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++ Information zum Ukraine-Krieg ++ Schwedens Außenministerin unterschreibt Nato-Antrag


USA und Griechenland preisen Partnerschaft in Ukraine-Krise

23 Uhr: US-Präsident Joe Biden hält die Partnerschaft mit Griechenland angesichts der Ukraine-Krise für wichtiger denn je. Das sagte Biden am Montag bei einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Weißen Haus in Washington. Bei Russlands Krieg in der Ukraine gehe es auch um die Bedrohung der Demokratie durch Autokraten, betonte er und verwies auf die gemeinsamen demokratischen Werte der USA und Griechenlands. Mitsotakis sagte, die Beziehungen der beiden Länder seien “auf einem Allzeit-Hoch”. Das gelte nicht nur für die militärische Zusammenarbeit, sondern etwa auch für Handel und Investitionen.

Griechenland hatte zuletzt ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit mit den USA um weitere fünf Jahre verlängert. Die Vereinigten Staaten benutzen mehrere Militärstützpunkte in Griechenland, von wo aus das US-Militär sowohl im Mittelmeer als auch im Schwarzen Meer operieren und auch Ausrüstung an die ukrainische Grenze bringen kann.

Am Dienstag will der griechische Regierungschef eine Ansprache vor beiden Kammern des US-Kongresses halten – ein rares Privileg für ausländische Gäste. Anlass ist das Jubiläum des Beginns der Unabhängigkeitsrevolution gegen das Osmanische Reich vor 200 Jahren, das Griechenland im vergangenen Jahr gefeiert hatte.

Ukrainische Soldaten aus Asow-Stahlwerk sollen in Nowoasowsk angekommen sein

22.36 Uhr: Die aus dem Stahlwerk Asowstal in Mariupol evakuierten ukrainischen Soldaten sind nach Angaben eines Reuters-Augenzeugen in Nowoasowsk angekommen. Einige seien verwundet, berichtet dieser.

Das Asowstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol: Hier harren schon seit Wochen zahlreiche ukrainische Kämpfer aus.
Das Asowstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol: Hier harren schon seit Wochen zahlreiche ukrainische Kämpfer aus. (Quelle: Victor/XinHua/dpa-bilder)

Busse mit Soldaten verlassen Stahlwerk in Mariupol

21.00 Uhr: Etwa ein Dutzend Busse mit ukrainischen Militärangehörigen verlassen das Asowstal-Stahlwerk in Mariupol. Das berichten Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters von vor Ort. Zuvor hatte Russland am Mittag eine Feuerpause und die Evakuierung ukrainischer Soldaten in die Stadt Nowoasowsk auf russisch kontrolliertem Gebiet verkündet.

Olaf Scholz: Dem Kanzler ist am Montagabend eine Sondersendung des Fernsehsenders RTL gewidmet.
Olaf Scholz: Dem Kanzler ist am Montagabend eine Sondersendung des Fernsehsenders RTL gewidmet. (Quelle: Hannibal Hanschke/Reuters-bilder)

Scholz: “Müssen uns Sorgen machen, dass es eine Eskalation des Krieges gibt”

20.28 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht keine Anzeichen für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs und warnt sogar vor einer Eskalation. “Bisher ist es leider nicht so zu erkennen, dass die Einsicht gewachsen ist, dass man das jetzt hier so schnell wie möglich beendet”, sagte Scholz in der Sendung “RTL Direkt”. Man müsse sich auch “Sorgen machen, dass es eine Eskalation des Krieges gibt”. Hier lesen Sie mehr zu der Sendung.

Kiew meldet Vernichtung russischer Munitionslager

19.50 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben russische Angriffsversuche im Osten des Landes weitgehend gestoppt und mehrere Munitionslager zerstört. “Durch den Beschuss feindlicher Depots, die in der Stadt Isjum stationiert waren, haben die Verteidigungskräfte große Munitionsbestände vernichtet”, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Abend mit.

Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor vom Beginn der Evakuierung des Stahlwerks berichtet. Demnach seien schwer verletzte ukrainische Kämpfer aus der Fabrik gebracht worden. Kiew hat diese Meldungen bislang nicht kommentiert. Unabhängig konnten die Angaben beider Seiten nicht überprüft werden.

Finnische Botschafterin: Russische Reaktion auf Nato-Beitrittswunsch “eigentlich milde”

18.45 Uhr: Die finnische Botschafterin in Deutschland, Anne Sipiläinen, zeigt sich wenig überrascht von Drohungen Moskaus wegen des angestrebten Nato-Beitritts ihres Landes. Entsprechende Warnungen gebe es seit Jahren, sagt sie dem Fernsehsender Welt einer redaktionellen Fassung zufolge. Finnland sei “seit Jahren und Jahrzehnten” sehr intestine vorbereitet auf alle möglichen Bedrohungen. “Und das ist eigentlich jetzt überraschend ruhig gewesen. Und die Reaktionen waren eigentlich milde bis jetzt.”

Die Mitgliedschaft Finnlands in der Nato werde das Land wie auch umgekehrt die Allianz stärken. “Wir werden einen stärkeren, stabileren Norden bekommen.”

Ukraine: Mindestens zehn Zivilisten durch russischen Beschuss getötet

18.32 Uhr: Mindestens zehn Zivilisten sind bei der Beschießung von Siewierodonezk im Osten der Ukraine getötet worden. Das teilt der Gouverneur der Area Luhansk, Serhij Gaidai, mit. Zuvor hat er erklärt, dass durch die schweren Angriffe Brände in Wohngebieten der Stadt ausgebrochen seien.

USA: Ukraine Truppen drängen russische Armee bei Charkiw zurück

17.42 Uhr: Ukrainische Truppen haben russische Einheiten bei Charkiw zurückgedrängt, erklärt ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. Die ukrainischen Verbände seien bis auf eine Entfernung von drei bis vier Kilometern an die russische Landesgrenze im Nordosten der Ukraine herangerückt.

Ukraine: Russischer Angriff trifft Lager mit hoch entzündlichem Ammoniumnitrat

16.49 Uhr: Ein russischer Angriff hat in der Area um die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ein Lager mit hoch entzündlichem Ammoniumnitrat getroffen. Der Gouverneur der Nachbarregion Donezk teilte im Messengerdienst Telegram ein Foto einer orangefarbenen Rauchwolke über Feldern, ergänzte aber, die Explosion stelle “keine Gefahr für die örtliche Bevölkerung dar”.

Der Gouverneur teilte weiter mit, dass ein “russisches Geschoss” das Lager getroffen habe. Die Rauchsäule über dem Depot wirke zwar erschreckend, es gebe aber keinen Grund zur Panik.

Lukaschenko fordert Stärkung von östlichem Militärbündnis

16.19 Uhr: Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine die Stärkung eines von Russland geführten Militärbündnisses als Gegengewicht zur Nato gefordert. “Die (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit) OVKS muss ihren Standing im internationalen System der Kontrolle und Gewaltenteilung massiv festigen”, sagte Lukaschenko laut der belarussischen Nachrichtenagentur Belta bei einem Treffen der Allianz in Moskau. Russland könne nicht allein gegen die Nato-Erweiterung kämpfen, fügte er hinzu.

Der oft als “letzter Diktator Europas” kritisierte Lukaschenko rechtfertigte die russische Invasion in die Ukraine mit der Aufrüstung der Nato in Osteuropa und deren Aktivitäten in der Ukraine.

Der OVKS gehören neben Russland und Belarus auch die Ex-Sowjetrepubliken Armenien, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan an. Dem russischen Krieg gegen die Ukraine haben sich die Armeen der anderen Länder, darunter auch Belarus, bislang aber nicht angeschlossen. Der russische Angriff erfolgte aber teils auch von belarussischem Territorium aus. Der Westen hat deshalb nicht nur gegen Moskau, sondern auch gegen Minsk Sanktionen verhängt. Erst am Sonntag hatte die belarussische Führung den Schaden der Sanktionen auf 16 bis 18 Milliarden Greenback beziffert.

Schweden will der Nato beitreten

15.51 Uhr: Es sei eine neue Ära für ihr Land, sagt die Ministerpräsidentin: Schweden will wie Finnland, möglichst schnell der Nato beitreten. Russland warnte die beiden nordischen Länder vor dem Schritt. Hier lesen Sie mehr.

Russland meldet Einigung auf Waffenruhe in Asowstal-Werk

15.24 Uhr: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben sich Russland und die Ukraine auf eine Waffenruhe für das seit Wochen umkämpfte Asow-Stahlwerk in Mariupol geeinigt. Eine Bestätigung seitens der ukrainischen Seite gibt es derzeit allerdings nicht. Auf dem umstellten, weitläufigen Werksgelände harren mutmaßlich seit Wochen zahlreiche ukrainische Kämpfer teils verletzt und unter widrigsten Bedingungen aus.

Die Vereinbarung zur Evakuierung verletzter ukrainischer Soldaten ist laut russischen Angaben mit im Asow-Stahlwerk “blockierten Vertretern des ukrainischen Militärs” erzielt worden. Nach eigener Darstellung soll es einen Korridor für verwundete ukrainische Soldaten geben – allerdings nicht in ukrainisch kontrolliertes Gebiet, sondern in die Stadt Nowoasowsk, die von von russischen und prorussischen Kämpfern kontrolliert wird. Dort sollen sie nach russischen Angaben medizinisch versorgt werden.

Das Asowstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol: Hier harren schon seit Wochen zahlreiche ukrainische Kämpfer aus.
Das Asowstal-Werk in der Hafenstadt Mariupol: Hier harren schon seit Wochen zahlreiche ukrainische Kämpfer aus. (Quelle: Victor/XinHua/dpa-bilder)

Insider: EU plant neues Finanzpaket für Ukraine

13.48 Uhr: Die EU-Kommission wird Insidern zufolge am Mittwoch ein neues Paket mit Finanzhilfen für die Ukraine vorschlagen. Dazu gehören neue Darlehen für die Liquidität sowie Zusagen für die langfristige Finanzierung des Wiederaufbaus des Landes, wie zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagen. Der Umfang der kurzfristigen Hilfen werde noch eruiert, allerdings dürfte der Finanzbedarf der Ukraine für zwei Monate weitgehend durch Kredite gedeckt werden, verlautet weiter.

An anderer Stelle heißt es, das Geld werde aus dem EU-Haushalt und von den EU-Regierungen kommen, nicht aber durch die Ausgabe gemeinsamer, vom EU-Haushalt gedeckter Anleihen. Die EU-Kommission lehnt einen Kommentar dazu ab. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im April geschätzt, dass die Ukraine mindestens drei Monate lang rund fünf Milliarden Greenback professional Monat benötige, um das durch den Einmarsch Russlands verursachte unmittelbare finanzielle Defizit zu decken.

Interview: “Putin will beweisen, dass er nicht außer Kontrolle ist”

Ukraine: Haben russischen Einfall in Area Sumy abgewehrt

12.07 Uhr: Ukrainische Grenztruppen haben einen Einfall russischer Sabotage- und Aufklärungseinheiten in die im Nordosten gelegene Area Sumy abgewehrt. Die russischen Soldaten seien unter Feuerschutz vorgerückt, teilte der Gouverneur der Area Sumy, Dmytro Schywytzki auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Sie hätten sich aber zurückgezogen, als ukrainische Kräfte das Feuer erwidert hätten. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Kurz nach Beginn ihrer Invasion am 24. Februar waren russische Truppen in Sumy eingerückt. Die ukrainischen Einheiten übernahmen am 8. April wieder die Kontrolle über das Gebiet.

Scholz will weiter Gespräch mit Russland suchen

11.44 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz will einem Regierungssprecher zufolge, weiter das Gespräch mit Russland suchen. Die Scenario sei sehr schwierig, es gebe viel Leid und Tote. “Da will man nichts unversucht lassen.”

Erneut Verletzte nach russischem Raketenangriff bei Odessa

10.48 Uhr: Durch einen russischen Raketenangriff in der Nähe der Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine ist ukrainischen Militärangaben zufolge eine touristische Unterkunft zerstört worden. Das Kommando Süd der ukrainischen Streitkräfte berichtete am Montag von mindestens drei verletzten Zivilisten. Zudem sei Feuer ausgebrochen. Ziel conflict demnach eine zuvor schon angegriffene und beschädigte Brücke über der Mündung des Flusses Dnister. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete unterdessen mehr als 100 Luftangriffe auf militärische Infrastruktur in der Ukraine in der Nacht zu Montag. Zudem seien Raketen auf mehr als 300 Ziele abgefeuert worden, sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Russland: Nato-Beitritte würden “weltweite Lage radikal ändern”

9.11 Uhr: Ein Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands wäre nach Einschätzung der russischen Regierung ein Fehler mit weitreichenden Konsequenzen. Ein solcher Schritt würde die weltweite Lage radikal ändern, sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Schweden und Finnland sollten sich keine Illusionen darüber machen, dass Russland ihre Entscheidung so einfach hinnehmen würde, sagt Rjabkow. In den beiden skandinavischen Ländern beraten im Laufe des Tages die Parlamente über die Vorschläge der Regierungen, dem westlichen Militärbündnis beizutreten.

Ukrainer überlebt Hinrichtung durch Russen – seine Brüder nicht

8.35 Uhr: Im Haus befand sich eine Uniform der ukrainischen Armee – das conflict das Todesurteil für Mykola und seine Brüder. Doch der junge Mann hatte Glück und konnte seinem Seize wieder entsteigen. Hier lesen Sie die ganze Geschichte.

Mykola Kulichenko an dem Grab, das russische Soldaten für ihn und seine Brüder geschaufelt hatten: "Eugen wurde zuerst erschossen und in die Grube geworfen".
Mykola Kulichenko an dem Seize, das russische Soldaten für ihn und seine Brüder geschaufelt hatten: “Eugen wurde zuerst erschossen und in die Grube geworfen”. (Quelle: Screenshot/Youtube@SuspilʹneChernihiv)

Ukraine bereitet sich auf verstärkte russische Angriffe im Donbass vor

7.37 Uhr: Die Ukraine bereitet sich auf eine neue russische Offensive im Osten des Landes vor. Nach dem Rückzug russischer Einheiten rund um Charkiw würden nun weitere Soldaten in den Donbass verlegt, sagte der ukrainische Präsidentenberater Oleksij Arestowitsch. Die Ukraine bereite sich auf “neue Angriffsversuche” der russischen Armee im Donbass vor, die darauf abzielten, “ihre Bewegungen in den Süden der Ukraine zu verstärken”, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zum Montag in einer Videobotschaft.

“Die Besatzer wollen immer noch nicht zugeben, dass sie sich in einer Sackgasse befinden und ihre sogenannte Sonderoperation bereits gescheitert ist”, fügte er hinzu.

Ukrainische Truppen stoßen von Charkiw bis zur Grenze vor

5 Uhr: Ukrainische Truppen melden einen symbolträchtigen Erfolg bei ihrer Gegenoffensive im östlichen Gebiet Charkiw: Sie sind zumindest an einer Stelle bis zur Grenze zu Russland vorgestoßen. Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte in der Nacht zu Montag ein Video mit einem Dutzend Soldaten neben einem Grenzpfahl in den Nationalfarben Blau und Gelb. Sie gehören den Angaben zufolge zu einer Freiwilligenbrigade aus der Stadt Charkiw. Hier lesen Sie den Überblick aus der Nacht.

Gasverteilerstationen in Charkiw wieder in Betrieb

3.09 Uhr: Die Ukraine kann den Gastransit in zwei Verteilerstationen wieder aufnehmen. Der Betreiber des ukrainischen Gastransitsystems teilte mit, dass zwei Knotenpunkte in der Area Charkiw nach der Reparatur von kriegsbedingten Schäden an der Hauptgasleitung wieder in Betrieb seien und die Gasversorgung sichergestellt sei. Etwa 54 Gasverteilerstationen in sieben Regionen der Ukraine blieben weiterhin abgeschaltet.

Bericht: Sanktionen richten in Belarus Schaden in Milliardenhöhe an

2.47 Uhr: Die westlichen Sanktionen gegen Belarus verursachen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Belta Ausfälle in Milliardenhöhe. “Aufgrund der Sanktionen sind quick alle belarussischen Exporte in die Länder der Europäischen Union und nach Nordamerika blockiert”, zitiert Belta Regierungschef Roman Golowtschenko aus einer Abschrift eines Interviews mit dem in Dubai ansässigen Fernsehsender Al-Arabija. Der Schaden belaufe sich “auf etwa 16 bis 18 Milliarden Greenback professional Jahr”.

Brennende Geschosse regnen auf Asowstal-Stahlwerk nieder

00.37 Uhr: Auf das Stahlwerk Asowstal in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol gehen einem auf Telegram veröffentlichten Video zufolge Brandbomben nieder. Weiße, hell glühende Geschosse sind auf einem Video zu sehen, das Alexander Chodakowski, ein Kommandeur der prorussischen selbsternannten Republik Donezk, am Sonntag auf Telegram veröffentlicht. Reuters konnte nicht sofort feststellen, welche Artwork von Munition eingesetzt und wann das Video aufgenommen wurde. Ein britischer Militärexperte sagt, es sehe aus wie ein Angriff mit Phosphor- oder Brandwaffen.

Nach Angaben der Ukraine harren noch rund 600 Soldaten in dem Werk aus, von denen 40 schwer verletzt sind. Weißes Phosphor wird eingesetzt, um Rauchschwaden zu erzeugen, Ziele zu markieren oder Bunker und Gebäude in Model zu setzen. Phosphorwaffen sind nach den internationalen Übereinkommen offiziell nicht verboten, Menschenrechtsgruppen fordern allerdings ein Verbot des Einsatzes wegen der schwersten Verbrennungen, die sie verursachen.

Hackerangriff auf Stadtverwaltung von Lwiw

0 Uhr: Die Stadtverwaltung der westukrainischen Stadt Lwiw ist Ziel eines Cyberangriffs mutmaßlich russischer Hacker geworden. Durch die Attacke am Freitag seien einige städtische Dienstleistungen nicht mehr verfügbar gewesen, schrieb Vize-Bürgermeister Andrij Moskalenko bei Fb. Ein Teil davon sei bis Sonntag wiederhergestellt worden.

Die Angreifer hätten auch interne Informationen der Stadtverwaltung erbeutet, die danach in “feindlichen” Informationskanälen beim Chatdienst Telegram veröffentlicht worden seien, schrieb Moskalenko. Russland führe auch Angriffe an der “IT-Entrance” und man müsse offline wie on-line vorsichtig sein.

Die Ukraine steht schon lange im Visier von Hackergruppen, die von westlichen IT-Sicherheitsexperten dem Umfeld russischer Geheimdienste zugerechnet werden. Mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar wurde auch eine Eskalation der Cyberattacken erwartet, doch bisher blieben große Schlagzeilen dazu aus.

Gouverneur: Ukraine kontrolliert weiter zehn Prozent von Luhansk

21.23 Uhr: Ungeachtet schwerer russischer Angriffe kontrolliert die ukrainische Armee Angaben des regionalen Gouverneurs zufolge weiter rund zehn Prozent des ostukrainischen Gebiets Luhansk. Insbesondere die Außenbezirke der Städte Rubischne, Sjewjerodonezk und Lyssytschansk hätten die Russen bislang nicht einnehmen können, teilte Serhij Hajdaj mit.

Moskau hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass prorussische Separatisten mit Hilfe der russischen Armee knapp elf Wochen nach Kriegsbeginn bis an die Verwaltungsgrenzen von Luhansk vorgedrungen seien. Hajdaj bezeichnete diese Aussagen damals als “Fantasie”.

Ein prorussischer Soldat in Popasna in Luhansk: Laut dem Gouverneur kontrolliert die Ukraine noch 10 Prozent des Gebiets.
Ein prorussischer Soldat in Popasna in Luhansk: Laut dem Gouverneur kontrolliert die Ukraine noch 10 Prozent des Gebiets. (Quelle: Alexander Galperin/SNA/imago-images-bilder)

Eingeschlossene Kämpfer in Mariupol: Kein Wasser, keine Medikamente

20.17 Uhr: Seit Wochen harren ukrainische Kämpfer im belagerten Asowstal-Werk in Mariupol aus. Ihre Ehefrauen bleiben mit ihnen in Kontakt – und berichten nun von katastrophalen Zuständen. Mehr dazu hier.

Gouverneur: Tote durch Beschuss in ostukrainischem Sjewjerodonezk

19.40 Uhr: In der ostukrainischen Stadt Sjewjerodonezk sind offiziellen Angaben zufolge zwei Menschen infolge von russischem Beschuss gestorben. Bei den Angriffen am Samstag sei ein Haus getroffen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, mit. Der Artilleriebeschuss sei auch in den vergangenen Stunden weitergegangen, schrieb Hajdaj im sozialen Netzwerk Telegram. Zuvor hatte er bereits über neun Verletzte infolge von Angriffen auf ein Krankenhaus gesprochen. Die Angaben konnten zunächst nicht überprüft werden.

Stoltenberg: “Die Ukraine kann diesen Krieg gewinnen”

16.42 Uhr: Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hält eine Niederlage Russlands im Krieg gegen die Ukraine für möglich. “Die Ukraine kann diesen Krieg gewinnen”, sagte der Norweger am Sonntag nach Beratungen der Außenminister der 30 Bündnisstaaten in Berlin. Der Krieg in der Ukraine verlaufe für Moskau nicht wie geplant. So sei die Offensive im Donbass ins Stocken geraten und die Russen zögen sich aus der Gegend um Charkiw zurück. Zudem sei die geplante Eroberung Kiews gescheitert.

“Russland erreicht seine strategischen Ziele nicht”, ergänzte Stoltenberg. Die Ukraine stehe noch immer und die Nato sei stärker denn je.

USA: Ukraine bringt amerikanische Haubitzen an die Entrance

16.15 Uhr: Die Ukraine hat nach US-Angaben zahlreiche neue US-Haubitzen vom Typ M-777 an die Frontlinien gebracht. Das twittert die US-Botschaft in Kiew. 89 der 90 zugesagten Geschütze seien inzwischen geliefert. Die Lieferungen der M-777 waren als wichtig angesehen worden, weil sie eine lange Reichweite und eine hohe Treffgenauigkeit haben.

IW-Chef wertet russischen Krieg gegen Ukraine als “ökonomischen Selbstmord”

15.53 Uhr: Mit dem Krieg gegen die Ukraine raubt der russische Präsident Wladimir Putin seinem Land nach Überzeugung des Wirtschaftsforschers Michael Hüther sämtliche Perspektiven. “Russland begeht mit dem Krieg in der Ukraine ökonomischen Selbstmord”, sagte der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) der “Stuttgarter Zeitung” und den “Stuttgarter Nachrichten”. Russland werde außerdem “politisch degradiert” und erreiche seine militärischen Ziele nicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Russland will mehr als 3.000 ukrainische Panzer zerstört haben

14.58 Uhr: Russland hat nach eigenen Angaben ukrainische Stellungen im Osten des Landes beschossen. Dabei seien Kommandozentralen und Waffenlager ins Visier genommen worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Zudem seien zwei Raketenabwehrsysteme vom Typ S-300 und eine Radarstation in der Area Sumy im Nordosten des Landes zerstört worden.

Insgesamt habe Russland seit Beginn der Militäroperation 165 ukrainische Flugzeuge, 125 Hubschrauber, 879 unbemannte Luftfahrzeuge, 306 Raketen-Systeme zur Flugabwehr sowie 3.098 Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge zerstört.

Zerstörter ukrainischer Panzer: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sollen neben Tausenden Panzern auch Hunderte ukrainische Hubschrauber, Flugzeuge und weitere Waffen zerstört worden sein.
Zerstörter ukrainischer Panzer: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sollen neben Tausenden Panzern auch Hunderte ukrainische Hubschrauber, Flugzeuge und weitere Waffen zerstört worden sein. (Quelle: Ken Cedeno/UPI Picture/imago-images-bilder)

Türkei stellt Forderungen für Nato-Beitritt Schweden und Finnlands

14.55 Uhr: Die Türkei fordert für ein Ja zur Aufnahme Schwedens und Finnlands in die Nato Sicherheitsgarantien, wie Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu sagt. Zudem müssten Exportbeschränkungen aufgehoben werden. Darüber hinaus sollten beide Länder damit aufhören, Terrorismus zu unterstützen.

Grundsätzlich unterstütze die Türkei aber den Nato-Ansatz der “offenen Tür”.

Animation zeigt, wo Russland im Krieg das meiste Geld verdient

Phosphorbomben in Mariupol? “Hölle ist auf die Erde gekommen”

9.54 Uhr: Russland hat das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol nach ukrainischen Angaben mit Phosphorbomben beschossen. “Die Hölle ist auf die Erde gekommen. Zu Azovstal”, schrieb der Mariupoler Stadtratsabgeordnete Petro Andrjuschtschenko am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram. Solche Brandbomben entzünden sich durch Kontakt mit Sauerstoff und richten verheerende Schäden an. Ihr Einsatz ist verboten. Die Angaben konnten nicht unabhängig bestätigt werden.

Andrjuschtschenko veröffentlichte dazu ein Video mit Luftaufnahmen, auf denen ein Feuerregen zu sehen ist, der auf das Stahlwerk niedergeht. Auf den zunächst nicht überprüfbaren Aufnahmen unklarer Herkunft conflict zudem Artilleriebeschuss der Industriezone zu sehen.

Zerstörung in Mariupol: Die Ukraine wirft Russland vor, Phosphorbomben eingesetzt zu haben.
Zerstörung in Mariupol: Die Ukraine wirft Russland vor, Phosphorbomben eingesetzt zu haben. (Quelle: Uncredited/AP/dpa-bilder)

Andrjuschtschenko veröffentlichte zudem Bilder, die Aufschriften auf Bomben zeigen. Demnach soll das russische Militär damit auf den Sieg der Ukraine beim Eurovision Tune Contest (ESC) reagiert haben. Es conflict zunächst nicht klar, woher diese Fotos stammten. Auf den mutmaßlichen Bomben conflict demnach auf Russisch zu lesen: “Kalusha, wie gewünscht! Auf Asowstal” und auf Englisch “Assist Mariupol – Assist Azovstal proper now” (auf Deutsch: Helft Mariupol – Helft Asowstal sofort) mit dem Datum 14. Mai. Der Sänger der beim ESC siegreichen Band Kalusha Orchestra hatte auf der Bühne in Turin diese Worte in einem Appell gesagt.

In Hasskommentaren conflict zu lesen, die Phosphorbomben seien der russische Gruß zum ESC-Sieg. Russische Medien berichteten in der Nacht zum Sonntag zwar von dem Sieg, anders als in den Vorjahren durfte das Staatsfernsehen die Present aber nicht zeigen. Russland ist wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine vom ESC ausgeschlossen.

Großbritannien: Große Verluste bei russischen Bodentruppen

9.30 Uhr: Britische Militärgeheimdienste schätzen, dass Russland möglicherweise rund ein Drittel der im Februar für die Invasion der Ukraine aufgestellten Bodentruppen verloren hat. “Trotz kleiner anfänglicher Vorstöße hat Russland in den vergangenen Monaten keine substanziellen Territorialgewinne verzeichnet, während es kontinuierlich hohe Verluste hinnehmen musste”, schrieb das britische Verteidigungsministerium auf Twitter.

Gouverneur: Raketenangriff auf Area Lwiw

7.20 Uhr: Am Sonntagmorgen hat es ukrainischen Behörden zufolge einen Raketenangriff in der Area Lwiw gegeben. Wie der dortige Gouverneur, Maxim Kosizki, auf dem Messengerdienst Telegram mitteilte, wurde militärische Infrastruktur getroffen. Ob dabei auch Menschen getötet oder verletzt wurden, sei noch unklar. Auch das Ausmaß der Zerstörungen müsse erst noch ermittelt werden. Lwiw liegt im Westen der Ukraine unweit der polnischen Grenze.

Großbritannien: Russische Offensive im Donbass stockt

7.53 Uhr: Britische Militärgeheimdienste sehen die russische Offensive im Donbass weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan. “Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist es unwahrscheinlich, dass Russland seinen Vorstoß in den kommenden 30 Tagen dramatisch beschleunigen kann”, erklärte das britische Militär in seinem Lagebericht auf Twitter.

Außenminister der Ukraine: “Sie töten, vergewaltigen und zerstören”

7.01 Uhr: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat sich skeptisch zu einem Waffenstillstand mit Russland geäußert. “Es gibt nichts Schlechtes an einem Waffenstillstand, wenn er der erste Schritt hin zu einer Lösung wäre, wo das ukrainische Staatsgebiet befreit wird”, sagte Kuleba am Samstagabend in einem Interview mit Bild TV. “Wir werden uns aber nicht damit abfinden, dass es eine Teilabtrennung von Territorium gibt.” Er hob hervor: “Wir sind bereit für Diplomatie, aber wir werden es nicht zulassen, dass Diplomatie einfach unser Leiden verlängert und die nächste Part des Krieges einfach nur vertagt.”

Die Deutschen rief Kuleba auf, die Folgen der Sanktionen gegen Russland in Kauf zu nehmen: “Manchmal ist es günstiger, einem anderen zu helfen und eine kurze Zeit der Entbehrung auszuhalten, anstatt zu Hause zu sitzen, fernzusehen und nichts zu machen, einfach zuzulassen, dass das Downside letztendlich an die eigene Tür klopft.” Die Ukraine habe einen fairen Deal vorgeschlagen: “Gebt uns alles, was wir brauchen, und wir werden Russland einhegen und in der Ukraine besiegen, damit sie niemals bei euch an die Tür klopfen.”

Dmytro Kuleba: Der ukrainische Außenminister hat sich skeptisch zu einem Waffenstillstand mit Russland geäußert.
Dmytro Kuleba: Der ukrainische Außenminister hat sich skeptisch zu einem Waffenstillstand mit Russland geäußert. (Quelle: photothek/imago-images-bilder)

Kuleba verurteilte zudem die russische Kriegsführung auf das Schärfste: “Was mich überrascht hat: Wie rücksichtslos sie sind, wie viele Grausamkeiten sie begehen. Sie können keinen fairen Krieg kämpfen und gewinnen, deswegen töten sie, vergewaltigen sie und zerstören sie.” Kuleba fügte hinzu: “In der Ukraine nennen wir Russen nicht einmal Tiere, denn Tiere benehmen sich besser als Russen.”

Gleichzeitig zeigte sich der ukrainische Außenminister siegesgewiss. Russlands Präsident Wladimir Putin habe sich verschätzt. “Er hat die Menschen in der Ukraine falsch eingeschätzt, und die Freunde, die weltweit an unserer Seite stehen.”

Zerstörungen in Irpin: Der Angriffskrieg dauert nun bereits fast drei Monate.
Zerstörungen in Irpin: Der Angriffskrieg dauert nun bereits quick drei Monate. (Quelle: Ahmed Jadallah/Reuters-bilder)

Die Ereignisse der Nacht – ein Überblick

5.30 Uhr: In der Ukraine wird der Sieg gefeiert – beim ESC. Im Donbass gehen derweil die Kämpfe weiter. Prorussische Parteien werden bald verboten. Die Ukraine möchte kein Territorium bei einem Waffenstillstand hergeben.

So können Sie für die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier zeigen wir Ihnen eine Auswahl an Hilfsorganisationen.



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Written by Newsplaneta

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