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Netflix-Berühmtheit soll erneut vor Gericht


Er verkaufte im Web Drogen für Millionen, wurde bekannt als “Kinderzimmer-Vendor” und dann zur Vorlage für eine der erfolgreichsten deutschen Netflix-Serien. Jetzt kommt raus: Noch während Maximilian S. in Haft saß, soll er rückfällig geworden sein. Erneut geht es um Rauschgifthandel im großen Stil.

Maximilian S., der 2015 als “Kinderzimmer-Vendor” Schlagzeilen machte, ist wieder zu einem Fall für die Justiz geworden. Am Landgericht Leipzig ist eine Anklage gegen den 27-Jährigen anhängig, wie die Staatsanwaltschaft t-online sagte und damit einen Bericht der “Leipziger Volkszeitung” bestätigte.

Zusammen mit vier mutmaßlichen Komplizen soll S. kiloweise Rauschgift über einen On-line-Versand mit “.to”-Adresse des Königreichs Tonga verkauft haben. Landgerichts-Vizepräsident Johann Jagenlauf sagte t-online, es gehe um knapp 500 Postsendungen, die von 2019 bis Januar 2021 aus einer Wohnung in der Prager Straße verschickt worden seien. Darin: 16,5 Kilogramm Velocity, 2,5 Kilo Haschisch, zwei Kilo MDMA, 500 Gramm Crystal Meth, 350 Gramm Kokain sowie rund 1.000 verschiedene Tabletten.

Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar. Sicher ist aber, dass Maximilian S. Erfahrung hat – sowohl mit dem On-line-Handel mit Drogen als auch mit Gerichten.

Leipziger Ermittler fanden Regale voller Drogen in Maximilians Kinderzimmer – alles ordentlich sortiert

Im November 2015 warfare der damals 20-Jährige schon einmal verknackt worden. Er kassierte sieben Jahre Jugendstrafe, der Fall sorgte für Aufsehen: Innerhalb von nur 14 Monaten hatte Maximilian S. mehrere Millionen Euro umgesetzt, indem er Drogen über das Web verkaufte.

Dazu betrieb der ehemalige Realschüler ohne Berufsausbildung, der noch mit seiner Mutter und seinem Stiefvater zusammen wohnte, den Onlineshop “Shiny Flakes”. In seinem 14 Quadratmeter großen Kinderzimmer hatte er Tüten voller Ecstasy-Pillen, Haschplatten, LSD-Journeys und Speedpaste ordentlich im Regal sortiert.

SEK-Einsatz im Kinderzimmer: Für die Doku hatte Netflix Maximilians 14 Quadratmeter kleines Drogenhauptquartier nachgebaut und dort unter anderem seine Festnahme im Februar 2015 nachgestellt. (Quelle: Netflix)SEK-Einsatz im Kinderzimmer: Für die Doku hatte Netflix Maximilians 14 Quadratmeter kleines Drogenhauptquartier nachgebaut und dort unter anderem seine Festnahme im Februar 2015 nachgestellt. (Quelle: Netflix)

Unzureichende Frankierung half der Polizei auf die Sprünge

Über das Netz kamen Cyber-Ermittler dem jungen Vendor nicht auf die Schliche, dafür warfare er zu geschickt im Umgang mit Verschlüsselungs- und Anonymisierungsdiensten und seine Webseite zu sauber aufgesetzt. Zum Verhängnis wurden Maximilian S. dafür schließlich kleine Nachlässigkeiten im realen Leben: Unzureichend frankierte Postsendungen konnten nicht zugestellt werden und wurden geöffnet. Und da Maximilian S. immer wieder dieselben Packstationen zum Versand benutzte, gab es einen Ansatzpunkt für Observationen.

Im Februar 2015 schlug die Polizei zu, nahm Maximilian S. fest und stellte in seinem Kinderzimmer 48.000 Euro Bargeld sowie 314 Kilo Drogen mit einem Verkaufswert von rund vier Millionen Euro sicher. Etwa die doppelte Menge soll er im Laufe seiner Vendor-Karriere tatsächlich verschickt haben. Insgesamt ging es additionally um rund eine Tonne Drogen.

Die Schauspieler Maximilian Mundt und Danilo Kamperidis: In der Netflix-Serie "How to Sell Drugs Online (Fast)" sind sie die Kinderzimmer-Dealer. (Quelle: imago images/Everett Collection)Die Schauspieler Maximilian Mundt und Danilo Kamperidis: In der Netflix-Serie “How you can Promote Medication On-line (Quick)” sind sie die Kinderzimmer-Vendor. (Quelle: Everett Assortment/imago photos)

“How you can Promote Medication On-line (Quick)” wurde zum Netflix-Hit

Der Fall verschlug vielen die Sprache. Netflix witterte Stoff für einen Serienknaller – und behielt damit Recht. Die von Maximilians Geschichte inspirierte Serie “How you can Promote Medication On-line (Quick)” gehört zu den erfolgreichsten deutschen Produktionen des Streamingdienstes, im vergangenen Sommer lief die dritte Staffel an.

In der Doku  “Shiny Flakes: The Teenage Drug Lord” stellte Netflix außerdem den Kriminalfall vor, Maximilian S. berichtete darin bereitwillig über sein Vorgehen und seine Fehler. Anfang 2019 begannen die Interviews zwischen ihm und den Dokumentarfilmern. Damals saß S. noch im Gefängnis.

Anklage: S. wurde noch aus der Haft heraus wieder straffällig

Im Juli 2019 kam er auf Bewährung frei. Wenn die jetzt gegen ihn erhobenen Vorwürfe zutreffen, begann er schon zuvor, den erneuten Drogenhandel vorzubereiten.

Laut Anklage habe sich die jetzt beschuldigte Gruppe im April 2019 zusammengetan, sagte Landgerichts-Vizepräsident Jagenlauf t-online. Maximilian S. soll erste Tipps für den Store gegeben haben, während er auf Freigang warfare. 



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Written by Newsplaneta

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