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Trotz dunkler Wolken: Zuversicht regiert


Stand: 08.08.2022 18:16 Uhr

Die Zinssorgen, die am Freitag auf den Kursen gelastet hatten, waren zum Wochenstart wie verflogen. Auch die bedenkliche Entwicklung der Finanzen in Italien spielte heute am Aktienmarkt keine Rolle.

Die Anleger scheinen derzeit geneigt, vor allem das Constructive aus den jüngsten Wirtschaftsdaten herauszulesen. Noch am Freitag hatten die starken US-Arbeitsmarktdaten vor allem Zinsängste genährt, da sie der US-Notenbank Federal Reserve eine härtere Gangart erlauben. In den Vereinigten Staaten geht denn auch die Mehrzahl der Marktteilnehmer derzeit davon aus, dass die Geldpolitiker den Leitzins auf ihrer Sitzung Ende September um 0,75 Prozentpunkte anheben werden.

Andererseits zeigt der robuste Arbeitsmarkt die Stärke der amerikanischen Wirtschaft, die möglicherweise im laufenden dritten Quartal wieder zulegen kann. Damit treten Sorgen wegen einer möglichen Stagflation mit ihren negativen Folgen für die Unternehmensgewinne wieder in den Hintergrund. Die Anleger zeigten sich jedenfalls am Montag wieder risikofreudiger und ließen den DAX um 0,8 Prozent steigen. Damit notiert der deutsche Leitindex wieder in etwa auf seinem Startniveau vom Freitag.

Wall Avenue wartet auf den Mittwoch

Verhaltener, aber ebenfalls mit zuversichtlichem Grundton präsentieren sich die Aktienmärkte in New York. Am frühen Abend notiert der Dow Jones 0,3 Prozent über dem Freitagsschluss, nachdem er bereits deutlich stärker zugelegt hatte.

Am Sonntag hatte der US-Senat anderthalb Jahre nach dem Amtsantritt von Präsident Joe Biden dessen milliardenschweres Klima- und Sozialpaket verabschiedet. Das Paket sieht rund 370 Milliarden Greenback für Energiesicherheit und Klimaschutz sowie 64 Milliarden Greenback für die Gesundheitsversorgung vor.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer nun die Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten für Juli am Mittwoch. Im Juni struggle die Teuerung in den USA auf 9,1 Prozent gestiegen – und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren.

Replace Wirtschaft vom 08.08.2022

Anne-Catherine Beck, HR, 8.8.2022 · 09:46 Uhr

Euro wieder über 1,02 Greenback

Der Euro hat sich bis zum frühen Abend wieder über der Marke von 1,02 Greenback etabliert. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im August überraschend etwas verbessert. Nach einem starken Einbruch im Juli stieg der vom Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindikator um 1,2 Punkte auf minus 25,2 Zähler. Die Erwartungen von Analysten wurden übertroffen. Im Juli struggle der Indikator noch auf den tiefsten Stand seit intestine zwei Jahren gefallen.

Zuletzt hatten die starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag den US-Greenback gestützt.

China mit durchwachsenen Außenhandelsdaten

Ebenfalls optimistic wirtschaftliche Nachrichten kamen aus China: Das starke Exportwachstum im Juli von 18 Prozent überraschte die Märkte. Die Importe stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent und verfehlten die Prognose von 3,7 Prozent deutlich.

Italien kurz vor “Ramschstatus”

Am Markt für europäische Staatsanleihen sind die Renditen für italienische Staatspapiere gegen den allgemeinen Markttrend zunächst gestiegen. Die Rendite für die Laufzeit von zehn Jahren stieg zeitweise über die Marke von 3,0 Prozent. Der Handel bleibt aber nervös. Die Anleihen der übrigen Eurostaaten waren gefragt, die Renditen gaben zum Teil deutlich nach. Deutsche Bundesanleihen haben ihre Gewinne ausgebaut und rentieren nur noch mit 0,88 Prozent.

Marktbeobachter verwiesen auf einen negativen Kommentar der US-Ratingagentur Moody’s. Die Agentur hatte am Freitagabend den Ausblick auf das italienische Kreditrating auf “negativ” gesetzt. Das bedeutet, dass Moody’s das Score, additionally die Bewertung der Bonität, von derzeit Baa3 senken kann. Die aktuelle Bewertung ist nur eine Stufe vom sogenannten “Ramsch-Bereich” entfernt, mit dem riskante Anlagen gekennzeichnet werden. “Das Risiko einer weiteren Herabstufung auf Ramsch nimmt mit Blick auf die mögliche politische Gemengelage nach den Wahlen am 25. September zu”, kommentierten die Anleiheexperten der Dekabank die Entscheidung von Moody’s. Italien steht nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Mario Draghi vor Parlamentswahlen.

Die Ölpreise haben am Abend wieder angezogen, bleiben aber in der Nähe ihrer sechsmonatigen Tiefststände vom Wochenschluss. Genau beobachten werden die Marktteilnehmer weiter die Lage in China, einem der größten Ölnachfrager weltweit. Vor allem die dortigen strikten Corona-Lockdowns schüren immer wieder Ängste vor einer wirtschaftlichen Abschwächung und damit einer nachlassenden Nachfrage. Am Vormittag wurde bekannt, dass auf der bei Urlaubern beliebten Insel Hainan angesichts des dortigen Corona-Ausbruchs weitere Gebiete abgeriegelt wurden.

Bayer-Talfahrt geht weiter

Unter den wenigen schwächeren DAX-Titeln fiel erneut die Bayer-Aktie auf. Es struggle der dritte Minustag in Folge für die Aktie des Leverkusener Pharma- und Agrochemiekonzerns seit der Veröffentlichung der Quartalsdaten in der Vorwoche und insgesamt schon ein Verlust von rund zehn Prozent. Vor allem die drohenden Rechtsrisiken in den USA im Zuge der Monsanto-Übernahme belasten weiter.

VW: Eigentümerfamilien wollen mehr Mitsprache

Die Ablösung von Konzern-Chef Herbert Diess bringt die Machtverhältnisse bei Volkswagen in Bewegung: Die Familien Porsche und Piech, die über die Porsche Automobil Holding SE das Sagen bei Europas größtem Autobauer haben, wollen sich bei Entscheidungen stärker einmischen als bisher, wie aus dem Umfeld des Aufsichtsrats zu hören struggle.

“Sie wollen die Umsetzung der strategischen Vorgaben stärker im Blick haben”, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der künftige Konzernchef Oliver Blume, Wunschkandidat des Porsche-Piech-Clans, solle mehr Augenmerk auf das operative Geschäft legen als sein Vorgänger. Blume soll den von Diess angestoßenen Wandel zu einem führenden Mobilitätsdienstleister zudem in ruhigeres Fahrwasser führen, so der Wunsch der Familien. Investoren und Branchenexperten stoßen sich jedoch daran, dass der Porsche-Chef künftig eine Doppelfunktion ausüben soll.

Porsche SE mit Milliardengewinn im Halbjahr

Die VW-Holding Porsche SE hält wegen der Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine weiter sowohl einen Rückgang als auch einen deutlichen Anstieg des Gewinns in diesem Jahr für möglich. Die Holding, über die die Familien Porsche und Piech die Stimmrechtsmehrheit an dem Wolfsburger Autokonzern halten, bestätigte ihre Prognose eines Nettogewinns vor Steuern in einer weiten Bandbreite zwischen 4,1 und 6,1 Milliarden Euro. 2021 hatte die Porsche SE den Gewinn auf 4,6 (Vorjahr 2,6) Milliarden Euro quick verdoppelt.

In den ersten sechs Monaten stieg der Reingewinn, der sich im Wesentlichen aus der Beteiligung an Volkswagen speist, um 31 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Davon flossen 3,1 Milliarden Euro von Volkswagen an die Holding.

Die Porsche Holding will im Zuge des geplanten Börsengangs 25 Prozent plus eine Aktie der Stammaktien an der Porsche AG erwerben. Damit erhielte sie eine Sperrminorität. Am Kapitalmarkt platziert werden sollen bis zu 25 Prozent der stimmrechtslosen Vorzüge und damit 12,5 Prozent des Gesamtkapitals. Etwa die Hälfte des Erlöses aus dem Börsengang soll als Sonderdividende an die Aktionäre fließen. Zum genauen Zeitplan des Börsenganges, der im Schlussquartal geplant ist, äußerte sich die Porsche SE nicht.

Siemens Power tief in den roten Zahlen

Der Energietechnikkonzern Siemens Power kämpft weiter mit Verlusten. Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2022 meldete der Energietechnikkonzern einen Fehlbetrag nach Steuern von 533 Millionen Euro. Ursache waren Belastungen aus der Restrukturierung der Geschäfte in Russland und erneute Einbußen bei der spanischen Windenergietochter Siemens Gamesa. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Verlust von 307 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Im Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Verlust, der das Vorjahresniveau von minus 560 Millionen Euro annähernd in Höhe der Belastungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Russlandgeschäfts übersteigt. Vor allem im Zusammenhang mit den Problemen in Russland hätten sich die Sondereffekte im Quartal auf minus 298 Millionen Euro summiert.

Hypoport bekräftigt Ziele

Der Finanzdienstleister Hypoport hält trotz des deutlichen Zinsanstiegs bei Immobilienkrediten an seinen Jahreszielen fest. Die höheren Zinsen, eine drohende Rezession und fehlendes Materials in der Bauindustrie könnten jedoch im zweiten Halbjahr zu “längeren Vermarktungszyklen für Immobilienfinanzierungen führen”. Im zweiten Quartal steigerte Hypoport seinen Umsatz in Jahresvergleich um ein Fünftel auf 126 Millionen Euro. Der Überschuss stieg um 32 Prozent auf knapp zehn Millionen Euro.

BioNTech wächst, Ergebnis aber unter Erwartungen

BioNTech profitiert auch weiterhin kräftig von der hohen Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff. Im ersten Halbjahr setzte das Mainzer Unternehmen 9,6 Milliarden Euro um. Der Halbjahresgewinn perception sich auf 5,4 Milliarden Euro. Allerdings blieben der Umsatz und der Gewinn je Aktie im zweiten Quartal mit 3,2 Milliarden Euro und 6,45 Euro unter den Schätzungen. Analysten hatten im Mittel 3,96 Milliarden und 7,44 Euro professional Aktie erwartet.

Im Gesamtjahr peilt BioNTech einen Umsatz von 13 bis 17 Milliarden Euro an. Die Vorbereitung für die Markteinführung zweier neuer, an neue Corona-Varianten angepasster Impfstoffe sei “in vollem Gange”, teilte das Unternehmen mit. Die Auslieferung der Impfstoffe könne “vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen” ab Oktober beginnen. In der Produkt-Pipeline befinden sich zudem Impfstoffkandidaten der nächsten Era, die auf einen längeren und breiteren Schutz gegen das Virus abzielen, wie Firmenchef und Gründer Ugur Sahin erklärte. 2021 hatte BioNTech einen Umsatz von knapp 19 Milliarden Euro erzielt. Der Gewinn lag netto bei knapp 10,3 Milliarden Euro. 

Hoher Milliardenverlust für Softbank

Die Krise der Technologieaktien mit einem Einbruch der Bewertungen hat den japanischen Großinvestor Softbank tief in die roten Zahlen gedrückt. Von April bis Juni sei ein Verlust von 3,16 Billionen Yen (umgerechnet quick 23 Milliarden Euro) angefallen. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von rund 5,5 Milliarden Euro in der Bilanz.

Allein die die Geschäftsaktivitäten dominierenden Imaginative and prescient Funds, die unter anderem am Fahrdienstvermittler Didi, dem On-line-Händler Coupang, dem Uber-Konkurrenten Seize und Alibaba beteiligt sind, kamen in den drei Monaten auf ein Minus von mehr als 21 Milliarden Euro. Das lag auch an der Talfahrt von SenseTime, eines Startups für Künstliche Intelligenz, und der Roboterfirma AutoStore.



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Written by Newsplaneta

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