in

Schwere Explosionen in Kiew – Luftalarm im ganzen Land


Tag 51 seit Kriegsbeginn: Das russische Flaggschiff “Moskwa” ist gesunken.  Die Ukraine erwartet heftige Angriffe. Alle Informationen im Newsblog.  

Nawalny fordert Hilfe von Internetriesen

3 Uhr: Der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat westliche Regierungen und US-Internetkonzerne aufgefordert, eine “Informationsfront” in Russland zu eröffnen. In einer Botschaft an zahlreiche westliche Spitzenpolitiker und Meta-Chef Mark Zuckerberg schrieb Nawalny am Donnerstag auf Twitter, sie sollten die “Propaganda” des russischen Präsidenten Wladimir Putin “mit Hilfe von Werbemöglichkeiten in den sozialen Medien zerschlagen”. Er bekräftigte: “Wir brauchen Werbung, viel Werbung”.

Habeck: “Es müssen mehr Waffen kommen”

1.30 Uhr: Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck dringt auf eine Ausweitung der Waffenlieferungen an die Ukraine. “Es müssen mehr Waffen kommen”, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “Wir können die Ukraine in dem Krieg nicht alleine lassen. Sie kämpft auch für uns. Die Ukraine darf nicht verlieren, Putin darf nicht gewinnen.” Deutschland stehe in der Pflicht, die Menschen in der Ukraine, die sich mit Mut und Opferbereitschaft wehrten, mit Waffen zu unterstützen.”Zugleich haben wir eine Verantwortung dafür, nicht selbst zum Angriffsziel zu werden. Das ist der Rahmen, innerhalb dessen wir alles liefern, was möglich ist.”

Schwere Explosionen in Kiew und Cherson gemeldet

0.46 Uhr: In Kiew und der Stadt Cherson im Süden der Ukraine haben sich schwere Explosionen ereignet. Dies berichten örtliche Medien. Nach bisher unbestätigten Berichten soll es sich um Raketenangriffe handeln. In der gesamten Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Überwachungskameras zeigen, dass es in Teilen Kiews Stromausfälle gegeben hat.

Frankreich will Botschaft wieder nach Kiew verlegen

0.45 Uhr: Frankreich wird “sehr bald” seine Botschaft in der Ukraine aus Lwiw im Westen in die Hauptstadt Kiew zurückverlegen. Dies habe Außenminister Jean-Yves Le Drian seinem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba in einem Telefonat zugesichert, teilt das Außenministerium in Paris mit.

Bericht: Luftalarm in der gesamten Ukraine

0.05 Uhr: Nach einer Meldung der osteuropäischen Nachrichtenagentur Nexta hat es am späten Abend in der gesamten Ukraine Luftalarm gegeben. Die Menschen wurden aufgefordert, sich in Schutzräume zu begeben. Beichte über neue oder stärkere Angriffe lagen noch nicht vor. 

Schwimmende Gasterminals sollen Versorgung sichern

23.45 Uhr: Deutschland hat einem Insider zufolge Verträge unterzeichnet, um sich drei schwimmende LNG-Terminals über Versorger zu sichern und erwägt ein viertes. Damit wolle das Land seine Gasabhängigkeit von Russland schneller als geplant reduzieren, verlautete aus Regierungskreisen am Donnerstagabend. Die Planungen und Vorbereitungen für ein weiteres Terminal seien im Gange. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte im März in Aussicht gestellt, Deutschland werde zur Gasversorgung auf Spezialschiffe zurückgreifen können. Diese sollten über Uniper und RWE bereitgestellt werden, die sie wiederum über Norwegen bekommen.

CIA nimmt Atombomben-Drohung ernst

22.55 Uhr: Angesichts der militärischen Rückschläge für Russland in der Ukraine darf die mögliche Bedrohung eines russischen Einsatzes taktischer Atombomben nach Ansicht von CIA-Chef Invoice Burns nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Moskau habe sich mit den Äußerungen zur erhöhten Einsatzbereitschaft seiner Atomwaffen Drohgebärden bedient, bislang hätten die USA dafür aber kaum praktische Belege wie Truppenbewegungen oder militärische Vorbereitungen gesehen, sagte der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes am Donnerstag an einer Universität im Bundesstaat Georgia. Dennoch nehme man das Thema sehr ernst. Unter taktischen Atomwaffen versteht man Kernwaffen, deren Wirkungskreis und Sprengkraft deutlich geringer ist als bei strategischen Atomwaffen. 

Russisches Flaggschiff “Moskwa” gesunken

22.15 Uhr: Der im Ukraine-Konflikt schwer beschädigte Kreuzer “Moskwa”, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, ist untergegangen. Das teilte am Donnerstagabend das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Während das Schiff in Richtung eines Hafens abgeschleppt worden sei, habe es seine “Stabilität” verloren und sei bei starkem Seegang gesunken. Lesen Sie hier mehr dazu.

Moldau: Russland versucht unsere Bürger zu rekrutieren

22.02 Uhr: Die russische Armee versucht nach Angaben der Republik Moldau, Bürger des an die Ukraine grenzenden Landes zu rekrutieren. Die Versuche gingen in der abtrünnigen Area Transnistrien vonstatten, erklärt Außenminister Nicu Popescu. “Solche Aktionen fördern nicht den Frieden für uns alle, unsere Mitbürger, für unsere Familien. Solche Dinge sind sehr gefährlich und müssen gestoppt werden.” Weitere Particulars nennt Popescu nicht. Moskaus Außenministerium äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen, die sich unabhängig vorerst nicht überprüfen ließen. Transnistrien ist ein schmaler Landstreifen im Osten der Republik, der von prorussischen Separatisten gehalten wird und bis auf etwa 40 Kilometer an die ukrainische Hafenstadt Odessa heranreicht.

Russischer Soldat in der Ukraine: Die russische Armee soll Soldaten in Moldau rekrutieren wollen.  (Quelle: imago images)Russischer Soldat in der Ukraine: Die russische Armee soll Soldaten in Moldau rekrutieren wollen. (Quelle: imago pictures)

Kuleba fordert schnelle Entscheidung zu deutschen Waffen

21.57 Uhr: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba fordert eine schnelle Entscheidung der Bundesregierung zu Waffenlieferungen. “Ich hoffe, dass Scholz eine optimistic Entscheidung treffen wird”, sagt Kuleba in der ARD unter Bezug auf Bundeskanzler Olaf Scholz. In der Zeit, in der ein Konsens herbeigeführt werde, würden seine Landsleute sterben und Dörfer zerstört. “Wir bezahlen den Preis mit Menschenleben”, sagte er.

Ukrainisches Parlament stuft Russland als Terrorstaat ein

21.55 Uhr: Das ukrainische Parlament hat Russland als Terrorstaat eingestuft und die Symbolik des als “Spezialoperation” bezeichneten russischen Angriffskrieges verboten. Für das Gesetz stimmten 354 Parlamentarier, schrieb der Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak auf seinem Telegram-Kanal. 226 Stimmen wären notwendig gewesen. “Die Russische Föderation ist ein Terrorstaat, eines der Ziele des politischen Regimes ist der staatliche Genozid des ukrainischen Volkes, die physische Auslöschung, die massenhafte Ermordung der Bürger der Ukraine”, heißt es im Gesetz.

Verboten werden dabei die Symbole der russischen Streitkräfte und anderer russischer Behörden. Die Verwendung der lateinischen Buchstaben “V” und “Z” zur Propagierung des russischen Einmarsches von vor sieben Wochen ist ebenso untersagt. Russlands Regierung wird dabei als “neonazistisches totalitäres Regime” eingestuft. Der Kreml verfolge “Prinzipien, die von den faschistischen und nazistischen militaristischen Routine Hitlers, Mussolinis und anderen eingeführt wurden”, wird im Erklärungstext betont. Strafmaße wurden noch nicht festgelegt. Ein Entwurf sieht bis zu zehn Jahre Gefängnis vor.

Gouverneur: Mehr als 500 tote Zivilisten in Area Charkiw

21.51 Uhr Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sind in der Area Charkiw nach ukrainischen Angaben mehr als 500 Zivilisten getötet worden. Insgesamt seien seit dem 24. Februar 503 Zivilisten getötet worden, darunter 24 Kinder, sagte der Regionalgouverneur Oleg Synegubow in einem im Messengerdienst Telegram veröffentlichten Video.

In den vergangenen 24 Stunden habe es in der Area im Osten der Ukraine 34 Angriffe gegeben. Dabei seien ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden, fügte Synegubow hinzu.

Ukrainisches Parlament wirft Russland Völkermord vor

19.04 Uhr: Das ukrainische Parlament hat die Gräueltaten der russischen Armee offiziell als “Völkermord” eingestuft. Eine entsprechende Entschließung wurde am Donnerstag verabschiedet, wie das Parlament auf seiner Internetseite mitteilte. Der Genozid äußere sich dabei in den “massenhaften Gräueln” in den Kiewer Vororten Butscha, Borodjanka, Hostomel, Irpin und anderen Ortschaften. Darunter seien Morde, Entführungen, Folter und Vergewaltigungen von ukrainischen Bürgern.

Zudem versuche Moskau, durch die komplette oder teilweise Blockade von Städten Teile der ukrainischen Bevölkerung auszulöschen. Der Kreml verhindere nicht zuletzt durch Zwangsdeportationen von Kindern und deren Adoption durch Russen deren Selbstidentifikation als Ukrainer.

Als weiteren Beleg führt der Entschluss die systematische Zerstörung der wirtschaftlichen Infrastruktur an. Auch damit beabsichtige Russland eine Vernichtung des ukrainischen Volkes.

Selenskyj kritisiert Deutschland wegen Kauf von russischem Öl

19.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Deutschland wegen des weiteren Einkaufs von russischem Öl erneut scharf kritisiert. Deutschland sowie Ungarn hätten ein Embargo blockiert, sagte Selenskyj der BBC in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interviewausschnitt. “Wir verstehen nicht, wie man mit Blut Geld verdienen kann. Leider ist es das, was einige Länder tun.” Nun müsse mit diesen Ländern gesprochen werden, um deren Haltung zu ändern, sagte Selenskyj sieben Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs.

Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische Präsident hat die deutsche Energie-Politik gegenüber Russland kritisiert. (Quelle: dpa/Evgeniy Maloletka/AP)Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische Präsident hat die deutsche Energie-Politik gegenüber Russland kritisiert. (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa)

“Einige unserer Freunde und Companion verstehen, dass jetzt eine andere Zeit ist, dass es nicht länger um Geschäfte und Geld geht. Dass es eine Frage des Überlebens ist”, betonte der Staatschef. Er lobte die USA, Großbritannien und einige andere europäische Staaten für Waffenlieferungen. “Aber wir brauchen sie trotzdem früher, früher und schneller. Das Schlüsselwort lautet “jetzt”.”

Die seit Tagen erwartete neue russische Offensive in der Ostukraine bereitet Selenskyj Sorgen. “Doch sind dort unsere kampfstärksten Einheiten konzentriert”, versicherte er. Der Staatschef schloss zwar nicht aus, dass diese komplett vernichtet werden. “Sie können uns töten, aber sie werden auch sterben”, betonte der 44-Jährige. Dennoch verstehe er bis heute nicht, warum die Russen sein Land angegriffen haben. “Ich kann nicht verstehen wofür? Ich kann nicht verstehen, warum sie gekommen sind.”

London sperrt Vermögen von Abramowitsch-Geschäftsfreunden

18.50 Uhr: Großbritannien geht gegen zwei weitere russische Oligarchen vor. Wie das Außenministerium in London mitteilte, wird Vermögen im Wert von bis zu 10 Milliarden Pfund (12 Mrd Euro) von David Davidowitsch und Eugene Tenenbaum eingefroren. Sie seien enge Geschäftsfreunde des bereits sanktionierten Multimilliardärs Roman Abramowitsch. Tenenbaum ist Direktor des englischen Fußballclubs FC Chelsea, dessen Eigentümer Abramowitsch bisher warfare.

“Wir erhöhen den Druck auf die Kriegsmaschinerie von (Kremlchef Wladimir) Putin und zielen auf den Kreis der Menschen, die dem Kreml am nächsten stehen”, sagte die britische Außenministerin Liz Truss einer Mitteilung zufolge.

Litauens Präsident erschüttert von Borodjanka-Besuch

18.21 Uhr: Nach seiner Rückkehr aus der Ukraine hat sich der litauische Staatpräsident Gitanas Nauseda tief erschüttert geäußert über die Lage in dem nordwestlich von Kiew gelegenen Borodjanka. Die Eindrücke aus dem von Luftangriffen und Raketen zerstörten Ort “seien sehr stark, leider sehr negativ und menschlich schockierend”, sagte er auf einer Pressekonferenz in Vilnius. “Die Bilder sind apokalyptisch.”

Ein Ziel der Reise sei es gewesen, die “Gräueltaten, die das Putin-Regime in Borodjanka begangen hat, mit eigenen Augen zu sehen”, sagte Nauseda. Er rief die Staats- und Regierungschefs anderer westlicher Länder dazu auf, in die Ukraine zu reisen und sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Dies würde “höchstwahrscheinlich” zu einem entschlosseneren Handeln der EU und anderer Länder beitragen. 

US-Kreise: Russischer Raketenkreuzer kämpft wohl noch gegen Feuer

18.03 Uhr: Die USA gehen einem Insider davon aus, dass an Bord des beschädigten russischen Raketenkreuzers “Moskwa” weiter gegen ein Feuer gekämpft wird. Angenommen werde, dass das Kriegsschiff in Richtung Sewastopol unterwegs sei, sagt ein hochrangiger US-Militär-Angehöriger, der namentlich nicht genannt werden will. Das Schiff habe offenbar schwere Schäden erlitten, der Model sei wohl sehr umfangreich.

Kanada entsendet Soldaten nach Polen

17.47 Uhr: Kanada schickt Soldaten nach Polen, um bei der Versorgung der Flüchtlinge aus der Ukraine zu helfen. Es sollten bis zu 150 Militär-Angehörige eingesetzt werden, sagt Verteidigungsministerin Anita Anand.

Moskau wirft Ukraine Angriff mit Helikoptern vor

17.23 Uhr: Russland hat der Ukraine vorgeworfen, zwei Ortschaften in Grenznähe angegriffen zu haben, eine davon mit Hubschraubern. Zwei Militärhelikopter hätten mindestens sechs Luftangriffe auf Wohnhäuser in der Siedlung Klimowo in der Area Brjansk geflogen, teilte das russische Ermittlungskomitee am Donnerstag mit. Sieben Menschen seien verletzt worden. Von unabhängiger Seite lassen sich die Anschuldigungen nicht überprüfen.

Russland wirft der Ukraine einen Angriff mit Hubschraubern auf russisches Gebiet vor. (Symbolfoto) (Quelle: imago images/Pavlo Bagmut)Russland wirft der Ukraine einen Angriff mit Hubschraubern auf russisches Gebiet vor. (Symbolfoto) (Quelle: Pavlo Bagmut/imago pictures)

Zuvor hatte der Gouverneur von Brjansk von einem Angriff auf die Ortschaft berichtet. “Heute haben die ukrainischen Streitkräfte das Dorf Klimowo beschossen”, erklärte Alexander Bogomas im Onlinedienst Telegram. “Infolge des Beschusses wurden zwei Wohnhäuser beschädigt und einige Bewohner verletzt.” Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz und würden die Bewohner “medizinisch versorgen”.

Klimowo liegt rund zehn Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und hat rund 13.000 Einwohner. Auch der Gouverneur der Grenzregion Belgorod warf den ukrainischen Streitkräften vor, das Dorf Spodarjuschino bombardiert zu haben. Es habe keine Verletzten oder Sachschäden gegeben, dennoch hätten die Behörden Spodarjuschino und einen weiteren Ort evakuiert, erklärte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf seinem Telegram-Kanal.

Ebenfalls am Donnerstag sei von ukrainischer Seite auf einen Grenzkontrollpunkt geschossen worden, an dem mehr als 30 ukrainische Flüchtlinge nach Russland einreisen wollten, meldete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den russischen Geheimdienst FSB.

Putin: Energieexporte nach Westen “werden sinken”

14.23 Uhr:  Russland beabsichtigt nach den Worten von Präsident Wladimir Putin, seine Energieexporte künftig von Europa Richtung Asien umzulenken. Dazu sollte Russland damit anfangen, die entsprechende Infrastruktur zu bauen, sagt Putin bei einer im Fernsehen übertragenen Regierungsbesprechung.

Wladimir Putin: Der russische Präsident will künftig Energie verstärkt nach Asien exportieren. (Quelle: dpa/Evgeny Biyatov/Pool Sputnik Kremlin/AP)Wladimir Putin: Der russische Präsident will künftig Energie verstärkt nach Asien exportieren. (Quelle: Evgeny Biyatov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa)

Die Lieferungen Richtung Westen “werden sinken”, heißt es von Putin. Stattdessen würden die “stark wachsenden Märkte im Süden und im Osten” bedient. Hintergrund seien die Pläne Europas, auf russisches Gasoline verzichten zu wollen. “EU-Länder sprechen davon, Energielieferungen aus Russland zu kappen, damit steigen die Preise und der Markt wird destabilisiert.”

Russische U-Boote feuern Raketen im Japanischen Meer ab

12.42 Uhr: Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Moskau und Tokio wegen des Ukraine-Kriegs haben russische U-Boote bei einem Manöver im Japanischen Meer Raketen abgefeuert. “U-Boote der Pazifikflotte feuerten ‘Kalibr’-Marschflugkörper auf feindliche Schiffsattrappen ab”, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag. Mehr als 15 Schiffe nahmen demnach an den Manövern teil, darunter zwei U-Boote.

Das Ministerium veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie die Raketen aus dem Wasser katapultiert werden, in den Himmel steigen und graue Rauchfahnen hinterlassen, während Seeleute über Funk miteinander kommunizieren. Die Manöver finden vor dem Hintergrund starker Spannungen zwischen Russland und Japan statt, das unter anderem als Reaktion auf Moskaus Militäreinsatz in der Ukraine ein Embargo für russische Kohle angekündigt hat.

Japan ist ein enger Verbündeter der USA und unterhält diffizile Beziehungen zu Russland. Tokio unterzeichnete nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Friedensvertrag mit Moskau. Hintergrund ist der Streits über vier kleine Inseln des Kurilen-Archipels, die an Japans nördliche Insel Hokkaido angrenzen. Diese Inseln waren in den letzten Tagen des Krieges von der sowjetischen Armee eingenommen worden und wurden nie an Tokio zurückgegeben, das sie als “Nördliche Territorien” bezeichnet.

Ukraine meldet russisches Flaggschiff als gesunken – Moskau widerspricht

11.45 Uhr: Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch hat das im Schwarzen Meer stark beschädigte russische Kriegsschiff “Moskwa” (“Moskau”) für gesunken erklärt. “Wo ist die “Moskwa?” Sie ist gesunken”, schrieb Arestowytsch am Donnerstag auf Twitter und bei Telegram. Bestätigungen für diese Behauptung lagen jedoch zunächst nicht vor. Das ukrainische Einheitsfernsehen griff Arestowytschs Tweet dennoch auf.

Russland widerspricht der ukrainischen Darstellung: Das Feuer auf dem Raketenkreuzer ist nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums eingedämmt worden. Das Kriegsschiff werde nun zum Hafen zurückgeschleppt, die Besatzung sei auf anderen Schiffen untergebracht worden. Die wichtigsten Waffen der “Moskwa” seien nicht beschädigt worden, das Schiff laufe auch nicht Gefahr zu sinken. Nun werde die Brandursache untersucht. Mehr dazu lesen Sie hier.  

Der russische Raketenkreuzer "Moskwa" bei einer Übung: Er wurde offenbar durch ukrainische Raketen schwer beschädigt. (Quelle: dpa/ picture alliance)Der russische Raketenkreuzer “Moskwa” bei einer Übung: Er wurde offenbar durch ukrainische Raketen schwer beschädigt. (Quelle: image alliance/dpa)

Großbritannien warnt: Kramatorsk wohl Ziel von Großangriff

11.20 Uhr: Der britische Militärgeheimdienst rechnet mit größeren russischen Angriffen auf die ostukrainischen Städte Kramatorsk und Kostjantyniwka. Weit verbreitete Raketen- und Artillerieangriffe und Bemühungen, die Truppen für eine Offensive zu konzentrieren, zeigten zudem eine Rückkehr zur traditionellen russischen Militärdoktrin, führt der Geheimdienst nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums in seiner aktualisierten Lagebeurteilung weiter aus. Eine erhebliche Zahl an russischen Soldaten und Gerät sei derzeit wegen der anhaltenden Verteidigung der Hafenstadt Mariupol gebunden.

Bürgermeister von Mariupol bestreitet Einnahme des Hafens durch russische Truppen 

10.55 Uhr: Mariupols Bürgermeister Wadym Boitschenko hat russische Angaben zur Eroberung des Hafens in der südostukrainischen Stadt zurückgewiesen. “Ich betrachte es als eine Falschmeldung”, sagte Boitschenko am Donnerstag im ARD-“Morgenmagazin”. “Meine Haltung ist natürlich skeptisch, russische Lügen hören wir auf Schritt und Tritt, weshalb ich empfehle, nur geprüfte Informationen zu verwenden.”

“Wir sind fest überzeugt: Mariupol warfare, ist und bleibt eine ukrainische Stadt”, betonte Boitschenko, der per Video zugeschaltet warfare. “Unsere Verteidiger verteidigen die Stadt schon seit über 50 Tagen, und Mariupol ist den Ukrainern ans Herz gewachsen. So ist es und so wird es bleiben.”

Mariupol wird seit den ersten Tagen nach dem russischen Einmarschs am 24. Februar belagert. Inzwischen ist die einst über 400.000 Einwohner zählende Stadt weitgehend zerstört. Die humanitäre Lage ist katastrophal. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von “Zehntausenden” Toten durch die Belagerung.

Russland eröffnet Strafverfahren wegen angeblicher Folter durch Ukrainer

10.50 Uhr: Russland eröffnet Strafverfahren wegen der angeblichen Folter russischer Soldaten durch ukrainische Militärangehörige. Das kündigt das für schwere Straftaten zuständige Investigativkomitee an. Demnach wurden einige russische Soldaten in den Gebieten von Saporischschja und Mykolajiw gefangengenommen und unlawful festgehalten. “Russen wurden körperlicher Gewalt und Folter ausgesetzt, um sie zu falschen Erklärungen über die tatsächlichen Bedingungen ihrer rechtswidrigen Inhaftierung in den Räumlichkeiten des Sicherheitsdienstes der Ukraine sowie zu (Russlands) Sondermilitäroperation zu zwingen.”

Außerdem wurde nach Angaben des Komitees eine Untersuchung von Vorwürfen angeordnet, denen zufolge ukrainische Truppen während einer Evakuierung auf Zivilisten aus der selbsternannten Volksrepublik Luhansk schossen. Die Angaben ließen sich unabhängig zunächst nicht überprüfen.

Ukraine kündigt Wiederaufnahme von Evakuierungen aus Osten und Süden an

9.17 Uhr: Die ukrainische Regierung hat die Wiederöffnung von Fluchtkorridoren aus umkämpften Gebieten im Osten und Süden des Landes angekündigt. “Für heute sind neun humanitäre Korridore geplant”, erklärte die stellvertretende Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Donnerstag auf Telegram. Am Vortag waren die Evakuierungen nach ukrainischen Angaben aus Sicherheitsgründen ausgesetzt worden.

Handelsverband: Hamsterkäufe lassen nach

8.47 Uhr: Nach den Vorratskäufen vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs hält der Handelsverband Deutschland (HDE) die Zeit der Hamsterkäufe in Deutschland vorerst für beendet. “Das Kundenverhalten hat sich jetzt ein bisschen normalisiert”, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der “Rheinischen Submit” vom Donnerstag. “Der Lebensmittelhandel läuft ordentlich, die Leute verhalten sich offenbar besonnener als vor zwei oder drei Wochen”, fuhr er fort.

Genth bezeichnete die Hamsterkäufe, die es bereits in der Pandemie gegeben hatte und die sich zuletzt auf scheinbar knappe Güter wegen des Ukraine-Kriegs bezogen, als “irrationale Verbraucherentscheidung, bei der das Bauchgefühl den Einkauf bestimmt”. Nötig sei das nicht: “Unsere Lebensmittelversorgung ist sehr sicher. “

Nehammer warnt nach Putin-Besuch vor Ausfall von russischem Gasoline

7.05 Uhr: Die Versorgung Europas mit russischem Gasoline ist aus Sicht von Österreichs Kanzler Karl Nehammer auch abseits von Sanktionsüberlegungen nicht gesichert. Kriegsfolgen und die Sprengung von Pipelines könnten etwa zu einem Lieferstopp führen, warnte Nehammer in einem Interview kurz nach seinen Besuchen in Kiew und Moskau. “Das Risiko ist ja ohnehin da, dass das dennoch passieren kann – auch wenn Österreich, Deutschland und andere sich gegen ein Gasembargo aussprechen”, sagte der konservative Politiker der Deutschen Presse-Agentur und der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Nehammer traf sich am Montag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und warfare damit der erste EU-Regierungschef, der seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine Moskau besuchte. Putin habe das Thema Gasoline von sich aus angesprochen, berichtete der Kanzler. Der Präsident habe gesagt, dass die vereinbarten Mengen geliefert würden und dass weiterhin in Euro bezahlt werden könne.

Putin sei sich durchaus bewusst, dass der Krieg schwere wirtschaftliche Folgen für sein Land habe. “Ich weiß”, habe der Kremlchef gesagt, als Nehammer ihn darauf hinwies. Aus Nehammers Sicht werden die jüngsten EU-Sanktionen gegen Exporte von Rüstungselektronik Russlands Schlagkraft erst mittelfristig schwächen. “Deswegen führt es jetzt nicht unmittelbar dazu, dass Putin den Krieg beendet.”

Karl Nehammer: Österreichs Kanzler ist der erste EU-Regierungschef, der Putin seit Beginn des Kriegs besuchte.  (Quelle: imago images/Xinhua)Karl Nehammer: Österreichs Kanzler ist der erste EU-Regierungschef, der Putin seit Beginn des Kriegs besuchte. (Quelle: Xinhua/imago pictures)

Moskau: Besatzung von Raketenkreuzer “Moskwa” evakuiert

6.12 Uhr: Die Besatzung des russischen Raketenkreuzers “Moskwa” (“Moskau”) ist nach Angaben aus Moskau nach einem Zwischenfall vollständig evakuiert worden. Das Schiff der Schwarzmeerflotte sei durch die “Detonation von Munition infolge eines Brandes” zudem schwer beschädigt, berichtete die russische Agentur Tass unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Der russische Raketenkreuzer "Moskwa" bei einer Übung: Er wurde offenbar bei einem ukrainischen Angriff schwer beschädigt. (Quelle: imago images/SNA)Der russische Raketenkreuzer “Moskwa” bei einer Übung: Er wurde offenbar bei einem ukrainischen Angriff schwer beschädigt. (Quelle: SNA/imago pictures)

UN-Chef: Waffenruhe scheint derzeit nicht möglich

4.30 Uhr: Eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg scheint nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres derzeit nicht realistisch. “Im jetzigen Second scheint eine globale Waffenruhe in der Ukraine nicht möglich”, sagte Guterres am Mittwoch in New York bei einer Pressekonferenz. “Das warfare unser Appell aus humanitären Gründen, aber es scheint nicht möglich.”

Der UN-Chef hatte zuvor unter anderem seinen Nothilfekoordinator Martin Griffiths damit beauftragt, die Möglichkeit eines “humanitären Waffenstillstands” im Ukraine-Krieg auszuloten. Griffiths warfare daraufhin zu Gesprächen nach Moskau und Kiew gereist. 

Weitere Militärhilfe von EU und USA

3 Uhr: Angesichts einer erwarteten Großoffensive Russlands im Osten der Ukraine stocken neben der Europäischen Union auch die USA ihre militärische Unterstützung für Kiew erheblich auf. Die Vereinigten Staaten wollen der Ukraine weitere Waffen und Munition im Wert von bis zu 800 Millionen Greenback (740 Millionen Euro) liefern – darunter auch Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge und Hubschrauber. US-Präsident Joe Biden erklärte am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die Regierung in Washington werde die Ukraine auch weiter mit den Fähigkeiten ausstatten, sich zu verteidigen.

USA wollen angeblich hochrangigen Vertreter nach Kiew schicken

2.30 Uhr: Einem Insider zufolge wollen die USA einen hochrangigen US-Beamten aus Solidarität auf einen Besuch in die ukrainische Hauptstadt Kiew schicken. Der amerikanische Außenminister Antony Blinken oder auch Verteidigungsminister Austin Lloyd seien mögliche Kandidaten für einen Überraschungsbesuch, so der Insider. Es sei unwahrscheinlich, dass US-Präsident Joe Biden selbst die Reise antreten werde. Eine endgültige Entscheidung ist nach Angaben der mit der Angelegenheit vertrauten Particular person noch nicht gefallen. Von Gesprächen über die Entsendung eines hochrangigen Regierungsmitgliedes berichtet auch die US-amerikanische Tageszeitung “Politico” unter Berufung auf zwei weitere Insider.

Ukraine will mehrere Angriffe in Donezk abgewehrt haben

2 Uhr: Ukrainische Streitkräfte wehrten eigenen Angaben zufolge acht russische Angriffe in den östlichen Regionen von Donezk und Luhansk ab. “Insbesondere haben die ukrainischen Verteidiger einen feindlichen Panzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und sechs weitere Fahrzeuge zerstört”, heißt es in einer Erklärung des ukrainischen Militärs.

Russische Soldaten durchkämmen eine Straße in Mariupol (Archivbild): Die Ukraine spricht von erfolgreicher Abwehr russischer Angriffe. (Quelle: imago images/Sergei Bobylev)Russische Soldaten durchkämmen eine Straße in Mariupol (Archivbild): Die Ukraine spricht von erfolgreicher Abwehr russischer Angriffe. (Quelle: Sergei Bobylev/imago pictures)

Putin soll 10. Mai als Termin für Kriegsgewinn genannt haben

1.30 Uhr: Der Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Gerashchenko, meldet auf Telegram, dass russische Soldaten von Präsident Wladimir Putin ein Ultimatum gesetzt bekommen haben. Er beruft sich auf ukrainische Geheimdienstquellen. In abgehörten Telefongesprächen hätten Soldaten ihren Familien über die Lage berichtet. “Putin sagte, dass wenn wir bis 10. Mai nicht etwas tun, sollen wir alles dem Erdboden gleichmachen”, soll ein Soldat geschildert haben. Die Einheiten würden auch über die ukrainischen Angriffe und eine fehlende Aussicht auf einen Sieg im Krieg klagen. Die Informationen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. 

Warnung vor “Zehntausenden” russischen Minen in der Ukraine

0.40 Uhr: Russische Truppen sollen ukrainischen Angaben zufolge große Mengen an nicht explodierten Sprengvorrichtungen im Norden des Landes hinterlassen haben. Zehntausende nicht detonierter Granaten oder Minen seien in dem Gebiet, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videobotschaft in der Nacht zu Donnerstag. Die Minenräumung dauere an, Bewohnerinnen und Bewohner, die dorthin zurückkehrten, müssten äußerst vorsichtig und aufmerksam sein.

Selenskyj: Immer mehr russische Militärkonvois im Süden

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj machen sich immer mehr russische Militärkonvois auf den Weg in den Südosten der Ukraine. Raketen-, Bomben- und Artillerieangriffe würden von den Angreifern weiter fortgesetzt, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zusätzlich versuchten die Russen offenbar, ukrainische Bewohner in den vorübergehend besetzten Gebieten in Bezirken der Regionen Donezk und Luhansk mobilzumachen. “Sie versuchen, Einwohner der südlichen Regionen unseres Landes in ihre Reihen zu holen”, so der Präsident.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer Videobotschaft. (Quelle: Bildschirmfoto)Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer Videobotschaft. (Quelle: Bildschirmfoto)

Ukrainischer Generalstab meldet Angriffe auf Charkiw

0.15 Uhr: Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Armee sind russische Truppenbewegungen bei Charkiw durch Einheiten der Ukraine teilweise aufgehalten worden. Es gebe aber heftigen Artilleriebeschuss auf die Stadt. Auch Mariupol werde weiterhin aus der Luft angegriffen – offenbar in Vorbereitung einer erwarteten Großoffensive. Nach Angaben aus Kiew habe es bei den russischen Truppen Verstärkung gegeben. Allerdings hätten von den neuen Soldaten nur etwa zehn Prozent Kampferfahrung.

Hofreiter übt heftige Kritik an Scholz wegen Ukraine-Politik

23.50 Uhr: Der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Deutschen Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), kritisiert Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für seine Ukraine-Politik. Bei “RTL Direkt” sagt er: “Das Drawback ist im Kanzleramt und Herr Scholz spricht von Zeitenwende. Aber er setzt sie nicht ausreichend um und da braucht es deutlich mehr Führung, auch insbesondere wenn man mit anderen europäischen Parlamentariern spricht. Überall wird einem die Frage gestellt, wo bleibt eigentlich Deutschland und das ist nicht nur ein Drawback für die Menschen in der Ukraine, das ist das Hauptproblem. Aber das ist auch ein Drawback für uns. Wir verlieren grad massiv Ansehen bei all unseren Nachbarn.” Hofreiter forderte zudem, dass Deutschland schnellstmöglich schwere Waffen in die Ukraine liefern solle. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Polen und baltische Staaten sichern Ukraine Unterstützung zu

23.35 Uhr: Polens Präsident Andrzej Duda sowie die Staatschefs der drei baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland haben der Ukraine bei einem Besuch ihre Solidarität versichert. Die Staatsoberhäupter der vier EU- und Nato-Staaten sagten Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen in Kiew weiter Militärhilfe und humanitäre Unterstützung zu. Außerdem versprachen sie, sich für eine Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union einzusetzen. 

Wehrbeauftragte sieht Grenzen bei Waffenlieferungen

23.30 Uhr: Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, spricht sich für eine stärkere Unterstützung der Ukraine aus, sieht bei deutschen Waffenlieferungen aber Grenzen. “Wir können nicht einfach alles, was irgendwo bei einer Firma auf dem Hof steht, ohne Weiteres liefern – zum Beispiel die 50 Jahre alten Schützenpanzer Marder”, sagte Högl dem “Handelsblatt” (Donnerstag). Zugleich betonte sie: “Bei den Waffenlieferungen leisten wir mehr, als in der öffentlichen Diskussion suggeriert wird.” Sie gehe davon aus, dass die Bundesregierung im geheim tagenden Bundessicherheitsrat die Entscheidungen verantwortungsvoll treffe und “alles auslotet, was möglich ist”, so die SPD-Politikerin.

Ermittler sehen die gesamte Ukraine als Tatort

23.10 Uhr: Wegen möglicher Kriegsverbrechen in der Ukraine haben Ermittler des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) sich am Mittwoch ein Bild der Lage vor Ort gemacht. Der Chefankläger des IStGH, Karim Khan, bezeichnete die gesamte Ukraine bei einem Besuch in Butscha als “Tatort”. US-Präsident Joe Biden hatte Russlands Staatschef Wladimir Putin zuvor vorgeworfen, in der Ukraine Völkermord zu begehen. Der Kreml wies den Vorwurf als “inakzeptabel” zurück.

Russischer Kreuzer laut Ukraine in Flammen

22.23 Uhr: Der russische Raketenkreuzer “Moskwa” (“Moskau”) ist nach Angaben aus Kiew im Schwarzen Meer von einer ukrainischen Anti-Schiffsrakete getroffen worden. “Den Kreuzer ‘Moskwa’ traf irgendeine Überraschung – er brennt stark”, sagte Präsidentenberater Olexij Arestowytsch am Mittwoch in einem Interview. Das Kriegsschiff habe eine Besatzung von mehr als 500 Matrosen. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Lesen Sie hier mehr dazu.

Russischer Kreuzer "Moskwa": Nach ukrainischen Angaben wurde das Schiff von einer Rakete getroffen. (Archivfoto) (Quelle: imago images/Sergei Malgavko)Russischer Kreuzer “Moskwa”: Nach ukrainischen Angaben wurde das Schiff von einer Rakete getroffen. (Archivfoto) (Quelle: Sergei Malgavko/imago pictures)

Mehr als 100 Tote in Sumy gefunden

20.58 Uhr: Im nordostukrainischen Gebiet Sumy sind nach dem Abzug russischer Truppen nach offiziellen Angaben mehr als 100 Leichen gefunden worden. “Leider erhöht sich diese Zahl jeden Tag, denn es werden Körper gefunden – mit gefesselten Händen, mit Folterspuren, mit Kopfschüssen, das sind schreckliche Dinge”, sagte der Gouverneur des Gebiets, Dmytro Schywyzkyj, am Mittwoch vor Journalisten. Viele Menschen seien noch vermisst oder in russischer Gefangenschaft.

Zudem würden in Krankenhäusern – auch in Nachbargebieten – noch viele Verletzte behandelt. Die russischen Soldaten hätten bei ihrem Einmarsch wild um sich geschossen, so Schywyzkyj. “Das warfare Terror und Schrecken, den die Russen bei uns in der Area verursachten”, sagte der Gebietsvorsteher. Die Menschen hätten sich in Sümpfen, Bauernhöfen und selbst Futtersilos versteckt.

Priorität habe für die Behörden nun die Wiederherstellung der Gasoline-, Elektro- und Wasserversorgung in der Area. Vorläufige Schätzungen beziffern die Schäden auf umgerechnet etwa 300 Millionen Euro. Derzeit würden die Eisenbahnverbindungen im Gebiet unter anderem nach Kiew und nach Charkiw wieder aufgenommen. Russland hatte die Ukraine vor sieben Wochen angegriffen. Nach dem russischen Abzug aus dem Gebiet Kiew Ende März waren dort bereits Hunderte ermordete Zivilisten gefunden worden.

USA sichern Ukraine weitere Militärhilfen zu

20.08 Uhr: Die USA liefern als Teil ihrer neuen Militärhilfe erstmals auch Haubitzen an die Ukraine. Die 18 Geschütze haben ein Kaliber von 155 mm, wie aus der Ankündigung hervorgeht. Der Militärexperte John Spencer von der Denkfabrik Madison Coverage Discussion board begrüßte die Entsendung von Artillerie mit zugehöriger Munition. “Man braucht diese größeren, stärkeren Waffen, um mit dem mithalten zu können, was Russland mitbringt für die versuchte Einnahme der Ostukraine”, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters.

Weitere Verwirrung um geplanten Steinmeier-Besuch in Ukraine

20.00 Uhr: Zwischen Berlin und Kiew gibt es Differenzen angesichts der abgesagten Reise des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in die Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Mittwochabend, dass es keine offizielle Anfrage von Steinmeier zu einem Besuch gegeben habe. Diese sei auch nicht von Steinmeiers Büro erfolgt, erklärte er. Zuvor hatte schon sein Stabschef Serhij Leschtschenko in einem Interview mit CNN betont, dass Selenskyj keinen Besuch des Bundespräsidenten abgesagt habe. Dagegen wird der Vorfall von mit dem Vorgang betrauten Personen anders dargestellt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Frank-Walter Steinmeier: Der Bundespräsident hatte eine Reise in die Ukraine geplant. (Quelle: dpa/Jens Büttner)Frank-Walter Steinmeier: Der Bundespräsident hatte eine Reise in die Ukraine geplant. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Frankreich will weitere Waffen an Ukraine liefern

19.45 Uhr: Frankreich will der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Einmarsch weitere Waffen liefern. Das kündigte Verteidigungsministerin Florence Parly am Mittwoch in Paris nach einem Treffen mit ihrem ukrainischen Kollegen Olexij Resnikow an. Frankreich habe der Ukraine bereits für 100 Millionen Euro Militärmaterial geliefert.

Auf ukrainische Bitten hin habe sie Resnikow zugesagt, dass Frankreich zusätzliche militärische Kapazitäten zur Verfügung stellen werde, über das gelieferte Materials im Wert von 100 Millionen Euro hinaus. Über Einzelheiten zu den Waffenlieferungen hat Frankreich sich bislang bedeckt gehalten.

Russland soll Hafen von Mariupol eingenommen haben

19.33 Uhr: Russland hat Agenturberichten zufolge die komplette Einnahme des Handelshafens der belagerten Stadt Mariupol bekannt gegeben. Das berichtet Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Tass zitiert das Ministerium in Moskau mit der Darstellung, es seien alle Geiseln auf den Schiffen im Hafen befreit worden.

Familie entdeckt Sohn in Massengrab von Butscha

19.31 Uhr: Russland leugnet weiterhin die Kriegsverbrechen in der Ukraine. Doch täglich werden getötete Zivilisten in ehemals besetzten Gebieten entdeckt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Militärexperte: “Sie wissen, dass sie sterben”

19.29 Uhr: Die militärische Lage in der Ukraine spitzt sich zu. Aufnahmen zeigen, wie sich die russischen Streitkräfte neu formieren und eine Offensive in der Ostukraine starten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dnipro: Offenbar Leichen von 1.500 Russen geborgen

19.02 Uhr: In der südostukrainischen Großstadt Dnipro sind nach ukrainischen Angaben die Leichen von mehr als 1.500 russischen Soldaten geborgen worden. Sie seien in insgesamt vier verschiedene Leichenhallen gebracht worden, sagte der Vizebürgermeister der Industriestadt, Mychajlo Lyssenko, dem US-finanzierten Fernsehsender Nastojaschtscheje Wremja am Mittwoch. Er forderte russische Mütter auf, ihre toten Söhne abzuholen. “Ich möchte sie nicht in Massengräbern beerdigen. Ich möchte sie nicht einäschern”, meinte Lyssenko. “Wir sind keine Unmenschen.”

Die Angaben konnten zunächst nicht überprüft werden. Nach Darstellung der ukrainischen Armee wurden seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor knapp sieben Wochen bereits knapp 20.000 russische Soldaten getötet. Moskau hingegen nennt deutlich geringere Verluste, zuletzt warfare von 1.351 toten Soldaten in den eigenen Reihen die Rede.

Kreml lehnt Austausch von Medwedtschuk ab

18.27 Uhr: Russland hat den von Kiew vorgeschlagenen Austausch des ukrainischen Putin-Vertrauten Viktor Medwedtschuk gegen ukrainische Gefangene abgelehnt. Der Geschäftsmann habe “nichts mit dem militärischen Spezialeinsatz zu tun”, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. “Er ist ein ausländischer Politiker.” Der 67-Jährige habe “nie irgendwelche Beziehungen zu Russland hinter den Kulissen” gehabt, fügte Peskow hinzu. 

Die ukrainischen Behörden hatten am Dienstag die Festnahme des prorussischen Geschäftsmanns und Abgeordneten Medwedtschuk gemeldet. Er gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Ukrainischer Botschafter fordert Stellungnahme von Merkel 

18.06 Uhr: Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk hat der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schwere Vorwürfe wegen ihrer Russlandpolitik gemacht. Dass sein Land Merkel “quick blind vertraut” habe, sei ein Fehler gewesen, sagte Melnyk der “Süddeutschen Zeitung”. “Niemand wusste besser als sie, wie angespannt das Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine geblieben ist und dass (der russische Präsident Wladimir) Putin keine Einigung, sondern die Vernichtung meiner Heimat will.” Sie sei “so nah an Putin dran” gewesen, wie sonst niemand.

Trotzdem sei in Berlin die Entscheidung für die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 und gegen Waffenlieferungen an die Ukraine gefallen, sagte Melnyk. Er forderte Merkel auf, Stellung zu ihrer Russlandpolitik zu nehmen. “Ich glaube, es wäre auch für Deutschland wichtig, dass Frau Merkel sich äußert.” Es gehe “nicht um Schuldzuweisungen. Es geht darum, zu verstehen, wie das Ganze schiefgelaufen ist.”

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk: Niemand sei "so nah an Putin dran" gewesen wie Merkel. (Quelle: imago images/Christian Spicker)Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk: Niemand sei “so nah an Putin dran” gewesen wie Merkel. (Quelle: Christian Spicker/imago pictures)

Kreml widerspricht Völkermord-Vorwürfen

16.04 Uhr:  Russland hat den US-Vorwurf eines Völkermordes in der Ukraine entschieden zurückgewiesen. “Wir sind mit ihnen kategorisch nicht einverstanden”, kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch entsprechende Äußerungen von US-Präsident Joe Biden. “Wir halten Versuche, die State of affairs so zu verdrehen, für inakzeptabel”, meinte Peskow der Agentur Interfax zufolge. “Erst recht ist das – wie wir bereits gesagt haben – kaum akzeptabel für den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.”

Biden hatte Russlands Präsident Wladimir Putin angesichts der Gräueltaten in der Ukraine am Dienstag Völkermord vorgeworfen. “Ich habe es Völkermord genannt, denn es wird klarer und klarer, dass Putin einfach versucht, die Idee, überhaupt Ukrainer sein zu können, einfach auszuradieren”, sagte er.

Medwedew beschimpft Kiew

14.58 Uhr: Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew hat erbost auf die Festnahme des prorussischen Politikers Viktor Medwedtschuk in der Ukraine reagiert und schwere Vorwürfe gegen Kiew erhoben.

“Vereinzelte Missgeburten, die sich selbst als ‘ukrainische Regierung’ bezeichnen, erklären, dass sie ein Geständnis aus Viktor Medwedtschuk herausprügeln, ihn ‘schnell und gerecht’ verurteilen und dann gegen Gefangene austauschen wollen”, schrieb Medwedew am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal. Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf Kiew Foltermethoden vor – ohne dafür jedoch Beweise zu liefern.

Dmitri Medwedew: Der ehemalige russische Präsident ist verärgert wegen der Festnahme von Viktor Medwedtschuk.( Archivfoto) (Quelle: imago images/Ekaterina Shtukina)Dmitri Medwedew: Der ehemalige russische Präsident ist verärgert wegen der Festnahme von Viktor Medwedtschuk.( Archivfoto) (Quelle: Ekaterina Shtukina/imago pictures)

Medwedtschuk warfare viele Jahre einer der einflussreichsten Politiker in der Ukraine gewesen und gilt zugleich als engster Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin im Land. Putin ist auch Taufpate von Medwedtschuks Tochter. In der Ukraine werden Medwedtschuk Hochverrat und Unterschlagung vorgeworfen.

Kurz vor Ausbruch des Krieges am 24. Februar hatte er sich aus seinem Hausarrest abgesetzt. Am Dienstag wurde Medwedtschuk vom ukrainischen Geheimdienst SBU festgenommen. Fotos zeigten den 67-Jährigen in Handschellen und in ukrainischer Uniform.

Großbritannien verhängt Sanktionen gegen Separatisten

14.43 Uhr: Wegen ihrer Unterstützung für die prorussischen Separatistengebiete in der Ostukraine sind 178 Menschen von Großbritannien mit Sanktionen belegt worden. “Nach den schrecklichen Raketenangriffen auf Zivilisten in der Ostukraine bestrafen wir heute diejenigen, die die illegalen abtrünnigen Regionen stützen und sich an Gräueltaten gegen das ukrainische Volk mitschuldig machen”, sagte Außenministerin Liz Truss am Mittwoch. Ihre Behörde betonte, dieser Schritt sei lange geplant gewesen. Nun habe der Raketenangriff auf den Bahnhof der Stadt Kramatorsk, bei dem am Freitag mehr als 50 Menschen getötet worden waren, die Regierung angespornt.

Die Maßnahmen würden mit der EU koordiniert, teilte das Außenministerium in London mit. Von diesem Donnerstag an werde zudem der Import von russischem Eisen und Stahl sowie der Export von Quantentechnologien verboten, die Kremlchef Wladimir Putin dringend benötige. “Wir werden weiterhin all diejenigen ins Visier nehmen, die Putins Krieg unterstützen und unterstützen”, sagte Truss.

Nach Angaben des Außenministeriums zielen die neuen Sanktionen unter anderem auf die Regierungschefs der selbst ernannten “Volksrepubliken” Luhansk und Donezk, Sergej Koslow und Alexander Anantschenko. Zusätzlich zu zahlreichen führenden Separatisten treffen die Maßnahmen auch Familienmitglieder und Mitarbeiter der russischen Oligarchen Oleg Deripaska und Michail Fridman sowie die Ehefrau des russischen Außenministers Sergej Lawrow, Maria Lawrowa. Insgesamt stünden 206 Personen auf der am Mittwoch beschlossenen Liste, hieß es in London. Sie dürfen nicht mehr ins Vereinigte Königreich einreisen und ihre Besitztümer im Land werden eingefroren.

Mehrere Präsidenten in Ukraine eingetroffen

13.36 Uhr: Polens Präsident Andrzej Duda sowie die Staatschefs der drei baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland sind in der Ukraine zu Gesprächen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj eingetroffen. Die Staatsoberhäupter der vier EU- und Nato-Staaten trafen per Zug in der Hauptstadt Kiew ein, wie das polnische Präsidialamt mitteilte. Auf Bildern waren sie auf dem Bahnsteig und zusammen mit dem ukrainischen Regierungschef Denys Schmyhal zu sehen.

Der Besuch der Präsidenten Polens und der baltischen Staaten sei ein wichtiges Zeichen der Unterstützung für die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion, sagte Selenskyj in einer Video-Ansprache im estnischen Parlament. Dabei dankte er auch Estland für bisherige Unterstützung und Waffenlieferungen.

SPD und Grüne kritisieren Ukraine

13.28 Uhr: Die Ampelkoalition zeigt sich irritiert über die ukrainische Absage an Bundespräsident Steinmeier. Vor allem SPD-Fraktionschef Mützenich äußert sich empört – und sendet deutliche Worte nach Kiew. Mehr dazu lesen Sie hier.

Rolf Mützenich: Der SPD-Fraktionschef wirft der Ukraine "ungerechtfertigte Angriffe" auf Steinmeier vor. (Quelle: imago images/Christian Spicker)Rolf Mützenich: Der SPD-Fraktionschef wirft der Ukraine “ungerechtfertigte Angriffe” auf Steinmeier vor. (Quelle: Christian Spicker/imago pictures)

Polizei: 720 Tote in Area Kiew untersucht

12.40 Uhr: Nach dem Abzug russischer Truppen aus der Area Kiew sind in den ehemals besetzten und umkämpften ukrainischen Gebieten inzwischen Hunderte Leichen von Bewohnern gefunden worden. “Die Zahl der entdeckten und untersuchten Körper umgekommener ziviler Personen im Gebiet Kiew im Ergebnis der russischen Aggression beläuft sich bereits auf über 720 Personen”, sagte der Polizeichef des Gebiets, Andrij Njebytow. Weitere 200 Menschen gelten als vermisst.

Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa hatte am Sonntag in einem Interview von 1.222 getöteten Zivilisten im Gebiet Kiew gesprochen. Polizeichef Njebytow zufolge sind 1.463 Verfahren wegen Kriegsverbrechen eingeleitet worden. Daneben habe es 150 Plünderungen gegeben. 30 Fälle der Zusammenarbeit mit den russischen Besatzern wurden demnach registriert.

Putin: Können Energieexporte leicht umleiten

12.21 Uhr: Das mit Sanktionen westlicher Staaten belegte Russland kann nach Darstellung seines Präsidenten Wladimir Putin seine Energieexporte leicht in andere Länder umleiten. Damit bekämen Länder russisches Gasoline und Öl, die das wirklich bräuchten, sagt Putin. Zugleich werde der Verbrauch an Öl, Gasoline und Kohle im Inland erhöht. “Unfreundliche Länder” hätten die Lieferketten in Russlands arktischen Regionen zerstört, einige Nationen erfüllten ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht. Dies habe Russland Probleme bereitet, sagt Putin bei einem Treffen mit Beamten, bei dem die Entwicklung der russischen Arktis erörtert wurde.

Selenskyj wirft Russland Einsatz von Phosphorbomben vor

12.06 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland den Einsatz von Phosphorbomben vor. Das sei Terror gegen die Zivilbevölkerung, sagte Selenskyj in einer Video-Ansprache vor dem estnischen Parlament. Eine unabhängige Bestätigung für einen Phosphorbomben-Einsatz gibt es nicht.

Selenskyj forderte zudem, Instrumente zu finden, die den Druck auf Russland erhöhen, Zwangsdeportation von Ukrainern zu beenden. Sanktionen gegen Russland müssten fortgeführt werden.

Russland: Mehr als 1.000 ukrainische Soldaten ergeben sich

11.20 Uhr: Bei der Schlacht um Mariupol zeichnet sich ein Wendepunkt ab: Nach Angaben Russlands haben Hunderte ukrainische Soldaten, die bis zuletzt um die Hafenstadt kämpften, ihre Waffen niedergelegt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Russische Soldaten räumen einen Unterschlupf der ukrainischen Armee aus (Archivbild): In Mariupol sollen sich mehr als 1.000 Soldaten ergeben haben. (Quelle: imago images/SNA)Russische Soldaten räumen einen Unterschlupf der ukrainischen Armee aus (Archivbild): In Mariupol sollen sich mehr als 1.000 Soldaten ergeben haben. (Quelle: SNA/imago pictures)

Ukraine zu russischer Ostoffensive: “Wir sind erschöpft”

9.38 Uhr: Der ukrainische Präsidentenberater Olexeij Arestowytsch hat Auskunft über den Zustand der ukrainischen Armee gegeben. Im ARD-“Morgenmagazin” sagte er mit Blick auf die erwartete russische Offensive im Osten der Ukraine: “Wir sind etwas erschöpft”, ebenso wie die russische Seite.

Das Schicksal der Stadt Mariupol und anderer Orte hänge von der Lieferung deutscher Waffen ab. Jede Minute zähle. Das Argument, ukrainische Soldaten müssten erst an solchen Waffen ausgebildet werden, wies der Präsidentenberater zurück. Ukrainische Soldaten könnten sich den Umgang damit binnen drei Tagen selbst aneignen, meinte er.

Arestowytsch bat zudem um Verständnis für die Absage seiner Regierung an einen Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kiew. Er kenne die Gründe nicht, doch die Politik und die Entscheidungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj seien sehr ausgewogen, sagte Arestowytsch. “Unser Präsident erwartet den Bundeskanzler (Olaf Scholz), damit er unmittelbar praktische Entscheidungen treffen könnte, auch inklusive die Lieferung der Waffen.”

Ukrainische Soldaten tragen die Särge ihrer getöteten Kameraden: Nach Angaben der Regierung sei die Armee "etwas erschöpft". (Quelle: imago images/Agencia EFE)Ukrainische Soldaten tragen die Särge ihrer getöteten Kameraden: Nach Angaben der Regierung sei die Armee “etwas erschöpft”. (Quelle: Agencia EFE/imago pictures)

Präsidenten der Baltenstaaten und Polens wollen Selenskyj treffen

9.07 Uhr: Polens Präsident Andrzej Duda sowie die Staatschefs der drei baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland befinden sich in der Ukraine auf dem Weg zu einem Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dies sagte Dudas außenpolitischer Sprecher Jakub Kumoch am Mittwoch der Agentur PAP.

“Unser Ziel ist es, Präsident Selenskyj und die Verteidiger der Ukraine in einem für das Land entscheidenden Second zu unterstützen”, sagte Kumoch. Die baltischen Staaten seien die wichtigsten Companion in Sicherheitsfragen in der Area. Polen sei der Organisator des Besuchs und stelle auch in der Ukraine die Logistik und Sicherheit zur Verfügung.

Eigentlich wollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit den vier Präsidenten nach Kiew reisen. Die ukrainische Regierung lehnte den Besuch Steinmeiers aber ab, stattdessen erhielt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine Einladung aus Kiew. Die Präsidenten Polens und der Baltenstaaten reisten ohne das deutsche Staatsoberhaupt.

Wladimir Klitschko kritisiert Steinmeiers Ausladung

8.48 Uhr: Nachdem die ukrainische Regierung den Bundespräsidenten ausgeladen hat, hofft Wladimir Klitschko auf einen späteren Besuch Steinmeiers. Der Ex-Boxer betont: “Deutschland ist Companion Nummer eins.” Hier lesen Sie mehr.

Wladimir Klitschko: Der ehemalige Box-Champion betont die Verbundenheit der Ukraine zu Deutschland. (Quelle: imago images/Itar-Tass)Wladimir Klitschko: Der ehemalige Field-Champion betont die Verbundenheit der Ukraine zu Deutschland. (Quelle: Itar-Tass/imago pictures)

Ukrainerin berichtet von stundenlanger Vergewaltigung

8.50 Uhr: Immer mehr Berichte über Kriegsverbrechen in der Ukraine werden bekannt. Auch Vergewaltigungen sollen als Waffe eingesetzt werden. In diesem Video berichtet eine Frau von Gräueltaten durch russischen Soldaten.

Ukraine: Keine Möglichkeit für Fluchtkorridore – 100.000 Menschen in Mariupol

8.45 Uhr: Die Ukraine sieht für diesen Mittwoch keine Möglichkeit für Fluchtkorridore, durch die die Zivilbevölkerung die belagerten Städte im Donbass im Osten und auch das eingekesselte Mariupol verlassen könnte. Die Besatzungstruppen hätten die Waffenruhe gebrochen, teilt die stellvertretende Ministerpräsidentin, Iryna Wereschtschuk, auf Telegram mit. Sie hätten Busse für die Evakuierung blockiert. Die ukrainische Führung arbeite daran, so schnell wie möglich wieder Fluchtkorridore zu öffnen.

In Mariupol warten mehr als 100.000 Menschen darauf, dass sie die von russischen Truppen eingekesselte Hafenstadt verlassen können. Das teilte Wadym Bojtschenko im Fernsehen mit, der Bürgermeister der am Asowschen Meer gelegenen und bereits zu großen Teilen zerstörten Stadt.

Russland will Kriegskommando offenbar zentralisieren

8.07 Uhr: Russland will nach Einschätzung des britischen Militärgeheimdienstes mit der Ernennung von Armeegeneral Alexander Dwornikow zum Befehlshaber des Ukraine-Einsatzes das Kommando und die Kontrolle zentralisieren. Russlands Unfähigkeit, seine militärische Aktivität zu koordinieren, habe seine Invasion der Ukraine bisher behindert, teilt das britische Verteidigungsministerium mit. Dwornikows Ernennung zeige, wie Russland durch den ukrainischen Widerstand und seine eigene ineffektive Vorbereitung des Krieges gezwungen sei, seine Einsätze zu überdenken. Mehr zur Personalie lesen Sie hier.

Selenska: Russische Propaganda “übertrifft Zweiten Weltkrieg”

7.54 Uhr: Olena Selenska hat das Verhalten der russischen Bevölkerung zum Krieg in der Ukraine scharf kritisiert. Sie zieht daraus eine Konsequenz – und gibt Einblicke in die Beziehung zum ukrainischen Präsidenten. Lesen Sie hier mehr.

Olena Zelenska bei einem TV-Auftritt vor dem Krieg (Archivbild): Die Frau des ukrainischen Präsidenten versucht Frauen und Kindern im Land zu helfen. (Quelle: imago images/Yevhen Kotenko)Olena Zelenska bei einem TV-Auftritt vor dem Krieg (Archivbild): Die Frau des ukrainischen Präsidenten versucht Frauen und Kindern im Land zu helfen. (Quelle: Yevhen Kotenko/imago pictures)

Neue Luftangriffe auf Mariupol

6.34 Uhr: Die seit Wochen umkämpfte ukrainische Stadt Mariupol ist nach Kiewer Angaben in der Nacht zum Mittwoch erneut Ziel russischer Luftangriffe gewesen. Wie das ukrainische Militär mitteilte, griffen russische Truppen auch den Hafen der Stadt und das Stahlwerk Asowstal an. In dem ausgedehnten Industriekomplex haben sich ukrainische Soldaten verschanzt.

Bürgermeister von Mariupol spricht von 21.000 Toten

4.55 Uhr: Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Mariupol hat in einem YouTube-Video von 21.000 zivilen Toten seit Beginn der russischen Invasion gesprochen. Vadym Boichenko sagte, es sei schwierig, die genaue Zahl der Opfer zu berechnen. “Wir wissen und es gibt Beweise dafür, dass Leichen von den Straßen verschwinden”, sagte er. Er warf der russischen Truppen vor, Leichen zu sammeln und verstecken – und damit Beweise für Folterungen zu vernichten.

Immer mehr Massengräber in ukrainischen Städten

4.35 Uhr: Rund 400 Zivilisten sind seit Beginn der russischen Invasion in der Stadt Severodonetsk nahe der Frontlinie in der Ostukraine begraben worden, sagte der Gouverneur der Area Luhansk am Dienstag. “In Severodonetsk werden Gruben mit einem Traktor ausgehoben und Gräber im Register verzeichnet”, sagte Gouverneur Sergiy Gaiday nach Angaben des britischen “Guardian” und bezog sich auf Zivilisten.

In der nahegelegenen Stadt Lysychansk seien die Toten “in Massengräbern beerdigt”. In kleineren Gebieten an der Entrance werden “Bestattungen von Anwohnern in den Höfen von Wohngebieten durchgeführt” oder “die Leichen bleiben auf der Straße liegen”.

Ein Massengran nahe der Stadt Butscha (Archivbild): Auch aus anderen Städten der Ukraine gibt es solche Bilder (Quelle: imago images/Celestino Arce)Ein Massengran nahe der Stadt Butscha (Archivbild): Auch aus anderen Städten der Ukraine gibt es solche Bilder (Quelle: Celestino Arce/imago pictures)

Militär: Haben 300 Luftziele zerstört

4.30 Uhr: Bis zum 12. April hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben 300 russische Flugzeuge und Raketen zerstört. Am Montag seien die Aktivitäten der russischen Luftwaffe geringer gewesen, vor allem wegen schlechten Wetters. Dennoch habe man einen SU-25-Kampfjet abgeschossen, heißt es auf der ukrainischen Webseite Liga.web.

Präsidentenfrau ruft nach mehr Inkubatoren für Babys

4.10 Uhr: Die First Woman der Ukraine, Olena Zelenska, bemüht sich um Ausrüstung für Kinderkrankenhäuser. Sie sagte gegenüber CNN, dass sie daran arbeite, Inkubatoren in die Ukraine zu importieren, um “Neugeborene in Städten zu unterstützen, die von Russen bombardiert werden”. Bislang seien zwei Inkubatoren geliefert worden, acht weitere Inkubatoren sollen bald kommen.

Zelenska sagte, ihre Priorität sei es gewesen, Frauen und Kindern im Land zu helfen, insbesondere den am stärksten gefährdeten – einschließlich Kindern mit Krebs oder Behinderungen und Waisen, und sie als Flüchtlinge sicher in andere Länder zu bringen. Sie lebt aus Sicherheitsgründen von ihrem Mann getrennt.

Möglicher Chemiewaffeneinsatz weiter unklar

3.30 Uhr: Es bleibt weiter unklar, ob russische Streitkräfte in Mariupol chemische Waffen eingesetzt haben. Es sei derzeit nicht möglich, 100-prozentig sichere Schlüsse darüber zu ziehen, erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Im Second sei es nicht möglich, eine angemessene Untersuchung in der belagerten Stadt durchzuführen. 

Angesichts von Russlands Krieg gegen die Ukraine hat sich die Chemiewaffenkontrollbehörde OPCW besorgt zu Berichten über einen möglichen Einsatz von Chemiewaffen in der ukrainischen Stadt Mariupol geäußert. Alle 193 Mitgliedstaaten der OPCW einschließlich der Russischen Föderation und der Ukraine hätten sich verpflichtet, “niemals chemische Waffen zu entwickeln, zu produzieren, anzuschaffen … oder zu benutzen”, hieß es in einer Stellungnahme der Kontrollbehörde in Den Haag am Dienstag. 

SPD uneinig über schwere Waffen für die Ukraine

2.10 Uhr: In der SPD sorgt die Forderung nach der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine für Kontroversen. Bevor man über solche Waffenlieferungen nachdenke, müsse “geklärt werden, welches strategische Ziel wir damit verfolgen”, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Joe Weingarten der Zeitung “Welt” (Mittwochsausgabe). “Ist es realistisch, Russland mit deutschen Panzern in der Ukraine zu besiegen?” Weingarten betonte, Deutschland dürfe sich “nicht schrittweise in einen Krieg mit Russland treiben lassen”.

Viele deutsche Firmen in Umfrage für Rohstoff-Embargo

1 Uhr: Mehr als 40 Prozent der Firmen in Deutschland unterstützen einer repräsentativen Umfrage zufolge die Forderung nach einem Rohstoff-Embargo gegen Russland. In der Gasoline-Debatte sind die Unternehmen allerdings gespalten, wie die “Süddeutsche Zeitung” (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf die Umfrage des German Enterprise Panel der Universität Mannheim berichtet. 36 Prozent der Firmen sehen demnach einen Importstopp für russisches Gasoline negativ.

Selenskyj will Putin-Vertrauten gegen Kriegsgefangene tauschen

0.15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den vom ukrainischen Geheimdienst festgenommenen pro-russischen Abgeordneten und Geschäftsmann Viktor Medwedtschuk gegen ukrainische Kriegsgefangene tauschen. Laut Selenskyj sei es wichtig “für unsere Sicherheitskräfte und Militärs, eine solche Möglichkeit in Betracht zu ziehen”. Medwedtschuk gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin und warfare kurz nach Beginn des Krieges untergetaucht. Lesen Sie hier mehr dazu.

Viktor Medwedtschuk nach seiner Festnahme: Er trägt Handschellen und eine Militäruniform (Quelle: dpa/Ukrainian Presidential Press Office)Viktor Medwedtschuk nach seiner Festnahme: Er trägt Handschellen und eine Militäruniform (Quelle: Ukrainian Presidential Press Workplace/dpa)

Biden spricht von Völkermord

23.45 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erstmals von einem Völkermord gesprochen. Biden hielt am Dienstag im Bundesstaat Iowa eine Rede über die hohe Inflation in den USA und sagte dabei: “Ihr Familienbudget, ihre Fähigkeit, den Tank aufzufüllen – all das sollte nicht davon abhängen, ob ein Diktator am anderen Ende der Welt einen Krieg erklärt und einen Völkermord begeht.” Lesen Sie hier mehr dazu.

Joe Biden spricht zu Reportern in Iowa: Der US-Präsident hat deutliche Worte für das Vorgehen Russlands in der Ukraine. (Quelle: Reuters)Joe Biden spricht zu Reportern in Iowa: Der US-Präsident hat deutliche Worte für das Vorgehen Russlands in der Ukraine. (Quelle: Reuters)

Niederlande setzen 20 Jachten fest

22.40 Uhr: Der niederländische Zoll hat 20 Jachten im Zusammenhang mit den Russland-Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs festgesetzt. Die Schiffe befänden sich unter “erhöhter Beobachtung”, erklärte die Behörde am Dienstag. “Sie dürfen nicht geliefert, weitergegeben oder exportiert werden.”

14 der Jachten befinden sich demnach noch im Bau, zwei sind bereit zur Auslieferung und vier werden gerade gewartet. Sie sind zwischen 8,5 und 120 Meter lang. “Bei zwei dieser Jachten wurde festgestellt, dass sie mit einer Particular person auf der EU-Sanktionsliste in Verbindung stehen”, erklärte der Zoll.

Insider: US-Regierung lädt die acht größten Rüstungskonzerne ein

21.12 Uhr: Das US-Verteidigungsministerium lädt Insidern zufolge für Mittwoch Vertreter der acht größten Waffenhersteller des Landes ein. Thema sei, ob die US-Rüstungsindustrie die ukrainische Nachfrage nach Waffen bedienen könne, sollte sich der Krieg mit Russland über Jahre hinziehen, sagen zwei mit dem Termin vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. An dem auf 90 Minuten angesetzten Treffen werde vermutlich auch Vize-Verteidigungsministerin Kathleen Hicks teilnehmen. Gastgeber sei die für Rüstungskäufe zuständige Abteilung im Pentagon. Zu den größten US Waffenherstellern gehören Raytheon Applied sciences, Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, Common Dynamics und L3Harris Applied sciences.

Ukrainischer Geheimdienst schnappt offenbar Putin-Freund

20.46 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst hat offenbar einen engen Vertrauten des russischen Staatschefs Wladimir Putin festgenommen. Das geht aus einem Beitrag des ukrainischen Präsidenten auf Telegram und Instagram hervor. Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte ein Foto, das den Oligarchen Viktor Medwedtschuk zeigen soll. Der Gefangene trägt Handschellen und militärische Kleidung mit einer Ukraine-Flagge auf der Schulter. Aus Russland gibt es noch keine Bestätigung, man wolle den Fall erst prüfen, sagte ein Sprecher.

Macron: Putin wird nicht aufgeben

20.28 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht nicht von einem baldigen Nachgeben Russlands im Ukraine-Krieg aus. Präsident Wladimir Putin habe “entschieden, dass er nicht aufhören wird”, sagte Macron der Wochenzeitung “Le Level”. “Er braucht einen militärischen Sieg für sich selbst”, auch wenn er verstanden habe, dass die Ukraine sich nicht unterwerfen werde. 

Macron sagte, Putin wolle “einen Sieg und eine glorreiche Militärparade am 9. Mai” erzwingen, sagte Macron. An diesem Datum wird in Russland jährlich der Sieg über Nazi-Deutschland gefeiert. Aus diesen Gründen, “glaube ich ziemlich wenig an unsere kollektive Fähigkeit, (Putin) kurzfristig an einen Verhandlungstisch zu bringen”.

Bürgermeister: Bereits 403 Leichen in Butscha gefunden

20.14 Uhr: Im Kiewer Vorort Butscha ist die Zahl der nach dem Abzug russischer Truppen gefundenen Leichen weiter gestiegen. “Wir haben 403 Tote, die bestialisch gefoltert, ermordet wurden”, sagte Bürgermeister Anatolij Fedorok nach örtlichen Medienberichten.

Nach seinen Angaben begann an dem Tag die Exhumierung von Leichen eines zweiten Massengrabes mit 56 Toten. Mindestens 16 Menschen würden noch vermisst. Das Oberhaupt der Kleinstadt mit ehemals rund 36.000 Einwohnern erwartet demnach noch weitere Leichenfunde.

Ukrainischer Botschafter: Scholz-Reise nach Kiew wäre wichtig

20.02 Uhr: Der ukrainische Botschafter, Andrij Melnyk, fordert, dass Kanzler olaf Scholz nach Kiew reisen solle. “Es wäre auch wichtig, dass der Regierungschef nach Kiew kommt, wenn er Zeit hat, um mit meinem Präsidenten und der Regierung zu sprechen, wie der Ukraine noch mehr geholfen wird angesichts dieses Vernichtungskrieges gegen die ukrainische Nation”, sagt Melnyk den Sendern ProSieben und Sat.1 laut einer Vorabmeldung. Es sei zudem wichtig, dass Scholz die Entscheidung treffe, schwere Waffen an seine Regierung zu liefern. 

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk: Er fordert, dass Kanzler Scholz den Weg für die Lieferung schwerer Waffen frei macht.  (Quelle: imago images/S. Gabsch/Futureimage)Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk: Er fordert, dass Kanzler Scholz den Weg für die Lieferung schwerer Waffen frei macht. (Quelle: S. Gabsch/Futureimage/imago pictures)

Ukraine: Gespräche mit Russland gehen weiter

18.20 Uhr: Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland gehen einem Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge weiter. Die Verhandlungen seien hart, würden aber fortgesetzt, sagt Mychailo Podoljak. Russland wolle mit seinen öffentlichen Äußerungen Druck ausüben. Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin gesagt, die Gespräche befänden sich in einer Sackgasse. Die Ukraine halte in Istanbul getroffene Vereinbarungen nicht ein.

Putin zu Toten in Butscha: “Pretend” und “Provokation”

17.44 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin hat Vorwürfe zu russischen Kriegsverbrechen in der ukrainischen Stadt Butscha als “Provokation” und “Pretend” bezeichnet. Die USA hätten in der Vergangenheit mutmaßliche Chemiewaffen im Irak als Vorwand genutzt für einen Einmarsch in das Land. “Genauso einen Pretend gibt es in Butscha”, sagte er bei einer Pressekonferenz mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko auf dem Weltraumbahnhof Wostotschny.

“Viele sagen, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, gegen Russland bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen. Und so ist es auch”, sagte Putin. Er wirft den USA seit langem vor, die Ukraine und die immer neuen Sanktionen als Druckmittel gegen Russland zu benutzen. 

In der Kleinstadt Butscha nahe Kiew waren Anfang April nach dem Abzug der russischen Truppen mehr als 400 Leichen von Zivilisten gefunden worden, sie waren teils gefesselt. Es gibt zahlreiche Hinweise auf gezielte Tötungen, Vergewaltigungen und andere Verbrechen. Der deutsche Nachrichtendienst BND bezeichnete die Belege für russische Gräueltaten als “umfassend und detailliert”. Mehr dazu lesen Sie hier

Russlands Präsident Wladimir Putin: Er wirft der USA vor, die Ukraine als Druckmittel gegen Russland zu nutzen. (Quelle: imago images/Evgeny Biyatov)Russlands Präsident Wladimir Putin: Er wirft der USA vor, die Ukraine als Druckmittel gegen Russland zu nutzen. (Quelle: Evgeny Biyatov/imago pictures)

Selenskyj wirft russischen Truppen hunderte Vergewaltigungen vor

16.27 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den russischen Streitkräften in der Ukraine schwere Kriegsverbrechen wie massenhafte Vergewaltigungen und Folter vorgeworfen. “Es wurden hunderte Vergewaltigungen registriert, auch von jungen Mädchen und sehr kleinen Kindern. Sogar an einem Child”, sagte Selenskyj am Dienstag bei einer Ansprache per Video im litauischen Parlament.

“In den von den Besatzern befreiten Gebieten wird die Aufzeichnung und Untersuchung der von Russland begangenen Kriegsverbrechen fortgesetzt”, sagte Selenskyj. “Quick täglich werden neue Massengräber entdeckt.”

Steinmeier: Sanktionswirkung darf nicht EU schwächen

16.03 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt im Zusammenhang mit der Debatte um russische Gaslieferungen davor, dass die EU-Staaten sich mit Sanktionen nicht mehr schädigen dürften als Russland. Er verweist nach einem Gespräch mit seinem polnischen Kollegen Andrej Duda in Warschau auf die Industriestruktur Deutschlands. Die Bundesregierung arbeite aber daran, den Bezug von Öl- und Gaslieferungen aus Russland so schnell wie möglich zu reduzieren, fügt der Präsident hinzu. Russland leide bereits unter den harten westlichen Sanktionen, sagt Steinmeier.

Umfrage: Mehrheit für Lieferung schwerer Waffen an Ukraine

15.28 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen ist dafür, der Ukraine im Krieg gegen die Russen Offensivwaffen und schweres Gerät zu liefern. 55 Prozent fänden es richtig, der Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nachzukommen. 33 Prozent sind dagegen, ergab das Trendbarometer für RTL und ntv, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Unter den von Forsa befragten Ostdeutschen lehnte eine Mehrheit von 52 Prozent solche Waffenlieferungen ab. Auch die Anhänger der Linkspartei (52 Prozent) und der AfD (75 Prozent) sprachen sich dagegen aus.

Putin: Westliche Sanktionen gegen Russland sind gescheitert

14.57 Uhr: Der vom Westen ausgehende wirtschaftliche Blitzkrieg gegen Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin gescheitert. Das russische Finanzsystem funktioniere intestine, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax Putin. Mit Bezug auf die Sanktionen sagt er der Agentur Tass zufolge, er gehe davon aus, dass im Westen gesunder Menschenverstand vorherrschen wird. Mittel- und langfristig dürften die Auswirkungen der Sanktionen steigen. Die russische Wirtschaft werde sich darauf einstellen.

Sechs Tote im Keller eines Gebäudes bei Kiew gefunden

14.17 Uhr: In einem Keller in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew, aus dem sich die russische Armee Ende März zurückgezogen hatte, sind nach ukrainischen Angaben sechs Tote entdeckt worden. Die sechs Zivilisten seien erschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Kiew am Dienstag mit. Die ersten Erkenntnisse legten nahe, “dass Militärs der Russischen Föderation die Zivilisten in der Ortschaft Schewtschenkowo ermordet haben”, erklärte die Anklagebehörde weiter.

In den vergangenen Tagen wurden nach Angaben der ukrainischen Behörden mehrere hundert Leichen getöteter Zivilisten in den Ortschaften rund um Kiew gefunden, aus denen sich die russische Armee zurückgezogen hatte. Die Regierung in Kiew und westliche Staaten werfen Russland Kriegsverbrechen vor.

Militärexperte warnt vor russischer Großoffensive nach Ostern

13.50 Uhr: Der Militärexperte Carlo Masala rechnet in den nächsten Tagen mit einem Großangriff Russlands auf die Ukraine. Die Probability, dass Putin bis zum 9. Mai einen Sieg einfahren könnte, hält er allerdings für gering. Hier lesen Sie mehr dazu.

Prorussische Kadyrow-Kämpfer in der Ukraine: Russland könnte schon bald mit einem Großangriff auf die Ukraine beginnen, so der Militärexperte.  (Quelle: imago images/Viktor Antonyuk)Prorussische Kadyrow-Kämpfer in der Ukraine: Russland könnte schon bald mit einem Großangriff auf die Ukraine beginnen, so der Militärexperte. (Quelle: Viktor Antonyuk/imago pictures)

“Welt” engagiert Owsyannikowa – Ukrainer empört

13.40 Uhr: Sie protestierte im russischen Staatsfernsehen gegen den Krieg in der Ukraine, jetzt hat der Springer-Konzern Marina Owsyannikowa engagiert. Doch viele Ukrainer sind verärgert über die Entscheidung. Lesen Sie hier mehr dazu.

Großer Militärkonvoi rollt auf den Donbass zu

13.04 Uhr: Nach einem Bericht des US-Nachrichtensenders “CNN” befindet sich ein großer Konvoi russischer Militärfahrzeuge aus dem Südosten auf dem Weg in Richtung Donbass. Die Kolonne wurde durch eine Analyse von Bilddaten in der Area um Matwejew Kurgan verortet, das etwa 30 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt. Dabei zeigt die Fahrtrichtung des Konvois nach Nordwesten.

Das Kommando der ukrainischen Armee in der Ostukraine hatte zuvor mitgeteilt, man habe im Gebiet Donezk an sechs Stellen russische Angriffe abgewehrt. Die Ukraine unterhält dort besonders starke Truppen, die seit 2014 die Entrance gegen die von Moskau gelenkten und ausgerüsteten Separatistenrepubliken Donezk und Luhansk halten.

Den westlichen Einschätzungen nach könnte ein russischer Angriff von Norden aus Richtung Charkiw und Isjum erfolgen. Ein zweiter Zangenangriff wird von Süden erwartet. Mehr dazu lesen sie hier.

Putin: Ziele im Krieg gegen die Ukraine werden erreicht

12.16 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin gibt sich siegessicher, seine Ziele in der Ukraine zu erreichen. Er verteidigt erneut seinen Angriffskrieg auf das Land – und schmiedet weitere Pläne, mit Blick aufs Weltall. Lesen Sie hier mehr dazu.

Wladimir Putin, Präsident von Russland: Er will das Potenzial Russlands im Weltraum ausbauen. (Quelle: imago images/Kremlin Pool/Russian Look)Wladimir Putin, Präsident von Russland: Er will das Potenzial Russlands im Weltraum ausbauen. (Quelle: Kremlin Pool/Russian Look/imago pictures)

Selenskyj dringt auf Sanktionen gegen Russland

11.42 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die Europäische Union eindringlich zu Sanktionen gegen alle Banken und die Ölindustrie Russlands auf. Für einen Stopp der Gasoline-Importe müsse die EU eine Frist setzen, sagt er in einer Video-Botschaft vor dem litauischen Parlament. “Nur dann wird die russische Regierung verstehen, dass sie sich um Frieden bemühen muss.” Wenn es hinsichtlich eines Gasoline-Embargos noch immer keine Klarheit gebe, dann könne niemand sicher sein, dass es den Willen zur Beendigung russischer Kriegsverbrechen gebe.

Bundespolitiker reisen in die Ukraine

11.05 Uhr: Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, der SPD-Außenpolitiker Michael Roth und der grüne Vorsitzende des Europaausschusses, Anton Hofreiter, reisten am Dienstag in die Ukraine. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ukraine: Mehr als 121.000 Kinder nach Russland verschleppt

10.55 Uhr: Die ukrainische Ombudsfrau für Menschenrechte wirft der russischen Regierung vor, ein Gesetz auszuarbeiten, das es Russen ermöglichen soll, ukrainische Kinder zu adoptieren, die von den Streitkräften nach Russland verschleppt wurden. Bislang seien mehr als 121.000 Kinder von der russischen Regierung “verschleppt” worden.

Auf Fb erklärte Ljudmila Denisowa, die Russische Föderation ändere die Gesetzgebung, um “ein beschleunigtes Verfahren für die Adoption von Kindern aus dem Donbass” zu ermöglichen.

Sie fügte hinzu, dass die ukrainischen Behörden keine Informationen über die Kinder hätten, die angeblich von den Russen zur Adoption freigegeben werden. “Jetzt feuern die Russen Raketen und Panzer auf die Häuser ukrainischer Bürger, töten Eltern und entführen unsere Kinder in den besetzten Gebieten der Ost- und Südukraine”, so Denisowa. Die ukrainische Präsidentenberaterin für Kinderrechte, Herasymchuk Daria, schrieb auf Fb, dass eine solche Adoption eine Verletzung der Kinderrechte darstelle. 

Kind in der Ukraine steht vor dem Grab seiner Mutter: Die Ukraine wirft Russland vor, Kinder zu verschleppen. (Quelle: dpa/Rodrigo Abd/AP)Variety in der Ukraine steht vor dem Seize seiner Mutter: Die Ukraine wirft Russland vor, Kinder zu verschleppen. (Quelle: Rodrigo Abd/AP/dpa)

Separatisten bestreiten Einsatz von Chemiewaffen in Mariupol

10.04 Uhr: Die pro-russischen Separatisten in der ostukrainischen Area Donezk bestreiten, dass sie im Kampf um die Hafenstadt Mariupol Chemiewaffen eingesetzt haben. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Eduard Bassurin, einen Kommandeur der Separatisten.

Die ukrainische Führung prüft nach Angaben der stellvertretenden Verteidigungsministerin Hanna Maljar derzeit unbestätigte Informationen über den Einsatz chemischer Kampfstoffe beim Versuch, die eingekesselte Stadt vollends einzunehmen. “Es gibt eine Theorie, dass es sich um Phosphormunition handeln könnte”, sagt sie im Fernsehen. “Offizielle Informationen kommen später.”

Soldaten in Mariupol: Die Hafenstadt steht kurz vor der Einnahme durch die russische Armee. (Quelle: Reuters/Alexander Ermochenko)Soldaten in Mariupol: Die Hafenstadt steht kurz vor der Einnahme durch die russische Armee. (Quelle: Alexander Ermochenko/Reuters)

Mehrere Flughäfen in Südrussland bleiben bis 19. April geschlossen

Wegen des Krieges gegen die Ukraine haben die russischen Behörden die Flugverbote im Süden des eigenen Landes nun zum achten Mal verlängert. Bis zum 19. April bleiben insgesamt elf Flughäfen weiter gesperrt, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija am Dienstag mitteilte. Von den Luftraumbeschränkungen betroffen sind etwa die Flugplätze im Schwarzmeer-Kurort Anapa, in den Millionenstädten Rostow am Don und Krasnodar sowie in Belgorod unweit der ukrainischen Grenze.

Auch die Flughäfen von Gelendschik, Woronesch sowie in Simferopol auf der 2014 annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim bleiben vorerst weiter geschlossen. Die Verbote, die eigentlich an diesem Mittwoch hätten enden sollen, gelten den Angaben zufolge bis 19. April, 2.45 Uhr MESZ. Russland hatte nach der Invasion in die Ukraine am 24. Februar mehrere südrussische Airports geschlossen und die Flugverbote immer wieder verlängert.

UN fordert Untersuchung zu sexueller Gewalt in der Ukraine

9.30 Uhr: Die Frauenrechtsorganisation UN Girls fordert dringend unabhängige Untersuchungen zu Vorwürfen sexueller Gewalt im Ukraine-Krieg. “Immer häufiger hören wir von Vergewaltigung und sexueller Gewalt”, sagte Direktorin Sima Bahous bei einem Briefing des UN-Sicherheitsrats am Montag (Ortszeit). Diese Anschuldigungen müssten unabhängig untersucht werden, um Gerechtigkeit und Rechenschaft zu gewährleisten, sagte sie weiter. Die Brutalität gegenüber ukrainischen Zivilisten, massenhafte Vertreibungen und der Einsatz vieler Wehrpflichtiger und Söldner seien ein Alarmsignal. Bahous hatte zuvor im Nachbarland Moldau mit Kriegsflüchtlingen gesprochen.

Mehr als sechs Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mehren sich Berichte über Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt gegen Zivilisten. Die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmyla Denissowa, hatte russischen Soldaten Vergewaltigungen Minderjähriger vorgeworfen. Die Angaben konnten zunächst nicht überprüft werden. Sie appellierte an die Vereinten Nationen, diese und andere Kriegsverbrechen zu untersuchen. Von vergewaltigten ukrainischen Frauen berichtete auch der Leiter der Militärverwaltung von Krywyj Rih, Olexander Wilkul. Zu den Opfern im Gebiet Cherson zählten demnach etwa eine 16 Jahre alte Schwangere und eine 78-jährige Frau.

Unicef: “Krieg ist ein Alptraum für die Kinder der Ukraine”

9.12 Uhr: In den knapp sieben Wochen seit dem russischen Einmarsch sind in der Ukraine nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef mindestens 142 Kinder getötet worden. In Wirklichkeit dürften die Zahlen allerdings deutlich höher sein, teilte die Organisation mit. Die Justiz in der Ukraine selbst sprach am Dienstag von mindestens 186 getöteten und 344 verletzten Kindern und Jugendlichen. Unicef verwies zudem auf die vielen Minderjährigen, die entweder mit ihren Familien geflüchtet seien oder weiter im Kriegsgebiet ausharrten. “Der Krieg ist weiter ein Alptraum für die Kinder der Ukraine”, sagte Unicef-Nothilfekoordinator Manuel Fontaine einer Mitteilung zufolge.

Mehr als 4,5 Millionen Menschen seien seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Febraur ins Ausland geflohen, hieß es weiter – davon seien rund 90 Prozent Frauen und Kinder. Rund sieben Millionen weitere seien zudem innerhalb der Ukraine vertrieben worden.

Kiew: Russland will Gebiet Donezk komplett erobern

8.20 Uhr: Russische Truppen wollen Angaben aus Kiew zufolge mit einer bevorstehenden Offensive bis an die Verwaltungsgrenzen des ostukrainischen Gebiets Donezk vordringen. Russland werde versuchen, die bereits heftig umkämpfte Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer sowie die Kleinstadt Popasna im Gebiet Luhansk einzunehmen, teilte der ukrainische Generalstab am Dienstagmorgen mit. Von dort aus solle ein Angriff auf Kurachowe gestartet werden. Derzeit seien die Russen dabei, ihre Truppenverlegung in die grenznahen russischen Gebiete Belgorod und Woronesch abzuschließen.

So können Sie für die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier zeigen wir Ihnen eine Auswahl an Hilfsorganisationen.

Ältere Nachrichten lesen Sie in unserem vorherigen Newsblog.





Source link

Supply & Picture rights : https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_92001842/news-zum-ukraine-krieg-schwere-explosionen-in-kiew-luftalarm-im-ganzen-land.html

DISCLAIMER:
Underneath Part 107 of the Copyright Act 1976, allowance is made for “truthful use” for functions equivalent to criticism, remark, information reporting, instructing, scholarship, and analysis. Honest use is a use permitted by copyright statute which may in any other case be infringing.”

What do you think?

64 Points
Upvote Downvote

Written by Newsplaneta

Newsplaneta.com - Latest Worldwide Online News

Leave a Reply

Your email address will not be published.

GIPHY App Key not set. Please check settings

Former NYC Mayor Invoice de Blasio on doable comeback for Andrew Cuomo: “He ought to get the hell off the stage”

Quantifying CMIP6 Mannequin Uncertainties in Excessive Precipitation Projections – ?