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CSU-Ministerin liefert sich Schlagabtausch mit Gynäkologin



An der Bezeichnung “Variety” störte sich Gynäkologin Baier in diesem Zusammenhang, wie sie in ihrer prompten Reaktion deutlich machte. In einer öffentlichen Debatte seien “präzise Begriffe wichtig”, so die Ärztin und klärte auf: Bis zur neunten Schwangerschaftswoche spreche man von einem Embryo, danach von einem Fötus und von einem Variety erst ab der Geburt.

Den Begriff “Variety” im Zusammenhang mit Schwangerschaftsabbrüchen verwendeten Abtreibungsgegner, um Emotionen zu erwecken, die die Debatte verwässerten, so Baier.

Baier: Kollegen haben Angst vor Anfeindungen

“Sie argumentieren zu medizinisch”, befand Scharf angesichts der Belehrung. “Ich glaube, sie müssen erst einmal das Grundgesetz lesen”, riet sie Baier mit speziellem Verweis auf Artikel 1: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.”

Scharf stellte auch klar, dass aus ihrer Sicht “Rechtssicherheit” herrsche. Außerdem verwies sie darauf, dass die Erneuerung des Paragrafen 219a, die 2019 in Kraft trat, Ärzten ermögliche, sich in eine Liste aufnehmen zu lassen, in der auch die Methode des Schwangerschaftsabbruchs erfasst werde.

Diese Liste sei “völlig unvollständig”, entgegnete Baier. Aus ihrer Sicht hänge das damit zusammen, dass ihre Kolleginnen Angst vor Anfeindung und Stigmatisierung hätten.

Unterstützung in diesem Punkt bekam Baier von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Der hatte 2018 an der Überarbeitung von 219a mitgewirkt und gab bei Lanz unumwunden zu: “Der Kompromiss hat nicht funktioniert, die Kollegin hat recht.”

Lauterbach: “219a gehört so abgeschafft”

Die Ärzte-Liste, auf der auch die Abtreibungsmethode angegeben werde, “wirkt wie ein Pranger”, so der Mediziner. Schwangerschaftsabbrüche sollten aus seiner Sicht behandelt werden, wie jeder andere medizinische Eingriff auch. Die Folgen des Paragrafen 219a geben dem Thema laut Lauterbach jedoch “den Geruch, das ist eine unseriöse Sache”.

Lauterbachs deutliches Urteil: “219a gehört so abgeschafft, das funktioniert nicht!” Auch dass der berühmte Paragraf 218 noch einmal zur Diskussion gestellt wird, schloss er nicht aus. Dieser regelt, dass ein Schwangerschaftsabbruch zwar rechtswidrig, aber nicht strafbar ist, wenn sich die Frau vorher beraten lässt.

Die geplante Streichung des Paragrafen 219a ist aus Sicht der Bundesregierung ist mit “der grundgesetzlichen Schutzpflicht für das ungeborene Leben vereinbar”. Die Unionsfraktion im Bundestag sieht das anders. Sie lehnte die geplante Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen ab. Die Vorschrift ist aus Sicht der Union ein “wichtiger Bestandteil des Lebensschutzkonzeptes” und solle vor allem einer Kommerzialisierung und gesellschaftlichen Normalisierung des Schwangerschaftsabbruchs entgegenwirken.



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Written by Newsplaneta

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