübergehend ausgesetzt. (Quelle: dpa/Daniel Karmann/dpa)Ampullen mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Die Impfungen mit dem Präparat waren im Frühjahr in den USA schon einmal vorübergehend ausgesetzt.

Neben Johnson & Johnson sind in den USA noch die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Die Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson waren im Frühjahr schon einmal vorübergehend ausgesetzt, nachdem erste Fälle von Hirnthrombosen bekannt geworden waren. Jegliche Impfung sei aber besser als keine Impfung, betonte die CDC. Wer keine Impfung mit Biontech/Pfizer wolle oder haben könne, dem werde weiter das Präparat von Johnson & Johnson zur Verfügung stehen.

RKI meldet über 12.000 Corona-Tote in Sachsen

In Sachsen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen über 12.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Binnen eines Tages kamen 70 Todesfälle hinzu, die Gesamtzahl stieg bis Freitag auf 12.041, wie das Institut am Freitag mitteilte. Mehr als jeder zehnte der bundesweit rund 108.000 Todesfälle wurde damit in Sachsen registriert. Der Freistaat stellt mit vier Millionen Einwohnern aber nur knapp fünf Prozent der Bevölkerung. Mehr Corona-Tote verzeichneten nur die bevölkerungsreichen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Südafrika spendet Johnson & Johnson-Impfdosen

Südafrika will anderen afrikanischen Ländern rund zwei Millionen Impfdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson spenden. Die Maßnahme sei ein Zeichen der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen die beispiellose Bedrohung der Gesundheit und der wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Kontinent, erklärt die Regierung. Die Impfdosen sollen nun so schnell wie möglich an die ärmsten Länder verteilt werden, kündigt die Afrikanische Union an. In Südafrika sind rund 38 Prozent aller Erwachsenen geimpft. Das ist deutlich mehr als in vielen anderen afrikanischen Ländern, aber weit von Südafrikas Ziel bis Jahresende entfernt. Zuletzt verlangsamte sich die Immunisierungskampagne, es kam zu einem Überangebot an Impfdosen.

Scholz und Macron gegen Testpflicht bei Reisen innerhalb der EU

Deutschland und Frankreich halten verpflichtende PCR-Checks auf das Coronavirus bei Reisen innerhalb der EU derzeit für nicht sinnvoll. “Wir haben nicht vor, innerhalb der Europäischen Union diese Checks einzuführen, weil wir viel Wert auf das reibungslose Funktionieren unseres gemeinsamen Raums legen”, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron in der Nacht zu Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Zudem wäre die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme sehr reduziert, weil in der Regel Grenzpendler von ihnen ausgenommen würden.

Scholz sagte: “Freizügigkeit innerhalb Europas ist wichtig, deshalb haben wir auch entsprechend unsere bisherigen Maßnahmen ausgerichtet.” Die Lage werde beobachtet werden müssen. Aber erst einmal sei man “so unterwegs wie Frankreich”.

Diskutiert werden mögliche neue Testauflagen vor allem wegen der besorgniserregenden Omikron-Variante. Italien verlangt deshalb bereits von allen Einreisenden – auch geimpften – aus dem EU-Ausland einen negativen Corona-Take a look at. Auch Irland und Griechenland haben neue Testpflichten.

EU-Länder wollen 180 Millionen Dosen angepassten Impfstoff anschaffen

Angesichts der besorgniserregenden Omikron-Variante wollen sich die EU-Staaten 180 Millionen Dosen angepassten Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer liefern lassen. Ein bestehender Vertrag sehe vor, dass die Unternehmen die Impfstoffe – falls gewünscht – innerhalb von 100 Tagen an neue Varianten anpassen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in der Nacht zum Freitag nach einem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU-Staaten nutzen ihr zufolge nun diese Möglichkeit. Insgesamt sieht der Vertrag mit Biontech/Pfizer die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen bis Ende 2023 vor.

“Wir wissen, dass die Omikron-Variante uns wirklich bedroht”, sagte von der Leyen. Sie verbreite sich mit einer extrem schnellen Geschwindigkeit und es bestehe möglicherweise das Risiko, dass sie zumindest teilweise den Impfschutz umgehe. Schon jetzt seien die Gesundheitssysteme überlastet. Dies sei auf die hohe Zahl Ungeimpfter zurückzuführen. Die Antwort darauf könne nur sein, das Impfen auszubauen, Kinder ab fünf zu impfen, Auffrischimpfungen zu verabreichen und Schutzmaßnahmen zu befolgen.

Von der Leyen kündigte zudem an, dass ihre Behörde zeitnah Leitlinien mit Blick auf den EU-Impfnachweis vorlegen werde. Es gehe um einen gemeinsamen Ansatz beim Umgang mit Booster-Impfungen und die Frage, wie lange das Zertifikat gültig sei. Auffrischungsimpfungen werden demnach spätestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung empfohlen. Das Impfzertifikat soll drei weitere Monate gültig sein, ehe eine Auffrischung nötig ist.

Biontech beantragt reguläre US-Zulassung für Impfstoff bei Jugendlichen

Die Impfmittelhersteller BioNTech und Pfizer beantragen eine reguläre US-Zulassung für ihren gemeinsamen Impfstoff bei Jugendlichen von zwölf bis 15 Jahren. Ein entsprechender Antrag sei bei der Aufsichtsbehörde FDA eingereicht worden, teilen sie mit. Die Notfallzulassung für diese Altersgruppe wurde im April beantragt und etwa einen Monat später erteilt.

Österreich: Massives Datenleck in Corona-Register

Ein Datenleck im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) erschüttert das Vertrauen der Österreicher in die Corona-Politik. Das zentrale Register für ansteckende Krankheiten erlaubt zum Beispiel die Kontaktnachverfolgung von Personen im Falle einer Corona-Infektion. Das EMS dient auch zur Ausstellung von Genesungszertifikaten und soll bei der Umsetzung der geplanten Impfpflicht eine wichtige Rolle spielen. Jetzt berichtet “Der Customary”, dass monatelang Unbefugte Zugriff auf die Datenbank hatten. 

So habe das Bundesland Tirol dem Labor HG Lab Truck, das PCR-Checks auswertet, einen Zugang zum EMS eingerichtet. Die Firma habe den Zugang dann an weitere Subunternehmen weitergeleitet. “Der Zugang des Labors erlaubte es, von jedem beliebigen Gerät im ganzen Land aus Krankheiten für alle Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft einzutragen”, berichtet “Der Customary”. “Nicht nur Corona-Infektionen, auch Aids, Syphilis, Malaria oder andere anzeigepflichtige Erkrankungen konnten eingetragen werden”. Auch Namen, Adressen, Emailadressen und Handynummern seien abrufbar gewesen. 

Das Gesundheitsministerium habe der HG Lab Truck nach einem Hinweis des “Customary” den Zugang zum Register entzogen. Ob und in welchem Umfang das Datenleck missbraucht wurde, ist unklar. Theoretisch sei es möglich, durch einen falschen Eintrag im Register eine Corona-Infektion vorzutäuschen und so ein Genesungszertifikat zu erhalten. “Bevor das Vertrauen in die Datenbasis nicht wiederhergestellt ist, wird es schwierig, anhand dieser Daten Verwaltungsstrafen im Rahmen der Impfpflicht zu verhängen”, zitiert die Zeitung den IT-Experten und Bürgerrechtler Thomas Lohninger. 

Zwei Dosen Moderna schützen nur eingeschränkt vor Omikron

Zwei Impfungen mit dem Produkt des US-Hersteller Moderna schützen gegen Omikron weniger intestine als gegen bestimmte frühere Varianten. Das zeigt eine Laborstudie von US-Forschern – darunter Mitarbeiter der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) und von Moderna –, die als Preprint veröffentlicht wurde, additionally nicht in einer von Experten begutachteten Fachzeitschrift.

"Spikevax" von Moderna: Deutschland soll 35 Millionen Dosen des Impfstoffs früher erhalten als geplant. (Quelle: imago images/KJ Peters)“Spikevax” von Moderna: Deutschland soll 35 Millionen Dosen des Impfstoffs früher erhalten als geplant. (Quelle: KJ Peters/imago photographs)

Demnach hatten Geimpfte vier Wochen nach der zweiten Dosis wesentlich weniger Antikörper gegen die Omikron-Variante als gegen bestimmte frühere Varianten im Blut. Um die Wirkung eines Impfstoffs gegen eine bestimmte Variante von Sars-CoV-2 zu untersuchen, machen Forscher in der Regel sogenannte Neutralisationstests. Es wird geschaut, wie viele Antikörper ein Geimpfter im Blut hat, die an die Virusvariante binnen können und sie damit ausschalten. Der tatsächliche Schutz von Geimpften kann damit aber nicht bestimmt werden, dafür braucht es klinische Studien mit tausenden Probanden oder Auswertungen des laufenden Infektionsgeschehens.

Die Anzahl der gegen Omikron gerichteten Antikörper stieg etwa zwei Wochen nach einer Booster-Impfung mit Moderna deutlich an. Eine Auffrischdosis könne das Erkrankungsrisiko deutlich senken, heißt es in der Studie. Das Crew schränkt jedoch ein, es handele sich nur um Laborversuche. Zudem fehlten Daten dazu, wie lange die Reaktion der neutralisierenden Antikörper nach der Boosterimpfung andauere.

Gericht kippt 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen

In Niedersachsen wurde erst am Montag die 2G-Regel im Einzelhandel eingeführt. Ein Gericht setzte sie nun vorläufig wieder aus – aus mehreren Gründen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Dänemark plant neue Einschränkungen wegen Omikron-Ausbreitung

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigt angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen an. In den vergangenen Tagen hat sich die Zahl der Infektionen mit der neuen Virus-Variante alle 24 Stunden verdoppelt. “Ich habe keinen Zweifel daran, dass neue Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Infektionskette zu unterbrechen”, sagt Frederiksen.

EU-Behörde könnte am Montag Novavax-Impfstoff zulassen

Die EU-Arzneimittelbehörde Ema könnte am Montag über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Novavax entscheiden. Die zuständige Experten-Kommission werde dann in einer außerordentlichen Sitzung den Zulassungsantrag behandeln, teilte die Ema am Donnerstag in Amsterdam mit. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen worden.

"Spikevax" von Moderna: Deutschland soll 35 Millionen Dosen des Impfstoffs früher erhalten als geplant. (Quelle: imago images/KJ Peters)“Spikevax” von Moderna: Deutschland soll 35 Millionen Dosen des Impfstoffs früher erhalten als geplant. (Quelle: KJ Peters/imago photographs)

Das Unternehmen hatte die Marktzulassung in der EU im November beantragt – die Ema hatte damals erklärt, eine Entscheidung werde in einigen Wochen erwartet. Die Experten der Ema geben nach Prüfung aller Studien und Daten eine Empfehlung ab. Dann muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache. Die Experten hatten bereits im laufenden Prüfverfahren Studien zur Wirkung und Risiken bewertet.

Das Novavax-Produkt namens Nuvaxovid (NVX-CoV2373) ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Model des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Wie alle Impfstoffe soll Nuvaxovid das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorbereiten.

Kinderärzte-Verband: “Nicht auf Omikron-Impfstoff warten!!!”

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät zu Corona-Impfungen bei Fünf- bis Elfjährigen entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). “Nicht auf Omikron-Impfstoff warten!!!”, teilte der Verband am Donnerstag mit.

Die Organisation stellte damit eine missverständliche Formulierung vom Vortag richtig. In der dpa-Meldung hatte es geheißen, Eltern könnten je nach Alter und Gesundheit ihrer Kinder aus Sicht des Berufsverbands auf einen möglicherweise von Frühjahr an verfügbaren Omikron-Impfstoff warten.

Man charge entsprechend der Stiko-Empfehlung zur Impfung von Kindern mit Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder mit Angehörigen mit hohem Risiko, hieß es. “Außerdem kann nach individueller Aufklärung bei entsprechendem Impfwunsch auch gesunden jungen Kindern ohne Risikofaktoren ein Impfangebot gemacht werden.”

Deutschland bekommt 35 Millionen Moderna-Impfdosen früher

Die EU-Kommission will Deutschland in den kommenden Wochen offenbar zusätzliche 35 Millionen Dosen des Coronaimpfstoffs von Moderna beschaffen. Das berichten der “Spiegel” und die Nachrichtenagentur dpa übereinstimmend. Demnach reagiert Brüssel damit auf die Warnung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor einem Impfstoffmangel.

Den Berichten zufolge sollen noch im Dezember zusätzliche zehn Millionen Dosen Spikevax an den Bund geliefert werden, bis März weitere 25 Millionen Dosen. Diese sollten ursprünglich erst im zweiten Halbjahr 2022 kommen. Die Menge entspricht 70 Millionen Booster-Dosen, da bei der dritten Moderna-Impfung nur die halbe Menge verabreicht wird.

Außerdem stehen die EU-Mitgliedstaaten laut dem “Spiegel” kurz davor, 150 Millionen Dosen des Mittels von Biontech und Pfizer nachzubestellen. Dies würde bedeuten, dass Deutschland in den kommenden Monaten mindestens 27 Millionen weitere Dosen Comirnaty erhält.

Rekord am Mittwoch: 1,5 Millionen Dosen verimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland haben am Mittwoch einen Tagesrekord erreicht. Gespritzt wurden 1,496 Millionen Dosen, wie aus Meldedaten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag hervorgeht. Darunter waren quick 1,3 Millionen Auffrischungsimpfungen und 97.400 Erstimpfungen. Bisheriger Rekord-Impftag in der Pandemie battle der 9. Juni mit 1,43 Millionen gespritzten Impfdosen.

Impfzentrum in Stuttgart: Die Impfquote hat die 70-Prozent-Marke überschritten. (Quelle: imago images/Leif Piechowski)Impfzentrum in Stuttgart: Die Impfquote hat die 70-Prozent-Marke überschritten. (Quelle: Leif Piechowski/imago photographs)

Insgesamt ist nun auch die Marke von 70 Prozent aller Einwohner mit vollständigem Grundschutz erreicht. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge nun mindestens 58,2 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Boosterspritze zur Auffrischung haben inzwischen mindestens 22,9 Millionen Menschen oder 27,6 Prozent der Bevölkerung erhalten.

Frankreich schränkt Reiseverkehr mit Großbritannien ein

Frankreich schränkt den Reiseverkehr von und nach Großbritannien erheblich ein. Zur Begründung verweist die Regierung auf die rasant steigenden Corona-Fallzahlen in Großbritannien im Zuge des Auftauchens der Omikron-Variante. Von Frankreich nach Großbritannien dürfen demnach nur noch britische Staatsangehörige reisen, die auf dem Weg nach Hause seien. Ausnahmen gelten zudem für Lkw-Fahrer sowie für Menschen, die zur Bestattung eines nahen Verwandten oder etwa aus medizinischen Gründen nach Großbritannien müssten.

Nach Frankreich einreisen dürfen nur noch französische Staatsangehörige oder Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie Menschen, die wichtige Arbeit verrichten oder Zwischenstopps einlegen, die höchstens 24 Stunden dauern. Voraussetzung für die Einreise aus Großbritannien ist außerdem ein negativer PCR-Take a look at oder ein Antigen-Take a look at, der nicht älter als 24 Stunden ist. Nach der Einreise besteht eine siebentägige Pflicht zur Selbstquarantäne, die nach 48 Stunden beendet werden kann, wenn ein in Frankreich gemachter Take a look at negativ ausfällt.

Laumann: Noch eine Million Boosterimpfungen bis Silvester

Bis Silvester müssen in Nordrhein-Westfalen laut Regierung noch rund 1,1 Millionen Auffrischungsimpfungen angeboten werden, um das bundesweite 30-Millionen-Ziel zu erreichen. Das gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags bekannt.

Wie weit die vorhandenen Dosen auch im kommenden Jahr für Auffrischungsimpfungen reichten, könne er noch nicht abschließend sagen, sagte Laumann. Sobald er verlässliche Zahlen aus den derzeit häufig tagenden Gesundheitsministerkonferenzen für Januar habe, werde er das Parlament informieren. “Ich wünsche mir sehr, dass man es so hinkriegt, dass der Impf-Turbo nicht durch zu wenig Impfstoff wieder gedrosselt werden muss.”

Ramelow entschuldigt sich für eigene Fehler in der Pandemie

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für Fehler im Corona-Pandemiemanagement entschuldigt, die er persönlich zu verantworten habe. Er bitte dafür um Verzeihung, sagte Ramelow am Donnerstag im Landtag in einer Regierungserklärung, in der es vor allem um die Folgen und die Eindämmung der Corona-Pandemie ging. Konkrete Fehler nannte Ramelow nicht, er verwies aber auf die Kurzlebigkeit von Informationen, auf deren Foundation Entscheidungen zur Eindämmung der hohen Infektionszahlen getroffen werden mussten. “Manche Erkenntnis überdauerte den Tag nicht.”

Ramelow warb für Gemeinsamkeit und Solidarität der Thüringer bei der Bewältigung der Corona-Krise. Eine Mehrheit der Menschen im Freistaat stehe dafür, auch wenn viele angesichts der Dauer der Pandemie müde und auch wütend seien.

Pistorius warnt vor Gewalteskalation durch radikale Impfgegner

Nach Razzien bei radikalisierten Impfgegnern hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ein konsequentes Vorgehen der Sicherheitsbehörden gefordert und vor einer Gewalteskalation gewarnt. “Auf Gedanken folgen Worte und auf Worte folgen Taten”, sagte er am Donnerstag im ZDF-“Morgenmagazin”. Das habe die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt. Umso mehr komme es jetzt darauf an, dass der Staat einschreitet.

“Es darf nicht passieren, dass man das, was dort verbal passiert, nicht ernst nimmt”, warnte Pistorius. Was in Chats geäußert werde, dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In diesem Zusammenhang erneuerte der Innenminister auch seine Forderung nach einem Vertriebsstopp der Telegram-App durch die Großkonzerne Apple und Google.

Ziel sei es, das Geschäftsmodell von Telegram infrage zu stellen und den Zugang zum Messengerdienst zu erschweren. Das könne keine abschließende Maßnahme sein, sagte Pistorius. Telegram an sich sei nicht das Downside. Zum Downside werde die Anwendung nur, wenn sich der Anbieter nicht an die Gesetze halte.

EU sichert sich halbe Million Dosen neuentwickelter Covid-Medikamente

Die EU hat sich die Lieferung von einer halben Million Einheiten neuentwickelter Covid-Medikamente auf Antikörperbasis gesichert. Die “Augsburger Allgemeine” berichtete, dass die EU-Kommission Verträge mit drei Pharmakonzernen über die Lieferung von Therapeutika mit sogenannten monoklonalen Antikörpern geschlossen habe. Die Zeitung berief sich auf eine Antwort von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner.

Im Labor: Therapeutika mit sogenannten monoklonalen Antikörpern verringern die Fähigkeit des Coronavirus, an menschliche Zellen anzudocken. (Quelle: imago images)Im Labor: Therapeutika mit sogenannten monoklonalen Antikörpern verringern die Fähigkeit des Coronavirus, an menschliche Zellen anzudocken. (Quelle: imago photographs)

Monoklonale Antikörper sind künstlich hergestellte Antikörper, die an bestimmte Oberflächenstrukturen des Coronavirus andocken können. Auf diese Weise verringert sich die Fähigkeit des Virus, in menschliche Zellen einzudringen.

“Die Verträge sehen die Möglichkeit vor, die Produkte zu kaufen, nachdem sie eine (bedingte) EU-Zulassung oder eine nationale Notfallgenehmigung erhalten haben”, erklärte die EU-Kommissarin demnach. Mit dem Hersteller Roche sei die Lieferung von 55.000 Dosen des Mittels “REGN-COV2” vereinbart, mit GlaxoSmithKline 220.000 Dosen des noch nicht zugelassenen Mittels Sotrovimab und mit dem Hersteller Eli Lilly 220.00 Dosen eines Kombinations-Präparats aus Bamlanivimab und Etesevimab.

Grenzen in Israel bis Ende Dezember dicht

Israel verlängert das Einreiseverbot für Touristen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus um weitere sieben Tage. Damit bleiben die Grenzen für Ausländer bis zum 29. Dezember um Mitternacht geschlossen, wie das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett am Mittwochabend mitteilte. Weiterhin müssen damit auch alle Personen mit Wohnsitz in Israel, die aus einem beliebigen Land zurückkehren – darunter auch geimpfte Israelis – bei der Einreise mindestens drei Tage lang in Quarantäne gehen.

Die Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als “besorgniserregend” ein. Ende November wurden auch in Israel die ersten Fälle von Omikron nachgewiesen. Aktuell sind die Corona-Infektionszahlen in dem Mittelmeerland verhältnismäßig niedrig. Allerdings warnen Experten vor dem Beginn einer neuen Infektionswelle.

Arztpraxis soll Placebo statt Impfstoff verabreicht haben

Weil bei Impfungen gegen das Coronavirus kein oder nicht genug Impfstoff verabreicht worden sein soll, ermittelt die Polizei in Baden-Württemberg gegen eine Arztpraxis. Bei drei Patienten seien trotz einer Erst- und Zweitimpfung keine Antikörper gegen das Coronavirus nachweisbar gewesen, teilte die Polizei in Ravensburg am Mittwoch mit. Für diesen Befund gebe es aus medizinischer Sicht keine nachvollziehbaren Gründe.

Impfung beim Hausarzt (Symbolbild): Gegen eine Praxis wird nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt.  (Quelle: imago images/Eibner Europa)Impfung beim Hausarzt (Symbolbild): Gegen eine Praxis wird nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. (Quelle: Eibner Europa/imago photographs)

Es bestehe der Verdacht, dass Patienten ohne ihr Wissen kein oder kein ausreichender Impfstoff gegeben wurde. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Praxis wurde durchsucht. Das Gesundheitsamt schrieb alle Patienten der Praxis an und riet dazu, sich so schnell wie möglich Blut für einen Antikörpertest entnehmen zu lassen. Weitere Einzelheiten teilten die Ermittler nicht mit.

FDP-Abgeordnete lehnen in Antragsentwurf Impfpflicht ab

In der Debatte um eine Impfpflicht gegen das Coronavirus liegt im Bundestag der Entwurf für einen ersten Antrag vor. Das von mehr als 20 FDP-Abgeordneten unterschriebene Papier spricht sich klar gegen eine solche Pflicht aus. Nach dem Entwurf soll der Bundestag bekräftigen, “dass es in der Bundesrepublik Deutschland keine allgemeine Impfpflicht gegen Sars-CoV-2 geben wird”. Der Bundestag verbinde dies “mit dem Appell, dass sich weiter möglichst viele Menschen bestmöglich gegen Covid-19 schützen, indem sie die empfohlenen Angebote einer Coronaschutzimpfung wahrnehmen”.

Prominentester Unterzeichner des Antragsentwurfs, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki. Die Bundesregierung wird darin unter anderem gebeten, “die Anstrengungen unterhalb des Grundrechtseingriffs einer Impfpflicht oder sog. 2G-Maßnahmen zu intensivieren”. Vorgeschlagen werden beispielsweise “mehrsprachige Aufklärungs- und Werbespots und eine breite, von relevanten gesellschaftlichen Akteuren wie Kirchen, muslimischen Verbänden, Gewerkschaften, Sportvereinen mit getragene Kampagne für das Impfen”.

Die Bundesregierung wird ferner dazu angehalten, weitere niedrigschwellige Impfangebote aufrechtzuerhalten und zu intensivieren, etwa Impfaktionen bei Großveranstaltungen oder zu Kernzeiten vor Baumärkten und in Einkaufszentren. Zu prüfen sei zudem das persönliche Anschreiben mit dem Angebot eines Impftermins für jeden Bürger und jede Bürgerin.

Weltärztebund-Chef für Gewinn-Beschränkung bei Impfstoffherstellern

Der Chef des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, spricht sich einem Medienbericht zufolge für die Begrenzung der Gewinne von Impfstoff-Herstellern aus. BioNTech habe 375 Millionen Euro vom deutschen Staat bekommen für die Entwicklung eines Impfstoffes, sagt Montgomery dem Sender RTL einer redaktionellen Fassung zufolge. Dann habe der Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinn von sieben Milliarden Euro ausgewiesen. “Hier bin ich schon dafür, dass man die Gewinne mit staatlichen Maßnahmen beschränkt oder aber das Geld nutzt, um damit Impfstoff zu kaufen für die armen Menschen in der Welt.”

Südkorea verschärft die Beschränkungen

Wegen des Anstiegs bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus verschärft Südkorea erneut die Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen. Vor allem der Umfang privater Treffen und die Geschäftszeiten im Gastronomiebetrieb sollen landesweit von diesem Wochenende an bis Anfang Januar wieder stärker eingeschränkt werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag an.

Unter den neuen Maßnahmen dürfen sich maximal vier Personen privat treffen. Eating places und Cafés müssen um 21 Uhr schließen. Zudem dürfen dort nur höchstens vier nachweislich geimpfte Gäste zusammensitzen, wenn sie in Gruppen kommen. Auch für Bars, Nachtclubs und andere Unterhaltungseinrichtungen gelten diese Regeln. Kinos und Konzertsäle dürfen eine Stunde später schließen.

Wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten, wurden am Mittwoch 7.622 Neuinfektionen erfasst. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf 544.117. Es seien an einem Tag 989 Schwererkrankte und damit so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie gezählt worden.

EU sichert sich halbe Million Dosen neuer Covid-Medikamente

Die Europäische Union (EU) sichert sich eine halbe Million Einheiten neuentwickelter Covid-Medikamente auf Antikörperbasis. Die EU-Kommission habe konkrete Verträge mit drei Pharmakonzernen über die Lieferung von Therapeutika mit monoklonalen Antikörpern geschlossen, berichtet die Zeitung “Augsburger Allgemeine” aus einer Antwort von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner. Mit dem Hersteller Hoffmann-La Roche sei die Lieferung von 55.000 Dosen des Mittels Regn-Cov2 vereinbart, mit GlaxoSmithKline 220.000 Dosen des noch nicht zugelassenen Medikaments Sotrovimab und mit Eli Lilly 220.00 Dosen eines Kombinations-Präparats aus Bamlanivimab und Etesevimab.

Lauterbach: Weniger Biontech lieferbar als Ärzte abrufen

Bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus ist nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Biontech-Impfstoff bereits derzeit knapp bemessen. “Wir können in der nächsten Woche 1,2 Millionen Dosen Biontech für ganz Deutschland ausliefern, in der Woche darauf 800.000 Dosen und dann noch einmal 1,2 Millionen Dosen”, sagte Lauterbach am Mittwochabend in der ZDF-Sendung “Markus Lanz – Das Jahr 2021”. “Das ist aber viel weniger als das, was die Ärztinnen und Ärzte jede Woche abrufen.” Hier lesen Sie mehr.

Gericht untersagt Vergleich zwischen Holocaust und Corona-Regeln

Ein niederländisches Gericht hat einem rechtsgerichteten Politiker am Mittwoch untersagt, die Corona-Beschränkungen in den On-line-Netzwerken mit dem Holocaust zu vergleichen. Der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei Discussion board für Demokratie, Thierry Baudet, hatte bei Twitter geschrieben, dass “die Ungeimpften die neuen Juden” seien. Überlebende des Zweiten Weltkriegs und jüdische Organisationen hatten ihn deshalb verklagt.

In einem weiteren Beitrag in den On-line-Netzwerken veröffentlichte Baudet das Foto eines niederländischen Jungen, der aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht an einer Nikolausfeier teilnehmen konnte. Daneben stellte er das Bild eines jüdischen Jungen in einem polnischen Ghetto zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Das Gericht warf Baudet “Beleidigung von Holocaust-Opfern und deren Angehörigen” vor. Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei auch für einen Politiker nicht unbegrenzt, urteilte der Richter einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge. Der 38-jährige Politiker muss die entsprechenden Beiträge nun binnen 48 Stunden löschen und darf keine Bilder vom Holocaust mehr in Debatten über niederländische Gesundheitsbeschränkungen einbringen, wie örtliche Medien berichteten. Sollte er sich nicht an das Urteil halten, droht ihm eine tägliche Geldbuße in Höhe von 25.000 Euro.

Macron: Impfpflicht in Frankreich “durchaus möglich”

Die Regierung in Paris schließt die Einführung einer Impfpflicht ausdrücklich nicht aus. Dies sei “durchaus möglich”, sagt Präsident Emmanuel Macron den Fernsehsendern TF1 und LCI. Gegenwärtig habe dies jedoch keine Priorität.

Britischer Experte: Werden bald viele Rekorde brechen

Der britische Premierminister Boris Johnson hat vor einer massiven Welle an Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in Großbritannien gewarnt. “Die Omikron-Welle schwappt weiterhin durch das ganze Vereinigte Königreich”, sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Avenue am Mittwochabend. Er bat die Briten quick flehend darum, sich eine Booster-Impfung zu holen.

Großbritannien verzeichnete am Mittwoch mit 78.610 Fällen die höchste je innerhalb eines Tages registrierte Zahl an Neuinfektionen. Die Zahl von Fällen mit der Omikron-Variante verdopple sich derzeit in weniger als zwei Tagen, fuhr Johnson fort. 

Der britische Epidemiologe und Regierungsberater Chris Whitty erwartet, dass in den kommenden Wochen mehrfach die Fallzahl-Rekorde gebrochen werden. Insbesondere in London steige gegenwärtig die Zahl der Einlieferungen ins Krankenhaus, sagt der oberste Mediziner Englands. 

Mainzer Rosenmontagszug abgesagt 

Wegen der anhaltend kritischen Corona-Lage hat der Mainzer Carneval-Verein (MCV) den Rosenmontagszug am 28. Februar abgesagt. Dies teilte der Präsident des veranstaltenden Vereins am Mittwochabend nach einer Vorstandssitzung mit.

“Wir machen keine Züge, weil wir sie nicht machen können”, sagte MCV-Präsident ReinhaAuchrd City der Deutschen Presse-Agentur. Nach der gegenwärtigen Corona-Verordnung des Landes seien nur 10.000 Zuschauer zugelassen. Auch im Januar und Februar werde nicht mit einer Verordnung gerechnet, die das gemeinsame Feiern von mehreren hunderttausend Menschen ermögliche.

In Düsseldorf battle der Rosenmontagszug bereits Anfang Dezember verschoben worden, und zwar vom 28. Februar auf den 29. Mai. In Mainz wurde eine solche Verschiebung auf einen Termin nach Aschermittwoch ebenso wie in Köln ausgeschlossen. Zum Kölner Rosenmontagszug gibt es bislang noch keine Entscheidung.

Rouven Schroeder, damals Sportvorstand bei Mainz 05, beim Rosenmontagszug 2020: Im kommenden Jahr wird es keinen Zug geben. (Quelle: imago images/Martin Hoffmann)Rouven Schroeder, damals Sportvorstand bei Mainz 05, beim Rosenmontagszug 2020: Im kommenden Jahr wird es keinen Zug geben. (Quelle: Martin Hoffmann/imago photographs)

Internationale Experten dringen auf harte Einschnitte wegen Omikron

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus beschwört ein internationales Expertengremium für Krisenprävention alle Regierungen der Welt, dringend zu handeln. Statt über mögliche mildere Krankheitsverläufe zu spekulieren, müssten vielmehr umgehend Maßnahmen durchgesetzt werden, um das Vordringen von Omikron zu verlangsamen, forderte der von der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2018 einberufene Ausschuss für weltweite Krisenprävention (GPMB) am Mittwoch in einem Appell.

“Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zu spät sein”, heißt es in dem Aufruf. Die rasante Ausbreitung werde vor allem für Gruppierungen und Länder, die begrenzten Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen haben, schwere Folgen haben. Optimistische Erwartungen zur Schwere der durch Omikron verursachten Erkrankung oder zur Wirksamkeit der Impfstoffe basierten auf begrenzten Erkenntnissen, warnen die Experten. “Das spendet falschen Trost und lullt einige Länder ein, die dadurch im Zustand der Untätigkeit verharren.”

Die Länder müssten umgehend die als effektiv bekannten Maßnahmen durchsetzen, darunter Abstand halten, Maske tragen, Desinfizieren, Lüften, Testen und Isolieren von Betroffenen. Um den Teufelskreis von neuen Varianten, Einschränkungen und Panik zu durchbrechen, müsse mehr in die Erforschung und dezentrale Herstellung von neuen Covid-Medikamenten und -Impfstoffen investiert werden.

EMA empfiehlt Booster mit Johnson-Impfstoff nach zwei Monaten

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt eine Auffrischungsimpfung mit dem Präparat des US-Herstellers Johnson & Johnson mindestens zwei Monate nach der Impfung. Das teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Daten zeigten eine Zunahme von Antikörpern bei Erwachsenen gegen das Coronavirus nach einer Auffrischung mindestens zwei Monate nach der Impfung. Vom Impfstoff von Johnson & Johnson ist im Gegensatz zu den übrigen Präparaten nur eine Dosis notwendig.

Corona-Impfung: Vom Impfstoff von Johnson & Johnson ist im Gegensatz zu den übrigen Präparaten nur eine Dosis notwendig. (Quelle: imago images/Zuma Wire)Corona-Impfung: Vom Impfstoff von Johnson & Johnson ist im Gegensatz zu den übrigen Präparaten nur eine Dosis notwendig. (Quelle: Zuma Wire/imago photographs)

Über Nebenwirkungen durch diese Booster-Impfung wie etwa die sehr seltenen Fälle von Thrombosen mit Thrombozytopenie sei bislang nichts bekannt. Die EMA werde weiterhin alle Daten zur Wirkung und Sicherheit des Impfstoffs prüfen.

Der Johnson-Impfstoff kann nach Ansicht der EMA-Experten auch als Booster nach einer Impfung mit Präparaten der Hersteller Pfizer oder Moderna gegeben werden. Die Entscheidung, wann Booster-Impfungen gegeben werden sollen, treffen nationale Gesundheitsbehörden.

Biontech-Mitgründerin als Delegierte gewählt

Die Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci ist als Delegierte für die Bundesversammlung gewählt worden. Der rheinland-pfälzische Landtag stimmte ihrer Nominierung durch die SPD-Fraktion bei einer Sitzung am Mittwoch in Mainz zu. Türeci habe sich mit ihrem Mann Ugur Sahin mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs weltweit einen Namen gemacht, erklärte die SPD-Fraktion zu ihrer Nominierung. Diese stehe stellvertretend für die wichtige Rolle, welche die Wissenschaft in der Bekämpfung der Pandemie spiele.

Die Bundesversammlung wählt am 13. Februar 2022 den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin. Die Versammlung setzt sich aus den 736 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten entsandt werden. Die rheinland-pfälzische SPD benannte nach dem Verteilungsschlüssel 15 Mitglieder. Insgesamt werden 37 Delegierte aus Rheinland-Pfalz an der Wahl teilnehmen.

Neben Türeci wurden als Delegierte unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne), der BASF-Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller und der Pfarrer Jörg Meyrer aus dem von der Flutkatastrophe schwer getroffenem Ahrweiler gewählt.

Omikron-Variante könnte Anfang 2022 dominieren

Die Omikron-Variante des Coronavirus dürfte nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon innerhalb der ersten beiden Monaten 2022 zur dominierenden Variante in Europa werden. Es werde mit einer weiteren zügigen Zunahme der Omikron-Fallzahlen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gerechnet, schrieb die in Stockholm ansässige Behörde in einer am Mittwoch aktualisierten Risikobewertung. Zum EWR zählen die 27 EU-Staaten, Norwegen, Island und Liechtenstein.

Die epidemiologische Lage in der Area sei derzeit weiterhin von hohen Fallzahlen und einer niedrigen, aber langsam ansteigenden Sterberate geprägt, schrieb das ECDC. Noch herrsche die Delta-Variante vor. Omikron werde Modellvorhersagen zufolge aber wahrscheinlich innerhalb der ersten beiden Monate des kommenden Jahres im EWR zur dominanten Variante werden. Abhängig sei dies vom Verbreitungsvorteil im Vergleich zu Delta und dem Grad der sogenannten Immunflucht des Erregers. Es werde als sehr wahrscheinlich betrachtet, dass Omikron zusätzliche Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle verursachen werde.

NRW muss frühe Booster-Impfung massiv einschränken

Nach massiver Kritik schränkt die NRW-Landesregierung die Möglichkeit einer Booster-Impfung nur vier Wochen nach der letzten Spritze wieder stark ein. Bei einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus solle “im Regelfall” ein Abstand von mindestens fünf Monaten zur Grundimmunisierung eingehalten werden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Der Mindestabstand von vier Wochen sei in “Einzelfallentscheidungen aufgrund einer medizinischen Indikation” weiterhin möglich. Ein entsprechender Erlass sei an die Landkreise und kreisfreien Städte verschickt worden.

Hendrik Wüst: Er hatte die Booster-Impfung nach vier Wochen in Aussicht gestellt. (Quelle: imago images/Future Image)Hendrik Wüst: Er hatte die Booster-Impfung nach vier Wochen in Aussicht gestellt. (Quelle: Future Picture/imago photographs)

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte noch am Tag zuvor bekräftigt, dass Booster-Impfungen in NRW grundsätzlich nach vier Wochen möglich seien. Experten hatten den Alleingang des Bundeslandes massiv kritisiert.

Von der Leyen: Omikron wohl Mitte Januar dominant

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet, dass die Omikron-Variante des Coronavirus in Europa schon bald vorherrschend sein wird. “Die Wissenschaft sagt uns, dass wir damit rechnen müssen, dass Mitte Januar bereits Omikron die neue dominante Variante in Europa sein wird”, sagte von der Leyen am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Straßburg. Die neue Variante sei “offensichtlich noch ansteckender” als die bisherigen.

Sie sei “besorgt” über die neue Omikron-Variante, sagte die Kommissionschefin: “Wenn man sich die Zeit der Verdopplung der Fälle der Neuinfektionen anschaut, dann sind das gerade zwei bis drei Tage, das ist rasant.”

Von der Leyen betonte, die EU habe ausreichend Corona-Impfstoff für alle Europäer sowohl für die Grundimmunisierung als auch für die Auffrischungsimpfungen. 62 Millionen Menschen in der EU hätten bereits eine Booster-Impfung erhalten. Die ersten Daten zu Omikron würden zeigen, “dass diese Dreifachimpfung der beste weltweit zurzeit zur Verfügung stehende Schutz gegen Omikron ist”, sagte von der Leyen.

Kassenärzte: Impfstoffmangel ist “fatales Sign”

Die Kassenärzte reagieren mit Unverständnis und Kritik auf die Aussagen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), im ersten Quartal 2022 sei nicht genügend Impfstoff vorhanden. “Wir haben in Deutschland gerade Rekord-Tempo beim Impfen in den Praxen erreicht, da kommt diese Nachricht. Ein fatales Sign an alle, die gerade mit vollem Einsatz diese Pandemie bekämpfen”, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Zeitung “Bild”. Es sei niemandem zu erklären, dass im Land der Impfstoffentwicklung zu wenig Impfstoff gekauft wurde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Weltweit mehr als 270 Millionen Infizierte

Weltweit haben sich mehr als 270,83 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Foundation offizieller Daten. Mehr als 5,61 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die höchsten Zahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungsfällen folgen Indien, Brasilien und Großbritannien auf die USA. Bei den Todesfällen sind es Brasilien, Russland und Indien.

USA melden mehr als 110.000 Neuinfektionen

In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen um mindestens 111.695 binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Foundation offizieller Daten. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 50,32 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen mindestens 1.750 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es damit 803.203. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf.

Bereits mehr als 800.000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA bereits mehr als 800.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das ging am Dienstagabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Die Schwelle von 700.000 Toten battle Anfang Oktober überschritten worden.

Kein Land weltweit hat mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben. Auf Platz zwei steht derzeit Brasilien mit intestine 600.000 Toten, dahinter folgt Indien mit quick 500.000 Opfern. In Mexiko und Russland sind es nach offiziellen Zahlen jeweils rund 300.000 Tote. Experten gehen allerdings in allen Ländern von höheren Dunkelziffern aus, denn viele Todesfälle und Corona-Infektionen werden den Behörden gar nicht gemeldet.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA seit Beginn der Pandemie hatte erst am Montag die Schwelle von 50 Millionen überschritten. Aktuell werden dort professional Tag rund 120.000 Neuansteckungen gemeldet, quick ausschließlich mit der Delta-Variante. Jeden Tag sterben dem CDC zufolge im Durchschnitt rund 1.100 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

Lauterbach: “Impfstoff reicht nicht für Booster-Kampagne”

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat über einen erheblichen Impfstoffmangel im kommenden Jahr informiert. “Die State of affairs ist ausgesprochen schwierig”, sagte Lauterbach nach einer Videokonferenz mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern. “Ich habe ja meinen Vorgänger immer gelobt. Aber wir haben einen erheblichen Impfstoffmangel im kommenden Jahr. Das ist Ergebnis unserer Inventur.” Dies habe ihn überrascht, sagte Lauterbach. Hier lesen Sie mehr. 

PEI-Präsident rechnet mit Omikron-Impfstoffen in “drei bis vier Monaten”

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, rechnet, dass die Entwicklung eines an die neue Omikron-Variante des Coronavirus angepassten Impfstoffs noch wenige Monate dauern wird. “Die Hersteller der mRNA-Impfstoffe (Biontech und Moderna) haben signalisiert, dass sie in der Lage wären, innerhalb von sechs Wochen eine Stammanpassung umzusetzen und dann innerhalb von wenigen Wochen Millionen Dosen herstellen zu können”, sagte Cichutek der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ).

“Drei bis vier Monate erscheinen durchaus realistisch bei mRNA-, vielleicht auch bei Vektor-Impfstoffen, deren Originalimpfstoff bereits zugelassen ist.” Die Zulassung der neuen Impfstoffe soll dann vergleichsweise schnell gehen: “Wenn die Anträge für variante Covid-Impfstoffe vollständig sind, kann der Ausschuss für Human-Arzneimittel bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), in dem das Paul-Ehrlich-Institut vertreten ist, innerhalb weniger Tage darüber entscheiden”, sagte der PEI-Präsident der “NOZ”. Der rechtliche Rahmen für solche angepassten Impfstoffe sei “bereits gesteckt”.

Wenn die Änderungen im Vergleich zum ursprünglichen Impfstoff nur gering sind, “dann ist in der EU dazu nur eine kleine klinische Prüfung erforderlich, um die ursprüngliche Zulassung umzustellen”, erläuterte Cichutek. Geprüft würden in so einem Fall die Umstellungen im genetischen Materials und im Herstellungsprozess. Außerdem werde an einer “geringeren Anzahl freiwillig und nach informierter Zustimmung teilnehmender Probanden” getestet, ob der angepasste Impfstoff eine “vergleichbar gute Immunreaktion auslöst”, sagte er.

Schärfere Corona-Regeln in Großbritannien – Einreiseverbot für afrikanische Länder aufgehoben

Das britische Unterhaus hat gegen großen Widerstand in den eigenen Reihen einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen zur Bekämpfung der hochansteckenden Omikron-Variante zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten am Dienstagabend nach einer emotionalen Debatte mit einer Mehrheit für die Maßnahmen, die eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie die besonders umstrittenen 3-G-Nachweise für Nachtclubs und Großveranstaltungen vorsehen.

Außerdem lässt die britische Regierung in der Nacht zu Mittwoch das wegen der Omikron-Variante verhängte Einreiseverbot für elf afrikanische Staaten fallen. Dies gelte für Südafrika und zehn weitere afrikanische Staaten, darunter Nigeria, erläuterte Gesundheitsminister Sajid Javid. Die Beschränkung sei nun “weniger wirksam” im Kampf gegen die Ausbreitung von Omikron, da die Variante des Coronavirus inzwischen in Großbritannien sehr verbreitet sei.

Ab Mittwoch 5 Uhr (MEZ) stünden die elf Staaten nicht mehr auf der “Roten Liste”, erklärte Javid. Bislang durften Reisende aus diesen Ländern nur nach Großbritannien einreisen, wenn sie die britische oder irische Staatsbürgerschaft oder ein Aufenthaltsrecht im Vereinigten Königreich haben. Nach ihrer Ankunft mussten sie sich zudem in Lodges in Quarantäne begeben.

Anti-Covid-Pille von Pfizer zeigt hohe Wirksamkeit

Der US-Pharmakonzern Pfizer sieht die hohe Wirksamkeit seiner Anti-Corona-Pille nach einer finalen Auswertung der klinischen Studie bestätigt. Demnach zeigte die Tablette eine Wirksamkeit von quick 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten, wie Pfizer am Dienstag mitteilte. Jüngste Labortests deuteten zudem darauf hin, dass das Medikament seine Wirksamkeit auch gegen die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus beibehält.

Pfizer hatte im November vorläufige Studienergebnisse veröffentlicht, wonach die Pille im Vergleich zu einem Placebo zu 89 Prozent wirksam bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen battle. Die Zwischenergebnisse basierten auf Daten von rund 1.200 Personen, die endgültigen Ergebnisse umfassen weitere 1.000 Probanden. Keiner der Studienteilnehmer, die die Pfizer-Behandlung erhielten, verstarb – verglichen mit zwölf Todesfällen unter denen, die das Placebo einnahmen.

Seniorin nimmt Medikament ein: Die Pille von Pfizer soll sehr gut gegen das Coronavirus helfen. (Quelle: imago images/ allOver-MEV)Seniorin nimmt Medikament ein: Die Pille von Pfizer soll sehr intestine gegen das Coronavirus helfen. (Quelle: allOver-MEV/imago photographs)

Der Pharmakonzern legte auch erste Daten aus einer zweiten klinischen Studie vor, die zeigten, dass die Behandlung die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei rund 600 Erwachsenen mit einem normalen Risiko bei einer Infektion um etwa 70 Prozent reduzierte. “Wir sprechen hier von einer unglaublichen Anzahl von geretteten Leben und verhinderten Krankenhausaufenthalten. Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen”, sagte Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten.

Sterbefälle im November 20 Prozent über dem Durchschnitt

Im November sind in Deutschland 20 Prozent mehr Menschen gestorben als im Mittel der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. Das geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte.

Ein Vergleich der Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut gemeldeten Covid-19-Todesfälle ist dem Amt zufolge nur bis einschließlich 21. November möglich. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der betreffenden Woche 23 Prozent über dem Schnitt. Die beim RKI gemeldeten Covid-Toten erklären dem Amt zufolge den Anstieg nur zum Teil. Es seien mehrere Ursachen denkbar, schreiben die Statistiker. So könnten unerkannte Covid-19-Todesfälle, zeitliche Verschiebungen von Sterbefällen nach dem Ausfall der Grippewelle oder Folgen verschobener Operationen und Vorsorgeuntersuchungen eine Rolle spielen.

Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen erst bis zur 45. Kalenderwoche (8. bis 14. November) abbilden. Am höchsten battle die Abweichung in Thüringen (plus 43 Prozent), Sachsen (plus 37 Prozent) und Bayern (plus 30 Prozent). “Die Befunde zur Übersterblichkeit sind damit in den Bundesländern am deutlichsten, in denen auch das Infektionsgeschehen in den vorangegangenen Wochen am höchsten battle”, teilen die Statistiker mit. In Thüringen, Sachsen und Bayern erklären die bislang beim RKI gemeldeten Covid-19-Todesfälle jedoch nur ungefähr die Hälfte des Anstiegs der Sterbefallzahlen in der 45. Kalenderwoche.

Keine Testpflicht für Geboosterte? Kritik an Lauterbach

Personen mit einer Auffrischungsimpfung sollen nach dem Willen des Gesundheitsministers von der Testpflicht befreit werden. Dagegen wächst nun der Widerstand – nicht nur aus der Politik. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Söder fordert baldigen Omikron-Gipfel

Zum Kampf gegen die Corona-Variante Omikron spricht sich Markus Söder für eine Konferenz von Bund und Ländern aus. Es komme nun besonders auf eine einheitliche Strategie an, so der Ministerpräsident. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Brandenburg verschärft Regeln – Golf equipment und Discos schließen

Brandenburg führt wegen der steigenden Belastung der Krankenhäuser teils schärfere Corona-Regeln ein als von Bund und Ländern vereinbart. Golf equipment und Diskotheken werden ab Mittwoch unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam. Bars müssen nicht zumachen, wenn dort nicht getanzt wird. Für personal Treffen gilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen – jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spiele oder Konzerte mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern sind künftig verboten.

Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflicht erweitert. Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter 12 Jahren. Für Versammlungen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern – bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert. Die neuen Regeln sind zunächst bis 11. Januar in Kraft.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an die Verantwortung aller Bürger, den Menschen auf den Intensivstationen beizustehen, die um ihr Leben kämpfende Patienten helfen. “Ich persönlich fürchte, dass diese Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich größer werden.” Die Lage in den Krankenhäusern wird jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent.

Bayern befreit Geboosterte von Testpflicht

Geimpfte, die eine Auffrischungsdosis bekommen haben, sind in Bayern künftig in weiten Bereichen von zusätzlichen Testpflichten befreit. In Bereichen, in denen Zugangsregeln nach dem Modell 2G plus gelten (gegen Corona geimpft oder genesen und zusätzlich getestet) entfällt nach dem sogenannten Booster additionally der verpflichtende zusätzliche Take a look at. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend sagte. Die Booster-Impfung ersetze den Take a look at, sagte er. Greifen solle dies 15 Tage nach der Auffrischungsimpfung. Ausgenommen seien aber etwa Alten- und Pflegeheime – dort bleibt es additionally weiter bei der Testpflicht.

An Dienstagnachmittag wollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern dies auch bundeseinheitlich so beschließen – konkret umsetzen müssen es aber die Länder. Einzelne Bundesländer verfahren bereits so.

Wüst: Karnevalssitzungen in NRW fallen aus

Der Karneval kann nach den Worten von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wegen der Corona-Pandemie auch in dieser Saison nicht wie gewohnt stattfinden. Veranstaltungen, bei denen sich viele Menschen in engen Innenräumen begegneten, seien in den nächsten Monaten nicht verantwortbar, sagte Wüst am Dienstag nach einem Gespräch mit Vertretern des organisierten Karnevals.

Dies gelte etwa für Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen, bei denen Abstandsgebote und Maskenpflicht nur schwerlich umsetzbar seien. Deshalb hätten die Karnevalsvertreter freiwillig zugesagt, auf solche Veranstaltungen zu verzichten.

Immunologen gegen Boostern nach vier Wochen

Eine Booster-Impfung schon nach vier Wochen macht aus Sicht von Immunologen wenig Sinn. In Nordrhein-Westfalen ist eine dritte Impfung gegen das Coronavirus nach einem Erlass der Landesregierung künftig wohl bereits nach einem Monat möglich. Manche Politiker fordern bereits, diesen Weg auszuweiten. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht das kritisch: Vier Wochen nach der Zweitimpfung seien bestimmte immunologische Prozesse noch nicht abgeschlossen. Der Booster wirke dann viel schlechter.

“Die Politik hat hier zwei Dinge vermischt, die nicht vermischt werden dürfen”, sagte Prof. Carsten Watzl (Dortmund), Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur. Das eine ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, manche Menschen schon nach vier Wochen zu boostern. “Das bezieht sich aber nur auf Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die auf die ersten beiden Impfungen nicht oder kaum reagiert haben”, erklärte der Immunologe. “Mit der dritten Impfung wird deren Immunität nicht geboostert – ich muss sie erst einmal herstellen.”

Söder fordert Reform der Stiko

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für eine Reform der Stiko aus. Man müsse darüber nachdenken, sagt der CSU-Chef. Die Kommission müsse mit mehr Private und mit effizienteren Strukturen ausgestattet werden, um Impf-Empfehlungen in und vor der Welle zu haben und nicht auf eine nachlaufende Datenlage zu warten.

Höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen

Thüringen ist weiterhin das Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz in Deutschland. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Das RKI gab den Wert am Dienstag mit 984,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage an. Im Nachbarbundesland Sachsen lag der Wert bei 916,9. Bundesweit wurde die Inzidenz mit 375 angegeben.

In Thüringen wurden innerhalb eines Tages 2.134 neue Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2-Virus und 32 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet.

Sechs der zehn Landkreise mit der höchsten Corona-Inzidenz bundesweit lagen dem RKI-Dashboard zufolge in Thüringen. Für den Landkreis Hildburghausen wurde ein Wert von 1442,2 ausgewiesen – nirgendwo in Deutschland gab es höhere Werte. 

Landesweite Corona-Kontrollen im Nahverkehr am Donnerstag

Im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen wird die Polizei am Donnerstag verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren. Vorgeschrieben sind die Beschränkung auf Geimpfte, Genesene und Getestete nach der 3G-Regel sowie die Maskenpflicht. Bei schwerwiegenden Verstößen drohten hohe Bußgelder, kündigte das Innenministerium in Hannover am Dienstag an.

“Leider kommt es in Bussen und Bahnen weiterhin zu Verstößen und sogar aggressivem Verhalten gegenüber dem kontrollierenden Zugpersonal”, erklärte Innenminister Boris Pistorius (SPD). “Es ist nicht hinzunehmen, dass einige wenige sich nach wie vor weigern, sich an die so wichtigen Hygienemaßnahmen zu halten.”

NRW zahlte bis zu 14,63 Euro professional Stück für Schnelltests

Das Land NRW hat seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie weit über 100 Millionen Schnell-Checks gekauft, die zwischen 59 Cent und 14,63 Euro professional Stück gekostet haben. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Demnach seien die Preise von “marktüblichen Einflussfaktoren” wie der Verfügbarkeit abhängig gewesen.

Wann und bei wem man quick 15 Euro professional Take a look at bezahlt hat, sagt die Regierung nicht – dies unterliege dem Geschäftsgeheimnis. In dem Bericht an den Landtag werden rund 70 Lieferanten aufgezählt. Darunter Apotheken, bei denen man 50 oder 60 Checks erwarb – aber auch Siemens Healthcare mit quick 94 Millionen Stück. Das Unternehmen liefert bis Jahresende die Schnell-Checks für weiterführende Schulen.

Niedersachsens Gesundheitsministerin: Omikron bald dominant

Die Omikron-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der niedersächsischen Gesundheitsministerin auch in Deutschland schnell ausbreiten. “Wir gehen davon aus (…), dass wir im Grunde Ende Januar, Anfang Februar Omikron schon als vorherrschende Variante in Deutschland haben werden”, sagte Daniela Behrens (SPD) am Dienstagmorgen im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover. Die Variante verbreite sich “rasend schnell”.

Behrens betonte, dass die eingesetzten Impfstoffe auch gegen Omikron wirkten. Unklar sei aber noch, ob die Intensität von zwei Impfungen für die Immunantwort ausreiche.

Die Ministerin erklärte zudem, dass die in Niedersachsen geplante Weihnachtsruhe vor allem zur Eindämmung der Omikron-Variante gedacht sei. Die Landesregierung verschärft von Heiligabend bis zum 2. Januar die Corona-Regeln – unabhängig von den dann aktuellen Indikatoren zur Corona-Lage. Damit geht das Land einen Sonderweg.

Bundesfamilienministerin: Debatte über Impfpflicht für Kinder verfrüht

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hält die Debatte über eine generelle Impfpflicht auch für Kinder noch für verfrüht. “Die Debatte halte ich im Second, ehrlich gesagt, noch für verfrüht, denn jetzt fangen wir erst mal mit dem Impfen an”, sagte Spiegel am Dienstag im ZDF-“Morgenmagazin”. Die große Resonanz zum Begin der Kinderimpfungen für Fünf- bis Elfjährige zeige, dass man damit einen Nerv treffe und es viele Familien ausdrücklich teilten, dass es wichtig sei, ihre Kinder impfen zu lassen. “Ich im Übrigen auch.”

PCR-Testpflicht bei Einreise aus Variantengebieten

Das Bundesgesundheitsministerium will Einreisenden aus Virusvarianten-Gebieten künftig vorschreiben, dass sie zusätzlich zu einem Corona-Take a look at vor Abflug auch noch nach Ankunft in Deutschland einen PCR-Take a look at machen müssen. “Die betroffenen Einreisenden müssen sich bis zum Vorliegen des Ergebnisses unmittelbar in Quarantäne begeben”, heißt es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern.

Norwegen verschärft Maßnahmen – kein Alkohol in Bars

Im Kampf gegen Omikron kündigt Norwegen schärfere Maßnahmen wie ein Verbot des Alkoholausschanks in Bars und Gaststätten an. Wer von zu Hause aus arbeiten könne, müsse dies tun, kündigt Ministerpräsident Jonas Gahr Störe weiter an.

Er gibt zudem Einschränkungen etwa für Turnhallen und Schwimmbäder bekannt. “Für viele wird sich dies wie ein Lockdown anfühlen, wenn nicht der Gesellschaft, so doch für ihr Leben und ihre Existenzgrundlage”, sagt er.

Bars und Restaurants in Norwegen: Das Land verschärft erneut die Corona-Regeln. (Quelle: Michael Runkel/imago images)Bars und Eating places in Norwegen: Das Land verschärft erneut die Corona-Regeln. (Quelle: Michael Runkel/imago photographs)

Kalifornien führt Maskenpflicht wieder ein

Kalifornien will wieder die Maskenpflicht in allen öffentlichen Innenräumen einführen. Grund seien die steigenden Corona-Zahlen, die von der neuen Omikron-Variante angetrieben würden, gibt Gesundheitsminister Mark Ghaly bekannt. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch. Sie solle einen Monat dauern.

Moderna will mRNA-Impfstoffe auch in Australien produzieren

Der US-Arzneimittelhersteller setzt für die Produktion seiner mRNA-Impfstoffe neben den USA und Europa nun auch auf den Standort Australien. “Mit dieser neuen Partnerschaft bauen wir unsere Unabhängigkeit zur Herstellung dieser Impfstoffe hier in Australien auf”, sagte der australische Ministerpräsident Scott Morrison in Melbourne. Die Anlage im Bundesstaat Victoria werde ab 2024 voraussichtlich bis zu 100 Millionen mRNA-Impfeinheiten professional Jahr produzieren. Morrison nannte keine finanziellen Einzelheiten.

Australische Medien berichteten, dass der Deal mit umgerechnet etwa 1,26 Milliarden Euro (zwei Millionen australische Greenback) beziffert wird. Die mRNA-Technologie kommt bei den Covid-19-Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer zum Einsatz, kann aber auch zur Herstellung von Vakzinen gegen andere Atemwegserkrankungen und die saisonale Grippe verwendet werden. Pharmaunternehmen sehen auch bei der Behandlung von Krebs Fortschritte durch mRNA-Impfstoffe.

Kinderärzte beklagen schlechte Organisation von Impfkampagne für Kinder

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat die Organisation der Corona-Impfkampagne für Kinder ab fünf Jahren scharf kritisiert. “Die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte erhalten erst am 10. Januar wieder neuen Impfstoff. Dabei könnten wir bereits in der Woche davor schon mit der zweiten Dosis beginnen”, sagte der Sprecher des BVKJ Nordrhein, Axel Gerschlauer, der Düsseldorfer “Rheinischen Submit”.

“Durch schlechte Organisation werden ausgerechnet Kinder- und Jugendärzte benachteiligt, die sich besonders um vorerkrankte Kinder kümmern sollen”, sagte Gerschlauer weiter. Zugleich sei der Andrang groß: “Quick alle Eltern sprechen mich darauf an”, sagte der Kinderarzt. “Durch Omikron ist die Verunsicherung noch größer geworden.”

Das gleiche schlechte Bild biete sich beim Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren: “Die Lieferungen sind weiterhin ein Lotteriespiel. Es ist stets eine Überraschung, wie viel man bekommt”, sagte der BVKJ-Sprecher der “Rheinischen Submit”. Er forderte, den Impfstoff von Biontech den Jüngeren zu überlassen, “weil Moderna erst ab 30 Jahren geimpft werden darf. Da ist Solidarität der Großen schon sinnvoll.”

Lauterbach will Wissenschaft enger einbinden

Vor der ersten Beratung eines Corona-Expertengremiums hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Bedeutung des Austausches mit Wissenschaftlern hervorgehoben. “Politik in der Pandemie braucht wissenschaftliche Beratung”, sagte der SPD-Politiker der “Rheinischen Submit”. 

Karl Lauterbach: An diesem Dienstag kommt das Expertengremium der Bundesregierung erstmals zusammen. (Quelle: imago images/photothek)Karl Lauterbach: An diesem Dienstag kommt das Expertengremium der Bundesregierung erstmals zusammen. (Quelle: photothek/imago photographs)

“Der stärkere Einbezug der Wissenschaft wird meine Arbeit prägen. Der Austausch mit den früheren Kolleginnen und Kollegen wird Foundation meines Krisenmanagements und der gesamten Bundesregierung sein.” Gerade in dieser schwierigen Part komme der Einschätzung des Expertenrates eine ganz zentrale Rolle zu. “Um politisch entscheidungsfähig zu sein, werden wir unter anderem darüber diskutieren, wie gefährlich die neue Omikron-Variante ist, wie stark Boostern hilft und wie wir die aktuelle Welle weiter brechen”, sagte Lauterbach weiter.

Irland: Elf Prozent aller Neuinfektionen sind Omikron-Variante

Irland meldet einen Anstieg von Infektionen mit der Omikron-Variante. Die Virus-Mutante sei derzeit wahrscheinlich für elf Prozent der neuen Covid-19-Fälle in Irland verantwortlich, teilen die Gesundheitsbehörden des Landes mit. Sie prognostizieren einen “sehr schnellen Anstieg” der Omikron-Infektionen in den kommenden Tagen.

Ämter kommen nun etwas besser mit Corona-Melden hinterher

Die Gesundheitsämter in Deutschland kommen laut der Verbandschefin der Amtsärzte wieder etwas besser mit dem Übermitteln von Corona-Nachweisen hinterher. “Ich gehe davon aus, dass sich die Meldedaten im Vergleich zu vor zwei Wochen verbessert haben”, sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert. In vielen Ämtern werde das Private nun nur noch dafür eingesetzt, eingehende Infektionsmeldungen zu bearbeiten, dafür gebe es weniger Kontaktnachverfolgung. Auch die Unterstützung durch Bundeswehrsoldaten vielerorts habe die Lage entspannt.

Es sei nach wie vor schwierig zu beurteilen, ob es einen echten Rückgang bei den Neuinfektionen gebe oder ob die Werte weiterhin stark von einer Untererfassung der nachgewiesenen Infektionen geprägt seien, sagte Teichert. “Vermutlich ist beides der Fall.” Die Belastung der Gesundheitsämter sei nach wie vor flächendeckend hoch – auch in den Bundesländern mit vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen. Teichert weist darauf hin, dass lange Zeit eine Inzidenz von 50 als Obergrenze für die Belastbarkeit der Gesundheitsämter galt. Aktuell liegen selbst Bundesländer mit vergleichsweise niedrigen Inzidenzen bei einem Wert von weit über 100.



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Written by Newsplaneta

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