in

Checks auch für Geimpfte – Bund und Länder verschärfen Corona-Regeln


Am Freitag diskutieren Bundesregierung und Ministerpräsidenten über neue Maßnahmen in der Krise. Quarantäneregeln sollen geändert, Booster-Impfung oder Checks in der Gastronomie auch für Geimpfte nötig werden.   

Am Freitag beraten die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder ab 11 Uhr erneut zur Corona-Lage. Kanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) kommen ab 13 Uhr dazu. Bund und Länder wollen auf die hochansteckende Omikron-Virusvariante mit einer Mischung aus Verschärfungen und Quarantäne-Lockerungen reagieren. Das geht aus dem Entwurf für die Spitzenrunde am Freitag hervor, der t-online vorliegt.

So soll bundesweit und inzidenzunabhängig der Zugang zur Gastronomie für Geimpfte und Genesene nur noch mit einem tagesaktuellen Take a look at möglich sein. Nur Geboosterte sind von der Regel ausgenommen. Unklar ist, ab wann die Regeln gelten sollen. In dem zwischen Kanzleramt sowie den Ländern Nordrhein-Westfalen und Berlin abgestimmten Entwurf wird der 15. Januar vorgeschlagen.

Foto-Serie mit 19 Bildern

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) rechnet nicht mit einer drastischen Ausweitung der Corona-Maßnahmen in Deutschland bei der ersten Bund-Länder-Runde in diesem Jahr. “Ich sehe wenig Spielraum für weitere Maßnahmen”, sagte Woidke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Entscheidend sei, “die Verhältnismäßigkeit zu bewahren”.

Was wird am Freitag diskutiert? Welche neuen Regeln sind zu erwarten? Der Überblick.  

2G plus: Bundesweit auch in Eating places

Der Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen steht zurzeit unabhängig von der Inzidenz nur Geimpften und Genesenen offen (2G). Die Bundesregierung will das nun noch weiter verschärfen, wie aus der Beschlussvorlage vom Donnerstag hervorgeht: Bundesweit sollen Geimpfte und Genesene dann nur noch mit einem tagesaktuellen Take a look at oder mit dem Nachweis einer Auffrischungsimpfung (gültig ab Tag der Impfung) Zutritt zu Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen erhalten (2G plus). Als Stichtag ist in der Vorlage der 15. Januar vorgeschlagen.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach sich vor dem Treffen am Freitag für schärfere Maßnahmen aus. Ihr Bundesland hatte als eines der ersten die 2G-plus-Regelung für Restaurantbesuche eingeführt. Sie hoffe, dass die Regelung, nach der nur Geimpfte oder Genesene mit zusätzlichem negativem Take a look at Zutritt haben, bundesweit eingeführt werde, sagte Schwesig dem “Spiegel”.

Der Kommunal-Vertreter im Expertenrat, Stefan Sternberg, denkt, dass genau dieses Thema auch bei der Konferenz der Ministerpräsidenten besprochen werde. “Wir sehen es bei uns im Kreis, dass wir einen regelrechten ‘Gastronomie-Run’ haben auf andere Bundesländer, in denen man – anders als bei uns in Mecklenburg-Vorpommern – keinen zusätzlichen negativen Corona-Take a look at braucht”, erklärte der SPD-Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim. Auch er spricht sich deshalb für einheitliche Regeln aus. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält diese Kontaktbeschränkungen in der Gastronomie für nötig. In der Sendung “RTL Direkt” sagte er am Donnerstagabend, es sei für die Innenräume der Gastronomie angedacht, “dass man dort nur eintreten kann, wenn man zweimal geimpft und getestet ist. Nur noch Geboosterte können so rein.” Lauterbach erklärte: “Die Gastronomie ist ein Problembereich. Da sitzt man ohne Maske oft für Stunden. Und wenn sich die Menschen dort dann gegenseitig infizieren, wie wir es bei Omikron sehr viel sehen, dann brauchen wir einen besseren Schutz, daher 2G plus, additionally geimpft und zusätzlich eben getestet.”

Quarantäne: Freitesten soll nach sieben Tagen möglich sein

Die Beschlussvorlage für das Treffen am Freitag sieht vor, dass man nach sieben Tagen aus einer Quarantäne als Kontaktperson von Infizierten oder einer Isolation wegen einer eigenen Infektion herauskann. Bedingung ist aber ein anschließender negativer PCR-Take a look at oder ein “hochwertiger” Schnelltest. Nach zehn Tagen soll die Absonderung ohne Take a look at enden. Schüler und jüngere Kinder sollen sich demnach schon nach fünf Tagen freitesten können, weil sie in serielle Teststrategien eingebunden sind. 

Für Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe soll “die Isolation nach erfolgter Infektion nach sieben Tagen durch einen obligatorischen PCR-Take a look at beendet” werden können, “wenn die Betroffenen zuvor 48 Stunden symptomfrei waren”. 

Zwei Feuerwehrmänner löschen einen Brand in einem Wohnhaus (Archiv): Für Menschen in der kritischen Infrastruktur soll die Isolation und Quarantäne kürzer sein als für andere.  (Quelle: imago images/onw-images)Zwei Feuerwehrmänner löschen einen Model in einem Wohnhaus (Archiv): Für Menschen in der kritischen Infrastruktur soll die Isolation und Quarantäne kürzer sein als für andere. (Quelle: onw-images/imago photographs)

Für Kontaktpersonen entfällt generell die Quarantänepflicht in mehreren Fällen. Etwa dann, wenn sie zweimal geimpft sind (wenn die zweite Impfung mindestens zwei Wochen, aber nicht länger als zwei Monate zurückliegt), wenn sie geboostert sind (additionally eine dritte Impfung erhalten haben, die mindestens eine Woche zurückliegt), und wenn sie genesen sind (sofern das Ende der Erkrankung weniger als zwei Monate zurückliegt oder eine zweite Impfung nach der Genesung erfolgt ist). 

Auch der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hat am Donnerstag eine Empfehlung abgegeben. Diese liegt t-online vor. “Für die Aufrechterhaltung der Versorgung ist eine ausgewogene Quarantäneregelung erforderlich, die gleichzeitig den Erfordernissen des Infektionsschutzes insbesondere für susceptible Gruppen gerecht wird”, steht in dem Papier. Auch eine weitere Kontaktbeschränkung sei erforderlich, sollte die Belastung etwa in den Krankenhäusern in den kommenden Wochen zu hoch werden. Mehr zu den aktuellen Empfehlungen des Expertenrates lesen Sie hier. 

Was aktuell gilt

Im Second müssen ungeimpfte Kontaktpersonen von Infizierten für zehn Tage in häusliche Quarantäne – diese kann mit einem negativen Schnelltest auf sieben Tage verkürzt werden, mit PCR-Take a look at auf fünf Tage. Vollständig Geimpfte und Genesene sind von der Quarantäne befreit.

Wer selbst infiziert ist, soll für zwei Wochen nach Symptombeginn in Isolierung – vollständig Geimpfte können diese Zeit auf fünf Tage reduzieren, wenn sie danach keine Krankheitssymptome mehr haben und negativ PCR-getestet sind.

Im Fall von Omikron gibt es bislang jedoch strengere Empfehlungen. Unabhängig vom Impfstatus gilt hier sowohl für Infizierte als auch für Kontaktpersonen eine zweiwöchige Isolations- oder Quarantänedauer – ohne die Möglichkeit der Freitestung. Allerdings ist oft gar nicht bekannt, mit welcher Variante sich ein Infizierter tatsächlich angesteckt hat.  

Homeoffice-Pflicht und Empfehlung für FFP2-Masken 

Ferner wird appelliert, beim Einkaufen in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr nur noch sichere FFP2-Masken zu verwenden. Vorgeschrieben werden soll dies allerdings nicht. Die bestehenden Kontaktbeschränkungen sollen verlängert und die jetzige Homeoffice-Pflicht konsequent umgesetzt werden. Zugleich sieht der Entwurf vor, dass sich Bundesregierung und die 16 Landesregierungen hinter die Beschlüsse der Gesundheitsminister zur Verkürzung der Isolation und Quarantäne stellen.

In dem Entwurf wird darauf verwiesen, dass die Omikron-Variante sehr schnell dominieren werde. Erfreulich sei aber, dass sich Omikron “in den vergangenen Wochen in Deutschland bisher nicht so schnell ausgebreitet hat, wie aufgrund der Erfahrung in anderen Ländern zu erwarten conflict”. Zudem wird auf die rückläufigen Belegungszahlen der Krankenhäuser in weiten Teilen des Landes verwiesen. Bis Ende Januar sollen weitere 30 Millionen Menschen geimpft werden.

Verschärfte Kontaktbeschränkungen?

Gesundheitsminister Lauterbach will außerdem eine weitere Verschärfung der Kontaktbeschränkungen vorschlagen: “Verschärfungen werden leider notwendig sein, um der schweren Welle, die auf uns zukommt, zu begegnen.” Auch wenn der Verlauf bei Omikron offenbar milder ist, wird von der Bundesregierung angesichts erwarteter hoher Fallzahlen eine Überlastung der Krankenhäuser nicht ausgeschlossen.

Wie genau diese Maßnahmen aussehen könnten, ist aber bislang unklar. Beispielsweise könnte die momentan geltende Regelung zur Anzahl erlaubter Kontaktpersonen weiter reduziert werden. Zurzeit sind non-public Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen auf maximal zehn Personen begrenzt. Für Ungeimpfte aus einem Haushalt gilt die strengere Regelung, dass sie maximal zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen dürfen. 

Was nicht besprochen wird

Die zurzeit heiß diskutierte mögliche Einführung einer allgemeinen Impfpflicht wird wohl nicht Thema des Corona-Gipfels am Freitag sein. Diese wird im Bundestag anhand unterschiedlicher Gruppenanträge beraten. Die SPD peilt einen Beschluss dazu bis spätestens Ende März an. Mehr dazu lesen Sie hier



Source link

Supply & Picture rights : https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_91433988/corona-gipfel-tests-auch-fuer-geimpfte-bund-und-laender-verschaerfen-corona-regeln.html

DISCLAIMER:
Underneath Part 107 of the Copyright Act 1976, allowance is made for “truthful use” for functions comparable to criticism, remark, information reporting, educating, scholarship, and analysis. Honest use is a use permitted by copyright statute which may in any other case be infringing.”

What do you think?

64 Points
Upvote Downvote

Written by Newsplaneta

Newsplaneta.com - Latest Worldwide Online News

Leave a Reply

Your email address will not be published.

GIPHY App Key not set. Please check settings

Florida sheriff hopes 2 deputies’ suicides might be “catalyst for change” in angle towards psychological well being

Is there a Connection? – ?