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Anleger unschlüssig: DAX gleitet leicht ins Plus




Marktbericht

Stand: 12.08.2022 09:27 Uhr

Zum Wochenschluss gehen den Anlegern die Kaufgründe aus. Fundamentale Impulse sind einstweilen nicht in Sicht, und die Daten zur US-Inflation werden inzwischen differenzierter betrachtet.

Der DAX startet mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 13.737 Punkten in den letzten Handelstag der Woche. Das Hoch seit Mitte Juni bei knapp unter 13 800 Punkten aus der Vorwoche bleibt damit in Reichweite, auch wenn die aktuelle Aufwärtsbewegung nicht besonders schwungvoll ist.

“Die Freude über die zuletzt rückläufigen Inflationsdaten warfare groß und hat die Aktienmärkte beflügelt. Nun setzt sich jedoch die Erkenntnis durch, dass die Teuerungsrate immer noch viel zu hoch und der Weg zur ‘Normalität’ noch lang ist”, meint Christian Henke, Marktexperte von IG Markets. Gestern hatte sich der DAX mit minus 0,05 Prozent auf 13.694,51 Punkte relativ stabil gezeigt und die Kursgewinne vom Mittwoch verteidigt.

Fundamentale Impulse fehlen

Der DAX sei erneut daran gescheitert, die entscheidenden Widerstände im Bereich von 13.723 bis 13.824 zu überwinden, schreiben die Fachleute der Helaba. “Da fundmentale Impulse heute nicht zu erwarten seien, dürfte sich die Konsolidierung unterhalb des genannten Bereichs zunächst fortsetzen“, lautet ihre Einschätzung.

Die Experten der Credit score Suisse sind nach der kräftigen Erholung der Aktienmärkte in den vergangenen Wochen inzwischen skeptisch, ob sich das Niveau halten lässt. Sie revidierten daher ihre taktische Empfehlung, Aktien in den Portfolios als Anlageklasse überzugewichten, und raten nur noch zu einer neutralen Positionierung.

US-Vorgaben schwach

Hinzu kommen schwache US-Vorgaben, die Wall Road hatte gestern ohne klare Richtung geschlossen. Der US-Leitindex Dow Jones konnte um 0,1 Prozent auf 33.337 Zähler zulegen. Dagegen büßte der breit gefasste S&P 500 0,1 Prozent auf 4.207,27 Punkte ein. Der technologielastige Nasdaq gab 0,6 Prozent auf 12.779,91 Punkte nach.

Noch immer sind Inflation und Zinspolitik der Fed das Thema: Anleger rätselten, wie stark die US-Notenbank Fed auf der nächsten Sitzung im September die Zinsen erhöhen dürfte. “Die Abschwächung des Verbraucherpreisindex in den USA hat die Befürchtungen vor zu aggressiven Maßnahmen der US-Notenbank zwar verringert, bedeutet allerdings für die Geldpolitik keine entscheidende Wende, denn die hauptsächlichen Faktoren für die Inflation, wie Energie- und Rohstoffpreise, bleiben hoch”, sagte Paolo Zanghieri von Generali Investments.

Auf der Konjunkturseite steht am Nachmittag die viel beachtete Umfrage zur Verbraucherstimmung der Universität Michigan in den USA für den Monat August auf dem Pogramm. “Die reale Konsumtätigkeit leidet unter der hohen Inflation und der damit einhergehenden Verunsicherung der Verbraucher”, schreiben die Fachleute der Helaba.

Nikkei holt auf

Die Hoffnung auf eine langsamere Gangart im US-Zinserhöhungszyklus hat dem japanischen Aktienmarkt zum Wochenschluss Rückenwind verliehen. Der Nikkei stieg um 2,6 Prozent auf 28.546 Zähler und schloss damit auf dem höchsten Stand seit sieben Monaten. Der Topix rückte um zwei Prozent vor. Die japanische Börse, die gestern wegen eines Feiertags geschlossen hatte, holte damit die Kursgewinne der internationalen Aktienmärkte nach.

An der chinesischen Börse warfare die Kauflaune vom Vortag schon wieder verflogen. Der Shanghai-Index und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen notierten nur knapp im Plus

Ölpreis fällt wieder

Die Ölpreise haben nach ihren deutlichen Vortagesgewinnen etwas nachgegeben. Am Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 99,12 US-Greenback. Das waren 0,48 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung fiel um 0,55 Cent auf 93,79 Greenback.

Gestern hatte die erhöhte Prognose der Internationale Energieagentur (IEA) für die Ölnachfrage in diesem Jahr die Preise um mehr als vier beziehungsweise drei Prozent nach oben getrieben. Für Verunsicherung sorgte jedoch, dass die Opec wegen der konjunkturellen Unsicherheiten von einer geringeren Ölnachfrage ausgeht und ihre Prognose bereits zum dritten Mal seit April gekürzt hat. Es gebe derzeit viel Ungewissheit im Markt bezüglich der Nachfrage, sagte Justin Smirk von Westpac. Und solange dies anhalte, bleibe der Markt volatil.

Aktuell sorgt für Gesprächsstoff, dass auf sechs Öl- und Gasfeldern im Golf von Mexiko die Produktion zum Stillstand gekommen ist, nachdem ein Leck in einer Druckerhöhungsstation in Louisiana entdeckt wurde. Laut dem Unternehmen Shell ist aber geplant, dass der Schaden an diesem Freitag bereits wieder behoben wird.

EnBW verdient weniger

Der Energiekonzern EnBW kämpft im Vertriebsgeschäft für Strom und Gasoline mit den stark gestiegenen Beschaffungskosten. Im ersten Halbjahr sei das operative Ergebnis des Gesamtkonzerns um 3,7 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro geschrumpft. Im Vertriebsgeschäft brach das Ergebnis um 49 Prozent auf rund 115 Millionen Euro ein. Im Handel belasteten hohe Ersatzbeschaffungskosten für die fehlenden Gasoline-Mengen in Folge der gedrosselten Lieferungen Russlands das Ergebnis.

Die Ökostromgeschäfte konnten hingegen um 43 Prozent auf 547 Millionen Euro zulegen. Dies sei insbesondere besseren Windverhältnissen bei den Offshore- und Onshore-Windparks, höheren Preisen und der Inbetriebnahme neuer Solarparks zu verdanken gewesen.

Starke Auftragslage bei Jungheinrich

Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich konnte sich zur Mitte des Jahres über volle Auftragsbücher freuen. Zugleich blieb der Auftragsbestand wegen Materialmangels hoch. Wie das MDAX-Unternehmen mitteilte, erhöhte sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr leicht und betrug bis Ende Juni knapp 2,5 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Davon blieben als operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 162 Millionen Euro allerdings etwas weniger als ein Jahr zuvor.

Knorr-Bremse im Rückwärtsgang

Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse hat im zweiten Quartal wegen Problemen in China und dem Rückzug aus dem russischen Markt weniger Gewinn gemacht. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss fiel im Jahresvergleich um intestine ein Drittel auf 105,8 Millionen Euro. Die Münchener haben besonders damit zu kämpfen, dass chinesische Zugbetreiber ihre Ausgaben wegen der regionalen Covid-Lockdowns und der niedrigeren Auslastung zusammengestrichen haben, auch der chinesische Lkw-Markt leidet darunter. Zudem belasteten Kosten für den Rückzug aus Russland wegen der Sanktionen infolge des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine.

Biosprit gefragt – Südzucker erhöht schon wieder Prognose

Dank guter Geschäfte mit Biosprit hat der Agrarkonzern Südzucker zum zweiten Mal in zwei Monaten seine Gewinnprognose erhöht. Für das Geschäftsjahr 2022/23 werde “aufgrund der deutlich verbesserten Prognose für das Section CropEnergies” nun bei 8,9 bis 9,3 (Vorjahr 7,6) Milliarden Euro Umsatz ein operatives Konzernergebnis von 450 bis 550 (Vorjahr 332) Millionen Euro erwartet. Südzuckers börsennotierte Tochtergesellschaft CropEnergies produziert den pflanzlichen Kraftstoff Bioethanol, wie er dem Autobenzin beigemischt wird.

Twitter reaktiviert Regeln gegen Pretend Information

Drei Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress will der Kurznachrichtendienst Twitter Funktionen zur Verhinderung von falschen und irreführenden Posts wiederbeleben, teilte das Unternehmen mit. Damit wird eine 2018 eingeführte Richtlinie aktiviert, die Nutzern die Verbreitung irreführender Inhalte verbietet, die Wähler von der Stimmabgabe abhalten sollen. Zudem sind Behauptungen untersagt, die das Vertrauen in die Wahl untergraben sollen. Dazu gehören auch Fehlinformationen über das Wahlergebnis.



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Written by Newsplaneta

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